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Bilder zum Test: Dell Vostro 1540 - Business-Notebook für Privatanwender

Wer sich für das Dell Vostro 1540 entscheidet, dem wird vor allem die strukturierte Oberfläche ins Auge stechen. Diese sorgt nicht nur für ein auffälliges Äußeres sondern auch für mehr Griffigkeit bei der alltäglichen Nutzung zwischen Meetings und Kaffeepause. Das Gehäuse sowie das Display richten sich an Geschäftskunden und sind somit matt gehalten. Ein Dell Logo auf dem Deckel bildet die einzige Ausnahme. Um den Akku besser ins Design einzuarbeiten, hat sich Dell für eine überstehende Akkuvorrichtung entschieden. Die Scharniere sind darin besonders gut eingearbeitet und bieten auch bei grober Behandlung genug Halt.

Das kann allerdings nicht von der Verarbeitung des Deckels und der Handballenauflage gesagt werden. Bereits bei leichtem Druck geben diese nach und rechtfertigen keinesfalls den Preispunkt von knapp 690 Euro. Auch die im Geschäftsalltag so wichtigen Eingabegeräte zeigen einen zu schwammigen Druckpunkt und einen zu kurzen Hub. Die magere Gehäuseverstärkung über dem DVD-Laufwerk sorgt zusätzlich für eine nachfedernde Tastatur. Außerdem hätten wir uns eine Beleuchtung gewünscht.

Die Anschlussseiten sind von einer silbernen Kunststoff-Leiste umgeben, die das Gesamtpaket aus der Ferne hochwertiger erscheinen lassen, beim genauen Hingucken jedoch große Spaltmaße und unsaubere Verarbeitungsstellen aufweisen. An der linken und rechten Seite des Dell Vostro 1540 verteilen sich LAN-Anschluss, VGA, HDMI sowie drei USB-Schnittstellen großzügig. Lediglich an der rechten Gehäuseseite können sich größere USB-Module in die Quere kommen. Hier liegen die Anschlüsse zu nah beieinander. Die Rückseite ist außerdem für den Anschluss des Netzkabels und des Kensington Locks vorbereitet. Der Kartenleser an der Front ist für die Medienübertragung von SD- und MMC-Karten sowie Memory Sticks zuständig.

Während kabellose Features wie WLAN 802.11n und Bluetooth 3.0 das Datenblatt verschönern, vergisst Dell eine Sicherung via Fingerprint-Reader und die Erweiterbarkeit mit Hilfe eines Express Card Slots. Eine wirkliche Optimierung für Geschäftskunden gibt es also nicht. Selbst die erwartete Professional-Version von Windows 7 gibt es nur gegen einen Aufpreis von 25 Euro. Serienmäßig wird Windows 7 Home Premium vorinstalliert.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768 (HD)
Prozessor:Intel Celeron Dual-Core P4600 / 2.0 GHzGrafikkarte:Intel GMA HD
Festplatte250 GBRAM:3 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.36 kg
B x H x T:37.6 cm x 2.65 - 3.68 cm x 24.79 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Trotz dem durchaus hohen Preispunkt von 690 Euro verbaut Dell einen fast schon eingestaubten Intel Core i3-370M aus der Arrandale-Familie. Dieser taktet zwar mit 2,4 GHz, bietet aber mit der Intel GMA HD deutlich weniger Grafikleistung als aktuelle Sandy Bridge Prozessor oder gar AMD Llano Lösungen. Die grundlegenden Bedürfnisse eines Geschäftskunden – also das Bearbeiten von Mails, Dokumenten und das Surfen im Internet – werden dennoch gestillt. Der Prozessor gehört zwar zum alten Eisen, die CPU-Leistung kann sich aber auch im aktuellen Intel-Portfolio gut einreihen.

Ein wichtiger Punkt für Business-Nutzer ist das Display. Der matte HD-Bildschirm (1.366 x 768 Pixel) wird durchschnittlich mit 197 Candela pro Quadratmeter ausgeleuchtet und besitzt einen maximalen Kontrast von 124:1. Bei starker Sonneneinstrahlung oder direkter Bürobeleuchtung können diese Werte jedoch nicht überzeugen. Schattige Plätze sollten bevorzug werden. Ansonsten muss man mit Helligkeitsverlusten und Farbinvertierungen rechnen. Schade. Denn die Akkulaufzeit von 3,5 Stunden in der Praxis kann sich durchaus sehen lassen und hätte für das ein oder andere Outdoor-Meeting gesprochen.

Mit bis zu 39 Dezibel (A) zeigt sich der integrierte Lüfter bei leichter Belastung von Prozessor und Grafikeinheit. Bei simpler Office-Nutzung unter Microsoft Word sinken die Umdrehungszahlen und der Pegel geht auf 30 dB(A) zurück. Wer dem Dell Vostro 1540 jedoch die Sporen gibt, der wird mit einer maximalen Lautstärke von 45,3 dB(A) beschallt. Letzteres Szenario übertönt wenigstens die stets aktive 500 Gigabyte (GB) Festplatte. Bei dieser sind die Zugriffsgeräusch deutlich zu hören. Durch die Unregelmäßigkeit entsteht eine sehr anstrengende und nervige Geräuschkulisse.

Im Gegensatz dazu steht die Temperaturentwicklung in einem positiven Licht. Während an der Unterseite im Durchschnitt 33 Grad Celsius gemessen wurden, bleibt die Oberseite mit 31 °C ebenfalls recht kühl. Ein punktueller Ausreißer zeigt sich über dem Lüftungsschlitz an der linken Seite. Hier schlägt unser Infrarot Thermometer auf über 52,8 Grad Celsius aus.

Zusammenfassung

Der Ersteindruck des Dell Vostro 1540 ist sehr gut – vor allem durch die strukturierte Oberfläche und die wertige Haptik schafft es der 15,6-Zoller zu gefallen. Betrachten wir das Gerät genauer, verschwimmt dieses positive Bild wieder. Bei einem Preis von 690 Euro und veralteter Hardware haben wir uns wenigstens ein aktuelles Anschlussportfolio erhofft. Zeitgemäße Schnittstellen wie USB 3.0 oder eSATA suchen wir jedoch vergebens.

Auch der matte Bildschirm kann in sonnigen Gefilden nicht überzeugen. Und das obwohl die Akkulaufzeit von bis zu 5,5 Stunden nach draußen einlädt. Anspruchsvolle Business-Kunden werden mit diesem Gerät sicher nicht glücklich. Als mobiler Begleiter im Home Office oder im Wohnzimmer von Privatkunden macht das Vostro 1540 schon eine bessere Figur.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör4,0 (Ausreichend)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark061758 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage2382 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage5407 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7321 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7061 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz104.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read63.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen15342 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3256 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7274 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2881 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2640 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)6094 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2742 Pkt.Max. 9005 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 8 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 46 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 27 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

35 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,035 kWh x 24,00 Cent = 18,40 EUR

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