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Bilder zum Test: ASUS Eee PC 1225B-BLK033M - Echte Ultrabook Alternative

Nicht jeder kann und will sich für extra mobiles Computing ein Ultrabook leisten, derartige Prestigelinge sind meist erst ab 700 Euro aufwärts zu haben. Der Asus Eee PC 1225B 12-Zoller bietet im Grunde eine ähnliche Leistungspalette für weit weniger finanziellen Einsatz. Natürlich ist bei einem Straßenpreis etwas über 400 Euro keine SSD verbaut, die AMD E-450 APU zögert hier und da mal ein paar Millisekunden länger als Intels ULV Pendants und in Punkto Bauhöhe wirkt der EeePC leicht speckiger. Grundsätzlich aber ist er äußerst mobil mit seinen 1,4 Kilogramm Gewicht, bewältigt die Verarbeitung von Dokumenten und surft im Internet – wer ein wenig kompromissbereiter ist und für Bootvorgänge auch mal 10 Sekunden mehr Zeit hat, sollte sich den EeePC genauer anschauen.

Das komplett schwarze Gerät sieht nämlich sehr elegant aus, leider ist diese tadellose Optik für den Displaydeckel mit seiner Klavierlackbeschichtung sehr vergänglich. Wenige Berührungen hinterlassen schon Fingerabdrücke und Schlieren. Innenraum und Displayrahmen sind mattiert, dementsprechend wehrhafter und imitieren den Look gebeizten Aluminiums. Rund um das Trackpad und an den Gehäuseseiten finden sich schicke Chromelemente. Die Verarbeitung des Kunststoffgehäuses ist sehr gut, die Spaltmaße sind gleichmäßig und Display sowie Basiseinheit solide. Der Akku hat keinerlei Spiel und die Scharniere sind robust. Wir erleben ein wenig nachwippen, gerade bei einem spiegelndem Display stören die Bewegungen der Reflexionen. Auf dem Tisch im Hörsaal, dem Café oder zuhause fühlt sich der EeePC immer noch am wohlsten.

Angesichts der geringen Maße des Eee PC 1225B bietet die Chiclet-Tastatur erstaunlich hohen Schreibkomfort. Das bis an den Gehäuserand reichende Tastaturbett federt nicht nach so dass die griffigen Tasten die Vorteile ihres kurzen Hubs und des knackigen Druckpunktes voll ausspielen können. Auch das Multitouchpad kann mit guten Gleiteigenschaften und prompter Erkennung überzeugen. Die Mausersatztasten sind unauffällig, treten jedoch durch eine Gummierung haptisch hervor. Die dazugehörige Synaptics Software liefert nicht nur umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten sondern erklärt die Mehrfingergesten sehr anschaulich.

In punkto Anschlussausstattung kann sich so manches Ultrabook eine Scheibe vom Eee PC 1225B abschneiden. Der 12-Zoller bringt drei USB Ports mit, zwei davon mit Unterstützung für den schnelleren USB 3.0 Standard. Zudem finden wir einen VGA- und einen HDMI-Ausgang für externe Bildschirme. Der LAN-Anschluss bietet zwar nur Fast-Ethernet (10/100 Mbit/s), dafür sind sämtliche Anschlüsse in vollwertiger Version vorhanden. Miniaturausgaben benötigen ja meist ein zusätzliches Adapterkabel und fehlende LAN-Ports erfordern den Verzicht auf einen USB-Port. Für Kopfhörer und Mikrofone stehen Audiobuchsen bereit. Drahtlos kommuniziert der EeePC 1225B über WLAN b/g/n und Bluetooth 3.0 + HS. Eine 0,3 Megapixel Webkamera rundet das Paket ab.

Erfreulicherweise ist ein Windows 7 Home Premium 64Bit Betriebssystem installiert welches ohne die Beschränkungen (1GB Arbeitsspeicher, 10 Zoll Bildschirm) der Windows 7 Starter Version kommt. Zusätzlich findet sich ein Dockingpanel mit den grundlegenden Einstellungsmöglichkeiten für das Subnotebook.

Technische Daten

Display:11,6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:AMD E-Series E-450 / 1.66 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6320
Festplatte320 GBRAM:4 GB
Laufwerk:externPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 32-Bit-Edition, Express Gate
Akkulaufzeit:8 Std.Gewicht:1.45 kg
B x H x T:29.6 cm x 3.8 cm x 20.3 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

In unserem Eee PC 1225B Testgerät werkelt eine AMD E-450 APU unterstützt von 4 GB Arbeitsspeicher und einer integrierten Radeon HD 6320M Grafikkarte. Im Vergleich mit stromsparenden Ivy Bridge Prozessoren in den Intel Ultrabooks hat die AMD E-450 APU trotz 1,65 GHz Takt der zwei Kerne hinsichtlich der Prozessorleistung das Nachsehen. Ein Multimedia-Notebook mit Intel Core i7-3610QM bietet für Komprimierungen oder Videokonvertierungen die 10fache Leistung. Eine ULV-CPU mit einer ähnlichen Verlustleistung von 17 Watt (18 Watt bei E-450) rendert unseren Testtrailer immer noch dreimal schneller. Die integrierte AMD Radeon HD Grafikkarte erreicht auch nur die halbe 3D-Performance einer Intel HD Graphics 4000 in den Ultrabooks. Aber, und das ist ein großes Aber: Prinzipiell lässt sich mit dem EeePC flüssig arbeiten. Wir booten, surfen, schreiben und skypen ohne Probleme und wenn nicht gerade ein ultraflottes Ivy Bridge Notebook daneben steht, bemerkt man bei dem Aufgabengebiet eines Subnotebooks keinen allzu gravierenden Unterschied. Auf den parallelen Betrieb vieler Prozesse sollte allerdings verzichtet werden. Bei den meisten modernen PC-Spielen muss die Detailstufe soweit es geht heruntergefahren werden, um ein flüssiges Spielerlebnis zu bekommen. Ältere Titel wie Starcraft 2 bereiten weniger Probleme und laufen auch mit mittlerer Stufe. In unserem Testgerät wurde eine Festplatte mit 320 GB Kapazität verbaut, das ExpressGate Betriebssystem ist dem normalen Windows Boot nicht unbedingt vorzuziehen und läuft etwas ruckelig. Die Platte gehört mit 81 MB/s Lese- und 79 MB/s nicht zu den schnellsten ihrer Zunft.

Das 11,6 Zoll große Glare-Type Display bietet mit 1.366 x 768 Pixel zwar eine feine Auflösung für den Formfaktor, kratzt mit der spiegelnden Beschichtung allerdings etwas am mobilen Image des Subnotebooks. Bei der durchschnittlichen Leuchtdichte von knapp 200 Candela pro Quadratmeter müssen allzu helle Außenareale gemieden werden. Die Blickwinkelstabilität ist äußerst gering, auch das maximale Kontrastverhältnis von mageren 158:1 macht den EeePC nicht zum Entertainer. Der Sound ist dem Formfaktor entsprechend ähnlich dürre und höhenlastig, muss sich gegenüber den meisten Subnotebooks allerdings auch nicht verstecken. Für gelegentliche Youtubesessions bringt der Eee PC alles mit.

Dank einem Idle-Verbrauch von 9 Watt erreicht der Eee PC 1225B eine beeindruckende maximale Akkulaufzeit von 7 Stunden und 19 Minuten. Auch unter voller Auslastung (33 Watt) hält die Batterie immer noch starke 3 Stunden und 20 Minuten. Im Alltag pendelt der Stromverbrauch zwischen 21 Watt beim Surfen und 25 Watt für 3D-Anwendungen oder die HD-Medienwiedergabe so dass mit einer durchschnittlichen Akkulaufzeit von 5 Stunden und mehr gerechnet werden kann. Unter gängigen Bedingungen bleibt die Kühllösung bei unter 30 Dezibel (A) und somit unhörbar. Unter Volllast erreicht der Lüfter bis zu 38 Dezibel (A) – immer noch ein sehr guter Wert. Die Oberflächentemperatur liegt im Schnitt bei unter 30 Grad Celsius, auch die wärmste Stelle erreicht unter Volllast kaum mehr als 36 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Der elegante und handliche Asus Eee PC 1225B kann uns überzeugen. Das spiegelnde Display ist etwas schwach, die Hardware schwächelt auch aber der Gesamteindruck zählt. Ein ausdauernder Akku, die anwendungsgerechte Performance und gute Eingabegeräte machen das Subnotebook zur preiswerten Ultrabook-Alternative. Das System reagiert immer etwas behäbiger aber erledigt grundlegende Aufgaben wie Textverarbeitung, Internet und Email oder Medienwiedergabe zu unserer Zufriedenheit. Wer häufig unterwegs ist und nicht das ganz große Geld für seinen digitalen Begleiter ausgeben möchte, kann beherzt zugreifen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark062562 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11329 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage822 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark7943 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage1551 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0459.9 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)81.0 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)79.0 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read3162 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write3699 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz87.6 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read65.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen4961 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1044 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)1808 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)1785 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1044 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)1959 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)1815 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung600 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 19 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 19 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 20 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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