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Bilder zum Test: Dell Alienware M17xR4 - Gaming-König mit AMD Radeon HD 7970M

Dell ist zu Recht überzeugt vom Design seiner Alienware Gaming-Notebooks. So sehr, dass beim aktuellen Generationenwechsel des 17,3-Zollers vom M17x R3 zu R4 keinerlei kosmetische Änderungen vorgenommen wurden. Dell hält fest an den beliebten, matten Softtouch-Oberflächen, den leuchtenden Lautsprecherauslässen an der Front, der stylischen Funktionstastenleiste in „Alienschrift“ und auch am spiegelnden Edge-to-Edge Display. Die „Knight Rider“-Optik kann als zeitlos und maßgebend bezeichnet werden. Kaum ein Gaming-Notebook trägt Wertigkeit und Leistungsfähigkeit derart dezent aber nachhaltig nach außen. Das Alienware M17xR4 bestätigt den hochwertigen Eindruck mit dem stabilen Magnesium-Verbundwerkstoff-Chassis und geringen Spaltmaßen. Der Displaydeckel lässt sich zwar verwinden und die White-LED Hintergrundbeleuchtung kommentiert unsere Biegeversuche mit einem mürrischen Flackern, aber es braucht schon einigen Kraftaufwand um dem M17x R4 etwas anzutun. Die verstärkte Außenhülle der Basiseinheit gibt auch an kritischen Stellen, wie über dem Blu-ray-Laufwerk, nicht nach.Verkleidet mit der Softtouch-Oberfläche zeigt sich die großzügige Handballenauflage resistent gegenüber Fingerabdrücken, nur schwitzige Hände hinterlassen Schlieren. Der Displaydeckel sitzt fest im Scharnier und schützt den Innenraum durch zwei plan aufliegende Gummierungen wenn das Notebook zugeklappt ist.

Tastatur und Multitouchpad präsentieren sich komfortabel, extrem geräuscharm und haptisch ansprechend. Der Hub der Tasten im Standardlayout ist etwas ausladender, vor allem der deutliche Druckpunkt ermöglicht sorgenfreies Tippen. Die Richtungstasten und der separate Ziffernblock sind klar abgegrenzt und ein Funktionstasten-Panel bietet Schnellzugriff auf Mediatasten, Lautstärke oder Drahtlosoptionen. Das mattierte Multitouchpad überlässt nichts dem Zufall. Mittels der AlienTouch Software kann der Nutzer bestimmen, wie viel der illuminiert umrandeten Fläche er für Scrolling nutzen möchte. Auch die Empfindlichkeit der Handballenerkennung lässt sich regeln. Das haptische Feedback der Mausersatztasten kann überzeugen und kommt ohne akustischen Klick aus.

Auch in Bezug auf die Anschlussvielfalt gilt das Alienware M17xR4 als Referenz. Der HDMI-IN zum Beispiel ist ein Alleinstellungsmerkmal, bis auf den Vorgänger des M17x kann kein Notebook damit aufwarten. Kameras, AV-Receiver oder gar eine Spielekonsole lassen über HDMI mit dem Notebook verbinden. An vier USB 3.0 Ports, einem zusätzlichen USB 2.0/eSATA-Kombiport mit PowerShare, HDMI- und VGA-Ausgang, DisplayPort und vier Audiobuchsen für S/PDIF, Mikrofon, Headset und Kopfhörer lässt sich ein komplettes Heimstudio anschließen. Express Card und Firewire fehlen zwar, sind angesichts der Anzahl an schnellen Ports für die meisten Nutzer aber auch obsolet. Der 9-in-1 Kartenleser und das Blu-ray-Laufwerk in unserem Testsample komplettieren die Schnittstellen. Neben dem obligatorischen Gigabit-LAN können Netzwerker auch WLAN 802.11 b/g/n mit dem Intel Centrino Wireless N2230 oder gar noch schnelleres WLAN 802.11 a/g/n mit 3x3 MIMO, heißt dreifacher Antennenleistung für In- und Output, nutzen. Die Bluetooth 4.0 Schnittstelle ist in beiden Drahtlosmodulen integriert. Die Intel-Module machen zudem den Weg frei für eine Wireless Display (WiDi) Verbindung zu externen Monitoren, Beamern oder Fernseher.

Für das Betriebssystem stehen 64-Bit Versionen von Windows 7 Home Premium bis hin zu Ultimate zur Auswahl. Microsoft Office 2010 oder McAfee Sicherheitssoftware können optional vorinstalliert werden, ansonsten findet sich auf dem sauberen System nur die Alienware-Software mit Tools für Backups, Wiederherstellung, die Konfiguration des Erscheinungsbildes und Verhaltens der Beleuchtung und Aktionssequenzen für Spielstarts (AlienAdrenaline). Auf der 64 GB großen SSD liegt eine versteckte 10 GB Recovery-Partition falls es nötig wird, den Werkszustand des Notebooks zügig wiederherzustellen. Wer die 10 GB gern noch seinem Bootlaufwerk zuordnen will, kann die Partition natürlich auf einen USB-Stick oder die zudem verbaute 500 GB Festplatte auslagern.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080 ( WXGA++ )
Prozessor:Intel Core i7 3610QM / 2.3 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 7970M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
64 GB SSD
500 GB
RAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:4.26 kg
B x H x T:41.0 cm x 4.45 - 4.5 cm x 30.4 cmFarbe:Stealth Black / Nebula Red

Auf dem Prüfstand

Dells Alienware M17xR4 zeichnet sich durch kompromisslose Spieleleistung aus. Unser Testgerät trägt mit dem Intel Core i7-3610QM nicht den stärksten, konfigurierbaren Quad-Core Prozessor -Dell verbaut auch den 10 Prozent schnelleren Intel Core i7-3820QM. Mit einem Basistakt von 2,3 GHz und dem Turbo von bis zu 3,3 GHz und 8 GB DDR3 1.600 MHz Arbeitsspeicher bewältigt aber auch unser „kleiner“ Vierkerner alle Aufgaben von Office bis Gaming. Für das Hauptaufgabengebiet der 3D-Spiele gilt meist die Grafikkarte als Flaschenhals oder kritische Komponente. Die AMD Radeon HD 7970M ist jedoch die derzeit mit Abstand schnellste mobile Grafikkarte. Im aufwendigen Heaven v2.5 Benchmark messen wir unter maximierten Details eine Mehrleistung von rund 70 Prozent gegenüber Nvidias aktuellem Topmodell, der Nvidia Geforce GTX 675M. AMDs Einzelkarte kommt sogar bis auf 10 Prozent an die Leistung von zwei Nvidia Geforce GTX 580M im SLI-Modus heran. Aktuelle Spiele wie Diablo 3, Battlefield 3, Batman: Arkham City oder Alan Wake lassen sich mit der gigantischen Performance der AMD Radeon HD 7970M in der FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel und höchsten Detailstufen flüssig darstellen. Ein weiterer Vorteil der AMD-Performance-Kanone: Auch im Batteriemodus ohne Netzstrom lässt sich die volle Leistung der Karte abrufen. Nvidias derzeitige High-End Karten mit Fermi-Chips takten auf das Level der integrierten Intel HD Graphics 4000 herunter, auch die Midrange-Karten mit Kepler-Architektur zwingen den Nutzer zu eingeschränkter Performance im Akkumodus - wenn auch nicht so drastisch.

Die Kombination aus 64 GB mSATA SSD als Booteinheit und 500 GB Festplatte in unserem Testgerät bootet schnell und bietet Platz – allerdings auf irdischem Level mit 221,5 MB/s Lese- und 162 MB/s Schreibrate. Zudem werden 10 GB des Bootlaufwerks für eine versteckte Recovery Partition genutzt. Das mSATA Laufwerk lässt sich auch mit einer 512 GB SSDbestücken, mit den zwei 2,5 Zoll Festplattenslots finden so insgesamt 1,5 TB an SSD-Kapazität oder zwei zusätzliche 2 TB Festplatten im RAID 0 Verbund Platz. Auch für derlei kostspielige Konfigurationen existieren Anwendungsgebiete, beispielsweise beim HD-Videoschnitt. Technisch versierte Kunden können ihre Komponenten auch selber austauschen, nach zwei Schrauben unter dem Akku ist die Bodenplatte bereits gelöst.

Das 17,3 Zoll Glare-Type FullHD-Display mit White-LED Hintergrundbeleuchtung und der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel liefert intensive Farben und einen sehr gutes, maximales Kontrastverhältnis von 725:1. Für den Außeneinsatz eignet sich das Display aufgrund von Spiegelungen nicht wirklich, auch wenn die durchschnittliche Leuchtdichte von 259 Candela pro Quadratmeter das gerade so erlauben würde. Das Dell Alienware M17xR4 funktioniert primär als sehr gutes Desktop-Replacement, nicht zuletzt wegen dem Gewicht von 4,26 Kilogramm. Die horizontale Blickwinkelstabilität ist hervorragend, auch die vertikale ist mit 25 Grad akzeptablen Blickwinkels vergleichsweise gut. Ähnlich multimediatauglich zeigt sich das Soundsystem von Klipsch. Das Klangbild ist rund und auch die maximale Lautstärke fördert keine Verzerrungen zutage. Besonders die THX TruStudio Pro Soundverbesserungen in der Sound Blaster Recon3DiSystemsteuerung tragen zum ausgewogenen Klang bei. Einen wahrhaft bombastischen Klang wie bei Dells XPS 15 vermissen wir allerdings.

Dells Alienware M17x R4 beherbergt eine potente Kühllösung und äußerst effiziente Hardware. Bei überragender Performance verbraucht das System selbst unter Volllast nur 148 Watt – so manch moderner Gaming-Bolide genehmigt sich bis zu 220 Watt bei 60 Prozent der Leistung. Die Durchschnittstemperatur liegt im Betrieb bei sehr guten 27,8 Grad Celsius. Die leistungsfähige Kühlung besteht aus zwei Lüftern, welche mit maximal 46 Dezibel (A) rotieren. Im Leerlauf bleiben sie mit 32 Dezibel (A) angenehm leise. Da die integrierte Intel HD Graphics 4000 genutzt werden kann, sinkt auch der Verbrauch auf 19 Watt. Beim Spielen ermitteln wir einen Verbrauch von 118 Watt bei einer Lautstärke um die 40 Dezibel (A). Ohne Strom kann ungefähr eine Stunde gespielt werden, bei weniger anspruchsvollen Anwendungen hält der 90Wh-Akku 3,5 Stunden und die maximale Laufzeit liegt bei ausdauernden 6 Stunden und 12 Minuten.

Zusammenfassung

Das Dell Alienware M17xR4 liefert mörderische Leistung in einem todschicken Gehäuse mit überwältigender Anschlussvielfalt und der Möglichkeit, den Gamer nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. AMDs Radeon HD 7970M entpuppt sich als derzeit stärkste, mobile Grafiklösung. Dank umschaltbarer Grafikoption ist der 17,3-Zoller auch für längere Einsätze abseits der Steckdose konzipiert. Das spiegelnde Display kann sich trotz akzeptabler Helligkeit und guten Kontrastwerten nur schwer mit der Außenwelt anfreunden. Wen das tiefe Loch, welches das Alienware M17x R4 ins Portemonnaie zu reißen fähig ist, nicht stört, der bekommt ein extrem starkes und stylisches Gerät ohne nennenswerte Schwächen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,0 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0620875 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark115754 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage20176 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74335 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage14705 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02333.9 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)221.5 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)162 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read17796 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write26366 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz35.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read174.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22322 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5627 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)21489 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)8049 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4435 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)17315 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)8459 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung38 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 1 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 12 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 37 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

118 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,118 kWh x 24,00 Cent = 62,02 EUR

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