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  3. Test Apple MacBook Air 11" Core i5 1.6 GHz 128GB (Mid 2011) - Apfel-Winzling nun mit mehr Power

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Bilder zum Test: Apple MacBook Air 11" Core i5 1.6 GHz 128GB (Mid 2011) - Apfel-Winzling nun mit mehr Power

Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis Apple den inneren Neuanstrich der Macbook Air Serie vollzogen hat. Im Zuge der Mac OS X 10.7 Lion Veröffentlichung kommen nun – statt den eingestaubten Core 2 Duo Prozessoren – aktuelle Intel Core i5 CPUs zum Einsatz.

Ab 949 Euro kann das kleine Macbook Air konfiguriert werden. Die bekannt gute Verarbeitungsqualität des Unibody-Gehäuses inklusive. Im Gegensatz zum Display ist das komplette Gehäuse in mattem Aluminium gehalten. Das beleuchtete Apple-Logo auf der Rückseite ist hier nur eine kleine Ausnahme. Die Bauweise des 11,6-Zollers ist keilförmig aber durchweg flach. Daher ist der Einbau herkömmlicher Komponenten – wie z.B. 2,5-Zoll Festplatten nicht möglich. Die verbauten SSD-Riegel können nur mit technischem Geschick gewechselt werden.

Als Alleinstellungsmerkmal gelten die Eingaben des Macbook Air. Die beleuchtete Chicklet-Tastatur ist ausreichend groß und bietet ein fantastisches Feedback. Gleiches gilt für das groß dimensionierte Glas-Touchpad, welches vor allem mit vielen Multitouch-Möglichkeiten glänzen kann. Macbook-Nutzer sind wohl eine der wenigen Gattungen, die komplett auf externe Eingabe-Peripherie verzichten können.

Spartanisch, wie man es von Apple gewohnt ist, finden wir nur zwei USB 2.0 Schnittstellen und einen Sound Ein- und Ausgang am Gerät. Das Highlight stellt der neue Thunderbolt-Anschluss dar. Dieser konkurriert mit schnellen Alternativen wie USB 3.0 und eSATA. Zukünftig werden auch Hubs, externe Festplatten und Bildschirme durch diese Schnittstelle mit dem Notebook verbunden. Einziger Vertreter im Apple Store ist bisher das hauseigene Thunderbolt-Display, welches die alten 27-Zoll Cinema-LCDs ersetzt. Großer Vorteil: Dieses liefert gleich den fehlenden Gigabit LAN-Anschluss und zusätzliche USB- und Firewire-Ports mit. Kostenpunkt: 1.000 Euro. Solch eine Hub-Funktionalität ist beim Macbook Air auch wichtig, da sich alle Anschlüsse im hinteren Bereich des Notebooks befinden. Größere Module wie UMTS- und DVB-T Sticks blockieren hier schnell umliegende Schnittstellen.

Apple richtet das Macbook Air jedoch auf den kabellosen Betrieb aus. Daher auch die Integration von WLAN 802.11n und Bluetooth 4.0. Die Cupertiner verbauten letzteres als erster Hersteller weltweit. Neben einer erhöhten Reichweite für Bluetooth-Geräte wird trotz einer maximalen Übertragungsrate von 25 MBit/s mehr Strom gespart als beim Vorgänger in der Version 3.0.

Ausgeliefert wird das Apple Macbook Air 11,6-Zoll mit vorinstalliertem Mac OS X 10.7 Lion und einem überschaubaren Zubehör-Paket. Neben dem Netzteil liegt nur noch der Recovery-Stick zur Neuinstallation des Betriebssystems bei. Andere Hersteller bieten in diesem Preissegment sogar Erweiterungen für das terrestrische Fernsehen oder die Internetverbindung über das Mobilfunknetz (UMTS / 3G). Apple hat es trotz stark mobiler Ausrichtung noch nicht einmal geschafft ein internes UMTS-Modul mit passendem SIM-Karten Slot zu verbauen. Das schafft sogar Lenovo mit dem ThinkPad X1.

Technische Daten

Display:11.6"Auflösung:1366 x 768 ( WXGA )
Prozessor:Intel Core i5 2467M / 1.6 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte128 GB FlashRAM:4 GB
Laufwerk:optional - externPlattform:Mac OS X 10.7 Lion
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:1.08 kg
B x H x T:30 cm x 0.3 - 1.7 cm x 19.2 cmFarbe:silbernes Präzisions-Unibody-Aluminiumgehäuse

Auf dem Prüfstand

Die flache Bauweise ermöglicht nur eine stromsparende Intel-Herrschaft in Form von ULV-Prozessoren. Diese verwenden eine geringere Spannung und sind so als abgespeckte Version der großen 35 Watt Brüder anzusehen. Apple bietet die Wahl zwischen einem Intel Core i5-2467M (1,6 – 2,3 GHz) und dem Intel Core i7-2677M (1,8 – 2,9 GHz). Beide kommen mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 17 Watt aus. Als Grafikeinheit kommt die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 3000 zum Einsatz.

Technologie wie Hyper Threading und Turbo Boost werden den stromsparenden Dual-Core Prozessoren jedoch nicht vorenthalten. Die Aufgabenverteilung auf mehrere Datenstränge und die dynamische Anpassung der Taktfrequenz zeigen enorme Vorteile gegenüber der alten Core 2 Duo Hardware. Die synthetischen Benchmark-Tests von Cinebench R10 unterstreichen diesen Faktor.

Das System läuft deutlich schnell. Das ist auch dem SSD-Speicher zu verdanken. Mit einer deutlich besseren Zugriffs-, Lese- und Schreibgeschwindigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten (HDD) sind die Solid State Drives derzeit groß im Rennen. Einzig und allein der Preis schreckt viele Interessenten vor dem Aufrüsten ihres Notebookspeichers ab.

Trotz Intel Core Technik und SSD-Lösung ist das aktuelle Apple Macbook Air 11,6-Zoll nur für den Office-Bereich zu gebrauchen. Wer mehr als die Textverarbeitung und das Surfen im Internet anstrebt, der sollte zum großen Bruder der Macbook Pro Serie greifen. Dieser liefert deutlich mehr Leistung und kann auch für Multimedia-Einsätze (Foto- und Videobearbeitung) zu Rate gezogen werden.

Und da der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, übernimmt unser Testgerät die gleichen Vor- und Nachteile der stärkeren Pro-Geräte. Das Display ist mit einer durchschnittlichen Leuchtstärke von 304 Candela pro Quadratmeter gut aufgestellt. An sonnigen Plätzen fällt es trotzdem schwer den Inhalt störungsfrei abzulesen. Schuld ist die fehlende Entspiegelung des Bildschirms.

Die Akkulaufzeit hingegen schreit gerade danach das Subnotebook auch bei längeren Einsätzen nicht an einer Steckdose zu lagern. In der Praxis können mindestens vier Stunden ohne Ladung erreicht werden. Der stromsparenden Hardware und einem Energieverbrauch von durchschnittlich 12,5 Watt sei Dank. Wer dem Macbook Air jedoch die Sporen gibt und Flash-Seiten wie YouTube bereits als Startseite deklariert hat, der wird mit einer hohen Lautstärken- und Wärmeentwicklung rechnen. Unser Laborequipment wies Werte von bis zu 40 Dezibel (A) und 40 Grad Celsius auf.

Zusammenfassung

Die Neuerungen des Apple Macbook Air 11,6-Zoll halten sich in Grenzen. Neben dem Thunderbolt-Anschluss und dem Update auf Intel Core i5 / i7 Prozessoren hat sich in einem halben Jahr nichts verändert. Die Qualität des Gehäuses und der Eingaben sind ausgezeichnet. Abstriche müssen weiterhin im Bereich der Emissionen gemacht werden. Als Highlights gehen die vergleichsweise lange Akkulaufzeit und das kontraststarke Display hervor. Wer seinen Geldbeutel weit genug aufmachen kann, der wird sich über ein flaches, leichtes und stylisches 11,6-Zoll Subnotebook freuen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse4,0 (Ausreichend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Cinebench R10 32 Bit (Single)3946 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8163 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6445 Pkt.Max. 9005 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 20 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 54 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 7 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

13 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,013 kWh x 24,00 Cent = 6,83 EUR

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