1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Acer Chromebook C720P-29552G01aww Weiß - Günstiges Einsteiger-Notebook mit Chrome OS

Test Acer Chromebook C720P-29552G01aww Weiß - Günstiges Einsteiger-Notebook mit Chrome OS

Der neue Trend heißt Chromebook und genau solch ein Modell haben wir von Acer mit dem C720P genauer unter die Lupe genommen. Schüler und Studenten benötigen Notebooks häufig nur für die Recherche im Internet, zum Anfertigen von Dokumenten und Präsentationen und anderen eher einfachen Aufgaben. Teure Ultrabooks bieten hier häufig viel mehr als für den einen oder anderen eigentlich notwendig wäre. Früher haben Netbooks diese Lücke geschlossen, diese sind aber inzwischen wieder nahezu vollständig vom Markt verschwunden.

Einleitung: Das Internet, dein Freund

Im Praxischeck: Das Acer Chromebook C720P mit Touchscreen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Fotogalerie (8)
Google Chrome OS: Chromebooks wie das Acer C720P sind mit dem Browser OS von Google ausgestattet und sind für die Nutzung meistens auf eine aktive Internetverbindung angewiesen.

Der größte Freund des Chromebook-Nutzers wird das Internet werden, denn ohne einen Zugang zum Netz lässt sich die preiswerte Alternative zum Notebook nur mit extremen Einschränkungen nutzen. Was der Name bereits andeutet, ein Chromebook läuft auf Chrome OS. Sprich der Google Chrome Browser ist das Herzstück des Betriebssystems dieser Notebook-Klasse. Programme werden als Web App ausgeführt und aus dem Chromestore heruntergeladen. Auch für den Datenaustausch und die Auslagerung von Dateien setzen Chromebooks auf das Internet bzw. die Cloud. Der Speicherplatz selbst ist entsprechend knapp bemessen, so auch beim Acer Chromebook C720P, welches eine 16 GB kleine SSD beherbergt.

Der niedrige Preis und die Verfügbarkeit von wichtigen Tools und Programmen für den Alltag sollen aber zusammen mit der langen Akkulaufzeit dafür sorgen, dass ein Chromebook besonders für Studenten eine echte Alternative darstellt. Ob dies tatsächlich der Fall ist, klärt unser Test des Acer Chromebook (C720P) mit Touchscreen für 299 Euro.

Gehäuse: Heller Kunststoff und gewöhnungsbedürftige Tastatur

Im Preisbereich bis 300 Euro kann man bei der Verarbeitung keine Wunder erwarten. Entsprechend präsentiert sich das Acer C720P in einem schlichten, matten Weiß ohne besondere Auffälligkeiten. Das Acer und Chrome Logo befinden sich beide auf der Gehäuseoberseite und sorgen für kleinere Akzente auf dem Gehäusedeckel. Links findet sich der Stromanschluss, ein Port für ein HDMI- und einer für ein USB-Kabel, sowie ein 3,5mm Klinkenstecker. Die rechte Seite bietet Platz für eine SD-Karte, ein weiteres Peripherie-Gerät via USB und ein Kensington-Schloss. Von den beiden USB-Slots ist allerdings nur einer USB 3.0 fähig. Positiv ist aber in jedem Fall, dass nicht etwa auf MicroHDMI oder sonstige Varianten zurückgegriffen wird. Somit lässt sich das Chromebook bei Bedarf auch schnell und unkompliziert an einen TV oder Monitor anschließen, ohne auf Adapter zurückgreifen zu müssen.

Im Praxischeck: Das Acer Chromebook C720P mit Touchscreen.Im Praxischeck: Das Acer Chromebook C720P mit Touchscreen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Klapprig: Die Tastatur vermittelt kein gutes Gefühl beim Schreiben.

Die Funktionstasten des Keyboards ermöglichen einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf Displayhelligkeit, Lautstärkereglung und auch das direkte Stummschalten ist mit einem Druck möglich. Das Tippgefühl ist allerdings weniger überzeugend, klappern die Tasten doch lautstark. Wer gerne viel und schnell tippt, der wird das laute klackernde Schreibgefühl nicht gerade als angenehm wahrnehmen. Das Touchpad ist ebenso laut, funktioniert aber ansonsten gut und unterstützt auch die Eingabe mit mehreren Fingern für Gesten. Mit einem Gewicht von 1,35 Kilo zählt das Acer Chromebook C720P zu den leichteren Notebooks mit 11,6 Zoll Bildschirm.

Ausstattung: Die Alternativen von Google bei der Softwarewahl

Wer sich ein Chromebook zulegt, der muss damit leben, dass seine Dateien und Daten beständig mit Google in Verbindung kommen. Schließlich ist das gesamte System auf Chrome als Browser und dessen Webapplikationen ausgelegt. Wer gerne Microsoft Office, Skype und Photoshop einsetzen möchte, der wird mit dem Chromebook also nicht glücklich werden. Stattdessen muss man auf Alternativen wie Google Hangout, Google Docs und Co. zurückgreifen. Das klappt zwar in den meisten Fällen, aber nicht jeder möchte beim Messenger oder der Dokumentenbearbeitung diverse Einschränkungen hinnehmen. Da das Chromebook auch nur über eine 16 GB SSD verfügt, heißt das auch, dass man auf seine Daten nur via externe Speichergeräte oder Cloud zugreifen kann. Denn Filme, Serien, größere Dateien für Präsentationen und Co. würden nicht auf der verbauten SSD Platz finden. Acer stellt hierfür 100 GB Cloud-Speicher bei Google Drive 2 Jahre kostenlos zur Verfügung. Die meisten Applikationen laufen ohnehin nur, wenn man auch Zugang zum Internet hat. Nur wenige Apps lassen sich auch Offline nutzen. Wer sich ein Chromebook zulegt, der muss also auch sicherstellen, dass er möglichst immer Zugang zu einem Hotspot hat oder eben sein Smartphone als einen solchen einrichten und nutzen kann. Die Bearbeitung von Word-Dokumenten, Powerpoint-Präsentationen oder Excel-Tabellen ist zwar grundsätzlich mit den Gegenstücken von Google möglich, aber eine 100% Kompatibilität besteht dennoch nicht. Wer mit dem Chromebook und anderen Studenten arbeiten will, der sollte also in der ganzen Gruppe direkt auf Google Docs setzen um zukünftigen Problemen direkt aus dem Weg zu gehen.

Im Praxischeck: Das Acer Chromebook C720P mit Touchscreen.Im Praxischeck: Das Acer Chromebook C720P mit Touchscreen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Anschlüsse: Zwei USB-Ports bietet das Chromebook, allerdings ist nur einer davon USB 3.0 fähig.

Normale Windows Programme lassen sich auf einem Chromebook nicht installieren, dennoch birgt der Chromestore einige nützliche Apps, wie etwa Dropbox, Spotify, Evernote, Feedly, VNC Viewer, Hootsuite, Tweetdeck und Co mit sich. Um Viren oder andere Schadsoftware muss man sich als Nutzer keine Gedanken machen, ein entsprechender Schutz ist automatisch in Kraft. Sicheres Browsen ist auf Wunsch ebenfalls möglich. Gut gefallen hat uns der Gastmodus des Chromebooks, so können andere Schüler, Studenten, Freunde, etc. einfach das Chromebook nutzen und auf das Internet zugreifen. Gleichzeitig sind aber auch die Daten des Besitzers vor jeglichem Zugriff geschützt. Meldet sich der Gast ab, werden dessen Daten, Cookies, der Verlauf, Lesezeichen und die Downloads direkt wieder vom Gerät gelöscht. Es bleiben also keinerlei Reste zurück.

Eine einfache Webcam für Videokonferenzen ist im Chromebook vorhanden, eine gute Qualität bei schlechteren Lichtverhältnissen sollte man aber hier nicht erwarten. WiFi-Verbindungen sind über die Standards 802.11 a/b/g/n möglich und Bluetooth 4.0 ist ebenso an Bord.

Technische Daten

Display:11.6" TouchAuflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Celeron 2955U / 1.4 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics (Haswell)
Festplatte16 GB SSDRAM:2 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Google Chrome OS
Akkulaufzeit:8.5 Std.Gewicht:1.35 kg
B x H x T:28.8 cm x 1.99 cm x 20.4 cmFarbe:weiß schwarz

Leistung: Ausreichende Leistung für die möglichen Aufgaben mit einem Chromebook

Angetrieben wird das Acer Chromebook von einem Intel Celeron 2955U Dual-Core mit 1,4 GHz. Der Chip mit Haswell-Architektur verfügt über ausreichende Leistungsreserven, um die Arbeit mit dem C720P stets vollkommen reibungslos ablaufen zu lassen. Egal ob man nun mehrere Web Apps parallel laufen lässt oder diverse Tabs in Chrome offen hat, dies wirkt sich nicht wirklich spürbar auf die Performance des Chromebooks aus. Dabei ist es auch egal, ob Webseiten viele Bilder haben oder einige Tabs sogar Videos wiedergeben, die Performance die der Prozessor liefert reicht im Test zu jeder Zeit für die möglichen Aufgaben aus. Unterstützt wird der Intel Celeron 2955U dabei von 2 GB Arbeitsspeicher.

Display: Geringe Helligkeit- und Kontrastwerte

Ein wirklicher Schwachpunkt des Chromebooks von Acer ist das Display, welches mit 1.366 x 768 Pixel auflöst. Für ein 11,6 Zoll großes Display geht das zwar noch in Ordnung, ein gestochen scharfes Bild sollte man aber natürlich nicht erwarten. Das C720P verfügt über einen Touchscreen und Eingaben mit dem Finger sind einfach und präzise möglich. Wer etwa eine Runde Angry Birds spielen möchte, kann dies via Touchscreen natürlich deutlich leichter und bequemer tun als dies etwa via Touchpad möglich wäre. Ansonsten hält sich der Vorteil durch das Touchpad bei der Windows Desktop ähnlichen Oberfläche von Chrome OS allerdings in Grenzen.

Die maximale Helligkeit des spiegelnden Displays kann bei nicht idealen Lichtverhältnissen zu einem echten Problem werden. Denn das Display schafft es noch nicht einmal auf 180 cd/m², woraus auch ein schwacher Kontrast von rund 160:1 resultiert. Bei guten Lichtverhältnissen in Innenräumen lassen sich Videos zwar dennoch ordentlich genießen, aber bei ungünstigen Oberlicht oder gar direkter Sonneinstrahlung wird das Ablesen vom Display hingegen eher zur Qual als zum Vergnügen.

Emissionen: Gute Akkulaufzeiten

Wer mit dem Chromebook im Netz unterwegs ist, der kann gut und gerne rund 7 Stunden an Laufzeit aus dem 3.950 mAh Akku herausholen. Wer hingegen Videos in HD-Qualität abspielt, kommt immer noch auf angenehme 6 Stunden. Somit übersteht das Chromebook also auch einen vollen Tag in der Schule oder auf einer längeren Zugfahrt, ohne dass man auf eine Steckdose in der Nähe angewiesen wäre. Am Ende erreicht das Acer Chromebook C720P hier zwar keine absoluten Spitzenwerte, für die Preisklasse und mit dauerhafter aktiver WLAN-Verbindung gehen die Werte aber dennoch in Ordnung. Bei der Lautstärke und Hitzeentwicklung muss man sich keine größeren Sorgen machen, auch wenn man YouTube-Videos in HD über Stunden hinweg abspielt, wird das Chromebook nicht unangenehm heiß und auch die Lüfter drehen nicht wirklich hoch.

In der Praxis: Für Studenten mit Einschränkungen durchaus empfehlenswert

Im Praxischeck: Das Acer Chromebook C720P mit Touchscreen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Für Studenten geeignet: Für einfache Aufgaben und Studenten die meistens über eine aktive Internetverbindung verfügen, ist die Anschaffung eine Überlegung wert.

Eine Chromebook hat klare Stärken und Schwächen, zu den Stärken gehört die extrem schnelle Einsatzbereitschaft dank SSD und der Zugriff auf viele nützliche Tools und Apps zum Nulltarif. Wer sowieso mit Google Docs und Co. arbeitet und ein Notebook mit ordentlicher Akkulaufzeit sucht, der ist mit einem Chromebook nicht schlecht bedient. Inzwischen gibt es diverse Apps im Chromestore, die den Alltag und die Arbeit erleichtern und für viele einfache Aufgaben eines Schülers und Studenten bereits ausreichen.

Wer hingegen Wert auf Programme wie VLC, Office, Photoshop und Skype legt, der muss sich allerdings nach Alternativen umsehen, denn all diese Programme gibt es nicht für Chromebooks. Sie würden auch dem Cloud-Konzept mit Google Apps klar widersprechen. Ebenso muss man beständig eine Internet-Verbindung haben, um wirklich mit dem Chromebook arbeiten zu können und die Verwendung von Cloud-Diensten ist absolute Pflicht. Alleine deshalb weil die interne SSD nur 16 GB Speicherkapazität bietet. Die Leistung des C720P ist für die möglichen Einsatzgebiete hingegen mehr als ausreichend, der Touchscreen ist gut, aber der Nutzen hält sich unter Chrome OS zumindest in Grenzen. Das Display hingegen ist ein echter Schwachpunkt, was vorallem an der sehr geringen Leuchtkraft liegt.

Fazit

Für knapp 300 Euro erhält man ein einfaches Notebook, welches für Texte, Social Media, Videos und Co. mehr als genügend Leistungsreserven bietet. Dank SSD und Dual-Core, sowie reichlich Akkulaufzeit kommt man damit auch bestens im Alltagsleben eines Studenten zurecht. Zumindest so lange wie man nicht auf Microsoft Office, Skype, Photoshop und Co. angewiesen ist. Wer mit einem leuchtschwachen Display leben kann und sowieso auf Web Apps und Google Docs setzt, der kann mit dem Acer Chromebook C720P nicht viel verkehrt machen.

Andere Notebooks von Acer - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,5 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Praxis7 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.