1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Dell Precision M4600 - Starke Workstation mit Mobilitäts-Verlust

© Copyright by Dell. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (14)
Bilder zum Test: Dell Precision M4600 - Starke Workstation mit Mobilitäts-Verlust

Der Begriff Workstation ist beim Dell Precision M4600 durchaus wörtlich zu verstehen. Dieses massive Business-Notebook ist eine wahre Basis. Das Chassis täuscht mit seiner Aluminium-Magnesium-Legierung eine Metallverkleidung nur vor und kann durch die Kunststoffbasis das Gewicht ein wenig mindern. Das Design ist schlicht und funktional, bei einer hervorragenden Verarbeitung der beinah unzerstörbar anmutenden Basiseinheit. Der Precision M4600 wurde nach Militärstandard geprüft und widersteht bis zu gewissem Grad auch Hitze, Staub und Feuchtigkeit. Er muss sich neben Panasonics Business-Toughbooks nicht beschämt zurückhalten, wenn es mal in gröberes Terrain geht. Der labile Displaydeckel kratzt leider am Gesamteindruck, er lässt Verwindungen zu und die Rückseite federt zu stark. Auch der Akku wackelt etwas zu sehr in seiner Fassung, funktioniert aber gut als Gegengewicht für das robuste und im Widerstand ideal bemessene Scharnier.

Die anthrazitfarbene Legierung mit leichtem Rotton liefert eine angenehme Haptik, Abdrücke und Verschmutzungen lässt sie wenigen Chancen. Dezente Flächen wie die Handballenauflage oder der Displayrahmen bilden eine willkommene Abwechslung zu den mit Anschlüssen vollgepackten Seitenflächen und der Arbeitsumgebung. Netzschalter und Lautstärke-Funktionstasten sind ebenso wie der Knopf zum Entrasten des Displays und das Dell Logo silbern lackierte, optische Highlights. Status-LEDs und Tastaturhintergrundbeleuchtung leuchten in unaufdringlichem Weiß. Funktionalität und Design gehen beim Precision M4600 Hand in Hand. Etwas unglücklich angebracht ist der Aufkleber, welcher die Smartcard-Fähigkeit des Fingerprintreaders attestiert aber den Eindruck erweckt, man könnte Chipkarten ohne Kontakt auf der Handballenauflage einlesen. Auf dieser Seite funktionieren Smartcards auch nur als Alternative zur Anmeldung per biometrischen Fingerabdruckscan.

Die Eingabegeräte sind hochwertig und das kantige Standardlayout der Tastatur kombiniert geringe Spaltmaße mit Treffsicherheit der Tasten. Ein kurzer Hub, ein klarer Druckpunkt und eine leichte Abgrenzung des separaten Ziffernblocks können vollends überzeugen. Die in fünf Stufen regelbare Hintergrundbeleuchtung komplettiert den sehr guten Eindruck. Ein sensibel reagierendes, leicht angerautes Multitouchpad mit konfigurierbaren Gesten hat als alternative am oberen Rand ein zweites Tastenfeld, welches zu dem in die Tastatur integrierten Trackpoint gehört. Besonders positiv fällt die geringe Geräuschentwicklung aller Tasten des Notebooks auf.

Erst auf den zweiten Blick vermisst man bei dem Dell Precision M4600 im Grunde wichtige Details bei der Ausstattung. Zunächst positiv bemerken wir die für Workstations typische Vielfalt an Anschlüssen. Es finden sich vier USB Ports, zwei davon USB 3.0 und ein fünfter an der Rückseite welcher in den eSATA Anschluss integriert ist. Neben dem eSATA Port sitzen LAN-, HDMI- und VGA-Anschluss. Zudem bekommt man einen Firewire- und einen DisplayPort. Der Dell Precision M4600 hat Einschübe für den optischen DVD-Brenner (optional Blu-ray), Multikartenleser und Express- sowie Smartcards. Letzterer versteht im Gegensatz zu dem im Fingerprintreader integrierten, kontaktlosen Lesegerät die eingeschobenen Chipkarten. Dem Aufbau einer Konzernzentrale rund um den 15-Zoller steht also wenig entgegen. Größter festgestellter Mangel ist die Abwesenheit einer Webkamera, welche sich aber wie ein Multitouch-Display wahlweise konfigurieren lässt. An drahtlosen Schnittstellen bietet der Dell per Hardware-Schalter deaktivierbare WLAN- und Bluetooth-Verbindungen. Der Docking-Port kann zudem genutzt werden, um das Anschlussportfolio zu erweitern.

Auch Softwareseitig richtet sich Dell ganz nach individuellen Wünschen der Kunden. Vorinstalliert sind ein Windows 7 Professional Betriebssystem und diverse Dell Utilities um die Ausstattungsmerkmale, angefangen bei den Eingabegeräten bis zum Login bequem anzupassen. Auch Backup- und Sicherheitssoftware sind vorhanden.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080 (HD 1080)
Prozessor:Intel Core i7 2820QM / 2.3 GHzGrafikkarte:NVIDIA Quadro 2000M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
128 GB SSD
750 GB
RAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Professional 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.79 kg
B x H x T:37.6 cm x 3.27 cm - 3.68 cm x 25.6 cmFarbe:Aluminium und Magnesiumlegierung

Auf dem Prüfstand

Wem der in der Basisausstattung verbaute Intel Core i7-2720QM nicht ausreicht, kann optional auch einen Core i7-2820QM oder sogar den zweitschnellsten, mobilen Core i7-2920XM konfigurieren. Letzterer ist dank freiem Multiplikator übertaktbar und bietet für den satten Mehrpreis von 530 Euro gegenüber unserem 2820QM eine Mehrleistung von rund 20 Prozent. Auch der kleinste konfigurierbare Quadcore bietet schon eine ordentliche Leistung. Für anspruchsvolle Rendering-Aufgaben könnten die acht Megabyte Cache der beiden größeren Modelle merklich schneller arbeiten. Der Arbeitsspeicher ist mit 8 GB standardmäßig schon sehr groß. Es können bis zu 32 GB verbaut werden.

Die Nvidia Quadro 2000M Grafikkarte liefert für Spiele die ungefähre Performance der Consumerkarte Geforce GT 555M und kann dank ihrer Architektur bei CAD-Programmen, Videoschnittanwendungen und 3D Rendering punkten. Der SPECviewperf 11 Benchmark (Pro/ENGINEER 1.920x1080) zeigt, dass die Quadro 4000M etwa 10 Prozent schneller arbeitet. An Technologien beherrscht die Quadro 2000M DirectX 11, OpenGL 4.1, DirectCompute, OpenCL, AXE und CUDA. Das Precision M4600 verzichtet auf die Nvidia Optimus Technologie, wodurch der 97Wh starke 9-Zellen-Akku im praktischen Betrieb nur etwas mehr als 3 Stunden durchhält.

Das mit 1.920 x 1.080 Pixel auflösende, matte FullHD IPS-Display kann durch die typische hohe Blickwinkelstabilität in beiden Richtungen überzeugen. Die Farben sind sehr intensiv, der Kontrast ist mit 588:1 sehr gut, doch die durchschnittliche Helligkeit von 182 Candela pro Quadratmeter erschwert den problemlosen Außeneinsatz des matten Displays. Die Lautsprecher liefern einen angenehm klaren und vollen Klang.

Unter Volllast wird der Dell Precision dank seiner zwei Lüfter schon mal bis zu 44 Dezibel laut und zieht dabei bis zu 163 Watt aus der Steckdose. Mit mindestens 38 Watt Stromverbrauch im Leerlauf macht sich die fehlende Optimus Technologie bemerkbar, hier könnten gut 20 Watt eingespart werden. Die Lautstärke-Emission von 34 Dezibel im Idle ist akzeptabel. Im praktischen Betrieb kommt der Dell Precision auf 37 Dezibel bei einem Stromverbrauch von 83 Watt.

Zusammenfassung

Eine hochwertige Verarbeitung, schnelle Hardware und ein insgesamt stabiles und sicheres Arbeiten haben bei Dell ihren Preis. Der Precision M4600 ist etwas wuchtig und schwer, dafür aber vollgepackt mit Anschlüssen und Rechenpower. Gut gefallen haben uns das matte Full HD IPS Display, obwohl es etwas leuchtstärker hätte sein können. Die Eingabegeräte in Form von Tastatur, numerisches Ziffernfeld, Touchpad und Trackpoint spielen in der ersten Liga. Negativ aufgefallen ist die fehlende Unterstützung für die Nvidia Optimus Stromsparfunktion, welche die Mobilität erheblich verbessern würde.

Dells robuste, mobile Workstation ist stabil, sicher, performant aber auch teuer. Bis auf das Gewicht und die Akkulaufzeit müssen Sie sich bei der Arbeit aber kaum Gedanken um ihr Gerät machen.


Andere Notebooks von Dell - Jetzt anzeigen

Andere Notebooks von Dell - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,0 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,5 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0611461 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111590 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage6619 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74364 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage18762 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02579.6 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)321.9 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)289.9 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read17236 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write17005 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz52.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read233.1 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen37739 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5451 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)20240 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6849 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4286 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)15584 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6101 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung65 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 21 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 49 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 5 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

83 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,083 kWh x 24,00 Cent = 43,62 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.