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Bilder zum Test: ASUS G55VW-S1073V - Performanter Stealth-Gamer mit Nvidia Geforce GTX 660M

Dezente Martialität bestimmt das an amerikanische Tarnkappen-Bomber angelehnte Design der Republic of Gamers (ROG) Notebooks von ASUS. Mattschwarze Oberflächen sowie viele Ecken und Kanten verstecken die Wuchtigkeit des Gehäuses sehr gut. Die Dual-Lüfter Kühllösung mündet in zwei imposante Lüftungsschlitze mit Kühlergrill an der Rückseite. Die hinteren zwei Drittel des Notebooks sind im Innenraum und an den Seiten in Silber gehalten. Das Tastaturbett aus gebeiztem Aluminium unterstreicht die Wertigkeit und den Premiumanspruch der ROG-Reihe. Das schlichte aber aggressive Design findet Gefallen in der Redaktion. Das Gehäuse widersteht auch grober Druckausübung und der Deckel ist weitestgehend verwindungssteif. Die Scharniere finden sich nicht ganz am Ende der Basiseinheit sondern sind leicht vorgelagert. Auch hier begegnet uns Stabilität, der Deckel lässt sich problemlos mit einer Hand aufklappen und auch ein Nachwippen wird erfolgreich unterbunden. Die Spaltmaße des Gehäuses sind gering gehalten und das Blu-ray-Combo Laufwerk schließt sauber mit dem Chassis ab.

Auch die Eingabegeräte sind sehr ordentlich. Ein kurzer Hub und ein deutlicher Druckpunkt machen die Chiclet-Tastatur im Aluminiumbett auch für Vielschreiber attraktiv. Gamer freuen sich über die separierten Pfeiltasten und Office-Anwender begrüßen den ebenfalls gut abgegrenzten Ziffernblock. Auch auf LAN-Partys macht das ASUS G55VW-S1073V eine gute Figur, die 15x15 Millimeter großen Tasten genießen eine Hintergrundbeleuchtung mit drei Helligkeitstufen. Das in der gummierten Handballenauflage leicht nach links versetzte Multitouchpad bietet eine großzügige Horizontale und reagiert flüssig und präzise auch bei Mehrfingergesten, wie beispielsweise dem Zwei-Finger-Scrolling. Die dazugehörigen Maustasten sind wie die Handballenauflage ansprechend gummiert, bieten einen guten Druckpunkt und auch für Dauerklicker einen angemessenen Widerstand.

Das ausschließlich seitlich angebrachte Anschlussrepertoire kann sich sehen lassen. Alle vier USB-Ports unterstützen den schnellen USB 3.0 Standard. Für externe Bildschirme gibt es einen HDMI-, einen VGA- und einen Display Port. Neben dem Mikrofonanschluss zeigt sich noch eine weitere Audiobuchse für Kopfhörer oder als digitalen SPDIF-Ausgang. Kommuniziert wird über Gigabit-LAN und drahtlos über WLAN 802.11 b/g/n bzw. per integriertem Bluetooth. Die Webkamera arbeitet mit der HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel.

Vorinstalliert sind ein 64-Bit Windows 7 Home Premium Betriebssystem und eine umfangreiche Sammlung von ASUS Tools für die Konfiguration und Wiederherstellung, die Webcam oder Energieoptionen. Letztere lassen sich über eine separate Taste neben dem Netzschalter in der Lautsprecherleiste wechseln.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080 ( WXGA++ )
Prozessor:Intel Core i7 3610QM / 2.3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 660M
Festplatte750 GBRAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:3 Std.Gewicht:3.8 kg
B x H x T:38.4 cm x 2.0 - 5.0 cm x 29.8 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Alle ASUS ROG Notebooks kommen mit dem „kleinsten“ mobilen Quad-Core der Ivy Bridge Generation Intel Core i7-3610QM und mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Der Prozessor bietet einen Basistakt von 2,3 GHz und kann diesen für höhere Belastungen dynamisch auf bis zu 3,3 GHz steigern. Werden alle vier Kerne belastet, liegt der maximale Turbotakt bei 3,1 GHz und dank der potenten Kühllösung sowie der gegenüber den Sandy Bridge Vorgängern geringeren Abwärme, hält die CPU den hohen Takt auch durch ohne irgendwann aufgrund zu hoher Temperaturen die Leistung drosseln zu müssen. Der allen Anforderungen gewachsene Prozessor bekommt eine Nvidia Geforce GTX 660M Grafikkarte zur Seite gestellt. Ist letztere nicht die stärkste der aktuellen Nvidia 600M Produktfamilie, so ist sie doch die stärkste Grafikkarte mit der neuen „Kepler“ getauften Architektur und bringt durch die neue Generation gegenüber den Fermi-Chips einige Vorteile mit. Nvidia hat die Effizienz der Grafikchips nach eigener Aussage verdoppeln können, das heißt doppelt so viel Leistung pro Watt Verbrauch. Von der Performance her fehlen rund 20 Prozent bis zur nächststärkeren Karte Geforce GTX 670M. Die Nvidia Geforce GTX 560M, auch mit Fermi-Architektur, ist circa 10 Prozent langsamer. Die höhere Effizienz der neuen Grafikchipgeneration Kepler erlaubt nun auch mobilere Performance. Alle stärkeren Fermi-Chips senken ihren Takt drastisch, sobald das Notebook ohne Netzstecker betrieben wird. Die Nvidia Geforce GTX 660M im ASUS G55VW-S1073V hält ihren Turbotakt von 950 MHz auch im Akkumodus, der geringere Stromhunger ermöglicht also auch eine Stunde Batman: Arkham City oder Battlefield 3 mit sehr hohen Einstellungen fernab der Steckdose. Grob überschlagen braucht die Grafikkarte nur noch 40 Watt für annähernd die Leistung, welche ein Nvidia Geforce GTX 570M mit mehr als doppeltem Energieverbrauch liefert.

Auch hinsichtlich der Oberflächentemperaturen machen sich die sparsamen Komponenten bemerkbar. Das Mittel der Temperaturen liegt bei 32,1 Grad Celsius zwar relativ hoch, die Kühllösung schafft es aber, kritische Bereiche wie die Handballenauflage bei sehr guten 26 Grad Celsius zu halten. Auf dem Schoß sollten sie mit dem ASUS G55V-S1073V jedoch keine längeren Sessions veranstalten, die Unterseite erreicht in Nähe der zwei Lüftungschlitze 45 Grad Celsius. Bei voller Belastung hält der 74Wh Akku etwas mehr als eine Stunde, die maximale Akkulaufzeit ermittelten wir bei 3 Stunden und 49 Minuten. In der Praxis ist mit zweieinhalb Stunden Laufzeit zu rechnen. Auch bei diesem Vertreter der relativ jungen Ivy Bridge Prozessoren ist uns ein LFM (Low frequency mode) Takt von 1,2 GHz aufgefallen. Die Sandy Bridge Vorgänger konnten ihre Taktfrequenz im Leerlauf auf 800 MHz senken. Sollte ein kommendes BIOS-Update die zusätzlichen 400 MHz einsparen, könnte im Leerlauf noch sparsamer mit der Batterie umgegangen werden. Spielfilme, von denen auf der großzügigen 750 GB Festplatte jede Menge Platz finden dürften, hält das ASUS G55VW-S1073V auch so locker durch. Konkurrenzprodukte wie das MSI GT70 können sich durch die Nvidia Optimus Technologie und die damit einkehrende Umschaltfunktion auf die Intel HD Graphics 4000 einen Vorteil in Sachen Akkulaufzeit und Energieverbrauch verschaffen. Das uns vorliegende Testmodell von ASUS liefert dieses Feature nicht.

Das G55VW beherbergt ein hervorragendes mattes FullHD-Display. Trotz der hohen Pixeldichte im 15,6 Zoll Panel mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel messen wir eine sehr gute durchschnittliche Leuchtdichte von 352 Candela pro Quadratmeter. Damit eignet sich der Bildschirm auch für den Einsatz im Freien. Gamer und Multimediafans dürfen sich zudem über das gute Kontrastverhältnis von 550:1 freuen. Leider können das 2.1 Lautsprechersystem und im Besonderen der integrierte Subwoofer nicht überzeugen. Die maximale Lautstärke ist recht ordentlich, aber auch bei niedrig eingestelltem Pegel noch sehr laut. Vergeblich probierten wir mittels Effekten und Einstellungen im Via HD Audio Deck den knarzigen Sound loszuwerden. Die Lautsprecher an sich mögen zu passabler Wiedergabe fähig sein, die dafür nötige Software muss jedoch nachgeliefert werden. Vorbildlich wiederum präsentiert sich die Kühllösung, der Leerlaufpegel von 32 dB(A) kann sehr lange gehalten werden. Auch fordernde Spiele bringen die Lüfter selten über 38 Dezibel (A) und maximal pusten beide mit immer noch sehr guten 43 dB(A). Das lauteste Geräusch macht unser Leisetreter mit 45 dB(A) beim Einlesen eines Blu-ray Mediums.

Update: Wenige Tage nach der Veröffentlichung unseres Testberichts lieferte uns ASUS ein Update für den Soundtreiber, der die Klangoptimierung der integrierten Lautsprecher leicht verbesserte. Somit stieg die Note von 4.0 auf 3.0 und die Gesamtwertung somit auf 1.5 "Sehr gut".

Zusammenfassung

Das 15,6 Zoll ROG G55VW-S1073V Gaming Notebook von ASUS sammelt mit seinem stylischen Stealth Design, dem potenten Vierkern-Prozessor, der effizienten und schnellen Nvidia Geforce GTX 660M und dem hellen FullHD-Display ordentlich Punkte. Diese gute Basisausstattung wird garniert mit einem gutem Anschlussportfolio, dem umfangreichen Softwarepaket und Gamer-gerechten Eingabegeräten inklusive beleuchteter Tastatur. Als i-Tüpfelchen erhält der Gamer mit dem ASUS G55VW ein besonders leises Notebook. Sollte ASUS den knarzigen Sound via Softwareupdate ausmerzen können, so kann bei einem Preis um die 1.400 Euro getrost zugegriffen werden. Den Gedanken an die durchaus attraktive Nvidia Optimus Technologie zum Wechseln der Grafikeinheit und einer somit deutlich besseren Akkulaufzeit im Office-Betrieb sollte ASUS nicht beiseiteschieben.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0616063 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112536 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage12313 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72852 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage9981 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02217 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)103 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)100 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read17795 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write26399 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz34.6 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read90.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22313 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5601 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)21084 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6330 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4427 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)17365 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4463 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung42 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 7 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal3 Std. 49 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 28 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

91 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,091 kWh x 24,00 Cent = 47,83 EUR

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