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  3. Test Dell Alienware M11x - Kommt es auf die Größe an?

Erster Eindruck vom Dell Alienware M11x

Neben all den etwas faden, meist nicht sehr aufwändig gestalteten Kartons in unserer Redaktion nimmt sich die Verpackung des Alienware M11x fast schon glamourös aus: Schwarz und blau mit Alien-Emblem und angenehmer Oberfläche. Schon bei der Verpackung beginnt also der Premium-Eindruck und das, obwohl Alienware als Tochterfirma von Dell hauptsächlich per Versand verkauft, die Verpackung also nur selten im Laden steht.

Öffnet man den Karton, erblickt man fremdartige Schriftzeichen auf einer ungewöhnlich geformten zweiten Schachtel. Alle Achtung, Alienware bleibt dem Außerirdischen-Thema echt konsequent treu. Das Notebook selbst findet sich wiederum unter dieser Schachtel, die das ganze Zubehör enthält. Der 11-Zöller ist nochmals in einer Stoffhülle mit Alienware-Aufdruck verpackt, in der man das Notebook auch mal in einen normalen Rucksack stecken kann.

Beim Öffnen des Stoffüberzuges macht sich Spannung breit und schließlich liegt es vor uns, das Alienware M11x. Es ist eine futuristische und auch etwas klobige Erscheinung - bei der Höhe konnten die Ingenieure wohl nicht allzusehr sparen. Mit 3,4 Zentimetern ist es dann doch so hoch wie ein 15-Zöller. Durch abgeschrägte Kanten an der Unterseite und eine komplett abgeschrägte Vorderseite wird diese Größe aber recht geschickt kaschiert.

Die Oberfläche besteht aus einem speziellen Verbundwerkstoff aus Magnesium und Kunststoff, ist also kein reines Aluminium, wie beispielsweise bei Alienwares 17-Zöller. Trotzdem fühlen sich die Oberflächen wertig an und sind auch sehr robust: Weder Handballenauflage, noch Unterseite oder Tastatur lassen sich auch nur einen Millimeter eindrücken. Dafür lässt sich der Bildschirm verwinden, wodurch auch Bildstörungen im Display möglich sind.

Im eingeschalteten Zustand darf sich der Benutzer über eine beleuchtete Tastatur freuen. Aber das ist noch längst nicht alles: Auch das Logo im Displaydeckel, unterhalb des Bildschirms und zwei Flächen in der Vorderkante leuchten. Aber auch das reicht den Alienware-Designern noch nicht: Per Command-Center-Software kann der Nutzer die Beleuchtung jedes Bereichs einzeln einstellen und dabei aus zwanzig (!) verschiedenen Farben wählen. Blinken und Farbwechsel sind auch möglich. Wem's mal zu viel wird, der kann die Beleuchtung per Tastenkombination deaktivieren.

Für Menschen, die eher das klassisch-schlichte suchen, ist das Dell Alienware M11x sicherlich die falsche Wahl. Alle die auf der lokalen Netzwerkparty mit ihrem Notebook aber gegen aufgemotzte PCs bestehen müssen, wird das futuristische Design und die anpassbare Beleuchtung sicherlich freuen.

Technische Daten und Ausstattung

Einen Energiesparprozessor aus Intels Core2Duo-Reihe verbaut Alienware in unserem Testsample des 11-Zöllers. Das hat den Vorteil, dass Hitzeentwicklung und Stromverbrauch im Rahmen bleiben, drückt aber auch auf die Leistung. Auch dafür haben sich die Amerikaner eine Lösung einfallen lassen und übertakten den eigentlich mit 1,3 GHz laufenden Prozessor kurzerhand auf 1,73 GHz. Die günstigste Variante des M11x ist übrigens mit einem schwächeren Pentium Dual Core ausgestattet.

Eine GeForce GT 335M mit üppigen 1024 GByte Speicher ist eigentlich nur in wesentlich größeren Systemen zu finden, hier soll sie für die nötige Spielepower sorgen. Wer lieber Energie sparen möchte, der kann per Tastenkombination auf die im Chipsatz integrierte Intel-Grafikkarte umschalten. 4 GB moderner DDR3-1333 Arbeitsspeicher und eine 256 GB SSD von Samsung runden unser System ab.

Eine Webcam ist oberhalb des Bildschirms integriert, ein DVD-Laufwerk baut Alienware trotz des hohen Gehäuses nicht ein.

Anschlüsse

Die Vorderseite muss ohne Anschlüsse auskommen, an der Rückseite sitzen links lediglich das Lüftungsgitter und der Stromanschluss.

Linkerhand drängen sich die Ports dafür dicht an dicht und umfassen von vorne nach hinten: Einen Firewireanschluss, ein 4-in-1 Kartenleser für Multimediacards, SD-Karten, Memory-Sticks und Memory-Sticks Pro, einen Display-Port, einen HDMI-Ausgang, LAN-Port, USB 2.0-Anschluss, VGA-Anschluss und ganz hinten einen Anschluss für ein Kensington-Lock.

Auf der rechten Seite sind nur im vorderen Bereich Anschlüsse untergebracht, neben zwei Kopfhörerausgängen und einem Mikrofoneingang, die wahlweise auch zum Anschluss eines Raumklangsystems genutzt werden können, befinden sich noch zwei USB-Anschlüsse auf dieser Seite.

Unter der Haube finden sich WLAN und Bluetooth, jeweils nach den neuesten Standards.

Alles in allem ist die Anschlussausstattung für ein 11 Zoll-Notebook recht beachtlich: Das einzige was zur Ausstattung der meisten 17-Zöller fehlt sind ein eSATA-Port und ein Expresskarten-Slot. Auch die Anordnung ist ganz in Ordnung, wobei Linkshänder durch die linkslastige Platzierung benachteiligt werden. Auch dass die Port rechts ganz vorne im Gehäuse verbaut sind, ist nicht optimal, ließ sich aber wohl aufgrund des Platzbedarfs der starken Hardware nicht anders lösen.

Software und Zubehör

Windows 7 Home Premium in der 64 Bit-Variante ist als Betriebssystem installiert und liegt sogar als DVD mit im Karton. Ebenso gibt es eine Anleitung, die schön gemacht ist und alles nötige erklärt. Neben dem bereits erwähnten Stoffüberzug für das Gerät ist nur noch das Netzteil beigelegt, da der Akku bereits eingebaut und fest im Gehäuse verschraubt ist.

An Software installiert Alienware CyberLink PowerDVD 8 und sogar das Brennprogramm Nero 9 Essentials, was angesichts des fehlenden DVD-Laufwerks zwar nett, aber doch etwas sinnlos ist.
Sinnvoller ist das CyberLink YouCam, das die Benutzung der Webcam ermöglicht.

Das bereits erwähnte Command Center gibt in der Optik einer Kommandobrücke Zugriff auf Energiesparoptionen, Effekteinstellungen und die Gesichterkennungssoftware, mit der man seinen Computer sogar vor unerlaubtem Zugriff schützen kann.

Recht viel mehr Software ist nicht enthalten, kann aber bei der Bestellung des Computers über Dells Website gleich mitgeordert werden. Nachdem man aber nicht mal über Dells Konfigurator ein externes DVD-Laufwerk dazubestellen kann, verwundert die Ausstattung des Systems mit DVD-Software doch etwas. Erfreulich ist allerdings, dass Dell bei seiner Premium-Gaming-Marke auf Werbe- und Testversionen verzichtet.

Display

Stark spiegelnd, zu dunkel und mit schlechten horizontalen Blickwinkeln. Das sind kurz zusammengefasst die negativen Punkte des mit 1366 mal 768 Bildpunkten auflösenden Displays.
Durch die Kombination aus geringer Helligkeit und spiegelnder Oberfläche sollte man nicht in zu heller Umgebung spielen.

Wer sich seine abgedunkelte Zockerhöhle jedoch bereits eingerichtet hat, der kann auch einige Vorteile des kleinen Displays genießen: Die Farben wirken knackig, der Schwarzwert ist in Ordnung und durch die geringe Größe wirken Inhalte schärfer, obwohl die Auflösung des Displays eigentlich nicht übermäßig hoch ist.

Insgesamt ist das Display zwar nicht gerade das Highlight des Gerätes, es lässt sich aber ganz ordentlich damit spielen. Unterwegs allerdings könnte sich das Display als zu dunkel erweisen.

Eingabegeräte

Bei einem 11 Zoll-Gerät wie dem Dell Alienware M11x eine großzügige Tastatur unterzubringen ist natürlich ein schwieriges Unterfangen. Die Ingenieure haben allerdings einen guten Job gemacht: So sind die Buchstabentasten mit 1,4 Zentimeter Breite und einer Höhe von 1,6 Zentimeter doch recht ordentlich ausgefallen. Störend bei einem Gamingnotebook sind nur die mit einem Zentimeter recht schmalen Pfeiltasten. Dafür sind die meist als Ersatz genutzten "W", "A", "S" und "D"-Tasten mit Aliensymbolen markiert, so dass auch nichtirdische Spieler sie finden sollten.

Die Tastatur sitzt bombenfest im Gehäuse, die Tasten vermitteln ein angenehmes Schreibgefühl, das nur durch den zu kurzen Hub ein bisschen getrübt wird. Menschen mit großen Fingern werden sich mit den eben doch nicht in voller Größe ausgeführten und eng beieinander liegenden Tasten aber wohl schwertun.

Etwas seltsam mutet es uns noch an, dass die Tasten für die Steuerung der Bildschirmhelligkeit vertauscht sind: Die "Dunkler"-Taste sitzt rechts von der "Heller"-Taste. Bei der Lautstärkeregelung dagegen ist die "Leiser"-Taste links. Aber vielleicht machen das die Aliens nun mal so...

Das Touchpad muss ohne Beleuchtung auskommen und fällt darum zwischen all den Lichtern kaum auf. Durch eine leichte Wabenstruktur und eine Absenkung ist es trotzdem deutlich von der Umgebung abgehoben und bietet eine gute Oberfläche, um den Mauszeiger mit dem Finger über den Bildschirm zu scheuchen. Die beiden Tasten unter der, übrigens recht großzügigen Fläche wirken durch ihren sehr, sehr weichen Druckpunkt etwas wackelig, sprechen aber zuverlässig an.

Wenn man sich gerne über kleine Details beschwert oder große Hände hat, kann man an den Eingabegeräten des Dell Alienware M11x sicher Kritikpunkte finden. Ansonsten sind sowohl Tastatur als auch Touchpad gut gelungen.

Temperatur

Kleines Gehäuse, leistungsstarke Komponenten – für das Kühlsystem könnte diese Kombination zu viel sein. Das Alienware M11x schlägt sich allerdings ganz wacker: 44,5 Grad messen wir als maximale Erwärmung nach längerem Volllastbetrieb mit der eigenständigen Grafikkarte. Die wird selbst allerdings ab und an ganz schön heiß: 112 Grad zeigt die interne Temperaturanzeige im Maximum an.

Das liegt daran, dass im Zuge des Designs beim M11x nur sehr kleine Füße als Abstandhalter zum Boden eingebaut wurden. Hat man also keinen blanken Tisch, sondern beispielsweise eine Tischdecke unter seinem Notebook liegen, kann der Lüfter kaum noch Luft ansaugen. Auf die Gehäusetemperatur und die Systemstabilität hat das keinen großen Einfluss, jedenfalls blieben die Temperaturen in unserem Test akzeptabel und das System stürzte nicht ab.

Betriebsgeräusche

Wird das Alienware M11x nicht benutzt, kann es sich mucksmäuschenstill verhalten: 28,7 dB(A) sind wohl auch für empfindliche Ohren kaum wahrnehmbar. Allerdings dreht der Lüfter nach einiger Zeit von selbst höher und wird dann deutlicher hörbar, auch wenn man das Notebook nicht verwendet. Dies passiert besonders häufig, wenn die GeForce-Grafikkarte aktiviert ist.

Im Spielebetrieb schließlich muss man sich mit einer Geräuschkulisse von 47,8 dB(A) abfinden, das ist fast schon unangenehm. Der Lüfter scheint also einiges zu tun zu haben, um die starken Bauteile in dem kleinen Gehäuse zu kühlen.

Leistung

Laut Windows 7 Leistungsindex ist es trotz Übertaktung der Prozessor, der die Punktezahl auf 4,6 von maximal 7,9 drückt. Dadurch wird auch der Datendurchsatz des Arbeitsspeichers gebremst, wie sich im Everest RAM-Benchmark herausstellt: 5401 MB pro Sekunde sind ein recht mittelmäßiger Wert für den schnellen DDR3-1333er Speicher. Die SSD zeigt sich vom langsamen Prozessor hingegen unbeeindruckt und liefert einen Datendurchsatz von blitzschnellen 128,5 MB pro Sekunde.

Auch im Cinebench R10 kann der Energiesparprozessor keine Spitzenwerte einfahren: 1813 Punkte erreicht die CPU, wenn ein Kern rechnet. Berechnen beide Kerne mehrere Aufgaben gleichzeitig, so sind 3163 Punkte möglich, eine Steigerung um das 1,74-fache. Die Werte wurden mit 64 Bit-Unterstützung ermittelt, im 32 Bit-Modus fallen die Ergebnisse nochmals leicht niedriger aus. Auch bei der Videokonvertierung liegt der Prozessor mit 12 Minuten und 28 Sekunden im oberen Mittelfeld.

Insgesamt sollte das System dank Zweikernprozessor und Übertaktung genug Power auch für anspruchsvollere Tätgikeiten außerhalb des Gamings haben. An die Leistungen von Systemen mit Intels neuester Prozessorgeneration kommt die Energiespar-CPU zwar nicht heran, für ein 11 Zoll-Gerät ist die Rechenpower aber mehr als in Ordnung.

Spieleleistung

Beim Alienware M11x darf man sich auf Spielepower freuen, die laut 3DMark06 im Mittelfeld liegt: 6264 Punkte sind immerhin mehr als viele 15 Zoll-Multimedianotebooks erreichen. Auch den aktuellen Unigine Heaven 2.0-Benchmark lassen wir auf dem System laufen und testen damit die Fähigkeiten des Systems mit Microsofts aktueller Grafikschnittstelle DirectX 11. Immerhin 17,4 Frames in einer Auflösung von 1366 mal 768 Pixeln mit allen Bildverbesserungen sind ein ganz ordentlicher Wert.

Für einen Spielepraxistest installieren wir einige Games auf dem Dell Alienware M11x und schauen nach, wie sie in der maximalen Auflösung des eingebauten Displays mit vollen Details laufen. Mit Stalker: Call of Pribyat haben wir einen anspruchsvollen Shooter unter Direct X10 im Programm. Gut spielbare 32 Frames erreichen wir in diesem Spiel.

Risen ist ein Rollenspiel, dass 2009 erschien und in maximalen Details durchaus auch aktuelle Grafikkarten zumindest in Notebooks stark beansprucht. Mit durchschnittlich 25,7 Frames bleibt das Rollenspiel bei maximalen Details und der nativen Displayauflösung von 1366 mal 768 Pixeln gerade noch spielbar.

Zwei Aufbauspiele testen wir ebenfalls mit dem kleinen Alienware-Laptop: Anno 1404 und das brandneue Die Siedler 7. Beide beanspruchen die Ressourcen eines aktuellen PCs vor allem aufgrund der vielen Objekte, die gleichzeitig berechnet werden müssen und des hohen Detailgrades. In Anno 1404 erhalten wir mit den maximalen Einstellungen ein Ergebnis von 13,3 Frames pro Sekunde, was für ein Aufbauspiel gerade noch ausreicht.

Die Siedler 7 ist erst im März 2010 erschienen und damit ein guter Gradmesser für die Leistung des Alienware M11x in aktuellen Strategiespielen. 12,3 Frames klingt nach sehr wenig, subjektiv nimmt man allerdings kein Ruckeln wahr, weder beim Scrollen noch beim Zoomen. Allerdings empfehlen wir trotzdem, die Detailstufe zu verringern, um auch bei sehr vielen Objekten auf dem Bildschirm noch ein flüssiges Bild zu gewährleisten.

Insgesamt ist die Spieleleistung für aktuelle Games in der nativen Auflösung des verbauten Displays mehr als ausreichend und verringert sich übrigens auch im Akkubetrieb nicht. Ein größeres und höher auflösendes Display ließe sich zwar per HDMI oder Display Port anschließen, bei höheren Auflösungen dürfte sich das System aber schwer tun, stabile Framerates zu gewährleisten.

Auch die Zukunftsfähigkeit des Alienware M11x ist wohl nicht sehr lange gegeben: Wegen der schnellen Weiterentwicklung muss man bei zukünftigen Spielen wohl in Punkto Details und Auflösung stark zurückstecken, um sie vernünftig laufen zu lassen. Angesichts des kleinen Formfaktors des Gehäuses ist die Leistung dennoch sehr beeindruckend.

Akku und Energieverbrauch

8 Zellen und 63 Wattstunden an Leistung stellt der Akku bereit. Das besondere daran: Er ist fest im Gehäuseinneren verschraubt und kann nur mittels eines Schraubenziehers entfernt werden. Auch kann man die Akkuladung nicht wie bei anderen Dell-Geräten per Mausklick ausschalten und so den Verschleiß verringern.

Maximal 53 Watt zieht das Notebook aus dem Akku oder dem Stromnetz, dies entspricht auch dem Verbrauch im Praxis-, sprich Spieletest. Auf 11 Watt sinkt der Verbrauch, wenn man die Beleuchtung ausschaltet, zur schwächeren Grafikkarte wechselt und den Energiesparmodus aktiviert.

Die Akkulaufzeiten sind dementsprechend in Ordnung, für ein Subnotebook allerdings auch nicht herausragend: Knapp 1 ½ Stunden reicht der Akku zum Spielen unter Volllast, 2 Stunden und 13 Minuten kann man Filme von der SSD schauen. Starke 7 Stunden und 14 Minuten hält das System durch, wenn man es überhaupt nicht belastet und die Bildschirmhelligkeit auf das Minimum senkt.

Insgesamt sind die Akkulaufzeiten des Alienware M11x in Ordnung: Auch wenn man bei Subnotebooks schon wesentlich längere Laufzeiten gesehen hat, darf man nicht vergessen, dass hier starke Gaming-Hardware verbaut ist. Das wechseln zwischen den beiden Grafikkarten entpuppt sich als Trumpf im Kampf um die perfekte Balance aus Laufzeit und Leistung.

Praxis

In der Praxis stehen wir erst mal mit einer DVD in der Hand vor dem Laptop und suchen verzweifelt nach dem Laufwerksschacht. Dann fällt uns ein: Achja, es gibt ja gar kein DVD-Laufwerk. Wer also seine alten Spiele auf das Alienware M11x bekommen will, der muss tricksen: Entweder man greift auf den Download zurück und kauft das Spiel noch einmal, erwirbt ein externes Laufwerk oder erstellt digitale Abbilder seiner DVDs auf der Festplatte, mit denen aber manche Kopierschutzprogramme Probleme haben. Die beste Lösung ist hier das externe Laufwerk, das sollte man also eventuell in den Kaufpreis gleich mit einberechnen.

Klar, dass bei einem auf Spieleleistung ausgelegten Notebook auch die Videowiedergabe ohne Probleme funktioniert: Mit unserem HD-Video aus dem Internet jedenfalls hatte keine der beiden eingebauten Grafikkarten ein Problem, auch nicht im Akkubetrieb und im erzwungenen Energiesparmodus. Der Sound fällt dabei sehr ordentlich aus: Obwohl die Lautsprecher eigentlich nach unten strahlen, ist der Klang laut und voll, wenn auch etwas dumpf. Höhen und Bässe sind gleichermaßen etwas überbetont, insgesamt sind wir aber, gerade für ein so kleines Gerät, mit dem Klang sehr zufrieden.

Zusammenfassung

Das Dell Alienware M11x müsste man eigentlich in zwei Kategorien bewerten: Als Subnotebook und als Gaming-Maschine. Und in beiden Kategorien hat es seine Schwächen, nämlich als Subnotebook das hohe Gewicht, das spiegelnde Display und den manchmal recht lauten Lüfter. Als Gaming-Notebook fehlt eindeutig ein stärkerer Prozessor und ein DVD-Laufwerk.

In Kombination jedoch ist das Alienware M11x trotzdem beeindruckend: Spielepower für aktuelle Games in einem 11 Zoll-Gehäuse mit guten Eingabegeräten unterzubringen, dazu akzeptable Erwärmung und ordentliche Akkulaufzeiten zu gewährleisten und das Ganze dann auch noch zu einem vernünftigen Preis zu vermarkten, ist schon eine Leistung.

Sicher, das Design mag nicht jedermanns Sache sein, die Lichtspiele scheinen den meisten wohl übertrieben und wirklich aufwändige Games wird man in mittelfristiger Zukunft mit dem Alienware M11x nicht mehr vernünftig spielen können. Zudem gibt es einige Details, wie die winzigen Pfeiltasten und das allenfalls durchschnittliche Display des Geräts, die man bemängeln kann.

Aber das Alienware M11x ist eben auch kein Gerät für Jedermann, sondern für Enthusiasten, die das Außergewöhnliche und das Aufsehenerregende suchen. Und die werden das Alienware M11x ab sofort auf der Liste haben, denn aufsehenerregend ist es auf jeden Fall.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,4 (Sehr gut)
  2. Ausstattung2,0 (Gut)
  3. Display2,6 (Befriedigend)
  4. Eingabegeräte1,9 (Gut)
  5. Temperatur2,7 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,4 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,1 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,8 (Gut)
  10. Leistung2,4 (Gut)
  11. Praxis1,7 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066264 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage4520 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read5401 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write5606 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz103.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read128.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen6769 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1813 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)3163 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2300 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1619 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)3021 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2201 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung748 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 30 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 13 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 30 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

53 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,053 kWh x 24,00 Cent = 27,86 EUR