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  3. Test ASUS K72JK-TY001V - Test: Asus K72JK - Multimedia-Mainstream mit neuester Hardware

Erster Eindruck vom ASUS K72JK-TY001V

Das Asus K72JK ist ein großes, für seine Dimensionen jedoch recht leichtes Notebook. Es besitzt einen glänzenden, Fingerabdrücke sammelnden Gehäusedeckel, während der Bereich um Tastatur und Touchpad matt gehalten ist. Das Netzteil des Asus K72JK ist riesig und gibt einen Eindruck dessen wieder, was das Notebook an Strom verbraucht. An der Vorderkante des Gehäuses sind die grün leuchtenden Status-LED angebracht, die den Nutzer über Festplattenaktivität und Batteriestatus informieren. Durch die Position der Lämpchen sind diese sowohl bei geöffnetem als auch geschlossenen Gehäuse ablesbar.

Technische Daten und Ausstattung

Den Rechenkern des Asus K72JK bildet ein Intel Core i3-350 Prozessor mit zwei Kernen, Hyperthreading und einer Taktung von 2,26 GHz. Der Arbeitsspeicher ist mit vier Gigabyte recht umfangreich und bietet Platz auch für ressourcenfressende Anwendungen. Für Multimedia-Freunde gerade richtig: Die interne Festplatte mit einer Speicherkapazität von 500 GB. Auf einen Blu-ray-Player muss allerdings verzichtet werden. Das Multiformat-Laufwerk im Asus K72JK liest und beschreibt DVDs fast sämtlicher Formate. Für die Anzeige sorgt eine dedizierte Grafikkarte vom Typ ATI Mobility Radeon HD 5145 mit einem Grafikspeicher von einem Gigabyte. Der kleine Akku mit sechs Zellen wirkt angesichts der Bildschirmdiagonale von über 17 Zoll und der sonstigen Hardware allerdings etwas zu klein.

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen zeigt sich das Asus K72JK durchschnittlich. Vier USB-Geräte finden Platz. Weiterhin verfügt das Notebook über einen Ethernet-Anschluss, einen WLAN-Adapter, einen HDMI-Port zum Anschluss des Notebooks an einen Flachbild-Fernseher sowie einen 3in1-CardReader. Das Fehlen einer eSATA-Schnittstelle muss angesichts der Konzeption des Asus K72JK als Multimedia-Gerät etwas verwundern. Die eingebaute Webcam ermöglicht Videokonferenzen in recht geringer VGA-Auflösung.

Software und Zubehör

Auch die Auswahl an externer Software ist beim Asus K72JK eher übersichtlich. Gleich nach dem Systemstart erkundigt sich der AI Recovery Burner freundlich, ob denn schon ein Backup des Systems angelegt wurde und bietet diese Option natürlich direkt an. Das Asus Control Deck ist eher Spielerei, welche die visuell anspruchsvoll animierte Steuerung verschiedener Einstellungen wie Helligkeit und Lautstärke ermöglicht. Wieder mit an Bord ist die gut durchdachte Kamera-Software "LifeFrame". Sie erweitert die an sich bescheidene Webcam um zahlreiche Funktionen, wie unter anderem Selbstauslöser, Rahmen, Bild- sowie Video-Aufnahme. Die Video-Sequenzen, welche die Kamera erzeugt sind ausreichend flüssig, auch bei mittlerer Umgebungshelligkeit.

Display

Das Asus K72JK glänzt mit einem guten Betrachtungswinkel, vor allem seitlich. Es glänzt allerdings auch das Display, was bei direkter Lichteinstrahlung zu Reflektionen führt. Zeitgleich aber bietet der Bildschirm gute Farben und starke Kontraste, die das Schauen von Filmen zum Vergnügen machen. Auffallend war auch die schnelle Reaktionszeit des Displays, welches sich dadurch auch optimal zum Spielen eignet. Während einige Notebooks im Akku-Modus die maximale Helligkeit drosseln, so ist das beim Asus K72JK nicht der Fall. Auch hier ist die höchste Beleuchtungsstufe wählbar.

Eingabegeräte

Ziemlich viel Platz wurde beim Asus K72JK seitlich der Tastatur gelassen. Zwischen den einzelnen Tasten befindet sich zusätzlich ein dünner Kunststoff-Rahmen, der das Eindringen von Staub und Schmutz zumindest reduziert. Der Druckpunkt der Tasten könnte als etwas weich bezeichnet werden; schnellem und fehlerfreiem Schreiben stand er jedoch nicht im Weg. Das Touchpad verfügt über eine sehr glatte Oberfläche und Multitouch-Fähigkeiten. Dazu gehört nicht nur horizontales und vertikales Scrollen, auch hinein- und hinauszoomen ist möglich. Die dazugehörigen Touch-Pad-Tasten haben einen guten Druckpunkt.

Temperatur

Bei HD-Filmen und 3D-Spielen kann die Hardware eines Notebooks schon mal ziemlich gefordert sein. Hier ist eine effektive Kühlung absolut notwendig, um Systemstabilität und eine lange Akku-Laufzeit zu gewährleisten. Die CPU-Temperatur, die sich im Idle-Betrieb auf 43°C beläuft, steigt im Praxis-Betrieb auf bis zu 51°C an. Allerdings sind das völlig unbedenkliche Werte. Die Festplatte erreicht eine Arbeitstemperatur von 39°C, die maximale Gehäusetemperatur liegt in der Nähe des Kühlers und bei voller Belastung um die 49,5°C.

Betriebsgeräusche

Die Betriebsgeräusche sind insgesamt ordentlich, selbst im Leerlauf ist der Lüfter aber immer leicht hörbar. In der Praxis wird er nochmals leicht lauter, stört aber immer noch nicht wirklich. 38 dB(A) sind schließlich das maximale Lüftergeräusch, wenn man eine DVD ins Laufwerk einlegt und diese gelesen wird, können es kurzfristig schon mal 40 dB(A) werden. Insgesamt ist die Geräuschentwicklung des Asus K72JK gut.

Leistung

Trotz eher schwach anmutender Grafikkarte und mit CPU aus der neuen Einsteiger-Klasse von Intel bestückt, kann das Asus K72JK mit einer sehr ausgewogenen Leistung aufwarten. Sowohl die Transferraten des Speichers wie auch die Punktzahl der CPU bei Everest überzeugen. CineBench profitiert vom 64-Bit Modus und bescheinigt der CPU im Mehrkern-Modus eine Punktzahl von 7187. Überragend für einen Zweikern-Prozessor. Im noch immer anspruchsvollen 3D-Mark 2006 schafft das Asus K72JK immerhin knapp über 4000 Punkte. Das 20-minütige Testvideo war in 6 Minuten und 28 Sekunden in ein anderes Format konvertiert.

Akku und Energieverbrauch

Immerhin 5:20 Stunden kann man maximal mit dem Asus K71JK entfernt von der Steckdose verbringen. Das ist aber ein recht theoretischer Wert. 2:05 Stunden sind es nämlich nur in unserem Praxistest, also beim täglichen Einsatz. Mit 35 Watt ist der Stromverbrauch im altäglichen Gebrauch auch gar nicht so gering.

Praxis

Zum Schluss sollen uns noch einmal die Praxis-Fähigkeiten des Asus K72JK interessieren. Wie schlägt sich das Notebook nun im Multimedia-Bereich? Sind die integrierten Lautsprecher zu gebrauchen, oder sollten Sie sich gleich ein paar neue besorgen? Lässt sich mit dem Gerät gut arbeiten?
Zunächst bietet die hohe Auflösung von 1600x900 Bildpunkten Übersichtlichkeit. Es lassen sich bequem zwei Dokumente nebeneinander setzen und sind dennoch gut ablesbar. Durch die hohe native Auflösung stellen jedoch auch Spiele höhere Anforderungen an die Hardware.
Das Abspielen eines aus dem Internet heruntergeladenen HD-Trailers ist für das Asus K72JK völlig unproblematisch. Durch die zwei Prozessorkerne, die zusätzlich noch über die HyperThreading-Technik verfügen, lassen sich neben der Wiedergabe von Trailern auch noch andere Aufgaben bewerkstelligen.
Auch die Lautsprecher sind deutlich besser als dies bei anderen Notebooks der Fall ist. Es ließen sich sogar Ansätze von Bässen bemerken – bei Notebooks aufgrund ihrer Konstruktion sonst ungewöhnlich.
Ein kleines Gimmick liefert noch die eingebaute Webcam: Einmal eingerichtet, lassen sich Anmelde-Vorgänge mit ihr vornehmen. Das erhöht nicht nur die Systemsicherheit, sondern geht auch schneller als mit einem Passwort.

Zusammenfassung

Für deutlich unter 800 Euro erhalten Sie mit dem Asus K72JK ein unerwartet schnelles, großes Notebook mit hoher Auflösung und guten Multimedia-Fähigkeiten. Selten haben wir in Tests so gut klingende Lautsprecher erlebt wie beim Asus K72JK.
Die guten Eingabegeräte und das schnelle und schlierenfreie Display untermauerten den guten Eindruck zusätzlich. Ankreiden kann man den Gerät nur die veraltete Webcam und den fehlenden eSATA-Anschluss. Alles in allem zeigt das Mainstream-Gerät Asus K72JK, dass für gute Leistung nicht unbedingt ein Vermögen ausgegeben werden muss.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,2 (Gut)
  2. Ausstattung1,9 (Gut)
  3. Display1,6 (Gut)
  4. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  5. Temperatur1,7 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,2 (Gut)
  7. Anschlüsse2,7 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
  11. Praxis1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark064058 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage4059 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7517 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write5607 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz102.5 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read55.0 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen12649 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3163 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7187 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4153 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2512 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5989 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4141 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung388 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 10 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 20 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 5 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

35 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,035 kWh x 24,00 Cent = 18,40 EUR