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Bilder zum Test: ASUS K75VM - Intel Ivy Bridge auch in der Mittelklasse erfolgreich

Nachdem ASUS auf der diesjährigen Consumer Electronic Show in Las Vegas bereits verschiedene Prototypen der neuen K-Serie vorgeführt hat, konnten wir nun ein seriennahes Modell des 17,3 Zoll großen Multimedia-Notebooks ASUS K75VM testen. Bei der optischen Präsentation setzt ASUS auf abgerundete Ecken, einen fein strukturierten Deckel und eine metallische Handballenauflage mit riesigem Touchpad. Die Unterseite zeigt sich aufgeräumt und in mattem, ebenfalls leicht strukturierten Kunststoff. Bis auf die Handballenauflage ist das komplette Notebook schwarz eingefärbt. Die Scharniere des Displays machen einen stabilen Eindruck und erlauben es, den Deckel mit nur einer Hand zu öffnen. Das Gehäuse zeigt im Test zudem eine gute Verarbeitung, Haptik und Wertigkeit. Verwindungen oder eine Dellenbildung sind im Bereich der Handballenauflage oder beim Deckel nur mit sehr starkem Druck zu erreichen.

Schlicht präsentiert sich die Tastatur im „Chiclet Design“ mit separatem Nummernblock. Die matten Tasten besitzen keine Hintergrundbeleuchtung und weisen einen leicht schwammigen Druckpunkt bei kurzem Hub auf. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase werden sich auch Vielschreiber mit dem Keyboard anfreunden. Die Arbeitsumgebung wurde von ASUS absichtlich schlicht und aufgeräumt gehalten. Auf Sondertasten verzichtet der Hersteller gänzlich. Geschmackssache: Für die einen ist der Platz links und rechts neben der Tastatur verschwendet, andere sehen darin eine angenehm cleane Optik.

Bereits beim ersten Aufklappen fällt das sehr groß dimensionierte Touchpad auf. Die dazugehörigen Maustasten sind in der sensitiven Fläche integriert, sodass auch aus der Mitte des Multitouch-Pads ein Links- bzw. Rechtsklick ausgelöst werden kann. Lediglich eine aufgezeichnete Trennlinie zeigt die klassische Separierung der beiden Tasten im unteren Teil des Pads. Die matte, Teflon-artige Oberfläche des Touchpads ermöglicht es uns problemlos und schnell durch das vorinstallierte Windows 7 Home Premium Betriebssystem (64 Bit) zu navigieren. Einige Mehrfingergesten lassen sich bisher nur nach mehreren Anläufen ausführen. Ein Treiber-Update für das Touchpad sollte hier helfen. Ähnlich zeigte sich das Dell XPS 13 Ultrabook bei den ersten Gehversuchen im Bereich des Mausersatzes.

An der Anschlussfront bietet ASUS die gängigsten und wichtigsten Anschlüsse. Ganz auf Multimedia ausgelegt bietet es einen digitalen HDMI-, sowie einen analogen VGA- Anschluss in Verbindung mit zwei USB 3.0- und zwei USB 2.0 Ports. An der Front, unterhalb der Handballenauflage versteckt sich ein SD-Kartenleser. WLAN 802.11 b/g/n ist ebenso vorhanden wie Bluetooth 3.0. Ein Gigabit Ethernet (LAN) und 3,5-mm Klinkenanschlüsse für Kopfhörer sowie Mikrofon sind ebenfalls mit an Bord. Insgesamt wirkt die Verteilung der Anschlüsse sehr aufgeräumt. Ein Platz für alternative Schnittstellen wie Firewire, eSATA oder ExpressCard wäre aber auch noch da gewesen.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1600 x 900 ( WSXGA )
Prozessor:Intel Core i7 3610QM / 2.3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 630M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
750 GB
750 GB
RAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:6 Std.Gewicht:3.2 kg
B x H x T: xx Farbe:Dark Indigo

Auf dem Prüfstand

Unter dem Gehäuse aus Kunststoff und Aluminium schlägt ein leistungsfähiger und brandaktueller Intel Core i7-3610QM Quad-Core Ivy Bridge Prozessor. Dieser bietet auf vier Kernen eine Taktfrequenz von 2,3 bis 3,3 GHz und ist für ein Multimedia-Notebook derzeit die beste Wahl. In Kombination mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher bewältigt der Prozessor selbst anspruchsvolle Aufgaben wie Videokonvertierungen oder das Bearbeiten von hochauflösenden Bildern. Mit zwei 750 GB Festplatten stehen knapp 1,5 Terrabyte an nutzbarem Speicherplatz zur Verfügung. Die Übertragungsraten der mechanischen Festplatte (HDD) liegen mit 85,9 MB/s bei Lese- und 78,2 MB/s bei Schreibarbeiten auf einem guten Niveau.

ASUS setzt auf ein Doppelgespann aus integrierter Grafikeinheit und dedizierter Grafikkarte. Im Fall des ASUS K75VM ist es die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000, die wir im Rahmen unseres Ivy Bridge Ratgebers bereits testen konnten, sowie eine Nvidia Geforce GT 630M mit zwei Gigabyte GDDR3 Speicher. Dank der Nvidia Optimus Technologie wird automatisch zwischen den beiden Grafiklösungen hin und her geschalten. Beim Surfen im Internet, dem Bearbeiten von Bildern und auch bei HD Filmen ist der im Prozessor verbaute Grafikchip stark genug und stromsparender, was eine deutlich höhere Akkulaufzeit ermöglicht. Für anspruchsvollere Aufgaben, wie beispielsweise Computerspiele, sorgt die Nvidia Geforce GT 630M für die notwendige Leistung. Im Gegensatz zu anderen Grafikkarten der Geforce 600M Familie basiert die GT 630M auf der alten Fermi-Architektur und wird weiterhin im 40nm-Verfahren hergestellt. Aufbau, Leistung und Taktraten sind mit der älteren Nvidia Geforce GT 550M / GT 555M vergleichbar. Den von Nvidia als Maximum vorgeschrieben Kerntakt (800 MHz) nutzt ASUS voll aus, während Hersteller wie Acer für eine bessere Kühlmöglichkeit die Taktraten reduziert. In Sachen Multimedia und Gelegenheitsspielen ist die Nvidia Geforce GT 630M in ASUS-Notebooks die bessere Wahl. Wie unsere aktuellen Notebook-Gamechecks belegen, lassen sich mit dieser Grafikkarte sowohl Mass Effect 3, als auch Call of Duty: Modern Warfare 3 bei einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten in höchsten Details ruckelfrei spielen. Auch grafisch anspruchsvollere Spiele, wie Batman: Arkham City, sind bei hoher Detailstufe spielbar.

In unserer Ausstattungsvariante bekommen wir einen 17,3 Zoll großen Bildschirm mit einer HD+ Auflösung geliefert. Es handelt sich dabei um ein glänzendes Display mit einer nativen Auflösung von 1.600 x 900 Bildpunkten. Die gemessene, durchschnittliche Helligkeit von 217 Candela pro Quadratmeter sorgt für eine ausreichende Ausleuchtung in Innenräumen. Im Außenbereich und bei direkter, sowie indirekter Sonneinstrahlung sorgt die geringe Helligkeit in Verbindung mit den starken Spiegelungen allerdings für eine sehr schlechte Lesbarkeit des Bildschirminhaltes. Auch das Kontrastverhältnis von 145:1 findet in der Redaktion keinen Gefallen.

Die verbauten Altec Lansing Lautsprecher heben sich angenehm von einfachen Stereo Lautsprechern ab. Filme und Musikstücke können sich damit durchaus genießen lassen, zumal sie sehr lautstark sind und nicht zum Verzerren in hohen Frequenzbereichen neigen. Eine gute Soundanlage können die Lautsprecher natürlich nicht ersetzen, doch zählen sie neben Harman Kardon, Bang & Olufsen oder auch Beats Audio zu den besseren Lautsprechern im mobilen Segment.

Dank der ASUS IceCool Technologie liegen die Betriebstemperaturen auf einem niedrigen Niveau. Der von uns gemessene Temperatur-Durchschnitt an der Ober- und Unterseite des ASUS K75VM liegt bei 28,5 und 30,5 Grad Celsius, wobei die Handballenauflage und das Tastaturbett sehr kühl bleiben. An der Unterseite gibt es kleinere Ausreißer im Bereich des Lüfterauslass, ein Betrieb auf dem Schoß sollte vermieden werden. Die maximale Akkulaufzeit im Leerlauf (Idle) liegt knapp über 5 Stunden. In der Praxis ergab sich eine Laufzeit von 3 Stunden und 4 Minuten, was einen befriedigenden Wert für ein 17-Zoll Gerät darstellt. Dabei gönnt es sich im Windows Betrieb mit aktiviertem WLAN während des Surfens im Internet38,2 Watt, im Multimedia-Betrieb steigt der Wert auf 87,1 Watt an. Der Lüfter des ASUS K75VM arbeitet im Leerlauf mit 30,3 Dezibel (A) recht ruhig und unaufdringlich. Nur bei höherer Belastung dreht er auf bis zu 38 Dezibel (A) in der Praxis auf. Im Stresstest erreicht er 41,9 Dezibel (A).

Zusammenfassung

Das ASUS K75VM ist ein gutes Multimedia-Notebook, das einen Desktop-PC ersetzen kann. Der starke Intel Ivy Bridge Prozessor und die Nvidia Geforce GT 630M sorgen für eine gute Anwendungs- und Grafikleistung, die auch für Spiele ausreicht. Auf den beiden 750 GB Festplatten ist genug Speicherplatz für Videos, Fotos sowie Musik vorhanden und das Altec Lansing Soundsystem unterstreicht den Multimedia-Faktor des 17,3-Zollers. Zudem kann das ASUS K75VM in den Bereichen der Eingabegeräte und Emissionen gut abschneiden. Negativ fällt das schlecht beleuchtete und spiegelnde Display auf. Es bleibt abzuwarten, welche Konfigurationen der Hersteller noch verbreiten wird. Sollte der Kaufpreis unter 800 Euro liegen, können Sie dieses Multimedia-Notebook auf jeden Fall in die engere Auswahl nehmen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0610576 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111297 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage5506 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72632 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage8135 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01963 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)86 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)78 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read17025 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write25366 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz34.9 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read67.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22331 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5566 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)21392 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6393 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4385 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)17202 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6365 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung43 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 56 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 13 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 4 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

65 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,065 kWh x 24,00 Cent = 34,16 EUR

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