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  3. Test Dell Precision M4500 - Test: Dell Precision M4500 – Büro-Notebook für höchste Ansprüche

Erster Eindruck vom Dell Precision M4500

Bei dem Dell Precision M4500 handelt es sich um ein extrem massives Notebook, dessen matte Textur und die deutlich sichtbaren Metallverstärkungen einen Eindruck von Professionalität und Sicherheit hinterlassen. Da muss nicht mehr gesagt werden, dass das Notebook extrem robust wirkt. Zum wuchtigen Notebook gehört ein wuchtiges Netzteil, das auf einen großen Stromhunger hindeutet. Um ein dezentes Design waren die Ingenieure des Dell Precision M4500 offensichtlich nicht bemüht; deutlich sichtbar treten die seitlich von der Tastastur angebrachten Lautsprecher in den Vordergrund. Um auch bei der Bedienung allen Ansprüchen gerecht zu werden, verfügt das Dell Precision M4500 über ein Touchopad und einen Trackpoint, doch dazu später mehr. Status LED befinden sich unterhalb des Displays und sind konstruktionsbedingt nur bei offenem Gehäuse sichtbar. Zusatztasten sind für den Ton angebracht, für WLAN existiert ein spürbar einrastender Schiebeschalter. Trotz des klobigen Erscheinungsbildes ist das Notebooks mit unter 3 Kilo nicht schwerer, als andere Geräte seiner Größe.

Technische Daten und Ausstattung

Rechenzentrum des Dell Precision M4500 bildet ein Intel Core i5 520M Prozessor mit 2,4 GHz und genügend Rechenpower, um auch 4 parallel laufende Anwendungen zu bewältigen. Als Grafikkarte kommt eine NVIDIA Quadro FX 1800M zum Einsatz. Diese basiert auf dem G92 Chip, der wiederum in Highend-GeForce Karten eingesetzt wird. Neben der also ausreichend vorhandenen Grafikleistung bietet die Grafikkarte zusätzliche Treiberfeatures für Software wie MCAD oder Animationsprogramme. Das Notebook verfügt weiterhin über 4 GB DDR3-RAM, von welchem bei unserem Testgerät allerdings aufgrund der 32-Bit-Beschränkung nur etwas mehr als 3 GB genutzt werden können (Allerdings ist das Dell Precision M4500 auch mit 64 Bit Windows erhältlich). Die Festplatte umfasst eine Kapazität von 500 GB; der Bildschirm des Notebooks zeigt 1600x900 Pixel an und gewährt somit eine gute Übersichtlichkeit, auch wenn FullHD für den Preis wünschenswert gewesen wäre.

Anschlüsse

Einen Mangel an Anschlussmöglichkeiten können wir dem Dell Precision M4500 nicht bescheinigen. Neben den 4 obligatorischen USB-Ports stehen Verbindungsmöglichkeiten für VGA; HDMI, Firewire, Ethernet und Express Cards zur Verfügung. Ein integrierter CardReader sowie Bluetooth runden das Paket ab. Außerdem zeigt die integrierte Webcam sage und schreibe 3 Megapixel.

Software und Zubehör

Am meisten beeindruckt hat das EMBASSY Security Center. Das verwaltet wie der Name schon sagt alle Sicherheitsbereiche des Notebooks. Und die sind nicht nur auf Master-Passwort und Fingerprint-Reader beschränkt. Das Programm steuert auch einen getrennten Hardware-Bereich für Anmeldeinformation, so dass bereits vor dem Windows-Start ein Passwort eingegeben werden muss. Dabei kann System und Passwort getrennt geschützt werden. Zudem nutzt das Dell Precision M4500 einen TPM-Chip, der die Sicherheit zusätzlich erhöhen soll.

Allerdings sind solche Schutzmaßnahmen auch nötig: Ein Virenscanner ist beim Dell Precision M4500 nämlich nicht dabei. Dafür Programme für den DVD-Brenner und die Webcam.

Display

Das Dell Precision M4500 verfügt über ein gut aufgelöstes, ausgezeichnetes Display, welches sich besonders durch seine Helligkeitswerte von durchgehend über 300 cd von der Konkurrenz abhebt. Der Bildschirm nutzt den Adobe Farbraum und ist dadurch in der Lage, ein besonders breites Farbspektrum realitätsgetreu darzustellen. Durch den Verzicht auf irgendwelche Beschichtungen ist das Dell Precision M4500 immun gegen Reflexionen und kann durch die hohe Leuchtkraft auch gut im Freien verwendet werden. Der Betrachtungswinkel ist in alle Richtungen nahezu uneingeschränkt und die Reaktionszeit so schnell, dass selbst kleine Schatten beim Verschieben von Fenstern keine Chance haben.

Eingabegeräte

Wie bereits erwähnt, befindet sich auf dem Dell Precision M4500 neben eines Touchpads auch ein Trackpoint. Was Ihnen lieber ist, müssen Sie selbst entscheiden; aber allein die Wahlfreiheit spricht für die Bedienflexibilität. Beide Eingabegeräte funktionieren tadellos, auch wenn der Trackpoint von Hause aus für unseren Geschmack etwas zu schnell eingestellt ist. Auf Multitouch müssen Sie ebenfalls verzichten können. Die Tastatur ist groß; aufgrund der exorbitant großen Lautsprecher seitlich davon war jedoch kein Platz mehr für einen Ziffernblock. Der Anschlagspunkt ist perfekt, schnelles und ausdauerndes Schreiben kein Problem.

Temperatur

Bei seinem solch großen Gehäuse hätte es verwundert, wenn die einzelnen Komponenten nicht einen kühlen Kopf behalten hätten. So bleibt die Festplatte im Praxisbetrieb auf einem akzeptablen Niveau von 40°C, die Grafikkarte erwärmt sich im Idle-Betrieb auf 51°C, ebenfalls ein normaler Wert.

Betriebsgeräusche

Im Leerlauf bleibt das Dell Precision M4500 bei einem Geräuschpegel von 32 db sehr angenehm. Auch das moderate Rauschen bei 35 db in der Praxis ist noch akzeptabel. Wird das Notebook allerdings richtig gefordert, überdeckt es mit seinem Geräuschpegel von über 50 db sogar den Fön im Nebenraum. Allerdings braucht es schon anspruchsvolle Anwendungen, um die verwendete Hardware voll auszureizen. Das Laufwerk wird bei Datenzugriff mit 45 db ebenfalls recht laut, die Wiedergabe von DVDs erfolgt bei 40 db.

Leistung

Das Dell Precision M4500 ist ein Arbeitstier. Die Komponenten sind dabei so gut aufeinander abgestimmt, dass das Gerät in allen Tests sehr gut, jedoch nur in wenigen ausgezeichnet abschneidet.

Die Prozessor- und Speicherleistung dabei ist vorbildlich. 17000 Punkte bei CPU Queen bescheinigen der verwendeten CPU eine enorme Rechenleistung. Der Speicher wird mit 7600 MB/s ausgelesen und mit 7400 MB/s beschrieben – ebenfalls ein guter Wert. Im CineBench erreicht das Dell Precision M4500 3075 Punkte im Single CPU und 6847 Punkte im Multi CPU Modus. Hier kann die theoretisch vierfache Leistung der CPU mit 2 Kernen und Hyperthreading im Vergleich zu nur einem aktiven Kern nicht optimal umgesetzt werden. Unser 20-minütiges Testvideo war innerhalb von gut 5 Minuten vom XviD ins WMV Format konvertiert.

Auch die Futuremark-Tests bescheinigen dem Dell Precision M4500 gute Werte. Der neue PC Mark Vantage erbrachte eine Punktzahl von 5227. Der etwas ältere 3D Mark 2006 zeigte einen Wert von 7976 an. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass das Dell Precision M4500 auch anspruchsvolle 3D-Software ruckelfrei wiedergeben kann.

Akku und Energieverbrauch

Trotz der modernen Hardware hält das Dell Precision M4500 im Idle-Betrieb, also ohne jegliche Beanspruchung knapp 5 Stunden durch. In der Praxis sind es immer noch dreieinhalb Stunden, was aber durchaus noch als guter Wert zu bezeichnen ist. Unter Volllast sinkt die Akku-Laufzeit allerdings auf unter 90 Minuten. Wird das Dell Precision M4500 gefordert, sollte also eine Steckdose nicht weit sein. In der Praxis verbraucht das Notebook rund 41 Watt Strom.

Praxis

Aufgefallen ist bei unserem Testgerät zunächst die 32 Bit Windowsversion bei von Hause aus deaktiviertem Aero. Das schont die Ressourcen, macht die Bedienung allerdings etwas weniger komfortabel. Unglücklicher ist dann schon die Tatsache, dass in dieser Windowsversion nur etwa 3 der 4 GB RAM genutzt werden können, was die Zahl der gleichzeitig geöffneten Programme arg reduziert, besonders bei anspruchsvoller Software wie MCAD und Photoshop. Dennoch ist die Arbeitsgeschwindigkeit ausgezeichnet und das Dell Precision M4500 ist locker sämtlichen Multimedia-Anforderungen gewachsen.

Interessiert hat aber auch, ob die schon nicht sehr dezent verbauten Lautsprecher auch viel leisten. Und das tun sie: Zwar sind auch beim Dell Precision M4500 Bässe kaum wahrnehmbar, allerdings geben die eingebauten Lautsprecher Stimmen und Musik recht differenziert und in hoher Lautstärke wieder. Die 3 Megapixel-Kamera zeigt solange ein flüssiges Bild, solange man dem Sensor nicht auch die 3.000.000 Pixel abverlangt, dann ruckelt das Bild ein wenig. Die Farbwiedergabe bleibt bei allen Einstellungen sehr gut. Gut fanden wir auch die Unterbringung von sowohl VGA- und HDMI-Anschluss. Besonders, da viele Beamer nur über VGA Anschlüsse verfügen.

Zusammenfassung

Das Dell Precision M4500 ist ein exzellentes Business-Notebook, welches sich besonders durch seine zahlreichen Sicherheits-Features hervorhebt, aber auch mit seiner Hardware fast allen Ansprüchen gerecht wird. Die gute Bedienbarkeit, Fertigungsqualität und eines der besten Displays auf dem Markt runden den guten Eindruck ab. Den einzigen Fehltritt erlaubt sich das Notebook bei der Lautstärke unter Last. Dennoch können wir das Dell Precision M4500 für den professionellen Einsatz ohne Einschränkungen empfehlen.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Ausstattung1,3 (Sehr gut)
  3. Display1,1 (Sehr gut)
  4. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  5. Temperatur2,2 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,9 (Gut)
  7. Anschlüsse1,4 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,4 (Gut)
  10. Leistung1,4 (Sehr gut)
  11. Praxis1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark067976 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage5227 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7661 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7470 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz96.9 nsMin. 27.6 ns
Everest CPU Queen17002 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3075 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)6847 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3692 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung323 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 28 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 47 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 38 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

41 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,041 kWh x 24,00 Cent = 21,55 EUR