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Bilder zum Test: ASUS G75VW-T1124V - Martialischer 17-Zoll Desktopersatz

Die Tarnkappenoptik macht den ASUS ROG G75V Gamer zu einem Hingucker, gerade weil der Hersteller auf gut aufeinander abgestimmte, unauffällige Design-Elemente setzt. Die mattschwarze, gummierte Außenhaut und die schnittige, keilförmige Gestaltung vermitteln, dass es sich um ein teures Gerät handelt. Dieser Eindruck wird von dem silbergrauen Tastaturbett aus Aluminium und den gleichfarbigen Seitenrändern der Basiseinheit noch verstärkt. Die gummierte Handballenauflage wirkt von weitem wie ein Überzug, welcher zehn Zentimeter über die für einen 17-Zoll Gamer erstaunlich schlanke Basiseinheit geschoben wurde. Sehr angenehm finden wir den matten Displayrahmen. Reflexionen haben, wie auch Verschmutzungen, wenig Chance auf den haptisch ansprechenden Oberflächen. Die Verarbeitung der Basiseinheit ist sehr gut, trotz der vielen Bauteile lässt sich das Gehäuse nicht eindellen und die Spaltmaße bleiben gering. Die Scharniere sind im unteren Drittel etwas zu fest angezogen und lassen den Displaydeckel bei Erschütterungen lange Nachwippen. Mit einem Gewicht von 4,3 Kilogramm und den stattlichen Abmessungenvon 41,5 x 32 x 1,7 – 5,2 Zentimetern (Breite x Tiefe x Höhe) fällt das Gaming-Notebook sowieso nicht so mobil aus, als dass es unterwegs auf dem Schoß betrieben würde. Der Deckel lässt sich leicht eindrücken und verwinden – Desktop-Replacement Systeme erfahren derlei groben Umgang allerdings nicht allzu oft.

Die ausladende Chiclet-Tastatur genießt eine in drei Stufen regelbare Hintergrundbeleuchtung in Weiß. Die Tasten arbeiten sehr geräuscharm mit kurzem Hub und klarem Druckpunkt. Der Ziffernblock ist deutlich abgegrenzt und auch die Pfeiltasten besitzen einen großen Abstand zu Anliegern. Ergonomisch sinnvoll ist die Tastatur zum Nutzer hin abfallend. Vielschreibern und Gamern wird hier ein gleichermaßen hoher Komfort geboten.Auch das Multitouchpad bietet großzügige Abmessungen, gute Gleiteigenschaften und präzise Navigation. Die zugehörigen Mausersatztasten klicken sehr dumpf und ähnlich geräuscharm. Die Soft-Touch-Oberfläche fühlt sich hochwertig an.

Im Vergleich zum kleinen Bruder, dem ASUS ROG G55VW, finden wir kein erweitertes Anschlussportfolio. Alle vier USB Ports unterstützen den USB 3.0 Standard, für externe Displays gibt es Anschlussmöglichkeiten über HDMI, Mini DisplayPort und VGA. Im ASUS ROG G75VW steckt ein Blu-ray Laufwerk, was die Wiedergabe von HD-Filmen ermöglicht. Via HDMI 1.4 kann unter anderem auch ein 3D-Film auf einen Fernseher übertragen werden. Ein 3-in-1 Multikartenleser und eine 1 MP Webcam ergänzen die Ausstattung. Die Kopfhörerbuchse neben dem Mikrofonanschluss beherrscht auch die Ausgabe von digitalen Audiosignalen über S/PDIF. Die Kommunikation läuft über Gigabit-LAN, WLAN und Bluetooth. Wer das Gerät zuhause mit Peripherie vollfrachtet, muss mit seiner Maus auf der rechten Gehäuseseite durch die seitliche angebrachten Ports etwas Abstand halten.

Auf dem ASUS ROG G75VW finden wir neben dem Microsoft Windows 7 Home Premium Betriebssystem jede Menge Tools. Die Anwendungen des Herstellers reichen von einem digitalen Handbuch über Wiederherstellungssoftware, Kamera- und Energieprofilsteuerungen bis hin zu einer Anwendung für automatische Treiberupdates.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080 ( WUXGA )
Prozessor:Intel Core i7 3610QM / 2.3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 660M
Festplatte750 GBRAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:3 Std.Gewicht:4.3 kg
B x H x T:41.5 cm x 1.7 - 5.2 cm x 32.0 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Unser Testgerät trägt mit dem Intel Core i7-3610QM den kleineren der beiden konfigurierbaren Intel Core i7-Vierkernprozessoren. Er bekommt 8 GB DDR3 Arbeitsspeicher zur Seite gestellt und rechnet sich mit einem Basistakt von 2,3 GHz flott durch unsere Benchmarks. Für anspruchsvolle Belastungen kann der Prozessortakt mittels Intel Turbo Boost 2.0 Technologie auf bis zu 3,3 GHz gesteigert werden. Der Arbeitsspeicher ist auf bis zu 16 GB ausbaufähig.Für die meisten 3D-Anwendungen und Spiele ist die Grafikkarte die kritische Komponente. Mit der Nvidia Geforce GTX 660M sind die meisten aktuellen Games spielbar. Auf ganz hohe Detailstufen in der FullHD-Auflösung muss bei fordernden Titeln wie Alan Wake, Battlefield 3 oder Crysis 2 allerdings verzichtet werden. Unter diesen hohen Belastungen schwächelt allerdings auch die ebenfalls konfigurierbare, stärkere Nvidia Geforce GTX 670M. Prinzipiell liefert die Nvidia Geforce GTX 660M eine gute Spieleleistung ab.

Mit der Entspiegelung des FullHD-Panels hat sich ASUS nur bedingt einen Gefallen getan. Wir begrüßen das matte Finish eigentlich, aber mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 227 Candela pro Quadratmeter hält das Display gerade so auch im Freien durch. Wahres Entertainment kommt auf der Terrasse aber nicht auf. Ein Glare Type Display (spiegelnd) hätte in jedem Fall brillantere Farben gezeigt. Die FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel bietet einen großzügigen Arbeitsraum. Um die volle Anzahl Pixel nutzen zu können, sollte in vielen Spielen wie erwähnt nicht auf die höchste Detailstufe geschaltet werden.Das maximale Kontrastverhältnis von 1056:1 kann sich wirklich sehen lassen, wir erhalten sehr gute Schwarzwerte auch bei maximaler Helligkeit. Die etwas teurere 3D Vision 2 fähige Variante des ASUS ROG G75VW leuchtet jedoch fast doppelt so hell.

Für ein Gerät dieser Größe bietet das 2.1 Lautsprechersystem eine erstaunlich niedrige maximale Lautstärke. Um ein rundes Klangbild zu bekommen, mussten wir im erweiterten Modus des VIA HD Audio Decks die lautlose Entzerrung aktivieren und weitere Einbußen in Sachen Lautstärke hinnehmen. Sound-Enthusiasten und Musikliebhaber sollten zu einer externen Lösung greifen.

Leise, diesmal im positiven Sinne, bleibt die ausgeklügelte Kühllösung des ASUS ROG G75VW. Im Leerlauf bei einem Verbrauch von 23,2 Watt sind die zwei Lüfter mit 32 Dezibel (A) kaum wahrnehmbar. Auch unter Volllast (146 Watt) kommt die Kühlung nicht über eine Geräuschemission von 44 Dezibel (A). Im leisen Betrieb werden die Oberflächentemperaturen auf durchschnittlich 29 Grad Celsius begrenzt. Die gummierte Handballenauflage bleibt stets bei angenehmen 26 Grad Celsius. Trotz der Sparsamkeit hält der Akku mit einer Kapazität von 5.200 mAh maximal 3 Stunden abseits der Steckdose durch. Nutzt man die WLAN-Verbindung und fordert hier und da etwas Prozessorleistung ein, kann man mit knapp zwei Stunden rechnen.

Zusammenfassung

Die 17-Zoll Variante aus der Republic of Gamers Reihe von ASUS bekommt kein ganz so gutes Urteil wie der kleinere 15-Zoll Bruder. Das matte FullHD-Display bietet bedeutend weniger Helligkeit, das 2.1 Lautsprechersystem empfiehlt sich nicht gerade für Multimedia-Enthusiasten und die Mobilität ist mit zwei Stunden praktischer Akkuleistung und 4,3 kg Gewicht eingeschränkt. Zu den Stärken zählen die ergonomische, beleuchtete Chiclet-Tastatur und die Eingabegeräte im Allgemeinen. Der leise und kühle Betrieb, die stylische Optik und das Blu-ray Laufwerk finden sich ebenfalls auf der Haben-Seite ein. Zudem kann der Gaming-Bolide mit einer weitestgehend guten Verarbeitung punkten.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0616050 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112523 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage12210 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72876 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage10220 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02240.1 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)104.9 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)101.4 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read17832 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write26245 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz34.7 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read87.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22316 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5603 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)20854 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6546 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4458 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)17301 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6240 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung43 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 0 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal2 Std. 53 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 57 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

84 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,084 kWh x 24,00 Cent = 44,15 EUR

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