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Bilder zum Test: Acer Aspire V5-571G-53314G50Makk - Handlicher Allrounder für Sparfüchse

Das Acer Aspire V5-571G ist ein kleiner Hochstapler. Die durchgängig mattschwarzen Kunststoffoberflächen im Metallic-Look und die geringe Bauhöhe sowie das 2,3 Kilogramm Gewicht lassen ein Notebook jenseits der 800 Euro Marke vermuten. Erst auf Tuchfühlung enttarnt sich das Plastikchassis und ein Blick in den Gerätemanager verrät Komponenten aus dem Einsteigersegment. Nichtsdestotrotz kann das Gehäuse einen ansprechenden Eindruck hinterlassen, nur wer genau hinschaut, entdeckt Hinweise auf den Preispunkt um die 600 Euro. Die Spaltmaße sind durchgängig gering, die Kanten der Gehäuseteile sind jedoch nicht überall sauber abgeschlossen. Fährt man mit dem Fingernagel entlang der Spalte zwischen am Rand des Displaydeckels, lässt sich der vordere Rahmen an den Ecken lösen. Bei besser verarbeiteten Notebooks lassen sich die Gehäuseteile weitaus schwerer biegen und sie sind besser verankert.Der Displaydeckel selber ist verwindungssteif, trotz des knackigen Widerstands lassen die Scharniere langes Nachwippen zu. Die Basiseinheit ist weitestgehend stabil, auch über dem sauber eingepassten optischen Laufwerk.

Bei den Eingabegeräten gibt es wenig zu kritisieren. Acer hat dem 15-Zoller eine vollwertige Chiclet-Tastatur inklusive separatem Ziffernblock spendiert. Die Tasten sind griffig, bieten einen mittellangen Hub, etwas unsauberen Druckpunkt und arbeiten geräuscharm. Das Tastaturbett federt etwas nach, verabschiedet man sich von einem härteren Anschlag, so stellt sich sehr schnell ein gutes Schreibgefühl ein. Das weit nach links unterdie Leertaste verlegte Multitouchpad bietet gute Gleiteigenschaften und erlaubt Klicks fast auf der gesamten Fläche. Mehrfingergesten werden präzise und direkt umgesetzt, die Synaptics Software erlaubt zudem individuelle Anpassungen und erklärt die Gesten in kleinen Videos.

Die Anschlussausstattungfällt auf den ersten Blick sehr spartanisch aus, bis auf das optische Laufwerk rechts und den 2-in-1 Kartenleser an der Front finden sich sämtliche Schnittstellen auf der linken Gehäuseseite. Ein sehr flacher proprietärer Port bietet jedoch dank mitgeliefertem Adapterkabel nicht nur Gigabit-LAN sondern auch einen VGA-Ausgang. Gängige HDMI-Kabel finden an dem entsprechenden Port daneben noch bequem Platz. Anders sieht das bei den drei USB-Ports (1x USB 3.0) aus. Ein sperriger UMTS Stick könnte den anliegenden Steckplatz verbauen. Für die Headset-Audiobuchse besteht eher weniger Gefahr. Drahtlos genießt der Aspire V5 bis auf fehlendes 3G UMTS die übliche Ausstattung: WLAN b/g/n ist ebenso nutzbar wie Bluetooth 4.0 + HS. Eine 1,3 Megapixel Webkamera für Videochats komplettiert das Portfolio.

Softwareseitig wäre weniger mehr gewesen. Lobenswert ist die 16 GB Wiederherstellungspartition für das Windows 7 Home Premium Betriebssystem. Etwas üppig fällt die Software von Drittanbietern aus, wir finden Kobo, Evernote, newsXpresso, McAfee sowie den NTI Media Maker 9. Wer ein sauberes Betriebssystem bevorzugt, muss eine halbe Stunde für Deinstallationen einplanen.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 3317U / 1,7 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 620M
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:2.3 kg
B x H x T:38.2 cm x 2.29 cm x 25.3 cmFarbe:Matte Black

Auf dem Prüfstand

Im Acer Aspire V5-571G setzt der Hersteller auf einen Intel Corei5-3317U Stromsparprozessor, 4 GB Arbeitsspeicher und eine dedizierte Nvidia Geforce GT 620M Grafikkarte. Alltagsaufgaben wie Textverarbeitung, Emails und Internet und die Medienwiedergabe werden gut gemeistert. Bei Videokonvertierungen darf natürlich nicht die Leistung eines modernen Vierkernprozessors erwartet werden, für die geringe Verlustleistung von 17 Watt schlägt sich der Intel Core i5-3317U jedoch sehr gut auch durch rechenintensive Prozesse. Die Nvidia Geforce GT 620M Grafikkarte positioniert sich im unteren Mittelklassesegment und verdoppelt die Leistung der sparsamen integrierte Intel HD Graphics 4000. Für grafiklastige Spieletitel wie Max Payne 3 müssen Auflösung und Detailstufe auf niedrig bis mittel gesetzt werden, weniger fordernde Spiele wie Diablo 3 können auch in hohen Einstellungen flüssig dargestellt werden. Auf der 500 GB Festplatte finden jede Menge Spiele, Musiktitel oder Filme Platz. Bei den Zugriffszeiten und Datenraten müssen im Vergleich zu SSDs natürlich Abstriche gemacht werden, die Magnetscheiben rotieren mit 5.400 Umdrehungen pro Minute, lesen lässt sich mit 91 MB/s und schreiben mit 75 MB/s. Während der Arbeitsspeicher sich über eine Wartungsklappe relativ unkompliziert auf bis zu 8 GB erweitern lässt, muss für den Tausch der Festplatte ein Garantieverlust in Kauf genommen werden. Wer auf die 24 Monate Garantie verzichten kann, das Notebook zum Einbau einer SSD komplett aufschraubt sollte bei dem Datenträger auf eine Bauhöhe von 7 Millimetern achten.

Das spiegelnde Display im Acer Aspire V5-571G verwendet die Standard-HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel und eignet sich nur für Innenräume. Eine durchschnittliche Leuchtdichte von 166 Candela pro Quadratmeter mag selbst in geschlossenen Räumen keine uneingeschränkte Lesbarkeit des Bildschirminhaltes sicherstellen, sehr schnell treten störende Reflexionen in den Vordergrund. Auch das maximale Kontrastverhältnis von 201:1 ist eher unterdurchschnittlich, zudem lässt die Blickwinkelstabilität zu wünschen übrig. Weicht man seitlich vom lotrechten Blick auf den Bildschirm ab, treten die gravierenden Farbinvertierungen allerdings nicht so schnell auf wie in der Vertikalen. Ein Youtube Video kann trotzdem gerne angeworfen werden, auch das Soundsystem erfüllt dafür seinen Zweck. Wie bei den meisten Notebooks dieser Preisklasse fehlen Mitten und Bässe, die Stereolautsprecher im Aspire V5-571G klingen angesichts der Bauhöhe aber kraftvoll. Die Höhen sollten mit der mitgelieferten Dolby Software zurückgenommen werden.

Hinsichtlich des Stromverbrauchs und der Akkulaufzeit liegt Acers 15-Zoller im Durchschnitt. Bei einem sehr guten Verbrauch im Leerlauf von 8 Watt sind mit dem 2.500 mAh Akku maximal 5,5 Stunden Laufzeit zu erreichen. Bei eingeschaltetem WLAN und mittlerer Display-Helligkeit (32 Watt) hält der Akku etwas mehr als 3 Stunden. Die Kühllösung ist dabei mit 36 bis 39 Dezibel (A) hörbar aber noch nicht störend und hält die Oberflächentemperaturen bei guten 34 Grad Celsius. Im Leerlauf bleibt das Aspire V5 mit 30 Dezibel (A) angenehm leise, auch unter Volllast sind nur 40 Dezibel (A) zu vernehmen. Wer dauerhaft Rechenpower von Prozessor und Grafik fordert, muss mit einer Steigerung der Temperatur von ansonsten vorbildlichen 30 Grad Celsius auf bis zu 48 Grad Celsius in Lüfternähe rechnen.

Zusammenfassung

Das Acer Aspire V5-571G offenbart einige Schwächen: Ein leuchtschwaches Display, kleine Verarbeitungsmängel, höhenlastigen Sound. Zu den Vorzügen gehören die handlichen Maße und das geringe Gewicht, gute Eingabegeräte und eine Performance die für Alltagsaufgabe und Gelegenheitsspieler ausreicht. Für 550 Euro wäre das System empfehlenswert. Wer einen Kauf auch wegen der Optik und Mobilität in Erwägung zieht, sollte 50 Euro mehr in die Hand nehmen und zum Acer Aspire Timeline Ultra M3 greifen. Dieser 15 Zoller bietet ein leicht helleres Display, die im Alltag relevantere, bis zu 100 Prozent stärkere Grafikleistung und eine deutlich längere Akkulaufzeit. Nur beim Prozessor (Core i3, Sandy Bridge) hat das M3 in dieser Konfiguration das Nachsehen, für einen Core i5 2467M braucht es schon 700 Euro.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark068414 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111153 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage4661 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71856 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage5791 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01267.2 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)91.3 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)75.1 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read10150 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write11104 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz40.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read75.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9655 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4413 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9116 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5658 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3529 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7453 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5673 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung100 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 43 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 27 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 5 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

32 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,032 kWh x 24,00 Cent = 16,82 EUR

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