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Bilder zum Test: Dell Latitude XT3 Tablet - Leuchtstarker Convertible der alten Schule

Während sich die Regale mit Android-Tablets, Windows Phone 7 Smartphones und flachen Ultrabooks füllen, beliefert Dell seine Geschäftskunden mit einem Update der Latitude XT Serie. Je nach Konfiguration kann das 13,3-Zoll Convertible-Tablet bereits ab 1.000 Euro erstanden werden. Um den vollen Funktionsumfang zu testen, haben wir uns das Dell Latitude XT3 mit all seinen Vorzügen konfiguriert.

Wer das Dell Latitude XT3 in seiner Notebook-Form nutzt, der wird sich über eine durchweg gute Gehäuseverarbeitung freuen. Die Spaltmaße sind gering und die Aluminium-Applikationen am Deckel und den Anschlussseiten lassen kaum Verwindungen auftreten. Als eine der Schwachstellen konnten wir die Tastatur ausmachen. Diese bietet zwar eine Hintergrundbeleuchtung, federt an einigen Stellen aber zu stark nach. Vor allem im Umfeld des Trackpoints ist dieses Manko deutlich spürbar. Durch dessen Integration fällt außerdem das Touchpad im Vergleich zu herkömmlichen Notebooks deutlich kleiner aus.

Beim Übergang in den Tablet-Modus kann dafür das stabile Scharnier überzeugen. Gleiches gilt für den Schließmechanismus, wenn wir uns komplett von der Tastatur verabschieden. Als Eingabe dienen nun entweder unsere Finger oder ein beiliegender Stylus (Stift). Beide Methoden funktionieren einwandfrei. Lediglich die Multitouch-Gesten sind auf der matten Bildschirmoberfläche schwerer auszuführen, als wir es von Consumer-Tablets, wie dem Apple iPad 2, gewohnt sind. Und trotz dem durchaus hohen Funktionsumfang, fallen das Hohe Gewicht und die ausladende Abmessung negativ auf.

Im Gegensatz dazu können sich Business-Kunden über ein abgerundetes Anschluss-Portfolio freuen. Schnittstellen wie HDMI, VGA, Gigabit-LAN und der Netzanschluss befinden sich an der Rückseite des Dell Latitude XT3, da sie eher im stationären Betrieb genutzt werden. An der linken und rechten Seite verteilen sie drei USB 2.0 Ports, ein SD- und SmartCard-Leser sowie die Exoten Express Card (34mm) und Firewire. USB 3.0 wird nicht geboten. Über den unterseitig verfügbaren Docking-Anschluss können jedoch Port-Replikatoren oder Zusatz-Akkus angeschlossen werden.

Kabellos kommuniziert unser Testgerät über die WLAN 802.11n Verbindung und das integrierte UMTS-Modul (3G). Letzteres befindet sich unter dem Akku. An dieser Stelle kann eine herkömmliche SIM-Karte eingesetzt werden. Dadurch wird eine Internetverbindung auch abseits von Hot-Spots oder LAN-Anschlüssen ermöglicht. Optional können aktuelle Smartphones auch über die Bluetooth 3.0 Schnittstelle verbunden werden. Android- und iOS-Devices haben alle notwendigen Funktionen an Bord, um die Verbindung des Mobiltelefons auf das Notebook zu übertragen.

Ab Werk liefert Dell das Latitude XT3 mit einem vorinstallierten Windows 7 Professional Betriebssystem in der 64-Bit Version aus. Für die Neuinstallation steht Käufern eine entsprechende Recovery-DVD zur Verfügung. Bis auf wenige Systemprogramme zur Verbesserung der Eingabegeräte spart sich Dell die Installation von Anti-Virus Programmen oder anderer Bloatware.

Technische Daten

Display:k.A.Auflösung:Unbekannt
Prozessor:Intel Core i5 2520M / 2.5 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplattek.A.RAM:k.A.
Laufwerk:optional - extern
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.02 kg
B x H x T:32.3 cm x 3.09 cm x 22.17 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Um auch mit leistungshungrigen Anwendungen zu bestehen, beherbergt das Dell Latitude XT3 einen Intel Core i5-2520M Prozessor und die darin integrierte Intel HD Graphics 3000. Auf eine dedizierte Grafikkarte verzichtet der Hersteller. Der Multimedia-Betrieb ist somit kaum gewährleistet, wird aber von den meisten Käufern gemieden. Im Office-Bereich überzeugt die Konfiguration mit schnellen Boot- und Ladezeiten. Eine integrierte, 128 GB große Samsung SSD bringt das 13,3-Zoll Convertible-Tablet zusätzlich auch Hochtouren – gut erkennbar am hohen Wert des synthetischen PCMark Vantage Benchmarks.

Eines der wichtigsten Merkmale des Dell Latitude XT3 ist das 13,3-Zoll Display mit einer nativen Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Dell markiert den Bildschirm als „Daylight Display“ – das können wir bestätigen. Mit einer Ausleuchtung von durchschnittlich 300 Candela pro Quadratmeter und einer entspiegelten Oberfläche kann dieser Convertible auch auf der sonnigen Dachterrasse des Büros überzeugen.

Die Akkulaufzeit hätte mit einem stromsparenden ULV-Prozessor besser ausgesehen. Durch die Integration des Multitouch-Displays verschlingt das Dell Latitude XT3 in der Praxis bis zu 50 Watt. Somit werden maximal 7 Stunden abseits der Steckdose erreicht. Beim mobilen Browsing und unter Verwendung von bekannten Office-Programmen wie Word, Excel und PowerPoint messen wir eine Akkulaufzeit von circa 3-4 Stunden. Abhängig von der Nutzung des Internets und der Verbindungen. Bei der Aktivität des UMTS-Moduls (3G) verringert sich die Laufzeit deutlich.

Obwohl uns die Leistungsreserven des Prozessors gefallen, wirkt sich diese auch negativ auf die Temperatur- und Lautstärkenentwicklung aus. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen zwar nur bei 33,3 Grad Celsius, an vielen Stellen treten jedoch Werte weit über 37 °C auf. Der tieffrequente Lüfter zeigt sich ebenso zweigleisig. In der Praxis bleibt er mit 32 Dezibel (A) vergleichsweise ruhig, unter starker Auslastung dreht er jedoch auf 40 dB(A) auf.

Zusammenfassung

Der Convertible-Markt ist klein. Dennoch investiert Dell Zeit und Geld, um auch diese kleine Sparte mit der bekannten Qualität zu beliefern. Im Laufe der Zeit haben sich auch die Preise positiv angepasst und diese exotischen Geräte sind nun auch für Privatkunden erschwinglich geworden. Wer genügend Geld in die Hand nimmt, der kann sich über eine gute Anwendungsleistung und ein erstklassiges Multitouch-Display freuen. Hinzu kommt die Möglichkeit das bereits ausgewogene Anschlussportfolio über Express Card Module oder den Docking-Anschluss zu erweitern.

Unter der enormen Leistung leiden jedoch die Akkulaufzeit und die Emissionswerte. Für unseren Geschmack wird das Dell Latitude XT3 an einigen Stellen zu warm. Der Mehrwert des hellen und matten Bildschirms lässt die negative Stimmung jedoch verfliegen. Hier hat Dell genau auf das richtige Pferd gesetzt. Wer auf die Mischung aus vollwertigen Notebook und Windows-Tablet setzten möchte, der ist mit dem Latitude XT3 gut beraten.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark065245 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1975 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage12412 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read15855 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write16844 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz54 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read170.1 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen20725 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4988 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)10629 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6041 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4043 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8847 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5892 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung84 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 52 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 1 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 56 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

45 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,045 kWh x 24,00 Cent = 23,65 EUR

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