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Bilder zum Test: ASUS Eee PC 1025C-WHI050S - Atom-Höchstleistung mit Liebe zum Detail

Auch wenn das Seashell-Design der Eee PC Serie sehr ansprechend war, sind wir froh, dass es langsam ausgedient hat. Mit dem Eee PC 1025C hat sich ASUS der Gestaltung moderner Subnote- und Ultrabooks angenähert. Die Bauhöhe von Deckel und Chassis wurde verringert, auch optisch mitglänzenden Chromleisten an den Seiten. Die Oberseite strahlt und blinkt durch den Überzug mit weißem Klavierlack, Verschmutzungen und Fingerabdrücke haften darauf, sind aber weniger präsent als auf schwarzen Oberflächen. Die Gehäuseunterseite zeigt eine geriffelte Oberfläche, der mattierte 6-Zellen Akku (56 Wh) ragt unten über das Gehäuse hinaus und besitzt Standfüße für mehr Haftung im mobilen Einsatz. Das Gehäuse misst an dieser Stelle mit Akku rund 3,4 Zentimeter und ist zur Front hin auf zwei Zentimeter abschüssig – die schräg stehende Tastatur erhöht die Ergonomie für Schreibarbeiten und der Akkusims dient als Griff, um das Netbook zu tragen. Derart durchdachtes Design findet sich auch im Innenraum. Sämtliche Oberflächen, Tastatur und Displayrahmen eingeschlossen sind matt oder angeraut, was das Netbook enorm aufwertet. Die Chiclet-Tastatur nutzt nahezu die gesamt Breite des Chassis und die Handballenauflage ist mehr Alibi als tatsächlich nutzbar. Für Schreibarbeiten ruht der Großteil der Handballen auf der Unterlage und lehnt sich nur an das Netbook an. Die Verarbeitung ist sehr gut, unter den Netbooks spielt der ASUS Eee PC 1025C in der Premium-Klasse. Das Kunststoffchassis ist stabil mit geringen Spaltmaßen, der dünne Displaydeckel gibt Verwindungen kaum nach. Der Akku hat wenig Spiel und die Displayscharniere sind trotz ihrer geringen Abmessung sehr robust und kraftvoll im Widerstand – auch wenn man den Aufklappwinkel ein wenig überstrapaziert.

Auch die Eingabegeräte machen für die Preisklasse und den Formfaktor einen verhältnismäßig sehr guten Eindruck. Wir raten natürlich dringend davon ab, ein Netbook für das Schreiben von Romanen zu nutzen. Dafür sind diese Geräte schlicht zu klein und Tippfehler zu häufig. Wer oft mobil online ist, die Kernkompetenzen des Netbooks wie das Surfen im Internet, Abrufen von Emails, twittern oder auch Abspielen von YouTube Clips ausnutzt, dem kommen ein knackiger Druckpunkt und sehr kurzer Hub der Tasten entgegen. Die leicht angerauten Tasten bieten einen guten Abstand zueinander und tolle Haptik. Die Zweitfunktionen (FN) sind dezent blau gekennzeichnet. Das Multitouchpad grenzt sich haptisch durch Einlassung ab und reagiert prompt auf alle Gesten. Praktisch: Wir können beinah die gesamte Touchpadfläche nutzen und die Erkennung funktioniert nach oben hin fast bis zur Leertaste. Auch die verchromte Tastenwippe des Mausersatzes erfüllt ihren Zweck tadellos.

Hinsichtlich der Anschlüsse packt ASUS alle notwendigen Schnittstellen eines Allround-Notebooks in den 10,1-Zoll Winzling. Neben drei USB 2.0 Ports finden sich ein VGA- sowie ein HDMI-Ausgang. Letztere können für die Verbindung von externen Monitoren, Fernsehern oder Beamern genutzt werden. Die Audiobuchse ist ein kombinierter Anschluss für Kopfhörer oder Mikrofon und der Multi-Kartenleser versteht SD-, SDHC- und MMC-Formate. Drahtlos kommuniziert der Eee PC 1025C über WLAN 802.11 b/g/n und das kabelgebundene Netzwerk hat eine maximale Geschwindigkeit von 100 Mbit/s.

ASUS spendiert seinem Eee PC 1025C gleich zwei Betriebssysteme, neben dem Netbook-typischen Microsoft Windows 7 Starter (32-Bit) ist auch die ASUS Express Gate Software installiert, welche schnellen Zugriff auf Firefox, Skype, Media Player oder andere Chatprogrammen ermöglicht. Mittels einer Anwendung lässt sich die Express Gate Cloud für den Bootvorgang auswählen und in dem leicht vereinfachten Betriebssystem die grundlegenden Anwendungen starten. Die Oberfläche holpert ein wenig. Wir hoffen, dass ASUS die leicht ruckelnde Darstellung der Animationen mit Treiberupdates noch flüssiger gestalten kann. Für umfangreicheres Computing sollten Sie sowieso Windows 7 nutzen.

Technische Daten

Display:10.1"Auflösung:1024 x 600 ( WSVGA )
Prozessor:Intel Atom N2800 / 1.86 GHzGrafikkarte:Intel GMA 3650
Festplatte320 GBRAM:1 GB
Laufwerk:optional - externPlattform:Microsoft Windows 7 Starter Edition, Express Gate
Akkulaufzeit:12 Std.Gewicht:1.25 kg
B x H x T:26.2 cm x 2.07 - 3.44 cm x 17.8 cmFarbe:weiß glänzend

Auf dem Prüfstand

Der Intel Atom N2800 Dual-Core Prozessor kann mit 1,86 GHz bis zu vier parallele Threads verarbeiten und steigert die Anwendungsleistung gegenüber seinem Vorgänger, dem Intel Atom N570. Vor allem die Grafikleistung profitiert vom Intel Cedar Trail Update und wurde verdreifacht – die HD-Videowiedergabe auf einem per HDMI angebundenem Flachbildfernseher ist somit kein Problem mehr. Gegen die direkte Konkurrenz von AMD Brazos Prozessoren der C- oder E-Serie kann die Grafikeinheit jedoch nicht bestehen – Spiele sind für die Intel Atoms immer noch tabu. Der Konkurrent AMD C-60 hat zwar eine höhere Verlustleistung von 9 Watt entgegen den 6,5 Watt der Intel CPU – der C-60 Chip übernimmt jedoch auch ein paar Aufgaben des Chipsatzes und bietet mit der Radeon HD 6290 deutlich mehr Grafikpower als die Intel GMA HD 3650. Die Intel Ausstattung ist nicht zum Spielen gedacht und geht sehr sparsam mit Energie um. Auf dem Mainboard ist ein Gigabyte Arbeitsspeicher fest verlötet und bekräftigt die Beschränkung für Einsatzgebiet auf grundlegende PC-Funktionen wie das Surfen im Internet oder Erstellen von Dokumenten. Von der angepriesenen 320 GB Festplatte sind wegen des zweiten Betriebssystems etwas mehr als 280 GB nutzbar. Die Lese- und Schreibraten bewegen sich mit 75 MB/s beziehungsweise 45 MB/s unter den Geschwindigkeiten von Standardnotebooks.

Mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von 230 Candela pro Quadratmeter besteht das 10,1 Zoll Display dank mattem Finish auch in Außenarealen. Die für den Formfaktor typische Auflösung von 1024 x 600 Pixel bietet ausreichend Arbeitsraum. Wem Symbole oder Text zu klein sind, der kann die Schriftgrößen auch anpassen. Die Blickwinkelstabilität ist in der Vertikalen erwartungsgemäß etwas geringer, im Vergleich lässt das Display aber in beide Richtungen viel Bewegungsfreiheit (45 Grad), ohne dass Farbinvertierungen oder Helligkeitsverluste auftreten. Der Klang der Stereo Lautsprecher ist recht ausgewogen für ein Netbook, welches schnell zu höhenlastig ertönt. Auch die maximale Lautstärke ist akzeptabel.

Die schlechte Gaming-Performance bringt auch Vorteile: Mit maximal 11 Stunden und knapp 8 Stunden in der Praxis zeigt sich der 6-Zellen Akku extrem langlebig und liegt mehr als 3 Stunden über dem Durchschnitt der Geräteklasse. Gegenüber AMDs Brazos Plattform kann die Laufzeit fast verdoppelt werden. Selbst unter Volllast liegt der Verbrauch unter 18 Watt, im Leerlauf bei gerade einmal 8,7 Watt und in der Praxis zwischen 13 und 14 Watt. Hinsichtlich der Emissionen zahlt sich diese Sparsamkeit aus, die Lüfter bleiben im praktischen Betrieb unter 30 Dezibel (A) und damit fast unhörbar. In Lüfternähe kann es jedoch etwas wärmer werden, unter Last sind 44 Grad Celsius an dieser Stelle ein unangenehmer „Hotspot“ auf dem Schoß. Ansonsten bleibt die Wärmeabgabe im Durchschnitt bei 30 Grad Celsius und damit akzeptabel.

Zusammenfassung

Der ASUS Eee PC 1025C überzeugt mit seinem schicken Design, einer extrem langen Akkulaufzeit und der flüssigen Bewältigung seiner Hauptaufgaben wie das Surfen im Internet, Abrufen von Emails und der Textverarbeitung. Derart handliche Notebooks hatten bis vor kurzem noch ab mehr als zwei Tabs im Browser zu kämpfen oder hielten bei besserer Leistung nur 4 Stunden abseits der Steckdose aus. ASUS präsentiert uns einen zielstrebigen Kompromiss mit Fokus auf Mobilität und Ausdauer für ein Drittel des Ultrabookpreises. Wer auf Spiele verzichten kann und einen handlichen Begleiter sucht, darf zugreifen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark06543 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMark71775 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage786 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0362.5 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)75.5 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)49.1 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read4755 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write1660 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz80.8 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read60.3 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen5634 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)641 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)1844 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)1162 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung380 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast4 Std. 27 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal11 Std. 7 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis7 Std. 47 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

13 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,013 kWh x 24,00 Cent = 6,83 EUR

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