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Bilder zum Test: Acer Aspire V3-551G-10468G50Makk - Schwacher 15,6-Zoll Mainstreamer mit AMD Trinity Herz

Mit dem Klavierlack-Silbermix des Kunststoffgehäuses trifft der Acer Aspire V3-551G sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Nach ein paar Tagen in unserer Redaktion sind die spiegelnden Oberflächen auf dem Displaydeckel und –rahmen sowie der Handballenauflage übersät mit Fingerabdrücken. Diese kratzen natürlich etwas am klassischen und eleganten Erscheinungsbild des schlanken 15,6-Zollers. Bis auf die ansehnliche Chiclet-Tastatur und die dezente Lautsprecherleisteim silbernen Teil der Basiseinheit hat Acer unserer Meinung nach ein wenig an den Bedürfnissen der Kunden vorbei designet. Die Reflexionen in den spiegelglatten Oberflächen rund um das Display und auf der Handballenauflage werden schnell anstrengend für die Augen. Die Verarbeitung ist in Ordnung, auch wenn das Chassis über dem optischen Laufwerk ein wenig nachgibt. Die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig. Der Displaydeckel ist sehr flexibel, bricht aber nicht so schnell. Die Scharniere sind robust, lassen jedoch ein Nachwippen zu. Das wirkt angesichts des stark spiegelnden Finishs wirklich störend. Schon ein etwas härterer Anschlag beim Tippen bestraft die Augen mit anstrengenden Lichtreflexen.

Die Eingabegeräte laden prinzipiell zu längeren Texten oder Büroarbeiten ein. Die Chiclet-Tastatur bietet einen angenehm kurzen Hub, knackigen Widerstand und einen deutlichen Druckpunkt. Es gibt einen separaten Nummernblock und die Tasten ENTER, SHIFT, BACKSPACE sowie die Leertaste fallen sehr groß aus. Das leicht vertiefte nach links versetzte Multitouchpad besitzt eine raue Oberfläche und eine haptisch erkennbare Scrolling-Leiste. Auch Mehrfingergesten werden klar erkannt allerdings mussten wir die für Konsumenten noch nicht erhältlichen Trinity-Treiber updaten um gelegentliches Stottern oder Einfrieren des Mausersatzes zu beheben.Die Maustastenwippe klickt geräuscharm und mit deutlichem Druckpunkt.

Hinsichtlich der Anschlussausstattung muss man sich beim Acer Aspire V3-551G mit dem Nötigsten begnügen. Nur einer der drei USB-Ports verwendet den schnellen USB 3.0 Standard. Am rechten Gehäuserand finden sich ein VGA- und ein HDMI-Ausgang und der Gigabit-LAN Port und Audiobuchsen für Mikrofon und Kopfhörer. Die drahtlose Kommunikation kann über WLAN 802.11 a/g/n und Bluetooth 4.0 bewerkstelligt werden. Als Betriebssystem kommt Windows 7 Home Premium 64-Bit zum Einsatz. Acer liefert eine Menge vorinstallierter Anwendungen für Backups, Wiederherstellungen, Medienwiedergabe und-verwaltung sowie eine Installationen für Skype und eine Probeversion von McAfees Sicherheitssoftware.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:AMD A-Series A10-4600M / 2,3 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 7670M
Festplatte500 GBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:4.5 Std.Gewicht:2.6 kg
B x H x T:38 cm x 3.3 cm x 25 cmFarbe:silber / schwarz

Auf dem Prüfstand

Das neue mobile Accelerated Processing Unit (APU) Flaggschiff, AMDs A10-4600M rechnet mit vier „Piledriver“ CPU Kernen und einem Takt von 2,3 GHz. Per TurboCore 3.0 Technologie lässt sich die Taktfrequenz auf bis zu 3,2 GHz steigern. Teil der APU ist die integrierte AMD Radeon HD 7660G Grafikeinheit mit 384 Radeon Cores und einem maximalen Takt von 686 MHz. Die integrierte Grafikeinheit geht dank AMDs Dual Graphics Technologie direkt in die diskrete AMD Radeon HD 7670M über, die kombinierte Leistung entspricht in etwa einem Gespann aus einem Intel Core i3-2310M Zweikernprozessor und einer Nvidia Geforce GT 630M Grafikkarte. Mit an Bord sind 8 GB DDR3 Arbeitsspeicher – der Takt liegt mit 1.333 Mhz allerdings unter den theoretisch möglichen 1.600 MHz.

Die Trinity-Plattform kann die Leistung und Effizienz gegenüber dem Vorgänger Llano beträchtlich steigern, leidet im Vergleich zu Intel aber immer noch unter schwacher CPU-Performance. Die Marketing-Abteilung von AMD legt den Redakteuren nahe, bei der Bewertung ihrer Produkte nicht ausschließlich auf synthetische Benchmarks zu vertrauen. Im Alltag sollen Preis der APU, die Akkulaufzeit und die starke integrierte Grafik die Konsumenten zum Kauf bewegen. Den meisten Nutzern reicht die Leistung der AMD A10-4600M APU - beim Surfen, Emailen, Office und Multimedia ist ohne konkrete Messungen kein Unterschied zu Intel Prozessoren festzustellen. AMD bemüht sich, mit Softwarepartnern wie Adobe und Winzip die Vorteile der stärkeren integrierten Grafik noch besser zur Geltung zu bringen. Photoshop CS6 und Winzip 16.5 unterstützen die OpenCL Schnittstelle mittels welcher Aufgaben die vorher nur von Prozessoren berechnet wurden nun mit Unterstützung der GPU bewältigt werden. Praktisch bedeutet das beispielsweise eine beschleunigte Berechnung von Weichzeichner in Photoshop, schnellere Datei-Komprimierung mit Winzip oder Echtzeit-Video-Verbesserungen mit dem VLC-Player. Wer entsprechende Software nutzt bekommt also echten Mehrwert. Die Spieleleistung des Acer Aspire V3-551G kann überzeugen, wir spielenBatman: Arkham City in sehr hoher Detailstufe (allerdings DX9) in der nativen Auflösung von 1.366 x 768 Pixel flüssig. Die Eigenheiten der Prozessoren von Intel und AMD machen es vom Nutzerverhalten abhängig, welche Lösung sich empfiehlt. Gehören Sie zu den Anwendern, welche eher grafiklastige Software nutzen, ist die Trinity Plattform mit ihrer Multimediaperformance eine gute Wahl weil sie vor allem günstig ist.

Die im Acer Aspire V3-551G verbaute Festplatte gehört mit 64,3 MB/s Random Read Rate zu den langsameren ihrer Art. Auf dem 500 GB Laufwerk finden aber auch größere Musiksammlungen Platz. Musikhören macht bei den höhenlastigen und schwachen Lautsprechern eher weniger Spaß. Auch das 15,6 Zoll Glare Type Display zeigt Mängel bei der Multimediatauglichkeit. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 184 Candela pro Quadratmeter hat man schon in helleren Büroräumen um die Erkennbarkeit des Bildschirminhaltes zu kämpfen. Ein spiegelndes Finish täuscht intensivere Farben und Schwarzwerte vor, das maximale Kontrastverhältnis von 229:1 und ein gräuliches Schwarz verhelfen dem Display zu keiner guten Bewertung.

Lobenswert sind der geringe Stromverbrauch und die lange Akkulaufzeit. Im Leerlauf braucht der Acer Aspire V3-551G nur 15 Watt und läuft ganze 7 Stunden und 40 Minuten. In der Praxis ist mit einem Verbrauch von 38 Watt immer noch mit 4 Stunden und 19 Minuten Laufzeit zu rechnen. Die Kühlung bleibt mit 38 Dezibel (A) Lautstärke in diesem Szenario im akzeptablen Bereich, die Temperaturen an der Ober- und Unterseite des Chassis sind allerdings bedenklich hoch. Im Schnitt ermitteln wir 35 Grad Celsius, auch im Leerlauf bleiben kritische Stellen wie das Touchpad über 30 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Das Mainstream- und Multimedia-Notebook Acer Aspire V3-551G ist mit AMDs Trinity Hardware vor allem für preisbewusste Käufer einen Blick wert. Die Leistung hat sich gegenüber der AMD Llano Plattform deutlich gesteigert, Konkurrent Intel liegt in Sachen CPU-Leistung aber weiterhin deutlich vorn. Multimediaenthusiasten, welche mehr als nur hin und wieder ein Youtube-Video schauen, sollten sich aber lieber nach Alternativen mit besserem Display und Soundsystem umsehen. Die Ausstattung ist in Ordnung aber nicht überragend, so dass es dem Acer merklich schwerfällt, Kaufargumente aufzubringen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher3,5 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark068178 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112015 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage6578 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage5192 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01379.8 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)76.4 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)72.4 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read8764 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write4920 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz83.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read64.3 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9811 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2780 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7929 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5359 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2002 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5629 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5145 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung109 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 56 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 40 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 19 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

38 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,038 kWh x 24,00 Cent = 19,97 EUR

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