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Bilder zum Test: Acer Aspire Timeline Ultra M5-481TG-73514G25Mas - Ultrabook-Entwicklung verschlafen?

Beschreibung

Auf der Computex 2012 in Taipei konnten wir uns bereits einen ersten Eindruck vom Acer Aspire Timeline Ultra M5 verschaffen. Vor Ort waren uns das niedrigauflösende, spiegelnde Display und die mittelmäßige Verarbeitungsqualität ein Dorn im Auge. Optisch hat sich am nun vorliegenden Serienmodell nicht viel verändert. Die Basis-Einheit ist zur Unterseite hin mit mattschwarzem Kunststoff verkleidet, während der Deckel und die Arbeitsumgebung von Aluminium verstärkt werden. Zwischen den zu leichtgängigen Scharnieren und rund um den 14-Zoll großen Bildschirm befinden sich weitere Kunststoff-Abdeckungen, hinter denen sich die Antennen für das WLAN-Modul verstecken. Das haptische Erscheinungsbild zeigt somit zwei Seiten. Zum einen finden wir Gefallen an Flächen wie der Handballenauflage und dem Deckel, auf ein erhofftes 360-Grad-Design wurde allerdings nicht gesetzt. Die Wertigkeit schrumpft durch das doch signifikant verwendete Plastik. Dafür sind die Spaltmaße – abgesehen vom leicht hervorstehenden DVD-Brenner – durchgängig gering. Verarbeitungstechnisch punkten vor allem die Tastatur und die Basis-Einheit. Hier lassen sich nur bei starkem Druck Verwindungen hervorrufen. Ganz im Gegenteil zur Handballenauflage und zum Deckel, die bei gröberem Umgang trotz Aluminium-Verstärkung zu schnell nachgeben.

Ebenso zweigleisig fahren die Eingabegeräte des Acer Aspire Timeline Ultra M5-481TG. Die im Chiclet-Format vorliegende, beleuchtete Tastatur gönnt sich große Tastenabstände und spart dafür ein separates Ziffernfeld ein. Sowohl Druckpunkt als auch Feedback und Hub werden Vielschreibern gefallen. Das Touchpad hingegen zeigt einen nicht gleichmäßigen Druckpunkt auf. Es handelt sich um ein mechanisches Click-Pad mit Mausersatztasten, welche in die sensitive Fläche integriert wurden. Im oberen, rechten Bereich wird deutlich mehr Druckkraft benötigt als an der linken Seite des Pads. Der Bauweise geschuldet fällt dieses Manko auch bei scheinbar hochwertigeren Geräten wie dem Apple Macbook Pro mit Retina Display oder dem ASUS Zenbook UX31A auf. Betrachtet man allerdings den Preispunkt der Acer Aspire Timeline Ultra M5 Ultrabooks, könnte man hier ein Auge zudrücken. Im bekannten Touch-Modus arbeitet das Pad nämlich hervorragend und zeigt zudem gute Gleiteigenschaften für eine präzise Steuerung.

Ein Großteil der Anschlüsse wurde an der Rückseite des 14-Zoll Ultrabooks untergebracht. An der linken und rechten Anschlussseite befinden sich lediglich der DVD-Brenner, ein SD- und MMC-Kartenleser sowie ein 3,5 Millimeter Klinke-Port für Headsets und Kopfhörer. Rückseitig kann externe Peripherie an zwei USB 3.0 Schnittstellen Platz finden. Monitore, Fernseher oder Beamer werden digital via HDMI angeschlossen. Ein analoger VGA-Anschluss findet keinen Platz. Zur Kommunikation steht neben WLAN und Bluetooth ein Gigabit-Ethernet-Port in voller Größe zur Verfügung. Die Verteilung der Schnittstellen an der Rückseite ist mehr als schlecht. Ein mittig positionierten UMTS- oder DVB-T Stick mit breiter Abmessung könnt sowohl den HDMI-Ausgang, als auch einen weiteren USB-Port blockieren.

Display:14"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i7 3517U / 1,9 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 640M LE (Kepler)
Festplatte256 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:8 Std.Gewicht:1.9 kg
B x H x T:34 cm x 2.06 cm x 24.5 cmFarbe:grau

Auf dem Prüfstand

Unsere Maximalkonfiguration des Acer Aspire Timeline Ultra M5-481TG ist mit einem stromsparenden Intel Core i7-3517U Prozessor bestückt, der einen maximalen Turbotakt von 3,0 GHz erreichen kann. Hinzu kommt die dedizierte Nvidia Geforce GT 640M LE Grafikkarte mit 1 GB Videospeicher. Bei der LE-Variante der GT 640M handelt es sich um eine leicht geringer taktende GPU. Acer will damit sein Kühlsystem schonen und den Verkaufspreis niedrig halten. Insgesamt beherbergt das 14-Zoll Ultrabook vier Gigabyte Arbeitsspeicher. Dabei ist zu erwähnen, dass nur ein Steckplatz für einen RAM-Riegel geboten wird. Zusätzliche 2 GB sind direkt auf dem Mainboard aufgelötet, was einen Wechsel ausschließt. Mit insgesamt 6 GB wäre das Maximum der Arbeitsspeicherbestückung erreicht. Wir entdeckten auch einen 2,5-Zoll Leerraum im Inneren des Notebooks, der in den Einstiegskonfigurationen des Acer Aspire Timeline M5 eine herkömmliche Festplatte trägt und das System über einen 20GB SSD Cache beschleunigt . Ein entsprechender Anschluss ist allerdings nicht vorhanden, was die Aufrüstbarkeit unseres Testgeräts einschränkt. Anhand aktueller Benchmarks, praktischen Szenarien und Spielen kann gesagt werden, dass unser Testgerät für deutlich mehr zu gebrauchen ist als für den täglichen Umgang mit Browser und Büroanwendungen. Die Video- und Bildbearbeitung sowie das Spielen aktueller Titel wie Max Payne 3 (mittlere Details) stellen für das Acer Aspire Timeline Ultra M5-481TG kein Hindernis dar.

Zudem beschleunigt die 256 GB große SSD von Lite-On die Systemgeschwindigkeit deutlich. Die Bootzeit des vorinstallierten Windows 7 Home Premium Betriebssystems wird so auf 20 Sekunden verkürzt. Mit Hilfe verschiedener Benchmarks ermitteln wir eine durchschnittliche Leserate von 381,6 MB/s, während die SSD mit maximal 332,5 MB/s beschrieben wird.

Der 14-Zoll Bildschirm hinkt der Konkurrenz mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel stark hinterher. Samsung und ASUS liefern ihre Ultrabooks bereits mit HD+ (1.600 x 900 Pixel) und FullHD (1.920 x 1.080 Pixel) aus. Zudem passen die durchschnittliche Ausleuchtung von 190 Candela pro Quadratmeter und die spiegelnde Oberfläche des Displays im Außerbereich nicht zusammen. Umgebungsreflexionen sind deutlich zu erkennen und bei direkter Sonneneinstrahlung sind Bildschirminhalte kaum identifizierbar. Ebenso schlecht schneiden die Blickwinkelstabilität im vertikalen Bereich und das Kontrastverhältnis von niedrigen 160:1 ab. Der scheinbar dünne Displayrahmen macht im ausgeschalteten Zustand eine gute Figur. Bei aktivem Display ist jedoch eine weitere Bildschirmeinfassung zu sehen, die den sonst matten Rahmen um eine schwarz glänzende Ebene erweitert. Hier wurde das so genannte „Thin-Bezel“-Design also nur vorgegaukelt.

Ein nicht austauschbarer 54 Wattstunden Lithium-Polymer Akku sorgt im Acer Aspire Timeline Ultra M5-481TG für eine maximale Akkulaufzeit von 11 Stunden und 17 Minuten. Bei einer praxisnahen Nutzung, aktivierten Funkverbindungen und voller Displayhelligkeit sinkt diese auf 6 Stunden. Dabei entscheidet die Nvidia Optimus Technologie über den Einsatz der Grafikkarte. Je nach Systemauslastung wird entweder die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000 oder die dedizierte Nvidia Geforce GT 640M LE eingesetzt. Der Stromverbrauch liegt je nach gewählter Grafiklösung zwischen 16 und 55 Watt. Mit bis zu 48 Dezibel (A) ist unser Testgerät zudem nicht das ruhigste. In der Praxis messen wir allerdings nur 38 Dezibel (A).

Zusammenfassung

Mit dem Aspire Timeline Ultra M5-481TG geht Acer in die richtige Richtung. Gegen die Killer-Argumente der Konkurrenz kann das 14-Zoll Ultrabook jedoch nichts entgegenbringen. Hier hilft nicht einmal die leistungsstarke Nvidia Geforce GT 640M LE. Bereits im Januar 2012 stand das Konzept des M5 fest, welches die Ultrabook-Entwicklungen der letzten Monate komplett außer Acht gelassen hat. Das Gehäuse zeigt eine solide Verarbeitung, jedoch ist für ein Premium-Ultrabook zu viel Kunststoff im Spiel. Gänzlich versagt das 190 cd/m² HD-Display mit spiegelnder Oberfläche und das obwohl das M5 mit 6 Stunden Akkulaufzeit zum Außeneinsatz einlädt. Der wirkliche Vorteil liegt bei dem schnellen Intel Core i7 Prozessor und der 256 GB SSD. Ein Preis von 1.200 ist allerdings nicht gerechtfertigt.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 3,0 (Befriedigend)
  2. Display 4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte 2,5 (Gut)
  4. Temperatur 3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher 2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche 3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse 3,5 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch 1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 2,0 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 9815 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 1541 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 7246 Pkt. Max. 47497 Pkt.
PCMark7 3572 Pkt. Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage 13140 Pkt. Max. 23313 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0 1884 Pkt. Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read) 381 MB/s Max. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write) 332 MB/s Max. 781 MB/s
Everest RAM Read 15165 MB/s Max. 20490 MB/s
Everest RAM Write 20602 MB/s Max. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz 35.7 ns Min. 27.6 ns
Everest HDD Random Read 260.7 MB/s Max. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen 11281 Pkt. Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single) 5094 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 10720 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 6161 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 4007 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 8685 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 6125 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung 83 Sek. Min. 32 Sek.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 1 Std. 1 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 11 Std. 17 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 6 Std. 10 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

30 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,030 kWh x 24,00 Cent = 15,77 EUR

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