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Bilder zum Test: ASUS VivoBook S551LB-CJ005H - Multimedia ohne Berührungsängste

Beschreibung

Die Technologie ist schon da, der Anwender fehlt noch. So könnte ein Zwischenfazit in Bezug auf Notebooks mit Touchscreen lauten. Wie lange das Feature noch braucht, wie viel Microsoft am Windows 8 Betriebssystem noch optimieren muss und wie sich die Nutzung eines Notebooks dadurch verändern wird, kann derzeit noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Für uns steht jedoch fest, es gibt eine Zielgruppe für das ASUS Vivobook S551LB-CJ005H und die verorten wir bei Neueinsteigern. Wer ohne gefestigten Habitus an ein solches Gerät herantritt, darf ohne Frust entdecken und sich austoben. Von der Gestaltung her ist die ASUS Vivobook Serie sehr ansprechend, schwarzes, gebürstetes Aluminium auf dem Displaydeckel und eine matte Verkleidung im gleichen Material für die Basiseinheit sorgen für einen hochwertigen Eindruck. Das Design ist schlicht und die Verarbeitung sehr ordentlich. Man kann fast von einem Unibody-Design sprechen. Es gibt nur ein sehr geringes Spaltmaß zwischen der Metalloberseite, welche auch überlappend auf den Gehäuseseiten fortgeführt wird und der matten, glasfaserverstärkten Kunststoffunterseite des verwindungssteifen Chassis. Das Gerät darf bedenkenlos transportiert werden und ist mit 2,4 Kilogramm auch nicht zu schwer.

Wir hätten statt einem sehr guten gern einen perfekten Eingabemix gesehen, dafür fehlt der komfortablen Chiclet-Tastatur jedoch die Hintergrundbeleuchtung. Ein deutlicher Druckpunkt, mittellanger Hub und der separate Ziffernblock gestalten Schreibarbeiten und andere Büroanwendungen ansonsten sehr komfortabel. Das großzügige Multitouchpad reagiert präzise und flott, noch mehr Spaß machen Klickstrecken und Scrolling über den Touchscreen. Das fest angezogene Scharnier verhindert ein zu starkes Nachwippen bei den Berührungseingaben, so manches Touchnotebook macht eine Verwendung des Features mit den wackeligen Reflexionen unmöglich – nicht so dasASUS Vivobook S551LB-CJ005H. Der Abstand vom Anwender zum Touchscreen ist grenzwertig, aber immer noch überbrückbar. Ein gern gesehenes Extra: Im Lieferumfang findet sich zudem noch eine kleine externe Maus. Gerade in der Desktopoberfläche ist man bei Markierungen und Klicks auf die Präzision einer Maus angewiesen, um produktiv arbeiten zu können.

Bei der Ausstattung begnügt sich das ASUS Vivobook S551LB-CJ005H mit der gängigen Auswahl an Schnittstellen. Peripherie findet zwei USB 2.0 und einen USB 3.0 Ports, externe Displays kommen an den HDMI-Ausgang. Kommunizieren kann das ASUS Vivobook über Gigabit-LAN, WLAN b/g/n und Bluetooth 4.0. Komplettiert wird das Portfolio mit einem SD-Kartenleser, einer 1,3 Megapixel Webkamera für Videochats und einem Kombiport für Kopfhörer, Mikrofone und Headsets. Das schlanke Chassis trägt zudem einen DVD-Brenner.

Was wäre ein Touchnotebook ohne Windows 8? Die Frage kann man sich auch anders herum stellen. ASUS installiert natürlich das neue Microsoft Betriebssystem und der Fokus auf Einsteiger (dazu können angesichts der Neuerungen auch geübte PC-Nutzer zählen) wird mit einem ausführlichem Lernprogramm namens ASUS Tutor noch einmal unterstrichen. Sämtliche Funktionen, Tastenkürzel und Kniffe für das Betriebssystem werden in kurzen Lernvideos erklärt.

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 4200U / 1.6 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 740M
Festplatte500 GBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:2.4 kg
B x H x T:38 cm x 2.1 cm x 25.8 cmFarbe:Dunkelgrau

Auf dem Prüfstand

Leistungstechnisch kann das ASUS Vivobook S551LB-CJ005H mit einem flotten Intel Core i5-4200U Stromsparprozessor und einer Nvidia Geforce GT 740M Grafikkarte überzeugen. Auch dank 8 GB Arbeitsspeicher können Aufgaben wie das Surfen im Internet, Emailprogramme, Bildbearbeitung und Multimediawiedergabe spielend bewältigt werden. Apropos spielen, nur wenige, sehr fordernde Titel wie Metro Last Light oder Company of Heroes 2 verweigern spielbare Frameraten. Zumeist dürfen mittlere bis hohe Details angewählt werden. Unsere Ausstattungsvariante trägt nur eine herkömmliche 500 GB Festplatte mit Datenraten um die 100 MB/s. Das behäbige Tempo merkt man beim Bootvorgang und bei Programmstarts. ASUS bietet auch Versionen mit 24 GB SSD-Cache zur Beschleunigung an – ob das allein die 50 Euro Aufpreis rechtfertigt, bezweifeln wir jedoch.

Einen Schwachpunkt des ASUS Vivobook S551LB-CJ005H machen wir beim 15,6 Zoll Display aus. Die Auflösung von 1.366 x768 Pixel gilt mittlerweile als grobkörnig angesichts der Displayfläche. Zudem verdonnert die niedrige durchschnittliche Helligkeit von 157 Candela pro Quadratmeter mit Konsequenz zum Hausarrest. Für einen Außeneinsatz reicht die Leuchtdichte einfach nicht, um die Reflexionen des spiegelnden Displayglases zu überstrahlen. In der Horizontalen bleiben die Farben stabil, auf eine genaue Ausrichtung des Aufstellwinkels muss aber geachtet werden. Das maximale Kontrastverhältnis von 190:1 ist sehr schwach, das Schwarz und dunkle Farben bekommen einen deutlichen Grauschleier. Auch beim Sound patzt der Entertainer – trotz SonicMaster Label liefern die Stereolautsprecher einen mageren und höhenlastigen Klang.

Dafür ist das ASUS Vivobook S551LB-CJ005H dank stromsparender Hardware auch sonst ein Leisetreter. Im Leerlauf genügen dem Gerät 7 Watt Verbrauch zum leisen Betrieb mit 32 dB (A). Im Internet surfen verbrauch rund 15 Watt und belässt den Lüfter auf der niedrigsten Stufe. Spiele oder Benchmarks schlagen mit 35 Watt zu Buche und heben die Lautstärke kaum merklich auf 34 dB (A). Erst der Volllastbetrieb von 58 Watt fordert die Kühlung heraus, auch da sind 44 dB (A) eine geringe Geräuschkulisse. Der niedrige Stromverbrauch beschert dem ASUS Vivobook S551LB-CJ005H mit 4.500 mAh Akku eine Laufzeit von maximal 7,5 Stunden. In der Praxis beträgt die Laufzeit 5 Stunden und 10 Minuten. Die Durchschnittstemperaturen betragen 31,8 Grad Celsius, ein Schoßbetrieb bei hoher Last ist aufgrund punktueller Ausreißer auf bis zu 43 Grad Celsius aber nicht angeraten. Nutzernahe Flächen wie die Handballenauflage bleiben stets angenehm kühl.

Zusammenfassung

Wirklich schade! Das ASUS Vivobook S551LB-CJ005H ist haptisch, optisch und von der Leistung her ein astreines Multimedia-Notebook. Die Akkulaufzeit ist ausdauernd, mit dem Touchscreen macht Surfen und Multimedia auch tatsächlich mehr Spaß. Das Windows 8 Tutorial ist einsteigerfreundlich und das Chassis verträgt auch gröberen Umgang und Transporte. Das große Aber sind die Schwächen im eigentlichen Anwendungsgebiet: Das 15,6 Zoll Display löst nur mehr grobkörnig auf und ist zu leuchtschwach für einen mobilen Einsatz. Filme und Videos leiden unter dem mickrigen Kontrast und dem mageren Sound. Für ein wenig mehr finanziellen Einsatz bekommt man mit dem ASUS N56VZ-S4415H ein viel besseres Multimedia-Paket. Das helle FullHD Display kann man dank matter Beschichtung auch draußen noch ablesen, ein Quadcore Prozessor liefert deutlich mehr Power und dank separatem Subwoofer bietet der Konkurrent aus eigenem Hause auch eine kräftige Untermalung für Filmabende.


Ab 749,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen
Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte 1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur 2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher 3,5 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche 2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse 2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör 1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung 2,5 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 9497 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 1806 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMark Ice Storm 48294 Pkt. Max. 159281 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme 33909 Pkt. Max. 106211 Pkt.
3DMark Cloud Gate 4650 Pkt. Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike 933 Pkt. Max. 4135 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme 461 Pkt. Max. 1981 Pkt.
PCMark7 3813 Pkt. Max. 6666 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read) 103.7 MB/s Max. 733 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write) 97.33 MB/s Max. 710 MB/s
Cinebench R10 64 Bit (Single) 4924 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 9648 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 6428 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 3591 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 7365 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 6376 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit 32.84 fps Max. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit 2.51 Pkt. Max. 7.49 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit 1.15 Pkt. Max. 1.75 Pkt.
Cinebench R11.5 OpenGL 32 Bit 37.87 fps Max. 74.4 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 32 Bit 2.31 Pkt. Max. 6.95 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 32 Bit 1.04 Pkt. Max. 1.56 Pkt.
Unigine Valley Basic 11.9 fps Max. 96.2 fps
Unigine Valley Basic Score 497 Pkt. Max. 4027 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD 8.1 fps Max. 464 fps
Unigine Valley Extreme HD 337 Pkt. Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 1 Std. 17 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 7 Std. 34 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 5 Std. 11 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

25 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,025 kWh x 24,00 Cent = 13,14 EUR

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