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Bilder zum Test: ASUS G74SX-TZ078V - Design-Power unter dem Radar

Durchgestylte Gaming-Notebooks haben sich in den letzten Monaten rar gemacht. Asus setzt in diesem Bereich auf das bekannte G73-Chassis und füttert das Innenleben mit neuer Hardware. Vergleichbar mit einem Tarnkappenbomber setzt der Hersteller auf Understatement. Das Gehäuse ist mit einer mattschwarzen Soft-Grip Oberfläche versehen. Diese gummiartige Beschichtung sorgt für mehr Wertig- und Griffigkeit. Das gleiche Material finden wir auf der Handballenauflage wieder, während die Tastatur in Aluminium eingefasst wurde. Fingerabdrücke finden nur durch feuchte Finger ihren Platz und sind schnell beseitigt.

Das 17-Zoll Gehäuse des Asus G74SX-TZ078V besitzt eine ausgesprochen gute Verarbeitung. Die Chassis-Stabilität ist makellos. Selbst bei starkem Druck gibt die Oberfläche nicht nach. Auch die sonst so kritische Stelle über dem integrierten Blu-ray Laufwerk macht keine Probleme. Das nach vorne hin flach zugehende Design sorgt zusätzlich für eine ergonomische Haltung der Hände. So macht uns das Arbeiten und Spielen besonders viel Spaß. Der Gesamteindruck wird durch die Chicklet-Tastatur mit separaten Nummernblock positiv verstärkt. Der kurze Hub und klare Druckpunkt lädt zum Vielschreiben ein und auch Gamer werden sich mit der großzügig dimensionierten Arbeitsumgebung anfreunden.

Gleiches gilt für das große Touchpad. Lange Scrollmanöver und Multitouch-Gesten gehen einfach von der Hand. Durch die geringe Reibung und die klar gesetzten Grenzen zur Handballenauflage hin ist beim Arbeiten und Surfen keine externe Maus erforderlich. Titel wie Call of Duty: Black Ops oder Crysis 2 spielen sich mit einer passenden USB-Maus natürlich deutlich besser. Das Touchpad des Asus G74SX-TZ078V orientiert sich an der Leertaste und ist somit weiter links auf der Handballenauflage positioniert. Durch die große, berührungsempfindliche Fläche hatten wir jedoch keinerlei Umstellungsprobleme.

Auf Sondertasten verzichtet das Asus G74SX-TZ078V. Lediglich ein Zusatzschalter zum Starten des Instant-On Betriebssystem „Express Gate“ wurde integriert. Mit dieser auf Linux basierenden Software startet das Notebook in wenigen Sekunden und gibt Zugriff auf essentielle Funktionen (Browser, Skype, Chat).

Während Asus bei vielen Multimedia-Geräten auf Altec Lansing Lautsprecher setzt, kommen im G74SX-TZ078V namenlose Stereo-Boxen zum Einsatz. Doch der Sound kann sich auch ohne Markennamen und Subwoofer sehen lassen. Obwohl letzteres in dieser Preisklasse erwartet werden kann. Spieler auf LAN-Partys oder in den eigenen vier Wänden werden erwartungsgemäß zum Headset oder Boxensystem greifen.

Dafür bietet das G74SX-TZ078V zwei Klinke- und USB 2.0-Verbindungen an der linken Seite des Gehäuses. Hier findet auch das Blu-ray Laufwerk Platz, welches in unserem Fall Blu-rays lesen und DVDs beschreiben kann. Die Anschlüsse an der linken Seite sind großzügig verteilt – so können größere Module wie DVB-T Sticks zum terrestrischen Fernsehempfang untergebracht werden, ohne andere Schnittstellen zu blockieren. Rechts liegen die Anschlüsse näher beieinander. An dieser Seite sitzen zwei weitere USB-Anschlüsse, wovon einer den neuen 3.0 Standard unterstützt. Außerdem finden wir hier HDMI und VGA zum digitalen und analogen Betreiben von externen Monitoren sowie die Gigabit-LAN Schnittstelle und einen Speicherkartenleser.

Im Inneren des Gehäuses sind außerdem Karten für die Verbindung via Bluetooth und WLAN 802.11n integriert. Hier sitzen auch die beiden 500 Gigabyte (GB) großen Festplatten, die mit einer Geschwindigkeit von 7.200 Umdrehungen pro Minute arbeiten.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080 ( HD 1080 )
Prozessor:Intel Core i7 2630QM / 2.0 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 560M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
500 GB
500 GB
RAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:4.0 kg
B x H x T:42.0 cm x 2.0 - 6.2 cm x 32.5 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Das Hauptaugenmerk liegt beim Asus G74SX-TZ078V klar auf der verbauten Hardware. Eine entsprechende Gaming-Leistung wird durch den Intel Core i7-2630QM und die dedizierte Nvidia Geforce GTX 560M mit drei GB Grafikspeicher erreicht. Die Nvidia Optimus Technologie zum Umschalten auf die im Prozessor integrierte Intel HD 3000 Grafikeinheit wird in unserem Testgerät nicht verwendet. Auf eine verlängerte Akkulaufzeit beim Surfen oder bei Text- und Tabellenkalkulationen muss also verzichtet werden.

Dafür kann sich die Performance in Spielen sehen lassen. Die meisten Titel können in nativer FullHD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) ohne Ruckler gespielt werden. Hierzu gehören unter anderem Call of Duty: Black Ops, Far Cry 2 und Fallout: New Vegas. Bei fordernden Spielen wie GTA 4 oder Crysis 2 kann es beim Zuschalten der anisotropischen Filterung oder der Antialiasing Technologie zu Frameraten unter 25 Frames per Second (FPS) kommen, wodurch Ruckler entstehen. Für diese Spiele benötigen wir eine stärkere Nvidia Lösung in Form der Geforce GTX 570M oder GTX 580M.

Immerhin werden auch Freunde des Videoschnitt oder der Bildbearbeitung durch den starken Vierkern-Prozessor auf ihre Kosten kommen. Die gute Leistung der Intel-Hardware wird durch das Programm Cinebench R10 und die geringe Videokonvertierungszeit in unserem Benchmark-Parcours bestätigt.

In einem guten Licht steht auch die Wärme- und Lautstärkenentwicklung. Selbst unter hoher Auslastung bleibt die Arbeitsumgebung mit einer durchschnittlichen Temperatur von 25 Grad Celsius (°C) angenehm kühl. Der tieffrequente Lüfter dreht in der Praxis auf maximal 38 Dezibel (A) auf und fällt auch bei längeren Gaming-Sessions kaum auf.

Lange Sitzungen abseits einer Steckdose kann sich der Nutzer jedoch nicht erlauben. Der Akku geht nach weniger als zwei Stunden in die Knie. Bei einem praxisnahen Stromverbrauch von 105 Watt war das abzusehen. Dabei hätte das glänzende FullHD Display mit einer Ausleuchtung von 290 Candela pro Quadratmeter der Sonne etwas entgegensetzen können.

Zusammenfassung

Ein rundum fast perfektes Paket. Die Leistung des Asus G74SX-TZ078V kann sich bei aktuellen Multimedia- und Gaming-Anwendungen sehen lassen. Hinzu kommt das wuchtige, aber durchgestylte Gehäuse mit einer nahezu makellosen Verarbeitung. Das FullHD-Display und der integrierte Blu-ray Player sind zeitgemäß. Dafür vermissen wir Anschlüsse wie eSATA, SPDIF und einen Express Card Slot. Wer auf der Suche nach einem futuristischen und leistungsstarken Gaming-Notebook unter 2000 Euro ist, sollte das Asus G74SX-TZ078V in die engere Auswahl nehmen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,0 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0615265 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage9173 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage7307 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read15240 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write14765 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz58.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read77.4 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen32157 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4578 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)16676 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5195 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3680 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)14055 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5588 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung51 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 50 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 55 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 40 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

105 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,105 kWh x 24,00 Cent = 55,19 EUR

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