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  3. Test Acer Aspire 5750G-2638G75BNkk - Licht und Schatten

Erster Eindruck vom Acer Aspire 5750G-2638G75BNkk

Wirkt Schwarz edel oder veraltet? Das komplette Kunststoffgehäuse des Acer Aspire 5750G-2638G75BNkk ist schwarz. Die matte, geriffelte Struktur von Deckel und Handballenablage ist unanfällig gegen Verschmutzungen. Dafür sammeln sich leider Fingerabdrücke und Staubkörner auf dem Hochglanzdisplay dieses Multimedia-Notebooks sowie auf der glänzend lackierten Leiste oberhalb der Tastatur.
Die Lautsprecherleiste über der Tastatur ist relativ schmal. Sie ist die mit Dolby Advanced Audio und Virtual Surround Sound beschriftet.
Obwohl als Oberflächenmaterial nur Kunststoff zum Einsatz kommt, überzeugt es doch durch Stabilität. Weder Deckel, noch Tastatur und Handballenablage geben bei Druck nach. Die L-förmigen Scharniere halten das 15,6-Zoll-Display fest in seiner Position. Nur beim Aufklappen wippt der Deckel leicht nach. Das Multimedia-Notebook hat einen Öffnungswinkel von etwa 150 Grad.
Bei einem Gewicht von 2,6 Kilogramm sollte der Transport kein Problem sein. Die Abmessung entsprechen bei dieser Geräteklasse der Norm. Es ist 31,3 Zentimeter breit, 25,3 Zentimeter tief und von vorne 2,5 bis hinten 3,3 Zentimeter hoch.
Festplatte und Arbeitsspeicher liegen wie beim Vorgänger, dem Aspire 5742G, hinter einer Klappe an der Unterseite des Notebooks. Sind die zwei Schrauben gelöst, lässt sich die Klappe öffnen und der Zugang zu den Komponenten ist frei. Aufrüsten wäre also ohne größere Probleme möglich, ist bei der guten Ausstattung aber kaum nötig.

Technische Daten und Ausstattung

Im Multimedia-Notebook von Acer arbeitet ein mobiler Highend-Prozessor mit vier Kernen aus der Sandy-Bridge-Reihe von Intel. Der Intel Core i7-2630QM bearbeitet mit seinen vier Kernen dank Hyper-Threading bis zu acht Aufgaben gleichzeitig.Die Taktfrequenz von zwei Gigahertz erhöht er durch Turbo-Boost in 133-Megahertz-Schritten auf bis zu 2,9 Gigahertz. Die Rechenleistung ist enorm und eignet sich für das Konvertieren zahlreicher Videodateien oder das Verschlüsseln ganzer Festplatten.
Der i7-2630QM berechnet innerhalb weniger Sekunden Filtereffekte in der Profi-Bildbearbeitung . Hohe Leistung schafft jedoch auch großen Stromhunger. Den maximalen Energieverbrauch des Vierkernprozessors gibt Acer mit 45 Watt an. Solch großen Appetit entwickelt der Prozessor jedoch nur bei praxisfernem Betrieb. Normalerweise begnügt er sich mit deutlich weniger.
Der integrierte Video-Decoder im beigefügten Intel-HD-Grafikchip macht die Nutzung eines anderen Grafikchips nahezu überflüssig. Bei modernen Spielen jedoch ist eine schnelle Grafikkarte unverzichtbar.
Acer nutzt hier die Nvidia Geforce GT 540M, die bis zu 1.760 Megabyte zusätzlich zum Speicher hat. Damit verfügt das Aspire 5750G über eine beachtliche Leistung.
Ein für Multimedia-Notebooks wichtiges Blu-ray-Laufwerk spielt hoch aufgelöste Videofilme ab und kann zudem CDs und DVDs brennen. Arbeitsspeicher und Festplatte bieten mit acht, respektive 750 Gigabyte viel Platz. Für Videochats reicht die 1,3-Megapixel-Webcam völlig aus.

Anschlüsse

Mittelmaß ist die Wertung bei Art und Zahl der Anschlüsse. Eine eSATA-Schnittstelle fehlt genauso wie ein Schacht für ExpressCards. So ist beispielsweise der Anschluss einer externen Festplatte oder einer TV-Karte verwehrt, respektive auf den USB-Anschluss beschränkt.
Der Gigabit-LAN-Anschluss für kabelgebundene Netzwerke liegt weit hinten an der linken Seite. Das gilt umgekehrt für die rechte Seite für das Kensington-Lock. Wie schon beim Vorgängermodell bleiben allerdings VGA, HDMI, USB und die beiden Audio-Schnittstellen im vorderen Bereich. Linkshänder kämpfen bei Nutzung dieser Ports mit störenden Kabeln. Ähnlich verhält es sich an der rechten Seite. Hier befinden sich im vorderen Bereich zwei USB-Schnittstellen, von denen eine den Standard 3.0 unterstützt. Die schnelle USB-3.0-Schnittstelle macht sich beim Einsatz externer Speicherlösungen bezahlt. Auf der Rückseite gibt es keine Anschlüsse. Für schnelles Einlesen von Speicherkarten aus Video- oder Fotokameras sorgt der 5-in-1-Kartenleser an der Vorderkante.
Die Kommunikation läuft beim Acer Aspire 5750G nach aktuellen Standards. Hierzu zählen die drahtlose Netzwerkverbindung (WLAN) via Atheros-Wireless-Network-Adapter oder die kabelgebundene (LAN) über den RJ45-Port mit dem Broadcom-NetLink-Gigabit-Ethernet-Modul. Auch Bluetooth 3.0 zur Funkverbindung mit unterschiedlicher Peripherie fehlt nicht.

Software und Zubehör

Viele Besonderheiten bei der Software gibt es nicht. Das Betriebssystem Windows 7 Home Premium 64-Bit ist bei allen Allround- und Multimedia-Notebooks derzeit Standard, obwohl von der Hardwareausstattung auch das Windows 7 Ultimate auf dem Acer Aspire 5750G möglich wäre.
Treiber- oder Wiederherstellungs-DVDs gehören nicht zum Lieferumfang. Diese fertigt das Acer-eRecovery-Toll auf Wunsch an. Entsprechende Rohlinge zählen jedoch nicht zum Lieferumfang. Den größten Umfang haben bei den vorinstallierten Programmen die Herstelleranwendungen. Der Acer-Updater hält die Treiber auf dem neuesten Stand. Der Acer-Backup-Manager sichert bei Bedarf die Daten des Notebooks auf einem externen Datenträger oder auf einer Festplattenpartition. Norton Online Backup sichert Daten online auf Symantec-Servern. Der installierten Testversion stehen fünf Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung. Die Vollversion bietet Platz für 25 Gigabyte Daten und kostet 50 Euro pro Jahr.
Ein eBook-Reader, wie hier der eSobi Lite Version 2.0, macht die Lektüre einer Zeitung etwas weniger aufwendig als so manches großformatige Papierexemplar. Neben dem üblichen Microsoft Office 2010 Starter gibt es auch das Sicherheitsprogramm McAfee Internet Security Suite.
Schutz bieten auch die beiden Programme von EgisTec: My WinLocker und Yo-Safe. Das Erste erstellt ein Masterpasswort für passwortgeschützte Online-Zugänge, Ordner und Dateien, während das Zweite virtuelle Laufwerke anlegt und verschlüsselt.
Das komfortable DVD-Brennprogramm NTI Media Maker 9 steht für 60 Tage als kostenlose Testversion zur Verfügung. Danach lässt sich die Vollversion für etwa 21 Euro freischalten.
Um das Laufwerk umgehend nutzen zu können, liegt eine Blu-ray-Disc mit Trailern von etwas älteren Kino-Blockbustern wie Spiderman 3 bei.

Display

Das 15,6-Zoll-Display hat eine Hochglanzoberfläche. Störende Spiegelungen sind so an der Tagesordnung. Die Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten reicht für den gängigen Multimedia- und Büroeinsatz aus. Mehrere geöffnete Fenster oder zahlreiche Werkzeugpaletten verschlechtern jedoch schnell die Übersicht. Auch der darstellbare Farbraum ist begrenzt und unterschreitet sowohl Adobe RGB als auch sRGB. Das verhindert den Einsatz für professionelle Bild- und Videobearbeitung. Auf privaten Videoschnitt und Retusche von Urlaubsfotos hat das jedoch kaum Einfluss. Der maximale Kontrast von 161:1 spricht auch nicht für ein Qualitätsdisplay.
Der Blick auf die Messergebnisse zeigt allerdings eine gleichmäßigere LED-Beleuchtung als beim Vorgänger. Im zentralen Displaybereich leuchtet das Panel mit dem Höchstwert von 242 Candela pro Quadratmeter (cd/m2), wobei ein Candela der Leuchtkraft einer Kerze bezogen auf die genannte Fläche entspricht. In der Mitte des linken Bildschirmrandes sinkt die Leuchtkraft auf 228 cd/m2 ab.

Eingabegeräte

Statt einer gut ausgewogenen Chiclet-Tastatur verbaut Acer eine so genannte Floating-Tastatur. Anders als der Name verheißt, ist flüssiges Schreiben damit nicht möglich. Die einzelnen Tasten sind sehr wackelig und haben keinen klaren Druckpunkt. So löst ein schiefer Tastendruck die Nachbartaste gleich mit aus. Ein Pluspunkt für zahlenlastige Eingaben ist der Nummerblock.
Das Multitouchpad reagiert exakt und setzt Zweifingergesten direkt um. Die Mauswippe darunter besitzt einen sehr kurzen Hub und hat links und rechts einen guten Anschlag.

Temperatur

Trotz der potenten Hardware des Acer Aspire 5750G bleiben die Temperaturen überraschenderweise unter 30 Grad. Die Höchsttemperatur liegt bei 29,2 Grad. Da stellt auch der mobile Einsatz auf dem Schoß kein Problem dar.

Betriebsgeräusche

Der Lüfter verrichtet gute Arbeit. Zur Geräuschkulisse tragen auch die 5.400 Umdrehungen in der Minute der Festplatte bei. Im Minimalbetrieb schallt das Acer-Notebook mit 33,8 Dezibel (dB(A)). Bei Büroprogrammen und Surfen im Internet erreicht der Schallpegel 35,2 dB(A). Bei Volllast sind die Betriebsgeräusche des Aspire 5750G nur um rund zwei Dezibel lauter. Das ist mit einem Radio auf Zimmerlautstärke vergleichbar. Das Blu-ray-Laufwerk dreht bei Filmwiedergabe mit 35,3 dB(A) auf, was sich aber nur bei sehr leisen Filmszenen bemerkbar macht. Beim Einlesen von Daten erhöht sich der Schallpegel auf 41,1 dB(A). Das ist für ein Multimedia-Notebook in Ordnung. Kleines Manko: Der Lüfter startet regelmäßig ohne erkennbaren Grund.

Leistung

Das Herz schlägt kräftig, würde ein Arzt sagen. Bei der Leistungsanalyse des Acer Aspire 5750G gilt das im übertragenen Sinne für den starken Prozessor Intel Core i7-2630QM. Als zentrale Recheneinheit, kurz CPU, spielt er die Stärke seiner vier Kerne voll aus, wie das Top-Ergebnis von 17.082 Punkten beim Test Cinebench R10 Multi 64-Bit beweist. Beansprucht ein meist älteres Programm nur die Leistung eines Rechenkerns, liegt das Ergebnis mit 4.573 Punkten um rund zwei Drittel niedriger.
Die Grafikkarte Nvidia Geforce GT 540M bringt volle Action im Spiel. Das heißt, alle Spiele laufen flüssig und mit hoher Detailrate ab. Dies offenbart die hohe Punktzahl von 9.059 beim 3D-Mark-06-Test. Auch Videokonvertieren unter vier Minuten ist ein gutes Ergebnis.
Alle Hardwarekomponenten sind gut aufeinander abgestimmt. Das belegen sehr gute 7.156 Punkte beim PC-Mark-Vantage-Check.

Akku und Energieverbrauch

Heißt eine hohe Leistung auch immer hoher Stromverbrauch? Das Acer Aspire verbraucht nur 23 Watt. Das ist für ein Multimedia-Notebook wenig. Für diese Geräteklasse sind auch die Akkulaufzeiten nicht schlecht. Bei geringster Beanspruchung hält der 6-Zellen-Akku sechs Stunden und zehn Minuten durch. Laufen Büroprogramme, E-Mail-Client und Internetbrowser, kommt das Notebook drei Stunden und 20 Minuten ohne Steckdose aus. Bei professioneller Bildbearbeitung, Filmwiedergabe oder modernen Spielen hat der Akku nur zwei Stunden und zehn Minuten Ausdauer.

Praxis

Musik und Geräusche klingen auf dem Acer Aspire 5750G sehr gut, auch wenn das Notebook nicht das Niveau einer HiFi-Anlage erreicht. Zusammen mit der hohen Grafikleistung stellt dies auf jeden Fall echtes Spielvergnügen sicher.
Wegen der geringen Auflösung des Displays besteht zwischen HD-Filmen von Blu-ray-Discs und Videos in durchschnittlicher Auflösung einer DVD kaum ein sichtbarer Qualitätsunterschied. Bei Standardanwendungen genügt die Helligkeit des Displays, so dass seine Hochglanzoberfläche nicht allzu sehr spiegelt.
Gewöhnungsbedürftig ist die Floating-Tastatur. Die wackeligen Tasten verhindern flüssige Texteingabe. Das Touchpad reagiert so schnell, dass es den Anschluss einer Maus überflüssig macht.
Schön: Dank fixer Netzwerkschnittstellen klappt der Datenaustausch sowohl kabellos per aktuellem WLAN-Adapter als auch via Kabel über ein Gigabit-Netzwerk reibungslos.

Zusammenfassung

Das Acer Aspire 5750G-2638G75BNkk überzeugt mit guter Hardwareausstattung. Dank kräftigem Vierkernprozessor Intel Core i7-2630QM laufen alle Anwendungen von Büroprogramm bis Videobearbeitung flüssig. Spiele machen aufgrund der guten Grafikkarte Nvidia Geforce GT 540M und des guten Dolby-Surround-Sounds aus der Lautsprecherleiste Spaß.
Acht Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 750 Gigabyte große Festplatte verbannen Speichernöte weit in die Zukunft. Positiv ist das Blu-ray-Laufwerk, das Blockbuster auf den Bildschirm holt. Leider kann es jedoch seine volle Leistungsfähigkeit aufgrund der etwas zu niedrigen Displayauflösung nicht ausnutzen. Ein Wermutstropfen ist auch die schwammige Tastatur.
Von diesen zwei Kritikpunkten abgesehen ist das Acer Aspire 5750G eine Empfehlung wert.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,4 (Gut)
  2. Ausstattung1,6 (Gut)
  3. Display3,1 (Befriedigend)
  4. Eingabegeräte3,2 (Befriedigend)
  5. Temperatur1,8 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,8 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,7 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,8 (Befriedigend)
  10. Leistung1,8 (Gut)
  11. Praxis2,7 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark069059 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage7156 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read15303 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write14817 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz57.9 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read81.4 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen32108 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4573 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)17082 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5937 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3650 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)13949 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5953 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung222 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 10 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 10 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 20 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

23 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,023 kWh x 24,00 Cent = 12,09 EUR

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