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Bilder zum Test: Acer Aspire One 725-C62kk - Magere Kost neu aufgewärmt

Im direkten Vergleich zum Vorgänger hat sich das Design des Acer Aspire One 725 nur geringfügig verändert. Die Raindrop-Textur der Oberseite ist gewichen und das Modell präsentiert sich einheitlich in der Farbe “Volcanic Black“, wobei Displaydeckel und Displayrahmen mit einer glänzenden Klavierlackschicht bedeckt sind. Die Stabilität des Gehäuses erweist sich als relativ gut, nur unter starken Druck gibt das Material nach. Da die kompletten Anschlüsse seitlich angebracht sind, lässt sich der Bildschirm um 150 Grad nach hinten klappen.

Leichte Veränderungen sind im Bereich der Eingabegeräte zu beobachten. Die Tasten der verbauten Chiclet-Tastatur haben einen größeren Abstand zueinander und erhöhen den Schreibkomfort. Das gesamte Tastaturfeld federt jedoch beim Tippen stark nach. Der Druckpunkt ist schwammig und der Hub sehr kurz. Das Multitouchpad befindet sich direkt unterhalb der Leertaste und leistet wie beim Vorgänger gute Arbeit. Auf der sensitiven Fläche lässt es sich zügig und genau navigieren. Die Mausersatztasten selbst sind in einem großen Balken zusammengefasst.

Beim Anschlussangebot muss man im direkten Vergleich zum Vorgänger auf zwei separate 3,5 Millimeter Klinke-Buchsen verzichten. Es steht nun ein Kombi-Anschluss für beide zur Verfügung und zwei der drei verfügbaren USB-Schnittstellen müssen noch mit dem USB 2.0 Standard zurechtkommen. Neben einem digitalen HDMI-Ausgang verbaut Acer zudem noch eine VGA-Schnittstelle sowie einen integrierten 5-in-1 Kartenleser. Die integriere 1.2-Megapixel-Kamera kann für Schnappschüsse und kurze Videotelefonate genutzt werden. Als einer der wenigen Netbooks auf den Markt unterstützt das Acer Aspire One 725 Bluetooth 4.0 und WLAN liegt im aktuellen N-Standard vor. Kabelgebunden (Ethernet / LAN) geht es mit maximal 100 MBit/s ins Netz. Der schnelle Gigabit-LAN-Standard wird nicht unterstützt. Auf eine UMTS-Option hat der Hersteller dieses Mal verzichtet. An der Unterseite verbaut, liefern die Stereo-Lautsprecher eine bescheidene Soundkulisse. Sie sind sehr höhenlastig und Bässe fehlen komplett. Wir raten zur Nutzung von externen Soundsystemen oder Kopfhörern.

Zu einem Preis von 299 Euro ist das Acer Aspire One 725 ohne Betriebssystem erhältlich. Auf unserem Testsystem befindet sich allerdings eine vollwertige Windows Home Premium Version, was den Preis auf aktuell 349 Euro anhebt. Dank 64-Bit Betriebssystem kann auch nachträglich der Arbeitsspeicher auf vier Gigabyte erweitert werden. Bis auf eine kostenfreie Nutzung einer Microsoft Office 2010 Starter Edition liefert Acer das Modell ohne Virenscanner oder sonstigen Ballast aus.

Technische Daten

Display:11.6"Auflösung:1366 x 768 ( WXGA )
Prozessor:AMD C-Series C-60 / 1.0 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6290
Festplatte320 GBRAM:2 GB
Laufwerk:optional - externPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:1.2 kg
B x H x T:28.5 cm x 2.35 cm x 20.2 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Wie schon beim Aspire One 722 setz Acer auf einen AMD C-60 Zweikern-Prozessor. Dieser bietet einen Basistakt von 1 GHz und einen maximalen Energieverbrauch von 9 Watt. Die im Prozessor integriert AMD Radeon HD 6290 Grafikeinheit unterstützt DirectX 11, Eyefinity und bietet dabei mehr Leistung als die im Konkurrent Intel Atom N2600 verwendete Intel GMA 3600. Die Leistung reicht zwar für HD-Videos und Browser-Gams (Flash), Computerspiele bleiben aber außen vor. Einen Leistungsunterschied zum Vorgänger konnten wir in unseren verschiedenen System-Benchmarks nicht feststellen. Somit bietet das Modell ein minimal verändertes Design und einen USB 3.0 Anschluss, mehr unterscheidet es nicht von dem von uns getesteten Acer Aspire One 722. Der Arbeitsspeicher beträgt 2 GB und kann auf maximal 4 GB erweitert werden. Mit 320 Gigabyte ist die verbaute Festplatte für Netbooks ausreichend dimensioniert, liefert aber mit 79,6 MB/s bei Schreib- und 76,2 MB/s bei Lesevorgängen nur durchschnittliche Übertragungsraten.

Mobilitäts-Ambitionen mindert Acer mit der Verwendung eines 11,6-Zoll großen, glänzenden Bildschirms. Aufgrund der durchschnittlichen Helligkeit von 187 Candela pro Quadratmeter ist das Netbook bei direkter Sonneneinstrahlung im Freien kaum bis gar nicht zu gebrauchen, da Bildschirminhalte schwer zu erkennen sind und Umgebungsreflektionen überwiegen. Auch das niedrige Kontrastverhältnis von180:1 bei einer nativen Auflösung von 1.366 x 768 Pixel zeigt die schlechten Eigenschaften des Displays auf.

Aufgrund des stromsparenden Innenlebens muss das Netbook kaum gekühlt werden. Im praxisnahen Alltagsbetrieb unter Windows 7 arbeitet der Lüfter mit 37 Dezibel (A) deutlich hörbar. Dabei gönnt es sich 11 Watt aus der Steckdose. Die Temperaturen liegen dabei mit durchschnittlich 29,4 Grad Celsius an der Oberseite und 31,2 Grad Celsius an der Unterseite auf einem sehr guten Niveau. Vor allem der Bereich der Handballenauflage bleibt dabei durchweg kühl. Der mit 4-Zellen ausgestattete Lithium-Ionen Akku bietet eine maximale Akkulaufzeit von 7 Stunden und 18 Minuten. Bei einer praktischen Nutzung und einer Kombination aus Surfen, Bearbeiten und Erstellen von Dokumenten, sowie das Ansehen von Clips im Internet ergibt sich eine realistische Laufzeit von etwa 4 Stunden und 46 Minuten. Damit biete der Vorgänger sogar eine höhere Leistung in Sachen Akkulaufzeit.

Zusammenfassung

Das Acer Aspire One 725-C62kk bietet kaum Vorteile zum Vorgänger und konnte alte Schwächen nur geringfügig ausmerzen. Die Akkulaufzeit ist aufgrund des kleineren Akkus geschrumpft und auch die schwammige Tastatur wurde nicht verbessert. Positiver fällt die Wärmeentwicklung an der Unterseite aus, die nun deutlich geringer ist. Ebenfalls als Fortschritt zu bewerten, ist der flotte USB 3.0 Anschluss und der niedrige Stromverbrauch. Weiterhin begrenzt das dunkle und spiegelnde Display die Möglichkeiten einen Außeneinsatzes enorm und verringert den Wohlfühlfaktor außerhalb des Büros oder der Wohnung. Somit kann Acer auch mit diesem Modell nicht die volle Mobilität bieten, die man von einem Netbook erwartet.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte3,0 (Befriedigend)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,5 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör4,0 (Ausreichend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark061755 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11200 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage531 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark7722 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage2013 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0316.8 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)79.6 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)76.2 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read2373 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write2981 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz97.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read63.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen3428 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)759 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)1481 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)1287 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)791 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)1502 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)1271 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung685 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 13 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 18 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 46 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

11 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,011 kWh x 24,00 Cent = 5,78 EUR

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