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  3. Test Acer Aspire TimelineX 5820TG-484G75MNks - Größter Timeliner, aber auch bester?

Erster Eindruck vom Acer Aspire TimelineX 5820TG-484G75MNks

Das Multimedia-Notebook Acer Aspire 5820TG-484G75Mnks ist mit einem 15,6-Zoll-Display der größte und neueste Vertreter der TimelineX-Reihe. Es präsentiert sich in klassischem, schwarzsilbernem Design. Die Gehäuseecken sind gerundet. Der Deckel und die silberne Handballenauflage bestehen aus gebürstetem, matt lackiertem Aluminium.
Er lässt sich bis zu 170 Grad öffnen. Metallscharniere halten den Deckel stabil in Position. Die Verarbeitung ist hochwertig. Das Gehäuse samt Deckel gibt an keiner Stelle nach und alles ist fest miteinander verbunden.
Während das meiste in Matt gehalten ist, glänzen das Herstellerlogo in der Deckelmitte, die Tastatureinfassung sowie das spiegelnde Display in hellem Silber.
Mit 2,4 Kilogramm Gewicht ist das Acer-Notebook nicht sonderlich schwer. Es ist 37,9 Zentimeter breit, 25 Zentimeter tief, vorne 2,4 und hinten 3,14 Zentimeter hoch.

Technische Daten und Ausstattung

Der vier Gigabyte große Arbeitsspeicher ist in dieser Geräteklasse Standard. Schnell und leistungsfähig ist der verwendete Intel-Zweikernprozessor Core i5-480M. Er arbeitet mit 2,67 Gigahertz Rechentakt und unterstützt die Intel-Technologien Hyper-Threading und Turbo-Boost. Damit ist es möglich, den Takt bei Last auf bis zu 2,9 Gigahertz zu erhöhen. Dank Hyper-Threading kann der Prozessor noch zwei weitere Kerne simulieren, um die anfallenden Aufgaben effektiv auf vier Recheneinheiten zu verteilen. Mit diesem Prozessor eignet sich das Aspire 5820TG sowohl für einfache Multimedia-Anwendungen als auch für komplexere Aufgaben wie Transkodierung von Videos.
Die integrierte Grafikeinheit Intel HD Graphics steuert das Display. Sie besitzt zudem einen Hardware-Decoder für Video-Dateien bis einschließlich H.264-Format.
Zusätzlich hat das Acer Aspire 5820TG die Grafikkarte AMD Radeon HD 6550M an Bord. Von ihrer Leistung her ist sie auf dem gleichen Niveau wie die ATI Mobility Radeon HD 5650 und HD 5750. Damit laufen auch viele aktuelle Spiele flüssig und in hoher Detailschärfe. Lediglich grafisch anspruchsvolle Shooter stellt die Grafikkarte nur mit geringerer Detailauflösung dar.
Wie von ATI- und AMD-Grafikkarten her bekannt, unterstützt auch die AMD Radeon HD 6550M den aktuellen Unified Video Decoder 2. Bei der Wiedergabe von Videodateien trägt so der Grafikprozessor die Hauptlast und erleichtert die Arbeit des Hauptprozessors. Dieser hat so genügend Kapazitäten für andere Aufgaben frei. Die Grafikkarte unterstützt DirectX 11 und OpenGL bis Version 4.0, so dass die meisten Grafikeffekte keine Probleme bereiten.
Die Festplatte mit 750 Gigabyte Speicherkapazität rundet die hochwertige Hardwareausstattung ab.

Anschlüsse

Obwohl das Acer Aspire 5820TG bei der Verarbeitung und der Hardwareausstattung überzeugt, enttäuscht es etwas bei den Anschlüssen. Besonders die vordere Platzierung der meisten Anschlüsse links und rechts ist unpraktisch. So stören die Kabel angeschlossener Geräte. Das gilt für Rechts- und Linkshänder.
Linkshänder können ihren Unterarm vor allem wegen VGA-, HDMI- und Ethernet-Kabel nicht ablegen. Des Weiteren gibt es an der linken Seite das Kensington-Lock, einen USB-2.0-Port sowie Mikrofon- und Kopfhöreranschluss. Rechtshänder stören sich an drei USB-2.0-Schnittstellen. Der Kartenleser an der Vorderseite ist für Speicherkarten der Formate MMC, SD Memory Card, xD-Picture Card, Memory Stick und Memory Stick Pro geeignet.
Auf einen eSATA-Port für externe Festplatten sowie einen ExpressCard-Einschub muss man verzichten.
Bei der Vernetzung ist das Multimedia-Notebook auf dem derzeit aktuellen Stand. Kabelgebunden bringt es Gigabit-Leistung und per Funk erreicht es mit WLAN 802.11n ebenfalls schnelle Datenübertragung, so dass flüssiges Surfen im Internet möglich ist. Ebenso verfügt es über Bluetooth 3.0.

Software und Zubehör

Obwohl das Acer Aspire 5820TG bei der Verarbeitung und der Hardwareausstattung überzeugt, enttäuscht es etwas bei den Anschlüssen. Besonders die vordere Platzierung der meisten Anschlüsse links und rechts ist unpraktisch. So stören die Kabel angeschlossener Geräte. Das gilt für Rechts- und Linkshänder.
Linkshänder können ihren Unterarm vor allem wegen VGA-, HDMI- und Ethernet-Kabel nicht ablegen. Des Weiteren gibt es an der linken Seite das Kensington-Lock, einen USB-2.0-Port sowie Mikrofon- und Kopfhöreranschluss. Rechtshänder stören sich an drei USB-2.0-Schnittstellen. Der Kartenleser an der Vorderseite ist für Speicherkarten der Formate MMC, SD Memory Card, xD-Picture Card, Memory Stick und Memory Stick Pro geeignet.
Auf einen eSATA-Port für externe Festplatten sowie einen ExpressCard-Einschub muss man verzichten.
Bei der Vernetzung ist das Multimedia-Notebook auf dem derzeit aktuellen Stand. Kabelgebunden bringt es Gigabit-Leistung und per Funk erreicht es mit WLAN 802.11n ebenfalls schnelle Datenübertragung, so dass flüssiges Surfen im Internet möglich ist. Ebenso verfügt es über Bluetooth 3.0.

Display

Für eine professionelle Bildbearbeitung spiegelt die Oberfläche des 15,6-Zoll-Displays zu sehr und kann zu wenig Farben darstellen. Die WXGA-Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten entspricht dem Durchschnitt. Durch eine höhere Auflösung würde sich die Übersicht auf komplexe Programmfenster verbessern. Der mäßige Kontrast von 180:1 gilt als typisch für viele Multimedia-Notebooks.
Auf dem Sticker der Handballenauflage ist „True cinematic view“ zu lesen. Dies trifft nur auf das Bildformat von 16:9 zu. Kinoqualität kann dieses Display bei weitem nicht erreichen. Das Display hat eine LED-Hintergrundbeleuchtung und erreicht eine durchschnittliche Helligkeit von 180 Candela pro Quadratmeter (cd/m2). Dabei entspricht ein Candela der Leuchtkraft einer Kerze bezogen auf einen Quadratmeter. Am hellsten leuchtet das Display in der linken unteren Ecke mit 189 cd/m2, am dunkelsten in der rechten oberen Ecke mit 173 cd/m2.
Die Blickwinkelstabilität ist leider auch nicht überragend. Schon bei etwa 40 Grad horizontaler Abweichung von der idealen Sitzposition dunkelt die Anzeige ab und die Farben kehren sich um. Vertikal treten diese Veränderungen bereits bei etwa 20 Grad auf.

Eingabegeräte

Von den Vorgängermodellen der TimelineX-Serie ist die von Acer so genannte Floating-Tastatur schon bekannt. Ihre angeraute Tastenoberfläche fühlt sich angenehm an. Alle Beschriftungen lassen sich deutlich ablesen. Die Normalgröße der Tasten gefällt. Nur die Pfeiltasten könnten etwas größer sein. Der Nummernblock ist besonders bei zahlenlastigen Anwendungen, wie etwa Tabellenkalkulation, eine hilfreiche Tastaturergänzung. Negativ ist allerdings der schwammige Druckpunkt. Dies fällt besonders dann auf, wenn man beim Tippen nicht exakt die Tastenmitte trifft.
Hingegen überzeugt das Multi-Gesture-Touchpad. Hier ist die Oberfläche ebenfalls leicht angeraut. Bewegungen des Fingers setzt es korrekt und schnell um. Für Gesten mit zwei Fingern zum Bilderdrehen, Seitenblättern oder Vergrößern von Ansichten gilt dies genauso. Statt zwei Maustasten gibt es eine Tastenwippe. Die Neigung nach links oder rechts ist deutlich spürbar und reagiert ebenfalls direkt.
Die Auswurftaste für den DVD-Multibrenner befindet sich nicht am Laufwerk, sondern rechts über der Tastatur. Daneben liegt die Power-Smart-Taste, die für das Umschalten zwischen Grafikkarte und -chip verantwortlich ist.
Mit 1,3 Megapixeln Auflösung genügt die Webcam für Fotos, Videos und auch Chats. Die Aufnahmen sind hell genug, nur die Farben etwas blass. Problem: Ist die Kamera aktiv, leuchtet keine LED auf. Somit ist nicht erkennbar, ob sie an- oder ausgeschaltet ist. Man muss darauf vertrauen, dass sich bei Beendigung des Webcam-Programms auch die Kamera selbst abschaltet. Bei Nachfolgegeräten sollte Acer daher eine LED einbauen.

Temperatur

In Multimedia-Notebooks ist meistens leistungsfähige Hardware verbaut. Dadurch überraschen hohe Temperaturen nicht. Beim Acer Aspire 5820TG liegt die Durchschnittstemperatur bei 31 Grad. Das ist für diese Geräteklasse vergleichsweise niedrig. Die Höchsttemperatur liegt bei 39,3 Grad. So lässt sich dieses Acer-Notebook auch unterwegs auf dem Schoß gebrauchen.

Betriebsgeräusche

Überraschend laut ist das DVD-Laufwerk. Mit einem Schallpegel von 50,4 Dezibel (dB(A)) dröhnt das Acer-Notebook bei Installation von Programmen einer DVD. Die Zusatzgeräusche während der Wiedergabe einer Film-DVD sind mit 37,3 dB(A) vergleichsweise leise. Sie entsprechen etwa einem Radio auf Zimmerlautstärke.
Bei Volllast entwickelt das Aspire 5820TG eine Lautstärke von 43,9 dB(A). Beim Arbeiten mit Textverarbeitung und weiteren Standardprogrammen macht sich der Rechner mit immerhin noch 35,8 dB(A) bemerkbar. Ein leises Rauschen von 31,5 dB(A) vom Lüfter vernimmt man im Minimalbetrieb, bei laufendem Betriebssystem ohne aktive Anwendungen.

Leistung

Die Hardwareausstattung mit dem Zweikernprozessor Intel Core i5-480M und der Grafikkarte AMD Radeon HD 6550M liefert eine gute Leistung ab. Für Profi-Bildbearbeitung bringt die Grafikkarte genug Power mit, wäre da nicht die knappe Auflösung des spiegelnden Displays. Das zeigt auch das Ergebnis von 7.831 Punkten beim 3DMark06-Test. Sie eignet sich auch für aktuelle Spiele. Ausnahme sind grafisch anspruchsvolle Shooter.
Auf eine gute Zusammenarbeit der einzelnen Hardwarekomponenten im laufenden Betrieb deutet PCMarkVantage mit 5.868 Punkten hin. Die Videokonvertierung braucht knapp über fünf Minuten. Trotz 5.400 Umdrehungen pro Minute ist die 750 Gigabyte Festplatte nicht langsam. Sie liest im Everest HDD Random Read 76,2 Megabyte pro Sekunde.

Akku und Energieverbrauch

Ein hoch gerüstetes Multimedia-Notebook hat selten gute Akkulaufzeiten und einen hohen Stromverbrauch. Dieser fällt aber mit 28 Watt beim Acer Aspire 5820TG erfreulich niedrig aus. Hingegen läuft der 6-Zellen-Lithium-Ionen-Akku bei Volllast nur eine Stunde und 20 Minuten. Im Standardbetrieb hält er drei Stunden und 56 Minuten durch. Das ist für diese Geräteklasse besser als die Norm von drei Stunden. Nur ohne gestartete Anwendungen läuft der Akku über die vom Hersteller beworbenen acht Stunden.

Praxis

Der größte Störfaktor ist beim Acer Aspire 5820TG das spiegelnde 15,6-Zoll-Display. Hätte es eine höhere Auflösung, könnte die Grafikkarte die volle Leistung entfalten. Das Display verzeiht auch keine Wechsel aus der idealen Sitzposition um 20 Grad nach oben oder unten. Schnelle Verdunklungen und Farbverfälschungen sind die Folge.
Beim Tippen stört der schwammige Druckpunkt der Tasten. Ansonsten vermittelt die angeraute Oberfläche ein angenehmes Schreibgefühl. Das Touchpad reagiert schnell. Die Maustastenwippe steht in nichts den guten Eigenschaften des Touchpads nach. Die klare Abgrenzung von linker und rechter Maustastenfunktion ist deutlich spürbar.
Besonders für externe Festplatten fehlt die eSATA-Schnittstelle. Statt vier reiner USB-2.0-Ports wäre ein kombinierter eSATA/USB-2.0-Anschluss wünschenswert. Bei Anschluss externer Geräte stören deren Kabel.
Ansonsten sammelt das Acer-Notebook aufgrund seiner guten Hardwareausstattung Pluspunkte. Die Programme sowie das Betriebssystem starten und laufen flüssig. Selbst aktuelle Spiele weisen, mit Ausnahme grafisch anspruchsvoller Shooter, keine Ruckler auf.
Neben dem „Dolby Home Theater“-Schriftzug befinden sich über der Tastatur die Stereo-Lautsprecher. Ihr Klang betont die Mitteltöne, während sie Höhen und Tiefen vernachlässigen. Die Lautstärke ist relativ gering. Wie der Schriftzug verheißt, können Dolby-Optimierungen den Klang minimal aufbessern. Hier korrigiert besonders der „Audio Enhancer“ den flachen Sound.

Zusammenfassung

Das Acer Aspire 5820TG-484G75Mnks ist mit 15,6 Zoll Display der größte Vertreter der TimelineX-Serie. Es arbeitet aufgrund seiner guten Hardwareausstattung rasant. Alle Anwendungen starten schnell und laufen flüssig. Die Tasten der Tastatur sollten einen klaren Druckpunkt haben.
Schon aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre sollte Acer eine LED einbauen, die bei aktiver Webcam aufleuchtet. Das ist bei anderen Note- und Netbooks Standard.
Selbst aktuelle Spiele laufen aufgrund der AMD-Grafikkarte flüssig, von grafisch anspruchsvollen Shootern abgesehen. Profi-Bildbearbeitung ist aufgrund des spiegelnden und farbschwachen Displays nicht möglich.
Alles in allem ist das Acer Aspire 5820TG ein ordentliches Multimedia-Notebook, das besonders durch seine hochwertige Hardwareausstattung überzeugt. Ein entspiegeltes Display mit besserer Auflösung hätte bei diesem Test eine deutlich bessere Note erbracht.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Ausstattung1,7 (Gut)
  3. Display3,8 (Ausreichend)
  4. Eingabegeräte2,7 (Befriedigend)
  5. Temperatur2,3 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,2 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,7 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,9 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,2 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
  11. Praxis2,8 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark067831 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage5868 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7523 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7456 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz101.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read76.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen17792 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3773 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8813 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5194 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3196 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7093 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5303 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung317 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 20 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal8 Std. 25 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 56 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

28 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,028 kWh x 24,00 Cent = 14,72 EUR

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