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Bilder zum Test: Dell XPS 12 - Die Renaissance der Convertibles

Beschreibung

Wenn es um die Wahl des richtigen mobilen Begleiters geht, schwanken aktuell viele Käufer zwischen einem Laptop und einem Tablet. Während der Laptop eine vollwertige Tastatur und meist mehr Leistung bietet, kann ein Tablet mit geringem Gewicht und schmalen Abmessungen punkten. Zum Start von Windows 8 haben zahlreiche Hersteller Kombinationen aus beiden Geräteklassen auf den Markt gebracht. ASUS setzt beispielsweise weiterhin auf das Transformer-Prinzip und kombiniert das Transformer Book mit einer abnehmbaren Tastatur. Dell geht einen anderen Weg und nimmt die Idee des bereits 2010 auf den Markt gekommenen Inspiron Duo auf. Das Display im herkömmlichen Klapp-Design kann um 180 Grad gedreht werden und das XPS 12 somit sowohl als Notebook, wie auch als Tablet genutzt werden.

Um das Gewicht möglichst niedrig zu halten, setzt Dell auf den Einsatz von Karbon und Aluminium. Bei einer Gesamthöhe von rund 20 Millimetern bringt das XPS 12 ein Gewicht von 1,52 Kilogramm auf die Waage. Dell bleibt dem Design der XPS 13 Serie treu und verwendet hochwertige Materialien und klare Linien. Der Displaydeckel ist eingefasst von einem Rahmen aus Aluminium und in der Mitte prangt ein verchromtes Dell Logo. Die Displayoberseite ist mit einer schwarzen Soft-Touch-Oberfläche bezogen die auch auf der Unterseite zum Einsatz kommt. Geringe Spaltmaße rund um das Touchpad und eine sehr hohe Verwindungssteifheit der Basiseinheit sowie des Displaydeckels vermitteln den Charakter eines Unibody-Chassis. Weder das Tastaturfeld noch die Handballenauflage lassen sich auch unter großem Kraftaufwand eindrücken. Das XPS 12 ist absolut hochwertig verarbeitet. Die Kombination aus Kohlefasern und Aluminium sucht ihresgleichen. Hinter einer dicken Schicht Gorilla-Glas strahlt uns ein helles 12,5 Zoll großes FullHD Touch Display (1.920 x 1.080 Pixel) entgegen. Da Dell keine Wartungsklappen verbaut, muss die komplette Unterseite abgenommen werden, um die Festplatte zu tauschen. Der Arbeitsspeicher ist fest verlötet und kann weder getauscht, noch aufgerüstet werden.

Bei den Eingabegeräten lässt sich Dell nicht auf Experimente ein und verbaut seine bekannten Chiclet-Tastaturen mit mehrstufiger Hintergrundbeleuchtung. Der Druckpunkt der Tasten ist klar definiert und das Feedback knackig. Durch die hohe Stabilität der Basiseinheit entsteht kein störendes Flexing. Somit lassen sich auch längere Texte problemlos tippen, wir bescheinigen dem XPS 12 in diesem Bereich einen hohen produktiven Aspekt. Das Multi-Touchpad ist mit 100 x 61 mm ausreichend groß dimensioniert und integriert die Tasten in einer zusammenhängenden sensitiven Fläche. Die matte Oberfläche erlaubt ein flüssiges navigieren auf dem Desktop und den Live Titles.

Das Angebot an Anschlüssen ist übersichtlich und sparsam. Auf der linken Seite ist ein 3,5 Millimeter Klinke-Port, eine Lautstärkewippe und ein Taster angebracht und die automatische Drehung des Displayinhaltes zu ermöglichen oder zu unterbinden. Zwei USB 3.0-Buchsen und ein Minidisplayport sind auf der rechten Gehäuseseite angebracht, das ist alles was das XPS 12 an Anschlüssen mit sich bringt. Ein VGA-Ausgang oder eine Ethernet-Schnittstelle sind, bedingt durch die niedrige Bauhöhe, der Rationalisierung zum Opfer gefallen. Zugang zu Netzwerken erfolgt somit ausschließlich drahtlos über WLAN 802.11n und Bluetooth 3.0.

Als Betriebssystem kommt das neue Windows 8 (64 Bit) inklusive ausgewählter Apps zum Einsatz. So ist unter anderem eine Amazon Kindle und Skype App vorinstalliert. Ein Dell Support Center erlaubt die Sicherung des Betriebssystem, die Suche nach Updates für installierte Apps sowie eine ausführliche Support-Dokumentation zu den wichtigsten Fragen rund um das Produkt und das Betriebssystem. Um auch auf der Desktop-Oberfläche gut mit Touch arbeiten zu können, hat Dell von Werk ab die Symbole auf 125 Prozent der Originalgröße erhöht. Dies erhöht die Produktivität merklich.

Display:12.5"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3537U / 2 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte256 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:1.52 kg
B x H x T:31.7 cm x 1.5 cm x 21.5 cmFarbe:schwarz silber

Auf dem Prüfstand

In unserem Testmodell steckt einIntel Core i7-3517U nebst 8 GB Arbeitsspeicher und einer 256 GB großen Samsung PM830 mSATA SSD. Mit 401,2 bei Lese- und 251,9 MB/s bei Schreibzugriffen erreicht sie eine gute Performance. Dell verzichtet auf eine dedizierte Grafikkarte, daher übernimmt die integrierte Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit die Bildberechnung. Dadurch ist das Einsatzgebiet auf das Konsumieren von Multimediainhalten und dem Ausführen von Büroanwendungen begrenzt. Bereits nach wenigen Minuten im Stresstest drosselt der Intel Core i7-3517U und läuft konstant auf 1,9 GHz.

Dell hat sich beim Display für ein hochwertiges IPS-Panel entschieden, welches mit einem sattem Schwarzwert von 0,45 aufwarten kann. Daraus ergibt sich ein ausgezeichnetes Kontrastverhältnis von 714:1. Auf einer Fläche von 12,5 Zoll wird eine FullHD- Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel bei einer Pixedichte von 176 ppi wiedergegeben. Ein integrierter Helligkeitssensor regelt die Displayhelligkeit je nach Lichteinfall, dieser kann aber jederzeit ausgestellt werden. Trotz der spiegelnden Beschichtung sind Ausflüge in die Sonne mit dem kleinen Convertible kein Problem. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 346 Candela pro Quadratmeter werden die meisten auftretenden Reflexionen überdeckt. Der kapazitive Touchscreen erkennt parallel 10 Finger und funktioniert dank der Touch-Optimierung von Windows 8 tadellos. Durch die größeren Symbole auf dem Desktop lässt es sich auch auf der Desktop-Oberfläche gut mit Touch leben. Die Stereo-Lautsprecher platziert Dell auf der linken und rechten Gehäuseseite. Sie erreichen eine gute Maximallautstärke bieten aber kaum Bass und Tiefen. Bei Musikwiedergabe stehen somit vor allem der Hoch- und Mitteltonbereich im Vordergrund. Der Klang ist besser als bei einem Großteil der Tablets, aber kann mit klangstarken Ultrabooks nicht mithalten.

Im Aluminium-Displayrahmen befinden sich zwei Scharniere um das Display um 180 Grad horizontal zu drehen. Diese Konstruktion bei der die Tastatur nicht abnehmbar ist bringt Nachteile mit sich. 1,52 Kilogramm Gewicht mögen für ein Subnotebook einen guten Wert darstellen, sind aber für ein Tablet wiederum zu viel. Bereits nach kurzer Zeit und der Bedienung im Tablet-Modus liegt das XPS 12 schwer in der Hand. Das Modell sollte somit vornehmlich als Ultrabook angesehen werden und weniger als Tablet.

Eine gute Figur liefert das Convertible bei der Akkulaufzeit ab. Es erreicht eine maximale Akkulaufzeit von 9 Stunden im Leerlauf. Unter voller Auslastung des Prozessors und der Grafikkarte zieht sich der integrierte 47 Wh starke 6 Zellen Lithium- Ionen Akku innerhalb von 1 ½ Stunden leer. Bei Nutzung von Word, Excel, Photoshop und der Wiedergabe von HD Material verbleibt eine gute praktische Akkulaufzeit von 5 Stunden 16 Minuten. Zwar bieten viele Tablets eine höhere Laufzeit, aber im Vergleich zur Ultrabook-Konkurrenz ist es ein guter Wert. Die Durchschnitttemperatur liegt dabei bei 29,8 Grad Celsius und dank der speziellen Oberflächenbeschichtung wird das Gehäuse allenfalls handwarm. Ein Betrieb auf dem Schoß ist somit problemlos möglich. Der Lüfter hält sich die meiste Zeit vornehm zurück. Hin und wieder schaltet er sich aus oder läuft mit einer sehr niedrigen Drehzahl. Im Windows-Betrieb ist es mit 30,3 Dezibel (A) kaum aus einem normalen Grundpegel heraushörbar. Im Stresstest mit Prime95 und Furmark dreht der kleine Ventilator deutlich auf und führt zu einer Lautstärke von 43,1 dB(A).

Zusammenfassung

Dell hat mit dem XPS 12 ein eindrucksvolles Stück Hardware auf die Beine gestellt, dass in vielen Bereichen überzeugen kann. Es bildet einen guten Kompromiss für all diejenigen, die ein Ultrabook und ein Tablet zugleich suchen, aber nicht für beide Geräte einzeln zahlen wollen. Doch die Kombination hat ihren Preis. In unserer Ausstattung werden 1.499 Euro fällig. Wie beim XPS 13, so kann auch beim Convertible die hochwertige Verarbeitung überzeugen. Die Spaltmaße sind gering, die Stabilität ist durch den Einsatz von Carbon sehr hoch. Der Aluminium-Rahmen sorgt in Verbindung mit Soft-Touch-Oberflächen für eine hohe Wertigkeit. Die hintergrundbeleuchtete Tastatur kann mit einem klaren Druckpunkt punkten und auch das Touchpad leistet sich keine Fehler. Die Kombination aus schnellen Intel Core i7- Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und einer pfeilschnellen SSD sorgt für ein hohes Arbeitstempo. Das zum Einsatz kommende 12,5 Zoll IPS-Display liefert ein sattes Schwarz, eine gute Blickwinkelstabilität und eine hohe Leuchtdichte. Die Möglichkeit, das Display zu drehen und als Tablet zu nutzen, ist ein gute Idee, aber das hohe Gewicht schränkt die Mobilität ein, so dass eine Nutzung als Ultrabook eher in Frage kommt. Alles in allem hat Dell ein gelungenes Convertible mit ansprechender Verarbeitung, guten inneren Werten und erstklassigen Eingabegeräten abgeliefert.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,0 (Sehr gut)
  2. Display 1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte 1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche 1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse 3,5 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch 1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 1,5 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 4710 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 622 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 2903 Pkt. Max. 47497 Pkt.
PCMark7 4996 Pkt. Max. 6666 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0 1732.5 Pkt. Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read) 400.4 MB/s Max. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write) 279.5 MB/s Max. 781 MB/s
Everest RAM Read 15177 MB/s Max. 20490 MB/s
Everest RAM Write 20576 MB/s Max. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz 34.3 ns Min. 27.6 ns
Everest HDD Random Read 246.2 MB/s Max. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen 11047 Pkt. Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single) 4755 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 7871 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 4996 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 3755 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 6471 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 5002 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung 83 Sek. Min. 32 Sek.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 1 Std. 24 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 9 Std. 7 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 5 Std. 16 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

14 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,014 kWh x 24,00 Cent = 7,36 EUR

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