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Bilder zum Test: Acer Aspire S3-391-73514G12add - Todesurteil Display

Beim Design hat sich im Vergleich zu dem von uns getesteten Vorgänger Acer Aspire S3-951-2464G34iss kaum etwas geändert. So bietet das 13,3-Zoll Ultrabook ein mattgraues Aluminium-Magnesium-Gehäuse mit abgerundeten Ecken und einem Gewicht von 1,3 Kilogramm. Trotz der geringen Abmessung zeigt es sich sehr verwindungssteif. Sowohl Basiseinheit, als auch Bildschirm lassen sich kaum eindrücken und bieten eine gute Stabilität. Die Scharniere des Displays sind fest angezogen und bieten einen entsprechend anständigen Halt bei unruhigen Auto- oder Bahnfahrten. Die Unterseite zeigt sich aufgeräumt und unzugänglich. Ein Austauschen der Festplatte oder des Arbeitsspeichers ist nur möglich, wenn diese komplett abgenommen wird.

Leicht ins Gehäuse eingebettet präsentiert sich die Tastatur im Chiclet-Design mit den bekannten Schwächen des Vorgängers. Der Hub der Tasten ist zu kurz und der Druckpunkt schwammig. Weiterhin sind die Pfeiltasten extrem klein konzipiert und nicht für große Hände geeignet. Auch diesmal hat es keine Hintergrundbeleuchtung in unser Testsystem geschafft. Vielschreiber sollten sich nach einem anderen Ultrabook umsehen. Das Multi-Touchpad befindet sich direkt unterhalb des Tastaturfeldes und bietet dieselbe, mattgraue Oberfläche der Handballenauflage in die es eingelassen ist. Das Pad ist in Vergleich zu denen der Apple- oder auch Samsung-Notebooks deutlich kleiner dimensioniert. Die Tasten sind jedoch genauso direkt in der sensitiven Fläche integriert. Die Navigation auf der angerauten Oberfläche funktioniert schnell und präzise, die Finger stoßen allerdings oft an den Rand der sensitiven Fläche, da das Touchpad vergleichsweise tief eingelassen ist.

Die Anschlüsse des Acer Aspire S3 Ultrabooks sind bis auf den Speicherkartenleser und den 3,5 Millimeter Audio-Anschluss alle an der Rückseite untergebracht. Diese liegen aufgrund der geringen Bauhöhe nicht alle im vollwertigen Standard-Layout vor. Für den Gigabit Ethernet-Anschluss und die analoge VGA-Schnittstelle benötigt man zwei Adapter, die aber nicht im Lieferumfang enthalten sind. Die beiden USB-Schnittstellen bieten anders als im Vorgänger endlich die schnelle USB 3.0 Technik, HDMI ist mit an Bord und kabellos kann über WLAN 802.11n sowie Bluetooth 4.0 kommuniziert werden. Die internen Stereo-Lautsprecher befinden sich unterhalb der Handballenauflage. Der Klang zeigt sich höhenlastig und ohne Bass. Wir raten dringend zur Verwendung von externen Kopfhörern oder Lautsprechersystemen an, auch weil die Gesamtlautstärke der Boxen zu niedrig ist. Ein ASUS Zenbook Prime oder der Sound-Primus Dell XPS 14 bietet da ein Vielfaches mehr an Klangqualität.

Der Lieferumfang ist, ähnlich wie das Anschlussportfolio, eher aufgeräumt und übersichtlich. Mehr als Kurzanleitungen und Handbuch liegen nicht bei. Auch das vorinstallierte Windows 7 Home Premium (64 Bit) Betriebssystem zeigt sich entschlackt. Neben einer 30 Tage Testversion von McAffees Internet Security liegt eine frei nutzbare Microsoft Office 2010 Starter Edition bei, die allerdings mit Werbung versehen ist.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i7 3517U / 1,9 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte128 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:1.3 kg
B x H x T:32.3 cm x 1.75 cm x 21.85 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Während der Vorgänger noch mit einem Intel Core i5-2467M aus der zweiten Generation Intel Core Prozessoren (Sandy Bridge) ausgestattet war, setzt Acer nun auf aktuelle Intel Ivy Bridge Technologie (3. Generation) in Form eines Intel Core i7-3517U Stromspar-Prozessors (ULV). Dieser bietet auf zwei Kernen eine Leistung von je 1,9 GHz. Mithilfe der Intel Turbo Boost 2.0 Technologie kann die Taktfrequenz je nach Systemauslastung kurzzeitig auf bis zu 3 GHz angehoben werden. Dank Hyperthreading simuliert der Prozessor dem System zwei zusätzliche Kerne, womit insgesamt vier Kerne zur Abarbeitung von Aufgaben zur Verfügung stehen. Hinzu kommen vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher, welche direkt auf dem Mainboard verlötet sind und somit nicht aufgerüstet werden können. Ein 128 Gigabyte fassendes Solid State Drive (SSD) sorgt für einen schnellen Systemstart innerhalb von 15 Sekunden und Datenübertragungsraten von bis zu 400 MB/s (lesen) beziehungsweise 200 MB/s (schreiben). Durch die stromsparenden Komponenten liegt das Hauptaufgabengebiet des Acer Aspire S3 im Bereich der Büroanwendungen. Dazu gehört das Surfen im Internet, das Erstellen und Bearbeiten von Text- und Tabellendokumenten sowie die Wiedergabe von HD-Inhalten in Form von Filmen oder Internetvideos. Durch die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000 und die vergleichsweise abgespeckte Leistung des Intel Core i7-3517U sind andere Aufgabengebiete wie die Bild- und Videobearbeitungen im professionellen Umfang nur bedingt durchführbar.

Auch bei der neuen Ausgabe des Acer Aspire S3 hat sich der Hersteller für ein glänzendes Display mit der klassischen HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel entschieden. Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 196 Candela pro Quadratmeter positioniert es sich im unteren Mittelfeld. Farben wirken stark und natürlich, aber die Blickwinkelstabilität leidet unter dem niedrigen, maximalen Kontrastverhältnis von 162:1. Zwar lässt sich der Bildschirm um bis zu 180 Grad neigen, doch bereits bei einer 20 Grad Veränderung ergeben sich deutliche Farbverfälschungen und Helligkeitsverluste. In Kombination mit der mageren Displayhelligkeit büßt das Ultrabook einen guten Teil seiner Outdoor-Fähigkeiten ein. Bei direkter Sonneneinstrahlung sieht man auch bei maximaler Helligkeit mehr vom eigenen Gesicht und der Umgebung als vom Bildschirminhalt.

Besser sieht es im Bereich der Emissionen aus. Mit durchschnittlich 31,9 Grad Celsius auf der Ober- und 32,4 Grad Celsius auf der Unterseite liegen die Werte in einem guten Bereich. Vor allem die Messzonen der Handballenauflage und Tastatur blieben im Test stets angenehm kühl. Im Windows-Betrieb - wenn nicht viel Leistung benötigt wird - pendelt sich das Ultrabook bei knapp 28,7 Dezibel (A) ein und ist fast unhörbar. Bei einer Kombination aus Videos, Surfen und Büroanwendungen arbeitet der Lüfter mit deutlich hörbaren 38,1 Dezibel und ist zudem hochfrequent. Die praktische Akkulaufzeit liegt im gleichen Szenario bei 5 Stunden und 10 Minuten.

Zusammenfassung

Das Acer Aspire S3-391-73514G12add muss sich mit den Stärken und Schwächen der letzten S3-Generation anfreunden. Das Gehäuse aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung ist sehr verwindungssteif und gut verarbeitet. In Verbindung mit einer SSD ist die gebotene Leistung für den mobilen Büro- und Surf-Alltag mehr als ausreichend. Negativ schneidet die Qualität der Eingabegeräte und des 13,3-Zoll Bildschirms ab. Trotz der langen Akkulaufzeit wird der Mobilitätsfaktor durch ein zu dunkles und spiegelndes Display gemindert. Die Konkurrenz von Samsung und ASUS kann im gleichen Preisbereich eine bessere Ultrabook-Figur abgeben.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,5 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063508 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11463 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage1898 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage9781 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01440.6 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)393.1 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)185.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read11994 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write12952 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz40.5 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read214 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen11284 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5105 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)10438 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4096 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4031 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8676 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3898 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung83 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 54 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal8 Std. 26 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 10 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

18 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,018 kWh x 24,00 Cent = 9,46 EUR

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