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  3. Test ASUS N53SV-SX387V - Multimedia-Notebook mit Schönheitsfehlern

Erster Eindruck vom ASUS N53SV-SX387V

Beim Gehäuse des Multimedia-Notebooks N53SV-SX387V setzt Asus auf klassisches Design mit Schwung. Der wellenartige Übergang der Seitenkanten zum Display hin und die großzügig dimensionierte Lautsprecherabdeckung setzen markante Akzente. Mit Silber, über Anthrazit bis Schwarz hat der Hersteller den klassischen Farbdreiklang gewählt. Die Außenseite des Deckels und die Handballenauflage bestehen aus gebürstetem Aluminium, der Rest aus stabilem und robustem Kunststoff.
Von guter Verarbeitungsqualität zeugen einheitliche, unauffällige Spaltmaße sowie die ordentliche Lackierung. Überwiegend matte Oberflächen kaschieren Schmutz und Fingerabdrücke. Der Öffnungswinkel des 15,6-Zoll-Displays beträgt etwa 140 Grad und reicht für alle Anwendungsszenarien aus. Die Scharniere halten das Display stabil in seiner Position. Mit 2,9 Kilogramm liegt das Gewicht im Rahmen.
Zum Aufrüsten des Arbeitsspeichers oder Austausch der Festplatte heißt es, an der Unterseite Schrauben zu suchen. Diese sind unter den Gummifüßen versteckt. Erst wenn die entfernt sind und die entsprechende Klappe geöffnet ist, sind Festplatte und Speicher zugänglich.

Technische Daten und Ausstattung

Das Asus N53SV besitzt zwei Neuheiten, die im ersten Quartal 2011 auf den Markt gekommen sind: die Grafikkarte Nvidia Geforce GT 540M und den Zweikernprozessor Intel Core i5-2410M. Dieser Prozessor gehört zur Sandy-Bridge-Familie.
Durch Turbo-Boost erhöht der Zweikernprozessor den Standardtakt von 2,3 Gigahertz dynamisch auf bis zu 2,9 Gigahertz. Die Übertaktung fällt stärker aus, wenn nur ein Kern arbeitet. Anspruchsvolle Anwendungen und Spiele profitieren auch vom Hyper-Threading, das dem Betriebssystem zwei weitere virtuelle Kerne vorgaukelt. Beides soll die optimale Auslastung der Kerne bei gleichzeitig maximaler Leistung garantieren.
Wie alle Sandy-Bridge-Prozessoren hat auch der i5-2410M den Intel-HD-Grafikchip. Dieser arbeitet mit 650 Megahertz Takt, den er unter Last auf bis zu 1,2 Gigahertz erhöht. So kann er die Entschlüsselung von HD-Videos und Blu-ray-Filmen übernehmen und Systemressourcen sparen.
Erst bei anspruchsvolleren Aufgaben überträgt die Optimus-Technologie die Arbeit der Nvidia-Grafikkarte Geforce GT 540M. Diese Mittelklasse-Grafikkarte kommt in Multimedia-, aber auch in Allround-Notebooks zum Einsatz. Ältere und wenig anspruchsvolle Spiele stellt sie flüssig dar. Sie unterstützt DirectX 11 und Open GL 4.1. Viele aktuelle Spiele gibt sie in HD-Auflösung und mit detaillierter Darstellung wieder. Koprozessoren, auch Stream-Prozessoren genannt, übernehmen auf Befehl der Nvidia-Cuda-Technologie die Videokonvertierung. Ihr maximaler Stromverbrauch liegt bei 35 Watt.
Der Arbeitsspeicher hat eine Kapazität von vier Gigabyte und lässt sich bis auf das Doppelte aufrüsten. Die Festplatte fasst 500 Gigabyte und rotiert 7.200-mal in der Minute. Diese hat Asus in zwei Partitionen unterteilt. Auf der mit 116 Gigabyte deutlich kleineren Partition liegt das Betriebssystem Windows 7 Home Premium 64-Bit. Die zweite Partition ist leer. Die Webcam hat eine Auflösung von zwei Megapixeln.
Für besonders ansprechenden Sound soll das Sonic-Master-Logo stehen, mit dem sich das Asus N53SV schmückt. Ist diese Funktion aktiviert, liefert das Multimedia-Notebook vollen Klang bei guter Lautstärke. Das Blu-ray-Laufwerk rundet die gute Ausstattung ab.

Anschlüsse

Anschlüsse hat das Multimedia-Notebook genug. Nur ihre Platzierung gibt Anlass zu Kritik. Die Mehrzahl der Schnittstellen liegt an den Seitenkanten im vorderen Bereich. Auf dem Schreibtisch droht somit bei vielen angeschlossenen Geräten Kabelsalat.
Links bietet das Notebook neben einer USB-2.0- auch eine sehr schnelle USB-3.0-Schnittstelle. Außerdem sind hier die Anschlüsse: HDMI, Gigabit-LAN sowie ein 6-in-1-Kartenleser.
Zwei weitere USB-2.0-Schnittstellen sitzen an der rechten Seite, genauso wie Klinkenbuchsen für Kopfhörer und Mikrofon.
An der Rückseite befinden sich Stromanschluss, VGA-Port und Kensington-Lock.
Auf die eSATA-USB-Kombischnittstelle hat Asus zugunsten des neuen USB-3.0-Anschlusses verzichtet. Eine ExpressCard-Lösung steht leider nicht zur Verfügung.
Neben Gigabit-LAN für kabelgebundenen Internetzugang sind auch WLAN und Bluetooth zur Kommunikation mit kabelloser Peripherie an Bord.

Software und Zubehör

Die Softwareausstattung entspricht mit Microsoft Office 2010 Starter und Trend Micro Titanium Internet Security weitgehend der von den meisten Allround- und Multimedia-Notebooks. Eine Besonderheit ist das Express Gate.
Dieses ist ein Betriebssystem auf Linux-Basis, das innerhalb weniger Sekunden startet. Es erlaubt, in verschiedenen sozialen Netzwerken wie Facebook zu kommunizieren, in einem Browser Webseiten aufzurufen sowie per Youtube-Client Videos anzusehen. Wirklich überzeugen kann dieses Minisystem aber nicht, weil der Browser Webseiten teilweise fehlerhaft darstellt und das Systemtempo relativ langsam ist. Es ist kein Ersatz zum Hauptbetriebssystem.
Die üblichen Asus-Programme wie Vibe für Übersicht und Schnellstart von Spielen, Videos, Musik und Fotos fehlen hier ebenfalls nicht. Der Game Park mit Spielen des Anbieters Oberon Media ist auch auf diesem Notebook geöffnet.
Ein eigenes Programm für die Webcam fehlt. Innerhalb vom Windows-Live-Chat ist die Darstellung der Webcam fehlerlos. Die Farben sind etwas blass, aber es gibt kaum Bewegungsverzögerungen. Ein Schiebeschalter deaktiviert die Webcam und versteckt sie gleichzeitig hinter einer Blende.
Die Cyberlink Blu-ray Disc Suite enthält ein gut bedienbares Brennprogramm für CDs bis Blu-ray-Discs sowie ein Druckprogramm für Etiketten. Im Vergleich zu anderen Herstellern ist die von Asus beigelegte Treiber- und Utility-CD eine Rarität.

Display

Spiegelnde Displays wie das des Asus N53SV sind bei Multimedia-Notebooks leider keine Seltenheit. Kräftigeren Farben und höherem Kontrast stehen störende Reflexionen gegenüber. Allerdings gibt es durchaus schlechtere Displays als das des Asus-Modells. Trotz Spiegelungen ist die Blickwinkelstabilität passabel.
Bei Betrachtungen von der Seite verfälschen die Farben schnell. Die Darstellung des Bildes ist aber noch aus einem Winkel von 90 Grad normal. Angesichts der Ausstattung mit einem Blu-ray-Laufwerk ist die Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln zu niedrig. Denn das Blu-ray-Filmmaterial liefert eine Full-HD-Auflösung, die das Notebook nicht darstellen kann.
Die Ausleuchtung ist relativ gleichmäßig und die Unterschiede fallen kaum auf. Den Maximalwert von 231 Candela pro Quadratmeter (cd/m2) erreicht das Panel in der Mitte der linken Seite. Ein Candela entspricht der Leuchtkraft einer Kerze. In der oberen rechten Ecke strahlt es mit 214 cd/m2 am wenigsten.

Eingabegeräte

Das Asus N53SV überrascht mit einem Nummerblock im Gehäuse. Oft finden sich diese Zahlentasten nur bei Notebooks mit größeren Displays. Dieser bildet mit der Tastatur eine Einheit. So kann es zum unabsichtlichen Betätigen einer Zahlentaste statt eines Absatzwechsels kommen. Das Problem des gedrängten Tastaturlayouts liegt auch bei den nicht abgegrenzten Pfeiltasten vor. Die Tasten sind nach oben hin minimal gewölbt. Aufgrund einer leicht rauen Oberfläche ist die Gefahr des Abrutschens aber gering. Der Druckpunkt ist etwas schwammig. Die Tasten haben einen weichen, federnden Anschlag.
Die Funktionstasten zur Regelung der Lautstärke befinden sich links oberhalb der Tastatur. Hier sitzt auch eine Start- und Pausen-Taste für den Multimediaplayer. Der linke Knopf steuert die Energieoptionen von Höchstleistung, über Office bis Energiesparen. In derselben Zierleiste sitzt am rechten Rand der An-/Ausschalter.
Überzeugend ist das direkte Ansprechverhalten des Touchpads. Seine Oberfläche unterstützt Ein- und Zweifingersteuerung. Diese weist gute Gleiteigenschaften auf und unterscheidet sich durch ihre nur gering vertiefte Lage gut von der Umgebung. Die Maustastenwippe spricht links und rechts ebenfalls direkt an.

Temperatur

Das Asus N53SV ist echt cool. Die Kühlung leistet offenbar ganze Arbeit. Seine Oberflächentemperaturen bleiben konstant niedrig und unterschreiten deutlich die 30-Grad-Marke. Das ist bei Multimedia-Notebooks relativ selten. Beim Testgerät ist die Höchsttemperatur 27,2 Grad und die niedrigste 22,2 Grad. So ist auch längerer Betrieb auf dem Schoß problemlos möglich.

Betriebsgeräusche

Die kühlen Temperaturen führen erstaunlicherweise nicht zu unüberhörbaren Höchstleistungen des Lüfters. Tatsächlich rotiert dieser im Minimalbetrieb nur mit 30,9 Dezibel (dB(A)). Bei normaler Nutzung von Standardprogrammen wie Textverarbeitung, Internetbrowser und anderen rauscht er mit 33,2 dB(A) vor sich hin. Unter Volllast ist er mit 33,5 dB(A) nur geringfügig lauter. Diese Geräuschkulisse liegt noch auf ruhigem Niveau, das einem Weckerticken gleichkommt. Höheres Niveau erreicht allerdings das optische Laufwerk. Bei Filmwiedergabe stören die 34,9 dB(A) lauten Geräusche nur bei leisen Passagen. Daten einer CD oder DVD liest das Notebook jedoch unüberhörbar mit 41,1 dB(A) ein.

Leistung

Multimedia-Notebooks wie das Asus N53SV müssen anspruchsvolle Anwendungen wie Bild- oder Videobearbeitung, Spiele und andere bewältigen. Da ist gute Leistung aller Hardwarekomponenten von Bedeutung. Ein vergleichsweise hoher Wert von 5.733 Punkten beim PC-Mark-Vantage-Test zeigt, dass dies beim Testgerät der Fall ist. Herzstück eines jeden Computers ist der Prozessor. Der Cinebench-Tests misst die Performance des Intel-Core-i5-2410M. In dem Ergebnis von 4.600 Punkten im Cinebench R.10 64-Bit (Single) und von 9.518 Punkten (Multi) zeigt sich die Leistungsstärke eines Einzelnen und aller Kerne des Prozessors. Ebenso stark wie der Prozessor arbeitet auch die Grafikkarte Nvidia Geforce GT 540M. Der hohe Wert von 8.797 Punkten zeigt das klar an. Die Videokonvertierung dauert unter fünf Minuten. Alle restlichen Testergebnisse zeigen, dass sich das System für vielfältige Anwendungen eignet. Die Aufgaben eines Multimedia-Notebooks erfüllt es.

Akku und Energieverbrauch

Der Stromverbrauch ist mit 22 Watt gering. Das überrascht bei der Hardwareausstattung dieses Multimedia-Notebooks positiv. Der 6-Zellen-Akku hält maximal sechs Stunden durch. Im Praxisbetrieb sind drei Stunden für das Asus N53SV in seiner Klasse relativ viel. Bei Volllast wie bei anspruchsvollen Spielen oder Filmbearbeitung sollte bei einer Akkulaufzeit von weniger als einer Stunde eine Steckdose in unmittelbarer Nähe sein.

Praxis

Obwohl das Display spiegelt, ist seine Ausleuchtung gut. So kann man am Asus N53SV einen Film genießen. Wegen der niedrigen Auflösung des Displays besteht kein großer Qualitätsunterschied zwischen einer DVD und einer Blu-ray-Disc.
Das Schreiben mit der Tastatur ist wegen der leichten Kuppeltasten ungewohnt. Die Pfeiltasten und der Nummernblock haben keine Grenze zu der Standardtastatur und bilden mit ihr eine Einheit. Deshalb ist hier Vertippen leicht möglich.
Aufgrund des direkten Ansprechens vom Touchpad und dessen guter Gleiteigenschaft ist der Anschluss einer Maus überflüssig. Ihr Kabel würde angesichts der weit vorne gelagerten Anschlüsse zudem stören.
Alle Standardprogramme wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Internetbrowser und andere funktionieren einwandfrei. Spiele laufen flüssig und ohne Verzerrungen.

Zusammenfassung

Das Asus N53SV-SX387V erfüllt die Erwartungen, die unter anderem der starke Intel-Prozessor Core i5-2410M und die Grafikkarte Nvidia Geforce GT 540M wecken, nur zum Teil. Zwar punktet es mit guter Verarbeitung und überzeugenden Benchmarkresultaten, doch trübt leider die geringe Auflösung des 15,6-Zoll-Displays das Gesamtergebnis. Es kann die hohe Detailschärfe von Blu-ray-Filmen nicht darstellen.
Erfreulich ist die Akkulaufzeit. Für ein Multimedia-Notebook sind die im Praxisbetrieb ermittelten drei Stunden Laufzeit relativ viel.
Ärgerlich ist das Fehlen eines Webcam-Programms. Ansonsten entspricht die vorinstallierte Software weitestgehend der von den meisten Multimedia-Notebooks.
Unterm Strich ist das Notebook eine gute Wahl.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Ausstattung2,5 (Gut)
  3. Display3,0 (Befriedigend)
  4. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  5. Temperatur2,1 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,9 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,7 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,7 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,8 (Befriedigend)
  10. Leistung2,1 (Gut)
  11. Praxis2,3 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark068797 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage5733 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read10047 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10429 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz58.6 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read55.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen18513 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4600 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9518 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5292 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3684 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7915 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5299 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung295 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 55 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 0 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

22 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,022 kWh x 24,00 Cent = 11,56 EUR

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