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  3. Test Dell Inspiron 13z - Tippfreundlicher Langläufer

Erster Eindruck vom Dell Inspiron 13z

Das Dell Inspiron 13z macht einen feschen Eindruck. Dell-typisch wird der Stromanschlussstecker von einem blauen Ring beleuchtet. Der glänzende Displaydeckel zieht Fingerabdrücke an, beschwichtigt dafür aber mit einem edlen Dunkelrot. Der Powerschalter lässt sich nur bei aufgeklapptem Rechner erreichen und ist links über der Tastatur platziert.
An unserem Testgerät besonders aufgefallen ist uns aber die Akkuwulst an der Rückseite. Die lässt sich als Griff nutzen und sorgt für ein angenehm abgewinkeltes Keyboard. Beim Verstauen stört der etwas wackelig sitzende Stromspeicher freilich.

Technische Daten und Ausstattung

Zum Testen stand uns ein relativ schwachbrüstig ausgestattetes Einstiegssystem der Serie Dell Inspiron 13z zur Verfügung. Herz des Systems war ein auf 1,3 Gigahertz getakteter Doppelkernprozessor Intel Pentium (SU4100). Für die Grafik zuständig war die Chipsatzlösung Intel GMA X4500MHD. Gegen Aufpreis bietet Dell auch höherwertigere Prozessoren sowie eine diskrete Grafiklösung an. Wer sich zum Aufrüsten durchringt, entscheidet sich am besten gleich für ein System mit NVIDIA GeForce G105M und 512MB VRAM - laut Windows-Leistungsindex ist nämlich die Spielegraphik das schwächste Glied im System und drückt die Gesamtbewertung auf 3,4. Zweitschwächste Komponente ist der Prozessor mit einer Einstufung von 4,0.
Der Arbeitsspeicher des Rechners lag bei vier Gigabyte. Die Festplatte fasste netto 298 Gigabyte und ist ab Werk in vier Partitionen eingeteilt. Neben der "Windows 7"-typischen Startpartition gibt es einen Recoverybereich mit 9,77 Gigabyte. Für das System reserviert sind knapp 60 Gigabyte, als frei verwendbarer Speicher stehen noch knapp 230 Gigabyte zur Verfügung.

Anschlüsse

Die Schnittstellenbestückung des Dell Inspiron 13z ist ordentlich. An der linken Seite befinden sich ein USB-Port sowie analoger und digitaler Grafikausgang via VGA und HDMI. Nach dem Lüftungsgitter schließen sich ein schneller LAN-Port für Gigabit-Ethernet und der Stromanschluss an. An der Front ist ein Flashkartenleser integriert. Rechts befinden sich Kopfhörerausgang, weitere zwei USB-Ports sowie der Einschub des DVD-Multilaufwerks.
Zu den drahtlosen Verbindungsoptionen zählt ein integriertes Bluetooth-Modul. Zudem nahm unser Rechner auch Verbindung zu Funknetzen auf. Die WLAN-Karte unterstützt drahtlose Infrastrukturen nach IEEE 802.11a/g/n.

Software und Zubehör

Unser Testgerät war bereits fertig eingerichtet. Neben einem Windows 7 Home Premium (64 Bit) liefen auf dem Rechner auch verschiedene Systemtools, darunter eine Software für die Ansteuerung der Webcam und das Dell Dock - eine Schnellstartleiste für Programme, die an das GUI von Apple-Betriebssystemen erinnert. Vorinstalliert war zudem das Einsteiger-Officepaket Microsoft Works, die Brennsoftware Roxio Burn und die Sicherheitssoftware McAfee Security Center. Ebenfalls zum Lieferumfang gehört eine 30-tägige Probeversion der Diebstahlschutzlösung FailSafe. Das Tool soll verhindern, dass mit einem verloren gegangenen Laptop auch kritische Daten in falsche Hände geraten.

Display

Das 13 Zoll große, breitformatige Display löst mit 1.366 x 768 Pixeln auf und bietet eine ausreichende Helligkeit - zumindest für Innenräume. Nicht zuletzt durch die spiegelnde Ausführung wünscht man sich mit dem Notebook aber nicht in den grellen Sonnenschein. Der Bildschirm lässt sich nur um zirka 135 Grad aufklappen. Das ist zuwenig, weil schon der überstehende Akku einige Grad davon kompensiert.

Eingabegeräte

Obwohl die Tastatur des Dell Inspiron 13z bei Druck deutlich nachgibt, vermittelt das vollformatige Keyboard ein überdurchschnittlich gutes Schreibgefühl. Das liegt auch am schrägen Stand durch den überstehenden Akku. Das Layout der Tasten wirkt durchdacht. Hierzu trägt auch eine zusätzliche Tastaturspalte bei, auf der die oft benutzen "Pos1", "Ende", "Bild auf" und "Bild ab" gut zu erreichen sind. Nicht ganz so gut gelöst ist die dunkle und schwer lesbare Beschriftung der Funktionstasten.
Mit dem acht mal viereinhalb Zentimeter messenden Touchpad kamen wir gut zurecht, wenngleich wir eine Gestensteuerung und den Bildlaufregler vermissten. Die beiden echten Maustasten sprechen angenehm weich und leise an.

Temperatur

Im Betrieb bleibt der Dell Inspiron 13z angenehm kühl.

Betriebsgeräusche

Das Geräusch des durchgehend laufenden Lüfters ist zwar nicht flüsterleise, aber noch als zurückhaltend zu bewerten. In normalen Arbeitsumgebungen und auf Reisen sollte das Kühlsystem kaum störend auffallen.

Leistung

Wie üblich haben wir die Leistung des Systems mit unseren Hausbenchmarks gemessen. Der Aquamark scheiterte am 64-Bit-Betriebssystem, die anderen Testprogramme liefen dagegen und lieferten die wenig berauschende Werte eines ULV-Rechners der Mittelklasse.

Den CineBench haben wir sowohl in Version für 32 als auch für 64 Bit laufen lassen. Erwartungsgemäß lieferte die 64-Bit-Version die besseren Werte und konnte auch die Kraft des Doppelkernprozessors um einen Deut besser ausnutzen. Der Multiplikator lag bei 1,93 - verglichen mit 1,90 bei der 32-Bit-Variante.

Die Leistung des Testsystems krankt eindeutig an der fehlenden Grafikkarte - gegen Aufpreis schafft Dell hier Abhilfe. Eine Spielemaschine wird das Dell Inspiron 13z aber auch damit nicht.

Akku und Energieverbrauch

Der bereits mehrfach erwähnte, markante Li-Ionen-Akku unseres Testrechners hatte eine Kapazität von stolzen 80 Wh. Damit überrascht die Ausdauer des ULV-Systems kaum noch. Mit mittlerer Displayhelligkeit und eingeschaltetem WLAN konnten wir knappe sechseinhalb Stunden mit dem Rechner arbeiten.

Praxis

Im Betrieb gab es keine besonderen Vorkommnisse. Der Verbindungsaufbau mit unserem WLAN klappte vorzüglich und das System reagierte prompt und gutmütig. Auch die eingebauten Lautsprecher des Notebooks konnten uns überzeugen.

Zusammenfassung

Der Dell Inspiron 13z hält sein Versprechen. Mit einem starken Akku ausgestattet läuft das ULV-System fast einen gesamten Arbeitstag durch. Dabei lässt sich das Notebook sehr angenehm bedienen und lädt geradezu zum ausgiebigen Tippen ein. Nicht ganz so gefallen haben uns der spiegelnde Bildschirm und dessen geringer Kippwinkel.
Die Leistung des Systems ist nicht überragend. Viel mehr als Bürodienste sollte man dem graphisch schwach ausgestatteten System nicht zumuten. Für den professionellen Einsatz fehlen dem Rechner außerdem Features wie Fingerprint-Reader oder Anschluss für eine Docking Station. Für ein Einsteiger Notebook ist der Dellrechner etwas teuer. Stilbewusste Studenten und Vieltipper könnten sich allerdings in den schick gestalteten Rechner verlieben.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,1 (Gut)
  2. Ausstattung2,9 (Befriedigend)
  3. Display2,8 (Befriedigend)
  4. Eingabegeräte1,6 (Gut)
  5. Temperatur1,4 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche1,7 (Gut)
  7. Anschlüsse2,3 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,3 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,9 (Befriedigend)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
  11. Praxis1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Everest RAM Read5175 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write4156 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz103.9 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read64.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen5499 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1587 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)3067 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)687 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1414 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)2689 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)598 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung860 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 0 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal1 Std. 0 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 30 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

16 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,016 kWh x 24,00 Cent = 8,41 EUR