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Bilder zum Test: Acer Aspire S3-951-2464G34iss - Gutes Ultrabook trotz fehlender SSD?

Wenn es nach Intel geht, steht das Jahr 2012 ganz im Sinne der neuen Produktkategorie Ultrabooks. Das Rad hat jedoch bereits Apple mit dem Macbook Air erfunden. Dieses darf sich wegen scheinbar fehlender Zertifizierung jedoch noch nicht Ultrabook nennen. Der Trend den Apple vor Jahren bereits erkannt hat, wird nun von verschiedenen Hersteller aufgegriffen. Preislich orientieren sich Unternehmen wie Asus, Lenovo und Toshiba an der 1000 Euro Marke. Nur Acer ermöglicht eine Preisgestaltung unter 800 Euro, in dem eine klassische Festplatte (HDD) anstelle der deutlich teureren SSDs zum Einsatz kommt.

An der Aufmachung des Gehäuses wurde dabei nicht gespart. Das Acer Aspire S3 überzeugt mit einem rundum stabilen Aluminium-Chassis, das selbst bei grober Behandlung kaum Verwindungen aufweisen kann. Dabei stellt der Deckel des 1,33 Kilogramm leichten 13,3-Zoll Ultrabooks die dünnste Stelle des Geräts dar. Die fest angezogenen Scharniere verhindern zwar ein leichtes Öffnen mit einer Hand, bieten dafür jedoch einen guten Halt bei aktiver Nutzung – zum Beispiel bei Auto- oder Bahnfahrten. Ein optischer Kontrast zur größtenteils metallischen Farbgebung setzt die Anschlussleiste an der Rückseite des Notebooks, die sich über den Netzschalter und die Status-LEDs auch in die Arbeitsumgebung im Innenraum zieht. An der Unterseite befindet sich außerdem eine Aussparung in Form einer glänzenden Aluminium-Platte, die eine Integration von herkömmlichen 2,5-Zoll Festplatten ermöglicht und nur wenige Millimeter heraussteht.

Die eingebettete Tastatur und das Multi-Touchpad sind mit einer dunkelgrauen Farbgebung nur leicht hervorgehoben und im Gegensatz zum Hauptkonkurrenten von Apple deutlich kleiner dimensioniert. Vor allem die Pfeiltasten sind davon betroffen, die für größere Hände vollkommen ungeeignet sind. Trotz Chiclet-Design finden wir nur wenig Gefallen an der Tastatur des Acer Aspire S3. Der Hub ist viel zu kurz, der Druckpunkt schwammig und das Feedback nur ausreichend. Nach einer langen Umgewöhnungszeit werden Tippfehler zwar minimiert, Otto Normalverbraucher und Vielschreiber sollten hier jedoch zu einem anderen Ultrabook greifen. Nicht-Ultrabooks wie das Apple Macbook Air oder Samsung Serie 9 900X3A zeigen, wie hoch die Messlatte im Premium-Bereich liegt. Das mittig positionierte Touchpad macht einen weitaus besseren Eindruck. Nach bekannter Ultrabook-Manier sind die dazugehörigen Tasten in die sensitive Fläche integriert, sodass diese vergrößert werden konnte. Die leicht perforierte Oberfläche sorgt für eine angenehme Bedienung und präzise Steuerung.

Bis auf den 3,5 Millimeter Audio-Anschluss und den SD/MMC-Kartenleser an der linken und rechten Gehäuseseite sammelt sich der Großteil der Schnittstellen an der Rückseite des Acer Aspire S3. Ohne Adapterzwang können hier zwei USB 2.0 Geräte und eine externe Bildschirm-Lösung via HDMI verbunden werden. Den schnellen USB 3.0-Standard vermissen wir genauso wie einen Ethernet-Anschluss. Eine Kommunikation ist nur kabellos über WLAN 802.11n und Bluetooth 4.0 möglich. Aufgrund der geringen Gehäusehöhe verzichtet Acer auf die Unterbringung eines DVD-Brenners. Die integrierten Stereo-Boxen bieten einen vergleichsweise guten Klang, dem es jedoch an Tiefen fehlt und laute Höhen schlecht wiedergibt. Für die Wiedergabe von Kurzvideos reichen die Lautsprecher aus, für alle anderen Anwendungsszenarien empfehlen wir den Anschluss von Kopfhörern.

Der Lieferumfang zeigt sich ebenso spartanisch wie das Anschluss-Portfolio. Mit dem Gerät, einer Garantiebescheinigung und dem 65 Watt Netzteil ist der Inhalt des Retail-Kartons sehr übersichtlich. Einen USB-Adapter für eine LAN-Verbindung liegt nicht bei. Eine Recovery des Windows 7 Home Premium Betriebssystems muss ebenfalls selbst erstellt werden.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 2467M / 1,6 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 3000
Festplatte320 GBRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.33 kg
B x H x T:32.29 cm x 1.75 cm x 21.85 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Innerhalb des dünnen 13,3-Zoll Acer Aspire S3 arbeitet ein aktueller Intel Core i5-2467M Zweikern-Prozessor mit einer maximalen Taktrate von 2,3 GHz. Diese bestimmt das Turbo Boost 2.0 Feature, was den Grundtakt von 1,6 GHz je nach Systemauslastung anhebt. Zudem werden mit Hilfe von Hyper Threading zwei weitere Kerne simuliert, was die Aufteilung von Aufgaben auf vier Threads ermöglicht und die Anwendungsleistung erhöht. Hinzu kommen vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher, die direkt auf das Mainboard des Ultrabooks aufgelötet sind. Ein Austausch oder eine Erweiterung des RAMs ist somit ausgeschlossen. Gleiches gilt für den 20 GB großen Flash-Speicher, der den aktuellen Hauptspeicher sichert und das Gerät schneller aus dem Ruhezustand aufweckt. Die Bootzeit wird dadurch jedoch nicht verkürzt. Die integrierte 320 GB Festplatte hingegen kann mit der Lösung von zwölf Schrauben ausgewechselt werden.

Betrachten wir die Leistung des Gesamtsystems sind die Anwendungs-Szenarien des Acer Aspire S3 schnell aufgezählt. Die stromsparenden Komponenten ermöglichen den Einsatz im Office-Bereich. Dazu zählen das Surfen im Internet, das Verarbeiten von Texten und Tabellen und die Wiedergabe von HD-Videos und Musik. Lediglich die Produktion von Medien und der Gaming-Faktor sind aufgrund der Performance stark eingeschränkt. Nicht zuletzt aufgrund der im Prozessor integrierten Intel HD Graphics 3000 Grafikeinheit. Eigentlich sollte die Akkulaufzeit von diesem Beschnitt profitieren. Mit maximal 6,5 Stunden und einer praktischen Laufzeit von 4 Stunden liegt das Durchhaltevermögen deutlich unter dem des Apple Macbook Air und des ASUS UX31E. Bei beiden Konkurrenten konnten wir eine Akkulaufzeit von 6 Stunden in der Praxis messen.

Und während Apple und ASUS eine Display-Leuchtstärke von bis zu 450 Candela pro Quadratmeter versprechen, liegt das Acer Aspire S3 mit einer Luminanz von 190 cd/m² im Durchschnitt im unteren Mittelfeld des Notebook-Marktes. Gleiches gilt für den geringen Kontrast von maximal 170:1. Wie von einem TN-Panel erwartet, liegt auch die Blickwinkelstabilität in einem qualitativ niedrigen Bereich. Vertikal sind Helligkeitsverluste und Farbinvertierungen dabei schneller zu erkennen als im horizontalen Bereich. Die Farbbrillanz wird jedoch durch die spiegelnde Oberfläche des Bildschirms gesteigert. Im gleichen Atemzug schränkt diese in Kombination mit der geringen Leuchtdichte die Outdoor-Fähigkeit des Ultrabooks ein, weshalb das Acer Aspire S3 nicht für Außeneinsätze geeignet ist. Im Falle von starker Sonneneinstrahlung ist auf dem 13,3-Zoll Display selbst bei maximaler Helligkeit nur wenig erkennbar.

Im Bereich der Emissionen sieht das stark getrübte Bild des Acer Ultrabooks klarer aus. Mit einer Temperaturentwicklung von durchschnittlich 30 Grad Celsius an der Ober- und Unterseite liegen die Werte in einem positiven Bereich. Unter voller Auslastung stellen wir einen punktuellen Maximalwert von 40 Grad Celsius fest. Ein Schoßbetrieb wäre in diesem praxisfernen Szenario nicht möglich. Hier dreht der Lüfter zudem auf bis zu 46 Dezibel (A) auf, während sie in der Praxis mit weniger als 35 dB(A) nur leise zu hören sind.

Zusammenfassung

In Kombination mit einer klassischen Festplatte kann sich Acer in Deutschland mit dem derzeit günstigsten Ultrabook positionieren. Die Konkurrenz von ASUS und Apple liefert in den wichtigen Bereich des Bildschirms und der Akkulaufzeit jedoch deutlich bessere Werte. Nach einem Fiasko mit Tastaturen im Floating-Design verdirbt uns Acer mit zu kleinen Tasten und einem zu kurzen Hub auch den Vielschreiber-Spaß auf dem Acer Aspire S3 Ultrabook – Samsung und Apple stellen in diesem Bereich die Vorreiter dar. Gerettet wird der 13,3-Zoller nur von der guten Leistung des Core i5 Prozessors und der außerordentlich guten Verarbeitung des Aluminium-Gehäuses. Diese bietet das Apple Macbook Air, das ASUS Zenbook UX31 und das Samsung Serie 9 900X3A jedoch auch. Interessenten müssen sich nun entscheiden ob sie zur günstigen Acer-Variante greifen oder für signifikante Verbesserungen 300 Euro mehr ausgeben wollen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse4,0 (Ausreichend)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör1,0 (Sehr gut)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063273 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage1406 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71835 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage5238 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0932 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)83.1 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)71.6 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read9448 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write9978 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz63.7 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read67.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen13826 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3514 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7182 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4149 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)2833 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5976 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4070 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung128 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 26 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 28 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 57 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

13 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,013 kWh x 24,00 Cent = 6,83 EUR

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