1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test ASUS N61JV-JX007V - Zukunftsweisendes N-tertainment?

Erster Eindruck vom ASUS N61JV-JX007V

Zunächst sieht das Asus N61J, wir hatten im Test übrigens die Konfiguration N61JV-JX007V, aus wie viele andere Notebooks mit einem glänzend schwarzen Deckel in Klavierlack-Optik. Erst bei genauerem Hinsehen erkennt man das verschlungene schokobraune Punktmuster, dass sich über den Deckel zieht und dem Notebook ein schickes Aussehen verleiht.

Öffnet man das leicht keilförmige Gehäuse, so fällt einem gleich die matte und leicht gummierte Handballenauflage auf, das schön gestaltete Keyboard mit seinen Einzeltasten und der riesige Einschalter, der von einem Lichtkreis umgeben ist. Links und rechts der metallisch anmutenden Lautsprecherabdeckung finden sich zudem zwei Leuchten, die in verschiedenen Farben illuminiert werden können, je nachdem, welche der beiden integrierten Grafikkarten gerade aktiv ist.

Schön und wertig sieht das alles aus und fühlt sich auch so an. Das Gehäuse ist sehr stabil verbaut und lässt sich nur unterhalb des DVD-Laufwerks leicht eindrücken. Auch der Monitordeckel hält Druck von hinten sehr, sehr gut ab, lässt sich allerdings stark verwinden und dabei verändern sich die Spaltmaße zwischen den beiden Deckelhälften. Das sind aber auch schon die einzigen kleinen Schwachstellen in der Verarbeitung.

Mit 2,7 Kilogramm und einer Höhe von maximal 3,7 Zentimeter ist das Notebook im normalen Bereich eines 15,6 Zöllers.

Technische Daten und Ausstattung

Zwei Grafikkarten sind im Asus N61JV-JX007V verbaut. Eine NVidia-Grafiklösung für hohe Leistung und eine Intel-Karte für geringen Stromverbrauch. Per NVidia Optimus schaltet das System je nach Leistungsanforderung automatisch zwischen den beiden Grafikkarten um – fast ohne Unterbrechung und ohne, dass der Nutzer etwas mitbekommt.

Als Prozessor dient die kleinste Core i5-CPU, die mit zwei Rechenkernen ausgestattet ist und bis zu vier Aufgaben gleichzeitig erledigen kann. Damit sollte der Rechner gut für alle alltäglichen Aufgaben gerüstet sein.

Mit 4 GB Arbeitsspeicher ist das System auch für aufwändigere Dinge gerüstet und mit 500 GB Festplattenplatz nimmt es auch einiges an Daten auf. Neben einem Multiformat DVD-Brenner gibt es auch eine Webcam mit 2 Megapixeln Auflösung.

Anschlüsse

Anschlusstechnisch wäre das Asus N61J kein ausserordentlich guter 15,6 Zöller, gäbe es da nicht eine Ausnahme: Den USB 3.0-Port an der linken Seite im vorderen Bereich. Zwar gibt es noch wenige Geräte, die den neuen Standard unterstützen, die übertragen dafür aber Daten bis zu zehnmal so schnell, wie der aktuelle USB 2.0-Standard. An drei Seiten des Notebooks befinden sich Anschlüsse, die Rückseite bleibt wegen des darüberklappenden Monitors frei von Ports. An der Vorderseite befindet sich lediglich der Kartenleser, der SD- und MMC-Medien, Memory Sticks und Memory Sticks Pro liest.

Linkerhand befinden sich von vorne nach hinten: Ein Hardwareschalter für die drahtlose Kommunikation, dahinter der USB 3.0-Port und ein Expresskartenslot im schmalen Format. Schräg unterhalb liegt der HDMI-Ausgang, über den sich ein Monitor anschließen lässt, es folgt der Netzwerkausgang und der VGA-Port. Hinter dem Lüftungsgitter sind noch der Stromanschluss und ein Anschluss für ein Notebookschloss platziert.

Rechts findet man ganz vorne einen Kopfhörerausgang mit SPDIF-Unterstützung, dahinter einen Mikrofoneingang, einen USB 2.0-Port, einen eSATA-Ausgang, den DVD-Brenner und dahinter einen weiteren USB-Ausgang.

Wie gesagt, ist die Anschlussausstattung an sich nicht wirklich herausstechend, der USB 3.0-Port macht das Gerät aber zukunftssicher. Ansonsten ist die Ausstattung auf normalem Niveau eines 15 Zoll-Multimediageräts.

Software und Zubehör

Ein kleines gedrucktes Handbuch, ein Kabelbinder, eine Anleitung für die Express Gate Software und eine DVD mit Tools und Utilities, mehr liegt dem Notebook nicht bei. Eine Recovery-DVD für das Betriebssystem muss man sich erst selbst brennen. Ganz allgemein ist noch anzumerken, dass sich Asus sowohl bei seiner installierten Software als auch bei seinen Handbüchern ein etwas besseres Deutsch und weniger Tippfehler angewöhnen könnte.

Auf dem System ist neben Windows 7 Home Premium ein anständig großes Softwarepaket von Asus installiert, aber leider auch zahlreiche Testversionen, die nach kurzem nicht mehr funktionieren, etwa Trend Micro Security oder Microsoft Office. Dazu gibts die Express Gate Software, die sich alternativ zu Windows starten lässt und wesentlich schneller hochfährt. Sie bietet dann grundlegende Funktionen, wie Internetzugang und Mediaplayer.

Asus eigene Software hilft beim Schutz der persönlichen Daten mit CopyProtect, unterstützt die Webcam mit LifeFrame, verpackt die Bedienung etwas schöner mit ControlDeck oder verbessert das Bild mit dem Splendid-Utility. In der Game Park Konsole finden sich zeitweise ganz amüsante Testversionen von Spielen und CyberLinks Blu-ray Disc Suite ermöglicht das Anschauen und Bearbeiten von DVDs.

Insgesamt ein umfangreiches Paket, dass aber abgesehen von dem DVD-Player keinen wirklichen Mehrwert bietet.

Display

Der Bildschirm des Asus N61JV-JX007V löst mit 1366 mal 768 Pixeln auf und bietet damit ein Bild im 16:9-Format. Das verwenden mittlerweile fast alle Notebooks, es ist gut für Filme und Multimediainhalte, weniger gut für hochformatige Textdokumente geeignet, da das Bild nicht sehr hoch, dafür sehr breit ist.

Der Monitor ist nicht sehr gleichmäßig ausgeleuchtet, die Helligkeit schwankt zwischen 164 und 220 cd/m². Dadurch kann es bei großen Farbflächen zu unterschiedlichen Farbtönen kommen. Farben wirken grundsätzlich recht kräftig auf dem Display, was wohl an der glänzenden Beschichtung liegt, die zusammen mit der teils recht geringen Helligkeit einen Außeneinsatz nicht sehr empfehlenswert macht.

Auch die seitlichen Blickwinkel sind nicht optimal, wer nicht möchte, dass sein Sitznachbar im Zug beim Film mitschaut, darf sich also freuen: Der Nachbar wird kaum etwas auf dem Bildschirm erkennen. Andererseits kann das natürlich ein Problem sein, wenn man zu mehreren vor dem Notebook sitzt und einen Film schauen möchte.

Alles in allem hat sich Asus mit dem Bildschirm nicht gerade mit Ruhm bekleckert, für den alltäglichen Gebrauch in Innenräumen ist er aber in Ordnung.

Eingabegeräte

Die Tastatur glänzt durch große Tasten, üppige Abstände zwischen den einzelnen Lettern und einen separaten Ziffernblock. Bei dem sind die Tasten allerdings etwas schmaler als auf der Haupttastatur.

Die Tastatur an sich ist zwar etwas nachgiebig, vermittelt aber insgesamt durch den weichen Anschlag ein gutes Schreibgefühl. Durch den recht kurzen Hub der Tasten ist allerdings die Rückmeldung über den Tastendruck nicht optimal und Schnell- sowie Vielschreiber sollten die Tastatur erst einmal ausprobieren.

Links oberhalb der Tastatur findet man fünf Sondertasten, die die Lautstärkeregelung und das Umschalten des Energiemodus ermöglichen. Zudem ist dort eine Play/Pause-Taste zu finden, die mit den meisten Media-Playern funktioniert.

Das Touchpad bietet eine Innovation: Nicht nur einen oder zwei, nein, gleich drei Finger gleichzeitig erkennt der Mausersatz. Tippt man mit drei Fingern gleichzeitig auf die Fläche hat das den selben Effekt wie ein Rechtsklick. Normale Multi-Touch-Gesten mit zwei Fingern werden auch unterstützt und recht zuverlässig erkannt.

Im normalen Betrieb ist das Touchpad kaum zu beanstanden. Ebensowenig wie die beiden Tasten, die unterhalb des berührungsempfindlichen Bereichs liegen und zu einer Taste zusammengefasst sind, die entweder links oder rechts betätigt werden kann. Gut, das Touchpad bietet vielleicht etwas zuviel Widerstand für den Finger und die beiden Tasten unterhalb sind etwas zu weich in der Betätigung, aber damit kann man im Alltag trotzdem ganz gut leben.

Temperatur

Das N61JV-JX007V bleibt in jeder Situation cool und wird niemals unangenehm warm. Das ist die gute Nachricht. Die ein bisschen schlechte Nachricht ist, dass Asus seinen "IceCool"-Aufkleber nicht auf dem Notebook angebracht hat, der auf so vielen anderen Notebooks des Herstellers klebt. Damit will uns Asus normalerweise sagen, dass die Handballenauflage eines Notebooks kühl bleibt, dort legen die Nutzer schließlich ihre Hände ab. Beim N61J klebt dieser Sticker also nicht auf dem Gehäuse und tatsächlich wird die Handballenauflage etwas wärmer, als bei anderen Geräten des Herstellers.

Betriebsgeräusche

Auch beim Betriebsgeräusch können wir uns über das Asus N61J kaum echauffieren: 31,3 dB(A) im Nulllastbetrieb und maximal 41,3 dB(A) unter Last sind wirklich in Ordnung. Im Praxisbetrieb, also wenn man ein HD-Video von der Festplatte ansieht, muss man ebenfalls nur mit einem sehr niedrigen Betriebsgeräusch von 32,1 dB(A) leben.

Will man DVDs schauen, geht auch das großteils ohne störenden Lärm ab: Mit 35,3 dB(A) ist das Gerät zwar nicht flüsterleise, sollte den Filmgenuss aber nicht allzusehr stören. Lediglich, wenn das DVD-Laufwerk Daten ausliest, kann es mal etwas lauter werden, hier messen wir maximal 44,3 dB(A).

Leistung

Dank des Core i5-Prozessors mit mehreren Kernen sollten auch anspruchsvollere Multimediatätigkeiten, wie Bildbearbeitung und unaufwändiger Videoschnitt gut von der Hand gehen. Die NVidia-Grafikkarte taugt zum Spielen, bei den Details wird man aber wohl einige Abstriche machen müssen.

Diese Vermutungen bestätigen die Benchmarks PCMark Vantage mit 5278 Punkten und 3DMark06 mit 5930 Punkten, beides Werte im Mittelfeld. Auch der Cinebench R10 liefert solide Werte, mit den üblichen Abweichungen zwischen 64 Bit- und 32 Bit-Version. Festplatte und Arbeitsspeicher erreichen Standardwerte und sollten somit keine Probleme machen.

Insgesamt darf man sich auf Mittelklasseleistung einstellen, die für sehr aufwändige Berechnungen wohl zu schwach sein dürfte, ansonsten aber alle Multimediatätigkeiten in akzeptabler Geschwindigkeit erledigen wird.

Akku und Energieverbrauch

Mit 48 Wattstunden ist der mitgelieferte Akku kein Kapazitätsriese, für passable 3:31 Stunden maximale Laufzeit reicht es aber aus. Die minimale Laufzeit beträgt nur 46 Minuten, während man immerhin 2:06 Minuten Zeit hat, um ein HD-Video von der Platte anzuschauen. Selbst mit der umschaltbaren Grafikkarte erreicht das N61J also nur befriedigende Laufzeiten, wobei das wohl eher am sehr schwachen Akku liegt.

Der Stromverbrauch ist auf normalem Niveau für einen Core i5-Prozessor mit den beiden verbauten Grafikkarten: 12 Watt minimal, 33 Watt, wenn man ein HD-Video anschaut und großzügige 99 Watt gönnt sich das System unter Volllast inklusive Akkuladung.

Praxis

Ein HD-Video von der Festplatte wird flüssig wiedergegeben, egal welche Grafikkarte aktiviert ist. Auch der Energiesparmodus oder Akkubetrieb ändern daran nichts.

Der Lautsprecherklang interessiert uns an dieser Stelle ebenfalls, hier haben wir hohe Erwartungen, da Altec Lansing-Speaker verbaut sind. Die sind uns in der Vergangenheit positiv aufgefallen. Laut sind die oberhalb der Tastatur platzierten Lautsprecher schon mal, der Klang ist allerdings nicht ganz so voll, wie wir uns das wünschen würden und irgendwie dumpf. Auf einen Subwoofer hat Asus übrigens verzichtet.

Zusammenfassung

Wenn man als Multimediafreund zu Asus' N61J greift, dann sicher nicht wegen des Bildschirms, der ist nämlich allenfalls passabel. Sicherlich überzeugen einen auch die Tastatur und die zwar kraftvollen, aber etwas dumpfen Lautsprecher nicht hundertprozentig.

Eher schon das schöne Design, das mit schönen Oberflächen und interessanter Gestaltung punkten kann. Oder die umschaltbare Grafiklösung, die Energie sparen und hohe Leistung vereint. Auch der USB 3.0-Anschluss ist ein nettes Gimmick und der leise Lüfter überzeugt uns ebenso wie die sehr akzeptable Erwärmung.

Der schwache Akku fällt wieder in die negative Waagschale, insgesamt ist es wohl eine gute Idee, das Asus N61J mal auszuprobieren, bevor man endgültig kauft. Oder wissen Sie jetzt schon, dass Sie der ungleichmäßig ausgeleuchtete Bildschirm nicht stört und sind von der sehr soliden Verarbeitung überzeugt? Dann können Sie zugreifen und erhalten ein schön gestaltetes und leistungsfähiges Multimediagerät.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Ausstattung2,2 (Gut)
  3. Display3,0 (Befriedigend)
  4. Eingabegeräte1,7 (Gut)
  5. Temperatur1,8 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse1,9 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,4 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
  11. Praxis2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark065930 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage5278 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7403 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write5467 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz100.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read54.1 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen13012 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3333 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7106 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4129 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2653 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5889 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3571 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung244 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 0 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 31 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 6 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

33 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,033 kWh x 24,00 Cent = 17,34 EUR