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  3. Test ASUS K52N-EX035V - Attraktive Bürokraft für Einsteiger

Erster Eindruck vom ASUS K52N-EX035V

Das Asus K52N sieht aus wie ein Multimedia-Notebook der Mittelklasse. Erst ein Blick auf die Ausstattung oder den Preis verrät, dass es sich um ein Einstiegsgerät handelt. Im Vergleich zu manch biederen Business-Notebooks von HP, Lenovo oder MSI macht das K52N einen hochwertigen Eindruck. Dafür sorgt ein Mix aus mattbraunen Oberflächen bei Handballenauflage und Tastatur plus dunklem Hochglanzlack an Displayrahmen und Deckel. Silberne Elemente, wie das Asus-Logo oder der An/Aus-Schalter, sorgen ihrerseits für optische Reize. Allerdings quittiert der glänzende Lack auf der Deckelrückseite zu harten Umgang mit Kratzern.
Die Verarbeitung gibt, abgesehen von der Rückseite des Deckels, kaum Anlass zu Kritik. Unschön: Die Deckelrückseite gibt schon bei leichtem Druck nach. Positiv sind die verwindungssteife Unterseite und feste Handballenauflage. Selbst die Tastatur inklusive separatem Ziffernblock besitzt im Vergleich zu manch anderen Notebooks dieser Preisklasse eine akzeptable Festigkeit.
Im Gegensatz zu früheren Notebooks der Asus K-Serie liegen die Scharniere hinter dem Chassis. Das vermittelt zwar einen flachen Eindruck, schränkt jedoch den Öffnungswinkel auf maximal 130 Grad ein.

Technische Daten und Ausstattung

Asus verbaut im K52N einen AMD-Athlon-II-P320-Prozessor. Dieser arbeitet mit zwei Kernen und einem Takt von 2,1 Gigahertz. Dem Einstiegsprozessor stehen vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher und eine 500 Gigabyte große Festplatte mit einer Geschwindigkeit von 5.400 Umdrehungen pro Minute zur Seite.
Als Grafikbeschleuniger dient eine ATI-Mobility-Radeon-HD4200-Grafikkarte. Diese ist für grafikaufwändige Spiele nicht geeignet. Sie ist vielmehr für die Unterstützung von Videos und HD-Medien zuständig.
Das Soundsystem von Altec Lansing kann kein externes Lautsprechersystem ersetzen. Im Zusammenspiel mit der sogenannten SRS-Premium-Sound-Funktion, die den Frequenzbereich der Lautsprecher erweitert, bietet das Asus K52N aber guten Klang. Allerdings ist die Positionierung mit zwei Lautsprechern an der Front ungünstig. Die Unterarme verdecken sie bei Schreibarbeiten und dämpfen den Klang.

Anschlüsse

Die Verbindungsmöglichkeiten sind beim Asus K52N auf das Nötigste reduziert. Es stehen drei USB-Steckplätze zur Verfügung. Zwei befinden sich an der linken und einer an der rechten Seite. Der Kartenleser unterstützt alle gängigen Speicherkarten im SD-, MMC- und MS-Format.
Externe Monitore lassen sich per VGA oder HDMI anschließen. Beide Anschlüsse liegen in der vorderen Hälfte der linken Seite allerdings so dicht neben den USB-Schnittstellen, dass ein breiter USB-Stick den Anschluss eines HDMI-Kabels verhindern kann.
Darüber hinaus sind noch zwei Audio-Ports, eine Ethernet-Schnittstelle mit Gigabit-Support und WLAN (b, g, n) an Bord. Das verbaute Multi-DVD-Laufwerk an der rechten Seite liest und beschreibt alle gängigen CD- und DVD-Formate.
Eine ExpressCard-Schnittstelle, ein Steckplatz für Erweiterungskarten, und integriertes Bluetooth-Modul fehlen ebenso wie ein eSATA-Port für externe Festplatten.

Software und Zubehör

Typisch für die Preisklasse ist, dass dem Notebook keinerlei Zubehör, beispielsweise in Form einer Maus oder Tasche, beiliegt. Selbst eine Recovery-DVD fehlt. Das komplette Softwarepaket und das Betriebssystem sind auf dem Notebook vorinstalliert. Zum Wiederherstellen des Systems sind entsprechende Recovery-DVDs selber zu erstellen. Letzteres erfolgt über das Asus-AI-Recovery-Programm.
Neben Windows 7 Home Premium 64 Bit sind auf dem Notebook noch weitere Asus-Anwendungen installiert. Asus Lifeframe ermöglicht die Aufnahme von Bildern und Videos via Webcam und Asus e-Driver hält die Treiber des Notebooks auf dem aktuellsten Stand.
Zum Brennen von CDs und DVDs ist Cyberlink Power2Go installiert und für den Schutz vor unerlaubten Zugriffen oder Viren ist die Software Trend Micro Internet Security zuständig.
Testversionen von Microsoft Office oder Works sind nicht mit dabei.

Display

Asus setzte beim K52N auf ein spiegelndes 15,6-Zoll-Display. Die Anzeige erfolgt im 16:9 Format. Die Auflösung beträgt 1.366 x 768 Pixel. Aufgrund der spiegelnden Oberfläche ist das Notebook für Außeneinsätze kaum geeignet. Die Helligkeit von maximal 198 Candela pro Quadratmeter (cd/m2) reicht lediglich für Innenräume. Ein Candela entspricht der Leuchtkraft einer Kerze. Erst ab einer Helligkeit von circa 250 cd/m2 können Bildschirme Spiegelungen auszugleichen. Ein problemloser Einsatz unter freien Himmel ist nur mit einem entspiegelten Display möglich.

Helligkeitsverteilung und Farbwiedergabe fallen gut aus. Die Darstellung von Schwarz ist nicht genauso so gut, was zu schwächeren Kontrastwerten führt. Ein Manko, das viele Mittelklassengeräte teilen.

Die Blickwinkel sind in der Horizontalen alltagstauglich. Erst ab circa 60 Grad Abweichung von der Mitte treten Helligkeitsabfälle auf. Die vertikalen Betrachtungswinkel fallen dagegen nicht so großzügig aus. Bereits ab einer Abweichung von 20 Grad verfälscht die Darstellung stark und Inhalte sind kaum noch zu erkennen.

Eingabegeräte

Das Tastaturfeld mit separatem Ziffernblock setzt Asus auch bei deutlich teureren Notebooks ein. Alle Tasten sind ausreichend groß und besitzen einen kurzen Abwärtshub. Die gute Federung gibt genügend Rückmeldung und erleichtert die Handhabung.
Das Touchpad hinterlässt ebenfalls einen positiven Eindruck. Es ist mit einer kleinen Vertiefung vom Rest der Handballenauflage abgegrenzt und setzt Befehle präzise und schnell um. Darüber hinaus erkennt es Eingaben mit zwei Fingern (Multitouch). Einzig der Druckpunkt der Touchpad-Tasten könnte etwas genauer sein.

Zusätzliche Tasten zum Beispiel für die Steuerung von Medien befinden sich nicht an dem Notebook. Heiligkeit- oder Lautstärkeeinstellungen erfolgen über die „FN“-Tasten.

Temperatur

Die Oberflächentemperaturen fallen im Vergleich zu anderen Modellen dieser Preisklasse sehr gering aus. Asus-IceCool-Technologie, ein spezielles Kühlungskonzept, verhindert eine übermäßige Erwärmung des Gehäuses. Dadurch erreichen Ober- und Unterseite niedrige Maximaltemperaturen von 29, 5 Grad beziehungsweise 31,5 Grad.

Betriebsgeräusche

Unauffällig zeigt sich das Asus K52N bei den Betriebsgeräuschen. In der Praxis erreicht es einen akzeptablen Pegel von 34,8 Dezibel (A). Der Lüfter pausiert nur im Akkumodus, allerdings erzeugt er ein angenehmes und tieffrequentes Geräusch. Am lautesten ist das DVD-Laufwerk. Beim Einlesen von CDs oder DVDs ist es mit 51 Dezibel unüberhörbar. Anders sieht es bei der Filmwiedergabe aus, wo das Laufwerk mit 35,6 Dezibel deutlich leiser ist.
Bei maximaler Belastung von Prozessor und Grafikkarte arbeitet der Lüfter mit einem ebenfalls deutlich hörbaren Pegel von 41,4 Dezibel. In der Praxis dürfte solch eine Auslastung jedoch nur selten auftreten.

Leistung

Der Einstiegsprozessor AMD Athlon II P320 stellt erwartungsgemäß keine neuen Geschwindigkeitsrekorde auf. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist jedoch in Kombination mit den vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher ohne Tadel. Für Internet-, Office- oder einfache Multimediaanwendungen ist die Leistung des Asus K52N ausreichend. Für rechenintensive Programme, beispielsweise Videokonvertierung, reicht die Leistung nicht. Das machen zwölf Minuten Dauer des Videokonvertierungstests deutlich. Zum Vergleich: Ein Intel-Core-i3-350M-Prozessor absolviert den Test mit fünf Minuten und fünf Sekunden mehr als doppelt so schnell.
Aufgrund der schwachen ATI-Mobility-Radeon-HD4200-Chipsatzgrafik ist das Notebook für 3D-Spiele ungeeignet. Die Grafikkarte erreicht im 3DMark06 nur 1.738 Punkte. Erst Notebooks, die mindestens eine ATI-Mobility-Radeon-HD5650- oder Nvidia-Geforce-GT-420M-Grafikkarte ihr Eigen nennen, sind in der Lage, aktuelle 3D-Spiele zufriedenstellend darzustellen. Entsprechende Notebooks erreichen etwa 6.000 bis 7.000 Punkte beim 3DMark06-Test.

Akku und Energieverbrauch

In der Preisklasse des Asus K52N sind 15-Zoll-Notebooks mit einer ausreichenden Akkulaufzeit von drei bis fünf Stunden rar gesät. Oft sparen die Hersteller zugunsten des Preises beim Akku. Mit 4.400 Milli-Ampere-Stunden beziehungsweise 47 Wattstunden fällt die Kapazität der Batterie recht klein aus. Abseits der Steckdose reicht das lediglich für eine Betriebszeit von etwa zweieinhalb bis dreieinhalb Minuten.
Dagegen zeigt sich das Notebook beim Energiebedarf von seiner sparsamen Seite. Nur 25 Watt verbraucht das Notebook im normalen Betrieb. Ein sehr guter Wert.

Praxis

In der Praxis erweist sich das Asus K52N als kühle und leise Bürokraft. Die Arbeitsgeschwindigkeit des AMD-Athlon-II-P320-Prozessors ist ordentlich. Office-, Internet- und einfache Multimediaanwendungen, wie das Abspielen von Videos, erledigt das Notebook problemlos.
Ausführliche Schreibarbeiten gehen dank der guten Tastatur leicht von der Hand. Gleichzeitig überzeugt das Notebook mit der guten Verarbeitung und wertigen Haptik.

Zusammenfassung

Das Asus K52N-EX035V ist im Großen und Ganzen ein gelungenes Einsteiger-Notebook, auch wenn in manchen Abschnitten das berühmte i-Tüpfelchen fehlt. So könnte die Akkulaufzeit besser ausfallen und das Display noch heller oder entspiegelt sein. Weiterhin fehlen praktische Verbindungsmöglichkeiten wie Bluetooth oder eSATA.
Die Leistung ist dagegen ordentlich. Der AMD-Athlon-II-P320-Prozessor sorgt mit den vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher stets für eine akzeptable Arbeitsgeschwindigkeit.
Das Notebook leistet sich keine eklatanten Schwächen. Allerdings ist die Konkurrenz teilweise besser ausgestattet. Von der hebt sich Asus K52N aber durch das ansprechende Design, der hochwertigen Haptik, den guten Eingaben und nicht zuletzt der geringen Wärmeentwicklung ab.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,1 (Gut)
  2. Ausstattung2,5 (Gut)
  3. Display2,4 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,1 (Gut)
  5. Temperatur1,8 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,3 (Gut)
  7. Anschlüsse3,1 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,3 (Gut)
  11. Praxis2,2 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark061738 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage3540 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read6962 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write5396 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz63.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read62.1 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen7751 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2093 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)4027 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2259 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1824 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)3518 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2253 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung720 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 51 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 35 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 31 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

25 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,025 kWh x 24,00 Cent = 13,14 EUR