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Bilder zum Test: Dell Alienware M17xR4 - Immer noch die Gaming-Referenz?

Beschreibung

Obwohl äußerlich unverändert testen wir einen etwas anderes Alienware M17xR4 als beim letzten Mal. Die aktuelle Konfiguration ist 800 Euro teurer, vor allem aufgrund der Nvidia Geforce GTX 680M Grafikkarte welche allein 330 Euro Aufpreis zur AMD Radeon HD 7970M fordert. Wie gewohnt stecken die Komponenten in einem stylischen Magnesiumchassis mit Softtouch-Überzug. Optisch ist das mittlerweile anderthalb Jahre alte Gehäuse immer noch auf der Höhe der Zeit und designtechnisch die Referenz für die Konkurrenten. Selten trifft man ein Gaming-Notebook mit einem derart konsistenten aber unaufdringlichen Erscheinungsbild. Mit 4,26 Kilogramm Gewicht ist das M17xR4 nicht die mobilste Gamingmaschine, das wertige Gehäuse verträgt aber einen Transport. Die Basiseinheit ist äußerst stabil und die Verarbeitung kann sich sehen lassen. Die Spaltmaße sind gering, der Displaydeckel knarzt nicht bei den geringen zugelassenen Verwindungen und die robusten Scharniere bieten einen knackigen Widerstand und unterbinden allzu langes Nachwippen.

Alienware ist bekannt für seine hochwertigen Eingabegeräte. Die Tastatur im Standardlayout besitzt eine aufwendige, konfigurierbare Hintergrundbeleuchtung. Der mittellange Hub, klare Druckpunkt und der geräuscharme Betrieb sorgen für guten Schreibkomfort. Büroanwendungen wie Tabellenkalkulation werden durch den separaten Ziffernblock erleichtert. Für die Steuerung von Medienplayern, die Lautstärke und Drahtlosfunktionen gibt es ein Panel mit Sonderfunktionstasten in schicker Alien-Schrift. Das mit einer leuchtenden Leiste umrandete, nach links versetzte Multitouchpad bietet gute Gleiteigenschaften auf der mattierten Oberfläche und die AlienTouch Software erlaubt umfangreiche Anpassungen der präzise umgesetzten Gesten. Die geräuschlosen Mausersatztasten machen mit ihrem dumpfen Klick einen hochwertigen Eindruck.

Ausstattungstechnisch macht dem M17xR4 kein anderes Notebook was vor. An vier USB 3.0 Ports und einem eSATA/USB 2.0 Kombiport findet umfangreiche Peripherie Platz. Hinsichtlich der Display-Konnektivität bringt der Alienware 17-Zoller als einziges Gerät einen HDMI-Eingang mit. Dieser Anschluss befähigt das Notebookdisplay zur Bildausgabe für eine Spielekonsole, einen externen Videoplayer oder eine Kamera. Für externe Displays wartet der Gaming Bolide mit einem HDMI-Ausgang, einem VGA-Ausgang und einem DisplayPort auf. Mittels Intel Wireless Display (WiDi) Technologie können Bildsignale auch drahtlos auf entsprechend ausgerüstete Fernseher übertragen werden. Für Audiosignale gibt es vier separate, konfigurierbare Buchsen: Den Kopfhöreranschluss, einen Port für Headsets, eine Mikrofonbuchse und den digitalen S/PDIF Anschluss.Ein Multikartenleser, ein optisches Laufwerk (wahlweise DVD oder Blu-ray) und eine 2,1 Megapixel Webkamera runden das Gesamtpaket ab. Kommuniziert wird über Gigabit-LAN, WLAN-N und Bluetooth 4.0. Softwareseitig erwartet den Käufer ein ebenso abgerundetes Paket. Für das Betriebssystem kann zwischen den Windows 7 Home Premium bis Ultimate Versionen gewählt werden. Das Betriebssystem wird um das Alienware Command Center ergänzt welches die grundlegenden Einstellungsmöglichkeiten übersichtlich zusammenfasst. Bei Alienware ist ansonsten keine sogenannte Bloatware zu finden. Das Betriebssystem wird so sauber wie möglich belassen und ist als Abbild auf einer versteckten Wiederherstellungspartition hinterlegt.

Display:17,3"Auflösung:1600 x 900
Prozessor:Intel Core i7 3610QM / 2,3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 680M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
256 GB SSD
1000 GB
RAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:4.26 kg
B x H x T:41 cm x 4.45 cm x 30.43 cmFarbe:Stealth Black

Auf dem Prüfstand

Für 2.770 Euro bringt unsere Alienware M17xR4 Konfiguration satte Power mit. Sämtliche Komponenten lassen sich in die High End Kategorie einordnen. Der Intel Core i7-3610QM ist zwar der "kleinste" Vierkern-Prozessor aus dem aktuellen Line-up, liefert aber eine solide Leistung in allen Disziplinen von Multimedia bis Gaming und muss sich auch vor aktuellen Desktop Prozessoren nicht verstecken. Mit 8 GB Arbeitsspeicher wurde in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis und die Anforderungen von den meisten Spielen eine vernünftige Ausstattung gewählt. In der Paradedisziplin des Gaming macht die Grafikkartenwahl die größten Zuwächse oder Verluste bei den Frameraten aus. Die verbaute Nvidia Geforce GTX 680M, die derzeit schnellste mobile Einzelkarte, lässt auch bei einem fordernden Titel wie Max Payne 3 nichts anbrennen und bewältigt höchste Detaileinstellungen und Auflösungen. Für den satten Aufpreis zur AMD Radeon HD 7970M gibt es nicht nur die Mehrleistung im einstelligen Prozentbereich. Die Nvidia Grafikkarte beherrscht mit PhysX die Berechnung von Extra-Effekten mittels Grafikchip, eine performance-orientierte Kantenglättung namens TXAA sowie Adaptive Vsync um Tearing (Bildrisse) auch bei Einbrüchen der Bildwiederholrate zu verhindern. Nicht zuletzt genießen die Grafikchips von Nvidia einen besseren Treibersupport. Ob das dem Nutzer 300 Euro Aufpreis gegenüber der Konkurrenzkarte AMD Radeon HD 7970M wert sind, muss er selbst entscheiden. Auch die Datenträgerausstattung gehört zur kostenintensiven Creme de la Creme. Als Systemlaufwerk dient eine Samsung SSD mit Lese- und Schreibraten von 419 MB/s beziehungsweise 382 MB/s. Damit die effektiv nutzbaren 229 GB der schnellen SSD nicht beizeiten zugeschaufelt werden, ist zusätzlich eine herkömmliche 1000 GB Festplatte verbaut. Zwei 2,5 Zoll Festplattenschächte und ein mSATA Slot (bei unserem Test unbestückt) lassen eine große Anzahl Variationen zu. So lässt sich zum Beispiel sogar noch ein wenig Geld sparen und mehr Performance rausholen, wenn man sich ein mSata Bootlaufwerk konfiguriert und ein RAID 0 System nachrüstet. Dell erleichtert derlei Umbauten mit einer Wartungsklappe auf der Unterseite undes droht kein Garantieverlust.

Mäkeln müssen wir beim Display des Alienware M17xR4. Das 17,3 Zoll große HD+ Display hinter spiegelndem Gorillaglas löst mit 1.600 x 900 Pixel auf. Sparfüchse, die meinen dass ihnen diese Auflösung genügt, sollten die Auswahl trotzdem noch einmal überdenken. Ungeachtet der höheren Pixeldichte messen wir bei der FullHD Variante rund 90 Candela mehr Leuchtkraft. Im Umkehrschluss fällt das Zeugnis für die HD+ Variante alles andere als positiv aus. Mit 170 Candela pro Quadratmeter Leuchtdichte hat das Panel auch in Innenräumen um die Lesbarkeit des Inhaltes zu kämpfen. Das Gorilla Glas gaukelt knackige Farben vor, das maximale Kontrastverhältnis von 146:1 fällt jedoch sehr mager aus. Die Blickwinkelstabilität ist gering, kurz gesagt für einen Gamer dieser Preisklasse ist das Display auch in der Basiskonfiguration einfach zu schlecht. Die 80 Euro Aufpreis für das FullHD Display sollten in jedem Fall eingeplant werden. Ein wenig werden wir vom Soundsystem aus dem Hause Klipsch entschädigt. Die maximale Lautstärke haut uns nicht vom Hocker (wie beim Dell XPS 15 z.B.) aber dank THX TruStudio Pro Klangverbesserungen erleben wir ein rundes Klangbild und vergleichsweise satte Bässe.

Die Kühllösung bleibt in der Gamingpraxis trotz hitziger Komponenten (Vollast: 173 Watt) Herr der Lage, 31,3 Grad Celsius auf den Oberflächen im Durchschnitt können das bezeugen. Im Idle ist die Lüftung mit 31,3 Dezibel (A) kaum zu vernehmen, der Verbrauch sinkt auf gute 22 Watt. Damit erzielten wir eine gute maximale Laufzeit von fast 10 Stunden, dank der Nvidia Optimus Technologie kann auf die sparsame Intel HD Graphics 4000 Prozessorgrafik gewechselt werden. Bei moderater Belastung macht die Batterie des Desktopersatzes 5,5 Stunden mit, die Kühlung arbeitet mit 39 Dezibel (A). Auch das optische Laufwerk bleibt unter 39 Dezibel (A) beim einlesen und ermöglicht die eine laufruhige Wiedergabe mit 36 Dezibel (A).

Zusammenfassung

Spielt Geld keine Rolle, sollten Gamer immer noch zu Alienware greifen. Ausstattung, Anpassungsfähigkeit, Verarbeitung – da gilt das M17x R4 als Referenz für die schnell aufschließende Konkurrenz von MSI, Schenker und One. Spielt Geld eine Rolle, muss man auch beim M17x R4 sorgfältiger auswählen, das Display der Basiskonfiguration beispielweise kann den hohen Ansprüchen nicht gerecht werden und hinkt der Konkurrenz hinterher. Also wenn schon zugreifen, dann richtig!


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,0 (Sehr gut)
  2. Display 4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte 1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche 2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse 1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 1,0 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 22162 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 5982 Pkt. Max. 12363 Pkt.
PCMark7 4897 Pkt. Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage 19923 Pkt. Max. 23313 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0 2955 Pkt. Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read) 419 MB/s Max. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write) 381 MB/s Max. 781 MB/s
Everest RAM Read 17827 MB/s Max. 20490 MB/s
Everest RAM Write 25459 MB/s Max. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz 35.1 ns Min. 27.6 ns
Everest HDD Random Read 239.2 MB/s Max. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen 22319 Pkt. Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single) 5639 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 21156 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 8678 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 4486 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 17137 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 9005 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung 40 Sek. Min. 32 Sek.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 0 Std. 55 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 9 Std. 53 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 5 Std. 24 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

120 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,120 kWh x 24,00 Cent = 63,07 EUR

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