1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Acer Aspire 7745G-5464G64Bnks - Umfangreiches Blu-ray-Unterhaltungs-Paket

Erster Eindruck vom Acer Aspire 7745G-5464G64Bnks

Auf Anhieb wirkt der große schwarze Acer Aspire 7745G elegant und fast ein bisschen nobel: „Die glänzende Oberfläche des schwarzen Covers mit abgerundeten Kanten besitzt eine filigrane Textilstruktur“, formuliert die Acer Presseagentur. Diese Struktur soll offenbar Fettflecken aus normal fettigen Händen ein bisschen verschleiern. Auf dem Hochglanz-schwarzen Deckel mag man dennoch ab und zu ein Tüchlein zum Polieren bemühen. Klappt man den Deckel auf, so sticht eine sehr komfortable Tastatur und eine mittelgraue „Handballen-Auflage in gebürstetem Metall-Finish“ eins Auge. Letztere zumindest reduziert die Sichtbarkeit von Fingerabdrücken doch recht effektiv. Der Deckel schwabbelt beim Verwindungstest nur mäßig, das ist für diese Größe ganz okay. Bei einer Breite von knapp 42 cm und einer Tiefe von fast 28 cm wirkt auch die Höhe des Laptops mit hinten ca. 4 cm nicht wirklich dick. Das schwarze Gehäuse des großen Laptops wirkt schlanker als es ist, auch weil ein mittelgrauer Streifen in Metalloptik die beiden Hälften raffiniert unterbricht. Mit eingesetztem Akku wiegt der Acer Aspire 7745G gut drei Kilogramm. Packt man das 515 Gramm schwere Netzteil samt Netzkabel noch drauf, dann ziehen circa 3,5 kg am rechten oder linken Arm. Damit ist der Laptop nicht mehr ausgesprochen mobil, aber als Desktopersatz lässt er sich doch einigermaßen komfortabel von einem Zimmer in das nächste tragen.

Technische Daten und Ausstattung

Der große Acer Aspire 7745G hat einen aktuellen, mobilen Dual-Core-Prozessor der Marke Intel Core i5 460M @ 2,53GHz unter der Haube. Der Zwei-Kern-Prozessor kann zwei Threads pro Kern verarbeiten. Als Arbeitsspeicher sind in dem Testgerät mit der edlen Hochglanzoptik sehr vernünftige 4GB DDR3-RAM installiert. Diese setzen sich aus zwei Speicherbänken der Bauart Samsung M471B5673FH0-CH9 2GB DDR3 zusammen. Der 17,3-Zoll-Breitbildschirm des Acer Aspire 7745G hat eine Auflösung von 1600x900 Bildpunkten. Teilt man die beiden Ziffern jeweils durch 100, dann ergibt sich das Bildformat von 16zu9. Somit können 16zu9-Filme ohne schwarze Balken an den Rändern abgespielt werden. Das Display ist offensichtlich nicht entspiegelt: Ist der Laptop ausgeschaltet, so kann man sich selbst, sowie den restlichen Raum dahinter, auf dem Monitor als Spiegelbild betrachten. Der Hersteller bezeichnet das verbaute Display des Acer Aspire 7745G als 17,3 Zoll HD+ Acer CineCrystal LED LCD. Es wird von einer stromsparenden Grafikkarte der Marke Intel HD Graphics angetrieben. Sie unterstützt DirectX10. Daneben hat der Laptop eine zweite, wesentlich stärkere Grafikkarte der Marke ATI Mobility Radeon HD 5850. Sie unterstützt ebenfalls DirectX10. In der ATI Systemsteuerung kann der User festlegen, ob sein Laptop mit der Strom sparenden Intel Grafik oder mit der leistungsfähigeren ATI Grafik arbeiten soll. Mit der Intel Grafik hält der Akku länger, falls man den großen Laptop tatsächlich auch mal unterwegs fern ab jeder Steckdose einsetzen sollte.

Als Festplatte nutzt der Acer Aspire 7745G eine 2,5-Zoll-kleine Western Digital WDC WD6400BEVT-22A0RT0 mit stattlichen 640GB. Nach dem Lösen der Bodenplatte findet man einen weiteren, noch leeren Schacht zum Einbau einer zweiten Festplatte im 2,5 Zoll Format. Schön, dass dem großen Laptop Body eine solche Ausbaureserve spendiert wurde. Laut Acer kann man das Gerät auch mit zwei Festplatten mit bis zu insgesamt 1,28 TB Speicherplatz bekommen. Das optische Laufwerk des Test-Laptops nennt sich MATSHITA BD-CMB UJ141AL. Es unterstützt die Formate BD-R, DVD+-RW und CD-RW. Mehr dazu am Ende dieser Story.

Anschlüsse

Der Acer Aspire 7745G hat mit VGA, HDMI und vier USB 2.0 Buchsen die wichtigsten Schnittstellen an Bord. DVI und DisplayPort, eSATA oder USB 3.0 sucht man vergebens. Würde man das alles auch noch einbauen, dann bräuchte der Laptop mehr Strom und er würde entsprechend teurer werden. An der Vorderseite hat der Acer Aspire 7745G einen Multikartenleser für die Formate Secure Digital (SD), MultiMediaCard (MMC), Memory Stick (MS), Memory Stick PRO (MS PRO) und xD-Picture Card (xD). An der rechten Außenseite des Acer Aspire 7745G finden sich zunächst drei USB 2.0-Anschlüsse. Es folgt ein optisches Laufwerk für CDs oder DVDs oder Blu-ray-Scheiben. Am benachbarten Ethernet-RJ-45-Gigabit-Anschluss kann man den Laptop via Kabel mit einem 10/100/1000-Megabit-Netzwerk verbinden. Er wird von einem Atheros AR8151 PCI-E Gigabit Ethernet Controller angetrieben. Ganz hinten findet man die DC-Eingangsbuchse. Hier wird das Netzteil angeschlossen. An der Rückseite des Acer Aspire 7745G Laptops sitzen im Wesentlichen nur der Akku und die Scharniere für den Laptopdeckel. An der linken Seite hat der Acer Aspire 7745G wie derweil fast jeder Laptop einen Steckplatz für ein Kensington-Schloss. Nach den Lüftungsschlitzen folgt ein VGA Port für den Anschluss externer Monitore. Gleich daneben sitzt der HDMI Anschluss. Damit können externe Monitore, Projektoren und moderne Flachfernseher über ein einziges HDMI-Kabel gleichzeitig mit Bild und mit Ton aus dem Laptop versorgt werden. Nach einem weiteren USB 2.0-Anschluss folgen drei Audiobuchsen: Die Leitungseingangs-Buchse dient dem Anschluss von Audioeingabe-Geräten wie Audio-CD-Player, Stereo-Walkman oder mp3-Player. Die Mikrofon-Buchse eignet sich für Eingaben aus externen Mikrofonen. Die Kopfhörer-/Lautsprecher-/Ausgabe-Buchse schließlich kann mit einer S/PDIF-Unterstützung aufwarten.

Nun zu den unsichtbaren Funk-Anschlüssen: Einen gesonderten Hardware-Schalter für WLAN haben wir nicht gefunden. WLAN wird mit einem Druck auf Fn+F3 eingeschaltet. Damit springt das im Bauch des Laptops versteckte 11n-WLAN-Modul namens Atheros AR5B97 Wireless Network Adapter im Format einer Half-Mini Card an. In unserem Kurztest hat sich der Acer Aspire 7745G Laptop mit den Funkzellen eines AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 Routers am VDSL 50.000 und eines Cisco Linksys WRT610N WLAN-Routers am hausinternen EMC-Iomega-NAS-Speicher-Netzwerk jeweils binnen 2-3 Sekunden fehlerfrei verbunden. Allerdings hat der Laptop die Funkzellen der WLAN Router nur auf 2,4 GHz erkannt, nicht aber jene im 5GHz-Band. Somit steckte in unserem Testgerät noch kein Dual-Band-Adapter, sondern nur ein Single-Band-WLAN-Modul. Wenn schon zu viele Nachbarn auf 2,4-GHz funken, wäre es jedoch praktisch, wenn der Laptop in das noch nicht so überfüllte 5 GHz Band ausweichen könnte. Ein Bluetoothmodul war in unserem Acer Aspire 7745G Testgerät nicht zu finden. 3G-Module für das Internet Surfen über Mobilfunknetze haben wir im Bauch des Acer Aspire 7745G Testgerätes und im Geräte-Manager ebenfalls nirgends gefunden. Dafür sind aber nützliche USB-Buchsen am Laptop, über die man solche fehlenden Schnittstellen bei Bedarf extern mit einem 3G Stick nachrüsten könnte. Bei reinen Consumer-Laptops findet man integrierte 3G Module noch selten, bei Business Laptops gehören sie schon fast zur Grundausstattung.

Software und Zubehör

Auf unserem Testgerät war das Betriebssystem Microsoft Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Version vorinstalliert. Leider legt der Hersteller keine fertige Recovery-DVD in den Lieferumfang. Die sollte sich der Laptopkäufer aber gleich nach dem Kauf selber brennen. Dazu hat der Hersteller eine Software namens Acer eRecovery Management vor installiert und empfiehlt dem Käufer: „Brennen Sie das Werkseinstellungensystem auf einen Datenträger, damit Sie den PC bei Bedarf auf die Werkseinstellungen zurücksetzen können. Es ist wichtig, den Werkseinstellungen-Datenträger zu erstellen, bevor Sie den PC verwenden“. Doch Hand aufs Herz: Wer macht das schon? Manche Laptop-Erstkäufer wissen gar nicht, dass das die allererste Arbeit am neuen Rechner sein sollte. Da auch keine gesonderte Treiber und Software Backup DVD beiliegt, empfiehlt Acer zusätzlich: „Brennen Sie die Treiber und Anwendungen auf einen Datenträger. Verwenden Sie diesen Datenträger, um Treiber oder Anwendungen neu zu installieren, wenn es bei diesen zu Problemen kommen sollte“. Diese beiden Empfehlungen sollte man tatsächlich sofort nach dem Kauf befolgen. Ein Wiederherstellungs-Image ist aber auch auf der Festplatte versteckt. Mit Acer eRecovery Management kann man den Laptop in der Regel aber auch ohne Recovery-DVD wieder herstellen, solange diese Image-Datei und die sie tragende Festplatte eben keinen Schaden hat.

Zusätzlich zu dem o.g. Acer eRecovery Management ist auf dem Acer Aspire 7745G ein sog. Acer Backup Manager von NewTech Infosystems vorinstalliert: Dieser hilft dem User, Sicherungskopien des gesamten Systems oder ausgewählter Dateien und Ordner mit einem Zeitplan oder spontan bei Bedarf zu erstellen. Acer Arcade Deluxe von CyberLink indes ist ein Player für die Wiedergabe von Musik, Fotos und Filmen mit integrierten Tools für soziale Netzwerke. Diese Suite dient laut Acer als intuitiv bedienbare, zentrale Plattform für alle multimedialen Anwendungen, wie die Wiedergabe von Musik, Videos, DVDs und Fotos oder den Einsatz der Acer Crystal Eye-Webcam. Das gleichnamige Programm Acer Crystal Eye webcam von Liteon steuert die eingebaute 1,3 Megapixel Webkamera des Acer Aspire 7745G. Es wirkt ein bisschen spartanischer als beispielsweise CyberLink YouCam 3, das mit sehr lustigen Gags und Effekten zu unterhalten versteht. Eine zeitlich begrenzte Testversion der McAfee Internet Security Suite dient als Virenwächter. Recht komfortabel ist auch das kostenlose Büroprogramm Microsoft Office Starter 2010 mit den Einzel-Programmen Excel Starter 2010, Word Starter 2010 und Microsoft Office Picture Manager. Vielen wird diese kleine Bürosuite völlig reichen, Microsoft will damit aber sicher Appetit auf das viel umfangreichere Vollprogramm namens Microsoft Office 2010 machen. Die vorinstallierte MyWinLocker Suite von Egis Technology will die Sicherheit beim Speichern und beim Löschen von Daten erhöhen. NTI Backup Now 5 von NewTech Infosystems ergänzt die eingangs erwähnten Daten Sicherungs Programme. NTI Media Maker 8 stammt ebenfalls von NewTech Infosystems. Es dient der Verwaltung und dem Brennen insbesondere von Audio und Videodaten. Daneben findet man etliche Spiele in der Acer GameZone, Treiber der Geräte-Lieferanten wie Intel und ATI sowie Links zu eBay oder Skype und etliches mehr auf dem Laptop vorinstalliert.

Display

Das im Acer Aspire 7745G verbaute Display bezeichnet der Hersteller als 17,3 Zoll HD+ Acer CineCrystal LED LCD. Dank der LED-Hintergrundbeleuchtung sei das LCD besonders stromsparend und komme vollkommen ohne Quecksilber aus. Weiterhin biete es einen größeren Farbbereich, intensivere Farbsättigung und höhere Kontrastverhältnisse als herkömmliche Displays. Allerdings spiegelt das Display erheblich, wie die meisten Displays der allermeisten Consumer-Laptops. Die meisten Käufer wollen es nicht anders, weil Fotos auf Glossy Displays auf den ersten Eindruck meist satter und edler wirken als auf matten Displays. Die horizontalen und vertikalen Blickwinkel sind ebenfalls nicht rekordverdächtig. Schaut man frontal im rechten Winkel auf das Bild, dann ist es schön. Aus allen anderen Winkeln kommt weitaus weniger Begeisterung auf. Unser Labor attestiert dem getesteten 17,3-Zoll-Display eine durchschnittliche Leuchtdichte von 192 Candela pro Quadratmeter. Am dunkelsten bleibt der Bildschirm mit 190 Candela links oben, am hellsten strahlt er mit 208 Candela im Zentrum. Die gehobene Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten übertrifft zwar schon die mittlere Laptop-Einheitskost von 1366 x 768 Bildpunkten, aber echtes FULL-HD ist das ja nicht, denn dazu müsste der Allround-Laptop ja native 1920x1080 Pixel auf dem Display zeigen. Jedoch hat der Laptop HDMI für den Anschluss externer Full-HD Monitore.

Eingabegeräte

Mit einer Breite von 35,5 cm und einer Höhe von 11 cm nutzt Acer den großen Laptop Body für eine komfortabel große Tastatur. Auch optisch passt die glatte Tastatur sehr schön zum restlichen Design des eleganten Laptops. Laut Presseagentur ermöglicht sie „dank größerer Tasten und Zwischenräume komfortables Schreiben“. Auf alle Fälle sitzen die meisten Tasten genau dort, wo man sie intuitiv erwarten würde. Auch der numerische Ziffernblock, die große Enter-Taste und die Hochstelltasten sind gottlob groß genug, um sie leicht zu treffen. Das ist ja nicht bei allen Laptops selbstverständlich. Allerdings rutschen unsere Zehn-Finger-Schnell-Tipp-Tester auf den glatten Tasten sehr leicht ab und berühren dann versehentlich die Nachbartasten. Unser Zwei-Finger-Adlersuchsystem-Tipper dagegen tippt lustig herzhaft mit Schwung von oben in die Tasten. Tippt er dann auch mal aus Versehen in die Zwischenräume, dann stellen sich die Tastendeckel auf den filigranen Stiftfüßchen auch schnell mal schief. Fährt man dann von links nach rechts zum Staub wischen mit der bloßen Hand über die Tastatur, dann bleibt man leicht an einer schief gestellten Taste hängen und sie springt 20 cm in die Höhe. Man kann den Tastendeckel dann zwar mit viel Geduld wieder von oben in das Stiftfüßchen hineinmanövrieren. Mit einem kräftigen Staubsauger sollte man die Tastatur allerdings nicht Reinigen, denn sonst kann man die Tasten-Deckel später im Staubsack suchen. Wer bei einem langen Videofilm auch gerne einmal trockenes Knuspergebäck vor seinem Laptop verzehrt, wird schnell merken, dass diese Tastatur jedwede Brösel fast magnetisch anzieht. Durch die großen Tasten-Lücken fallen auch 2mm dicke Brösel-Brocken leicht unter die kelchförmig konstruierten Tasten. Sony hat als einer der ersten Hersteller gezeigt, dass man auch brösel-sichere Tastaturen in Laptops verbauen kann. Nur kosten die halt mehr. Fazit zur Acer-Tastatur: Der erste Eindruck ist der Beste. Nicht jeder Laptopuser sitzt doch immer frisch rasiert mit Anzug und Krawatte korrekt vor seinem Laptop. Manche teilen Tisch und Bett rund um die Uhr mit ihrem Laptop. Da ist es doch unrealistisch anzunehmen, dass im echten Leben nicht auch mal winzige Essensreste in die großen Lücken zwischen die Tasten fallen.

Das TouchPad des Acer Aspire 7745G hat mit 9 cm Breite und 5 cm Höhe eine durchaus passende Größe. Das Synaptics TouchPad am PS/2 Port ist nach unserem Geschmack nicht zu rau und nicht zu glatt geraten. Es hebt sich optisch, farblich, vom Materialfeeling und vom Höhenlevel her durchaus genügend von der benachbarten Handballenauflage ab. Die Presse Agentur von Acer bietet allen Journalisten dazu folgende Formulierungshilfe: „Das Multi-Gesture Touchpad unterstützt Scrollfunktionen, Page Flip und Zoomfunktion per Zwei-Fingerbewegung, wodurch eine fließende Navigation mit den Fingerspitzen gewährleistet ist“. Und in der Tat, das Touchpad funktioniert soweit ganz ordentlich. Mit einer guten optischen Maus samt Scroll-Rädchen dürften die meisten User aber trotzdem schneller und präziser an das gewünschte Ziel gelangen. Nicht immer ist aber genügend Platz für eine Maus, im Zug, im Bett, in der Küche, auf einem engen Schreibtisch. Oder es fehlt eine glatte Unterlage für die Maus. Dann ist ein gutes Touchpad ein willkommener Mausersatz.

Im oberen Displayrand des Acer Aspire 7745G sitzt eine Web-Kamera mit 1,3 Megapixel. Sie taugt etwa für Videoaufnahmen, Videokonferenzen, Online-Chats oder Skype Video Telefonate. Sie erspart das Aufstecken einer externen Webcam. Rechts oder links neben der Webcam vermissen wir aber ein Lämpchen, das stetig leuchtet, sobald die Kamera aktiv geschaltet ist. Das findet man bei Laptops nämlich immer häufiger. Denn damit hat man auch eine optische Kontrolle, ob man im Internet gerade auf Sendung ist. Das für Tonaufnahmen und Laptop-Telefonate benötigte interne Mikrofon sitzt links neben der Kamera, ebenfalls im oberen Laptopdeckel.

Temperatur

Die durchschnittliche Erwärmung des Acer Aspire 7745G Laptops auf 35,61 °C war im Betrieb zwar durchaus spürbar, wird aber von den meisten Menschen sicherlich noch nicht als heiß empfunden. Der ähnlich große Medion akoya P7615 hat sich kürzlich im Schnitt auf 35,77 °C erwärmt.

Betriebsgeräusche

Mit einem Praxiswert von 35 dB fanden wir die Geräusche des Acer Aspire 7745G Laptops nicht wirklich nervig. Außerdem hat der Lüfter im Test auch nicht unerwartet aufgeheult oder schrill gequietscht. Die Laptop-Lüftung des Acer Aspire 7745G surrte im Leerlauf mit 32 Dezibel und bei Volllast mit 38 Dezibel. Bei der Filmwiedergabe rödelte das optische Laufwerk mit 36 und beim Datenzugriff mit 41 Dezibel.

Leistung

Der moderne Dual-Core-Prozessor der Marke Intel Core i5 460M @ 2,53GHz bekommt von Windows 7 recht ordentliche 6,9 Leistungs-Punkte. Dem 4GB DDR3-RAM alias Arbeitsspeicher spendiert Windows 7 brauchbare 5,9 Leistungspunkte. Die stromsparende Grafikkarte der Marke Intel HD Graphics schafft laut Windows-7-Leistungs-Index 4,5 Punkte bei Windows Aero Anwendungen und 5,2 Punkte bei 3-D-Business und Gaming-Applikationen. Die zweite, wesentlich stärkere Grafikkarte der Marke ATI Mobility Radeon HD 5850 kommt laut Windows-7-Leistungs-Index auf 6,9 Punkte bei Windows Aero Anwendungen und ebenfalls auf 6,9 Punkte bei 3-D-Business und Gaming-Applikationen. Die Western Digital Festplatte mit ihren stattlichen 640GB schafft eine mittlere Transferrate von ca. 66 MB/sec und eine mittlere Zugriffszeit von 19 Millisekunden. Windows 7 gibt ihr 5,9 Leistungs-Punkte. Kurz gesagt: Die Platte bietet viel Platz und eine gute Leistung. Fazit: Am schwächsten ist die verbaute Intel Grafikkarte, am stärksten sind der verbaute Intel Prozessor sowie die ATI Mobility Radeon HD 5850 Grafikkarte.

Wer das Gerät selbst weiter aufrüsten will, wird durch einen Austausch der rotierenden Festplatte gegen eine in der Regel auch immer noch sehr teure SSD-Festplatte wohl den stärksten Effekt erzielen. Damit laden Daten und Programme spürbar schneller. Sehr interessant ist auch der zweite, noch nicht belegte Festplatten-Slot im Bauch des Acer Entertainment Laptops. Hier kann man ohne großen Aufwand testen, was eine zweite 2,5 Zoll Festplatte in herkömmlicher oder in SSD-Bauweise zusätzlich an Speed, Komfort und Speichervolumen bringt. Gerade Multimediafans werden eine Aufrüstung auf 2 × 640 GB, sprich 1,28 Terabyte, für ihre Audio und Videosammlung gut gebrauchen können. Auch beim WLAN Modul könnte man für ein paar Dutzend Euro ein wesentlich besseres Modell mit dem Funkstandard ABGN im Internet finden.

Akku und Energieverbrauch

Das Netzteil, PA-1900-34, Made in China, von Lite-On, speist den Laptop und lädt den Akku mit maximal 4,74 Ampere und 19 Volt. Es toleriert Stromquellen von 100 bis 240 Volt und Wechselstrom-Frequenzen von 50 bis 60 Hertz. Mit ca. 500 Gramm gehört es nicht zu den leichtesten Exemplaren. Der Lithium-Ionen Akku der Marke AS10B61, Made in China, versorgt den Laptop unterwegs laut Aufdruck mit 48 Wattstunden bei 11,1 Volt und 4,4 Ampere. Er kann im Prinzip zwar ausgesprochen leicht aus dem Laptop-Boden gezogen und wieder hineingesteckt werden. Einer der beiden Akku Verschlüsse war sogar leichtgängig, der andere hackte aber und war kaum zu bewegen. Da sich hinter dem Akku des Acer Aspire 7745G jedoch keine weiteren Schnittstellen, also auch kein Slot für eine SIM Karte verstecken, muss man den Akku ja nicht häufig entfernen. Was bringt der eigentliche Akku nun konkret im Laptop? Das Labor von notebookinfo.de attestiert unserem Testgerät unter Volllast eine Laufzeit von einer Stunde und 24 Minuten. Im gemischten Praxisbetrieb hält der große Laptop immerhin 4 Stunden und 47 Minuten durch. Die maximale Akkulaufzeit lag sogar bei neun Stunden und 20 Minuten. Die integrierte Grafikkarte von Intel und der moderne Intel Prozessor helfen beim Stromsparen.

Praxis

Für ein „atemberaubendes Audio-Erlebnis wie im Kino sorgen das Dolby-optimierte Surroundsound-System mit zwei eingebauten Stereolautsprechern und einem Subwoofer sowie die Dolby Home Theater Audiooptimierung der 3. Generation“, schreibt die Presseagentur von Acer. Nun denn, im Kino klingt ein Hollywood-Film etwas beeindruckender, aber für Laptop-Verhältnisse klingt der Acer Aspire 7745G tatsächlich voll, sogar ein bisschen räumlich, und für normale Zimmergrößen laut genug. „Über den True 5.1-Channel Surroundsound-Ausgang kann das Notebook einfach in die heimische Audioumgebung integriert werden“ schreibt ebenfalls die Agentur, und in der Tat: Aus einem halbzentnerschweren 30 cm Subwooofer einer gesonderten Audioanlage klingen die Bässe einfach satter als aus dem winzigen Laptop-Tieftöner.

Nun zu den Videofähigkeiten des Acer Aspire 7745G: Ein Blu-ray-Laufwerk gehört zur Zeit noch zu den Highlights eines Laptops: Wir testen deshalb eine technisch gut gemachte Sony Blu-ray Disc namens Hancock mit Will Smith: Film-Auflösung Full HD 1920 x 1080p. Bildformat 16:9. Sound: 5.1 Dolby True HD Audio. Was macht der Acer nun aus diesem exzellenten Material? Das Acer Laptop Display hat ja eine native Auflösung von 1600 × 900 Bildpunkten. Also wird die Blu-ray von 1920x1080 auf 1600 × 900 herunter gerechnet. Der so herunter skaliere Film wirkt aber trotzdem noch recht scharf, solange man genau im rechten Winkel auf das Acer-Display schaut. Für mehrere Personen gleichzeitig ist das Laptop-Display allerdings nicht geeignet, denn genau im rechten Winkel kann ja immer nur ein einziger Zuschauer vor dem Laptop sitzen. Durch den Anschluss eines externen Monitors, Projektors oder Fernsehers können die Daten, Fotos und Videos eines Laptops weitaus größer und eindrucksvoller dargestellt werden:

Fall A: Ein 42 Zoll Full HD Fernseher der Marke Philips 42PFL7603D mit Ambilight Raumbeleuchtung hat eine native Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Schnittstellen u.a. 2xScart, 1xCI, 1xUSB, 4xHDMI. Der Laptop wird also per HDMI-Kabel mit dem TV-Gerät verbunden: Im Grafik-Betriebsmodus „Desktop nur auf 2 anzeigen“ wird das Laptop-Display dunkel. Jetzt wird nur noch der Fernseher mit seinen vollen 1920 mal 1080 Pixeln von der Laptop-Grafik angesteuert. Beim Einlegen der Blu-ray in den Laptop kommen Film und Ton gemeinsam aus dem Philips Fernseher, genau so, wie man es auch erwartet. Schaut super aus und klingt beeindruckend.

Fall B: Ein 26 Zoll Full HD Monitor der Marke Samsung SyncMaster T260HD mit zwei Fernseh-Tunern hat eine native Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Das ist ein bisschen mehr als Full-HD. Schnittstellen u.a. 1xScart, 1xCI, 1xVGA, 1xDVI-D, 2xHDMI. Der Laptop wird per HDMI-Kabel verbunden: Im Betriebsmodus „Desktop nur auf 2 anzeigen“ wird das Laptop-Display dunkel. Jetzt wird nur noch der SyncMaster mit seinen vollen 1920 mal 1200 Pixeln von der Laptop-Grafik angesteuert. Beim Einlegen der Blu-ray kommen Film und Ton gemeinsam aus dem SyncMaster. Das Videobild ist richtig scharf. Es bleiben aber schwarze Balken oben und unten. Der Ton ist etwas zu leise. Es entsteht kein Kinofeeling.

Fall C: Ein 27 Zoll Full HD Monitor der Marke Fujitsu Display P27T-6 IPS ohne TV-Tuner hat eine Auflösung von 2560 x 1440 nativen Bildpunkten. Das ist schon deutlich mehr als Full-HD. Schnittstellen u.a. 1xDisplayPort (DP) bis 2560 x 1440, 1xDVI-D bis 2560 x 1440, 1xVGA bis 1920 x 1200, 2xHDMI bis 1920 x 1080, 1xUSB-IN, 4xUSB-Out. Der Acer Laptop unterstützt keinen DisplayPort und auch kein DVI, also wird er „nur“ über HDMI verkoppelt: Im Betriebsmodus „Desktop nur auf 2 anzeigen“ wird das Laptop-Display dunkel. Jetzt wird nur noch der Fujitsu-Monitor mit 1920 mal 1080 Pixeln von der Laptop-Grafik angesteuert. Beim Einlegen der Blu-ray kommen Film und Ton gemeinsam aus dem Fujitsu-Monitor. Das Videobild ist relativ scharf. Der Ton ist gerade noch laut genug. Der Laptop kann die Fähigkeiten des Fujitsu-Monitor nicht voll ausreizen. Es entsteht auch hier kein raumgreifendes Kinofeeling. Fazit: Die eindrucksvollste Raumwirkung und der vollste Sound kommen beim Anschluss des Laptops an den Philips-Fernseher zustande.

Zusammenfassung

Der mobile Intel Core i5 460M @ 2,53GHz Prozessor, die stromsparende Intel HD Grafikkarte, das ATI Mobility Radeon HD 5850 Grafiksystem und eine 640-GB-Festplatte machen den 17,3-Zoll-Acer Aspire 7745G zu einem gelungenen Entertainment-Laptop. Das große 17,3 Zoll-Display des Laptops hat gerade auch für Blu-ray-Filme ein sehr passendes 16zu9-Format. Sitzt man genau frontal vor dem Laptop, dann kommen Blu-ray-Filme mit schönen, satten Farben aus dem 1600 × 900 Pixel Display. Die Laptoplautsprecher klingen ebenfalls recht ordentlich. Schickt die ATI Grafikkarte das Bild und den Ton aus dem Laptop jedoch über ein HDMI-Kabel auf einen guten externen Monitor oder Flachfernseher, dann wirkt ein guter Blu-ray-Film noch viel beeindruckender. Die Tastatur mit abgesetztem Zehnerblock hat eine komfortable Größe, ist jedoch etwas glatt und rutschig. Die Festplatten-Kapazität ist mit 640GB sowieso schon üppig, kann aber durch den Einbau einer zweiten Platte auf 1,2 Terabyte verdoppelt werden. Die vorinstallierte Softwareausstattung ist ebenfalls recht gut. Unterm Strich hat der getestete Acer Aspire 7745G eine sehr umfangreiche Ausstattung, schaut trotzdem noch recht elegant aus, klingt gut und leistet sich auch beim Energieverbrauch keine Schwächen. Dank Blu-ray-Laufwerk bleibt er auch eine Weile zukunftssicher.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,8 (Gut)
  2. Ausstattung1,8 (Gut)
  3. Display3,3 (Befriedigend)
  4. Eingabegeräte2,2 (Gut)
  5. Temperatur2,7 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,2 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör1,7 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
  11. Praxis1,8 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark067921 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage5934 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7459 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7466 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz102.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read56.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen17305 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3396 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7891 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5043 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3023 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)6986 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5036 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung281 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 24 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal9 Std. 20 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 47 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

64 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,064 kWh x 24,00 Cent = 33,64 EUR