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Bilder zum Test: Acer Aspire One D270-26Dkk - Erstes Cedar Trail Netbook mit Intel Atom N2600

Beschreibung

Optisch ist das Acer Aspire One D270 nicht vom Vorgänger D257 zu unterscheiden. Während die Unterseite und die matte Arbeitsumgebung sehr schlicht ausfallen, liegt das designtechnische Hauptaugenmerk bei der Aufmachung des glänzenden Deckels. Eine so genannte Raindrop-Struktur soll an die Wasseroberfläche nach dem Aufschlagen eines Regentropfens erinnern. Diese kommt vor allem bei den Farbvarianten in Rot und Blau zur Geltung, während die Struktur in unserem, schwarzen Modell des Acer Aspire One D270 nur geringfügig als Eyecatcher auftritt.

Die Verarbeitung des 10,1-Zoll großen Netbooks ist sehr gut. Handballenauflage, Tastatur und Deckel lassen kaum Verwindungen oder Dellenbildung zu. Eine Ausnahme stellt die Deckeloberseite dar, die sich leicht, aber nicht überdimensional in das Gehäuse eindrücken lässt. Um das Display nicht zu beschädigen, sollten Sie verhindern schwere Gegenstände oder Akten auf der Netbook-Oberseite abzulegen. Deutlich besser sieht es bei den Scharnieren aus. Diese sind zwar so stark angezogen, dass ein Öffnen des Netbooks mit einer Hand nicht möglich ist, gewährleisten dafür jedoch einen guten Halt bei ungemütlichen Bahn- oder Autofahrten.

Im Bereich der Tastatur kann das Acer Aspire One D270 mit nur geringfügig verkleinerten Tasten, einem angenehmen Druckpunkt und kurzen Hub überzeugen. An das Floating Design konnten wir uns jedoch auch nach intensiver Nutzung nicht gewöhnen. Da alle Tasten auf einer Ebene liegen und Abstände nur schwer eingeschätzt werden können, sind Tippfehler vorprogrammiert. Eine längere Eingewöhnungsphase muss somit in Kauf genommen werden. Das Touchpad hingegen konnte uns überzeugen. Die Steuerung durch die Windows Oberfläche erfolgt problemlos und gängige Mehrfinger-Gesten, wie zum Beispiel das Zwei-Finger-Scrolling, funktionieren einwandfrei.

Zu den bekannten Anschlüssen, unter denen sich klassische Schnittstellen wie USB 2.0, VGA und ein Ethernet-LAN befinden, gesellt sich ab sofort ein digitaler HDMI-Port. Dieser kann dazu genutzt werden um digital Bild- sowie Tonsignale an externe Monitore, Fernseher oder Beamer zu übertragen. Bisher konnten nur Netbooks mit AMD-Plattform von diesem Vorteil Gebrauch machen. Die integrierte 0,3-Megapixel-Webcam ist nur für Schnappschüsse und kurze Videotelefonate geeignet. Für professionelle Fotos sollte eine Digitalkamera herangezogen werden. Dazugehörige Speicherkarten werden mit Hilfe eines 5-in-1 Multikartenlesers vom Netbook aufgenommen. Die kabellosen Verbindungsmöglichkeiten wurden nicht erneuert. So bietet das Acer Aspire One D270 weiterhin WLAN und Bluetooth. Eine UMTS-Option für spätere Generationen ist nicht ausgeschlossen. Ein entsprechender Platzhalter ist unter dem Akku bereits zu erkennen.

Ab Werk wird das 10,1-Zoll Netbook mit dem Microsoft Betriebssystem Windows 7 Starter ausgeliefert. Diese für Netbooks optimierte Software wird als 32 Bit Version vorinstalliert und verfügt im Gegensatz zu der Home Premium Variante nicht über die Aero Oberfläche, kann nur mit einem externen Monitor umgehen und Features wie die Peek- sowie Shake-Funktion sind ebenfalls deaktiviert. Eine Testversion der McAfee Internet-Security Suite ist ebenso vorhanden wie die kostenlose Microsoft Office Starter Software. Verschiedene Acer-Tools unterstützen Sie zudem in Sachen Webcam, Energieversorgung und Backup.

Display:10.1"Auflösung:1024 x 600 ( WSVGA )
Prozessor:Intel Atom N2600 / 1.6 GHzGrafikkarte:Intel GMA 3600
Festplatte320 GBRAM:1 GB
Laufwerk:optional - externPlattform:Microsoft Windows 7 Starter Edition
Akkulaufzeit:8 Std.Gewicht:1.3 kg
B x H x T:25.65 cm x 2.4 cm x 18.4 cmFarbe:Diamantschwarz

Auf dem Prüfstand

In Deutschland zählt das Acer Aspire One D270 zu den ersten 10,1-Zoll Netbooks, die mit Intels Cedar Trail Plattform ausgeliefert werden. Unser Testgerät verfügt über einen mit 1,6 GHz getakteten Intel Atom N2600. Der Stromverbrauch des Chips beträgt nur 3,5 Watt, während die Leistung gegenüber der Vorgänger-Plattform deutlich gesteigert wurde. Im Vergleich zu einem älteren Intel Atom N455 und dem AMD C-60 Prozessor ist eine Mehrleistung von 78 Prozent beziehungsweise drei Prozent erkennbar. Im Grafikbereich kann sich die nun integrierte Intel GMA 3600 mit einem Plus von 65 Prozent von der früheren Intel GMA 3150 absetzen, hinkt der DirectX-11-fähigen AMD Radeon HD 6290 jedoch mit einem Minus von 86 Prozent hinterher. Dieser Vergleich betrifft jedoch nur die synthetischen Benchmarks (Cinebench & 3DMark06). In einem praktischen Szenario der Videorendering-Software AVS Video Converter liegt die Differenz zu den älteren Atom-Geräten bei einem Vorteil von 48 Prozent. In diesem Bereich erreicht der Intel Atom N2600 sogar fast die Leistung einer deutlich stromhungrigeren AMD E-450 APU. Die verbaute 320 GB Festplatte kann mit 5.400 Umdrehungen pro Minuten leider kaum einen Vorteil mit sich bringen. Die Übertragungsraten liegen im sequentiellen Lesen bei maximal 80 MB/s.

Das Hauptaufgabengebiet eines Netbooks liegt jedoch nicht beim Spielen oder Rendern von Filmen sondern im Umgang mit gängigen Büroprogrammen und beim Surfen im Internet. Die subjektive Wahrnehmung der Arbeitsgeschwindigkeit hat sich im Vergleich zu älteren Intel- oder AMD-Netbooks nicht wesentlich verbessert. Immer noch hat das Acer Aspire One D270 Probleme bei mehreren geöffneten Anwendungen oder flashlastigen Internetseiten. Mit ein bisschen Geduld kommt man jedoch ans Ziel. Die Leistung reicht sogar aus um Filme im 1.080p Format lokal und via YouTube flüssig abzuspielen. Eine gewisse Wartezeit ist jedoch immer vorhanden. Prosumer, die im beruflichen sowie privaten Umfeld mit leistungsstarken Notebooks oder Desktop-Lösungen vertraut sind, kann der Spaß durch den starken Performance-Verlust schnell vergehen.

Ein großer Vorteil liegt jedoch bei den kompakten Abmessung und dem geringen Gewicht von nur 1,3 Kilogramm. Der Bildschirm spielt bei einem Außeneinsatz neben der Akkulaufzeit die größte Rolle. Das Acer Aspire One D270 bietet dafür zwar eine entspiegelte Oberfläche, kann jedoch mit einer durchschnittlichen Ausleuchtung von 212 Candela pro Quadratmeter nur im Mittelfeld platziert werden. Zudem verhindert ein vergleichsweise hoher Schwarzwert einen guten Kontrast. Spiegelungen sind zudem im glänzenden Bildschirmrahmen zu erkennen. Die Blickwinkelstabilität ist für ein TN-Panel typisch. Während im horizontalen Bereich auch großzügige Haltungsabweichungen hingenommen werden können, treten in der Vertikalen schnell Helligkeitsverluste und Farbinvertierungen auf.

Mit einem 6-Zellen-Akku (49 Wh) erreicht das Acer Aspire One D270 eine maximale Akkulaufzeit von über 10 Stunden. Mit aktiver WLAN-Verbindung bei maximaler Bildschirmhelligkeit kann eine Internet-Sitzung bis zu 7,5 Stunden andauern. Hier macht sich der geringe Stromverbrauch der Cedar Trail Plattform bemerkbar. In der Praxis verbraucht der 10,1-Zöller maximal 10,8 Watt. Auch die Lautstärke- und Temperaturentwicklung hält sich in Grenzen. So messen wir einen Pegel von durchschnittlich 34,2 Dezibel (A) und einen Temperaturmittelwert von 30 Grad Celsius. Ausreißer zeigen sich nur an der Unterseite bei starker Prozessor- und Grafikbelastung.

Zusammenfassung

Die Leistung der Intel Cedar Trail Plattform konnte im Test-Parcours gegenüber dem Vorgänger Pine Trail überzeugen. In synthetischen Benchmarks wird ein Leistungsplus von bis zu 78 Prozent festgestellt. Eine deutliche, subjektive Verbesserung der Arbeitsgeschwindigkeit liegt jedoch nicht vor. Im Vergleich zu klassischen Notebooks müssen Nutzer weiterhin mit langen Ladezeiten rechnen. Die Alternative „Netbook“ ist in Form des Acer Aspire One D270 vor allem wegen der langen Akkulaufzeit von 7,5 Stunden interessant. Und das obwohl der 10,1-Zoller aufgrund der Bildschirmhelligkeit in Innenräumen besser aufgehoben ist. Das überzeugendste Kaufargument stellt allerdings der niedrige Preis dar, der über die Kontra-Punkte hinwegsehen lässt.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 2,0 (Gut)
  2. Display 3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte 3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche 2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse 1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör 3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung 2,5 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 260 Pkt. Max. 27244 Pkt.
PCMark7 621 Pkt. Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage 1533 Pkt. Max. 23313 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0 303 Pkt. Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read) 81 MB/s Max. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write) 60 MB/s Max. 781 MB/s
Everest RAM Read 4210 MB/s Max. 20490 MB/s
Everest RAM Write 1289 MB/s Max. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz 96.1 ns Min. 27.6 ns
Everest HDD Random Read 39.4 MB/s Max. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen 4777 Pkt. Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 541 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 1562 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 720 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung 502 Sek. Min. 32 Sek.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 4 Std. 39 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 10 Std. 17 Min. Max. 23 Std. 32 Min.
Praxis 7 Std. 28 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

11 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,011 kWh x 24,00 Cent = 5,78 EUR

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