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  3. Test Dell Alienware M14xR2 - Außerirdischer 14-Zoll Refresh mit Ivy Bridge und Kepler

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Bilder zum Test: Dell Alienware M14xR2 - Außerirdischer 14-Zoll Refresh mit Ivy Bridge und Kepler

Am bewährten Äußeren der Alienware-Reihe nimmt auch das Refresh des M14x keine Änderungen vor. „Die matte Soft-Touch Oberfläche erinnert haptisch am ehesten an die menschliche Haut und fühlt sich daher sehr angenehm an“, beschreibt Markus Schütz, Dell Senior Press Review Manager, das Konzept. Damit ist das Gehäuse äußerst wehrhaft gegenüber Fingerabdrücken, nur das spiegelnde Display macht da eine Ausnahme. Das dezent in schwarz gehaltene Chassis wird vor allem durch beleuchtete Elemente, wie dem Alienware-Logo unter dem Display, des Tastaturbettes und der Touchpad-Umrandung sowie den Lautsprecheröffnungen an der Front zum Hingucker. Die Verarbeitung ist der Preisklasse entsprechend hochwertig, das Gehäuse ist trotz vieler Elemente und damit auch Spalten sehr stabil. Das mittig angebrachte Scharnier bietet einen durchgängig angenehmen Widerstand und lässt dem weitestgehend verwindungssteifen Deckel wenig Spiel. Durch eine optionale, gepolsterte Notebooktasche im Rucksack geschützt, dürfte dem mobilen Gamer so schnell nichts passieren.

Die Eingabegeräte sind wie gewohnt hochwertig, mit der Neuauflage des Alienware M14x legt Dell auch softwareseitig noch ein Schmankerl bei. Die Tastatur im klassischen Design überzeugt mit einem mittellangen Hub und einem deutlichem Druckpunkt. Nicht nur die Hintergrundbeleuchtung des Tastenbettes lässt sich hinsichtlich Farbe und Verhalten in unzähligen Varianten konfigurieren, die komplette Illumination des Gamers reagiert bei Bedarf auf empfangene Emailsoder zeigt Treffer in Spielen an. Das leicht nach links versetzte Multitouchpad reagiert sensibel und versteht auch Mehrfingereingaben ohne Probleme. Sämtliche Tasten, die Mausersatztasten im Besonderen, bleiben durch geringe Geräuschentwicklung sehr unauffällig. Das M14x kommt ohne separaten Nummernblock und Hardwareschalter für das Auswerfen optischer Discs oder Abschalten der Drahtlos-Verbindungen, für schnelle Konfigurationen gibt es Zweitbelegungen auf der F-Tastenreihe.

Das vergleichsweise kompakte 14-Zoll Gehäuse wurde in Gamer-Manier mit Schnittstellen vollgepackt. Neben dem DVD-Laufwerk auf der rechten Seite finden sich zwei USB 3.0 Ports und der Gigabit-LAN Anschluss. Am rechten Gehäuserand verorten wir einen VGA- und einen HDMI-Ausgang, einen Mini-DisplayPort, einen USB 2.0 Port mit PowerShare Funktion und drei Audiobuchsen. Davon dient einer als Mikrofoneingang, ein weiterer für Headsets und mit dem dritten Ausgang (optisch, S/PDIF) lassen sich alle Audiobuchsen auch für die 5.1 Audioausgabe konfigurieren. Daneben befinden sich der 9-in-1 Multikartenleser und ein SIM-Slot für mobiles Breitbandinternet. Drahtlose Netzwerkanbindungen erhält man zudem über WLAN 802.11 b/g/n, sofern das Intel Centrino Wireless-N 2230 Modul konfiguriert wurde. Das Killer Wireless-N 1202 beherrscht auch WLAN 802.11 a/b/g/n und 2x2 MIMO (höhere Datenraten) Technologie. Bluetooth 4.0 ist in jedem Fall integriert.

Softwareseitig liefert Dell alle Alienware-Geräte gemäß der Mehrzahl der Kundenwünsche so sauber wie möglich aus. Für das Betriebssystem stehen die 64-Bit Versionen von Windows 7 Home Premium, Professional oder Ultimate zur Verfügung. Ansonsten findet sich nur das um AlienAdrenaline erweiterte Alienware Command Center mit allen erdenklichen Einstellmöglichkeiten für das Notebook. Mit AlienAdrenaline kann Anwendungen eine Aktionssequenz zugeordnet werden. Wer Diablo 3 spielen möchte, kann so mit dem Klick auf die Verknüpfung des Spiels parallel auch Messenger/Chats starten oder ausschalten und seine Tastatur in höllisch feurigem Rot aufleuchten lassen.

Technische Daten

Display:14.0"Auflösung:1600 x 900 ( WSXGA++ )
Prozessor:Intel Core i7 3720QM / 2.6 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 650M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
64 GB SSD
500 GB
RAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.92 kg
B x H x T:33.7 cm x 3.78 cm x 25.834 cmFarbe:Stealth Black / Nebula Red

Auf dem Prüfstand

Unser Testgerät trägt mit dem Intel Core i7-3720QM einen sehr starken Quadcore-Prozessor der aktuellen Ivy Bridge Generation, das Dell Alienware M14xR2 Chassis lässt sogar die Option auf den stärkeren Intel Core i7-3820QM zu. Der Basistakt des Prozessors liegt bei 2,3 GHz, ein einzelner Kern kann mit Hilfe der Intel Turbo Boost 2.0 Technologie auf bis zu 3,3 GHz hochtakten. In Kombination mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher lassen sich alle denkbaren Aufgaben von Büroanwendungen bis Email, Multimedia bis Gaming flott bewältigen. Alienware hat, so betont der Hersteller, alle Komponenten aufgefrischt, die für Spieler interessant sind. Hängt der Alienware M14xR2 am Netzstrom, so lassen sich auch fordernde Titel wie Batman: Arkham City, Battlefield 3 oder Alan Wake in hohen bis sehr hohen Detaileinstellungen spielen. Die Nvidia Geforce GT 650M Grafikkarte schöpft ihren Takt mit 835 MHz voll aus. Zieht man den Netzstecker, rechnet die Grafikkarte nur noch mit halber Kraft. Dann muss die Detailstufe zurückgefahren werden. Zwischen der 1 GB- und der 2 GB-Videospeicher Variante der Nvidia Geforce GT 650M konnten wir in der Praxis jedoch keinen großen Unterschied feststellen.

Dell spendiert allen neuen Modellen der Alienware-Reihe einen mSATA-Steckplatz für eine SSD. Unser Testgerät kommt mit einer 64 GB Samsung PM830 SSD als Bootpartition und 500 GB Massenspeicher auf einer herkömmlichen Festplatte. Wir empfehlen, sofern keine regelmäßigen Recovery-Einsätze geplant sind, die versteckte Partition von der SSD auf einen USB-Stick oder das andere Laufwerk zu verschieben und damit die vollen 64 GB nutzbar zu machen. Werksseitig hat das Bootlaufwerk sonst nur 40 GB Kapazität, was für das Betriebssystem und ein paar Programme reicht. Wer kompromisslose Leistung sucht und nicht auf den Geldbeutel achten muss, kann sich zwei 256 GB SSD Laufwerke im RAID 0 Verbund konfigurieren.

Abstriche hinsichtlich der Mobilität müssen durch das spiegelnde Display in Kauf genommen werden. Die durchschnittliche Helligkeit von 228 Candela pro Quadratmeter reicht nicht für einen Einsatz im Freien, schon in unseren hellen Büroräumen treten störende Reflexionen auf. Die Blickwinkelstabilität ist allerdings in beide Richtungen gegeben, das maximale Kontrastverhältnis von 562:1 sehr gut. Auch die HD+ Auflösung von 1.600 x 900 Pixel sammelt wieder Pluspunkte für das 14-Zoll Display. Einen großen Beitrag zur Multimediatauglichkeit liefert außerdem das einer Kooperation mit dem amerikanischen Hersteller Klipsch entsprungene Soundsystem. Klare Höhen und kräftige Bässe werden auch bei der maximalen Lautstärke geboten.

Die Verlustleistung des Intel Core i7-3720QM liegt bei 45 Watt, die Grafikkarte produziert ähnlich viel Abwärme, so dass im kompakten 14-Zoll Gehäuse des Alienware M14xR2 ein sehr leistungsfähiges Kühlsystem mit zwei Lüftern zur Anwendung kommen muss. Trotzdem erleben wir unter Last einen lauten Hitzkopf. Die Durchschnittstemperaturen bleiben mit 30 Grad Celsius im Rahmen, einen Einsatz auf dem Schoß empfehlen wir aufgrund einzelner Hotspots von 40 Grad Celsius und mehr im Spielebetrieb jedoch nicht. Die Lüfter drehen auch im Leerlauf mit 36 Dezibel (A) relativ laut, in der Praxis messen wir 39 Dezibel (A) und im Stresstest dreht die Kühlung auf bis zu 52 Dezibel (A) hoch. Der Stromverbrauch bleibt im Leerlauf bei sehr sparsamen 15 Watt. In Spielen, welche Grafik und Prozessor auslasten, liegt der Verbrauch bei 78 Watt und bei 122 Watt ermitteln wir den Maximalwert. Die große Spanne im Verbrauch zeigt sich auch bei den Akkulaufzeiten. Während Volllast den Akku in der Gamer typischen Stunde leerzieht, hält der M14xR2 im Leerlauf fast 7 Stunden durch. In der Praxis darf mit knapp 4 Stunden gerechnet werden. Dies wird durch die verwendete Nvidia Optimus Technologie gewährleistet, die zwischen der integrierten Intel HD Graphics 4000 und der dedizierten Nvidia Geforce GT 650M umschaltet. Dies geschieht entweder automatisch oder wird vom Nutzer selbst ausgelöst.

Zusammenfassung

Das Dell Alienware M14xR2 zeigt eindrucksvoll, wie mit einem Technologie-Update die Leistungsfähigkeit des letztjährigen 17-Zollers in den heutigen 14-Zoller passt. Performance, Verarbeitung und Eingabegeräte lassen wenige Wünsche offen. Spieler kommen in den Genuss hoher und sehr hoher Detailstufen bei fast allen modernen Games und mit vier Stunden Akkulaufzeit in der Praxis kann der M14xR2 auch mal ein Seminar im Hörsaal durchstehen. Einzige Wermutstropfen sind das Glare-Type Display, welches das Anwendungsgebiet auf Innenräume beschränkt, und die Lautstärkeentwicklung. Dafür werden Käufer mit einem sehr guten Sound und kompromissloser Leistung an der Spitze des 14-Zoll Formfaktors entschädigt.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche3,5 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,0 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark067726 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112236 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage4460 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark75119 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage17002 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02859.9 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)285 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)168.6 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read18518 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write27364 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz30.7 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read242.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen24462 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)6155 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)22926 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)7485 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4841 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)19288 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)7424 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung42 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 1 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 53 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 58 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

78 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,078 kWh x 24,00 Cent = 41,00 EUR

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