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  3. Test Acer Aspire 5625G-P924G50MN - Interessante Technik zum attraktiven Preis

Erster Eindruck vom Acer Aspire 5625G-P924G50MN

Im Vergleich zu Notebooks der Preisklasse über 1.000 Euro fallen die qualitativen Erwartungen bei einem 800-Euro-Gerät nicht so hoch aus. Doch Acer versteht es, trotz des Preises eine gewisse Wertigkeit zu erzielen. Besonders die schmale Silhouette sticht sofort ins Auge und hebt das Notebook von einigen Konkurrenten ab. So ist der Deckel beispielsweise nur knapp fünf Millimeter dick.
Die Oberflächenmaterialien wirken hochwertig. Der Deckel besteht aus dunklem,gebürsteten Metall, was nicht nur optisch einen tollen Eindruck macht, sondern gleichzeitig für eine sehr gute Verwindungssteife sorgt.
Insgesamt fällt die Verarbeitung des Notebooks positiv aus. Kaum ein Bereich gibt nach und dementsprechend ist nicht viel an dem Gehäuse auszusetzen. Einzig die Tastatur wippt in der Mitte bei sehr harten Anschlägen leicht nach. Auf den Schreibkomfort hat das jedoch keinen negativen Einfluss.

Technische Daten und Ausstattung

Auf dem Papier klingen die technischen Daten des Acer Aspire 5625G vielversprechend. Rechenaufgaben übernimmt ein AMD-Phenom-II-X4-P920-Quadcore-Prozessor mit einer Taktrate von 1,6 Gigahertz. Weiterhin verbaut Acer vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher und eine 500-Gigabyte-Festplatte. Letztere arbeitet mit einer Geschwindigkeit von 5.400 Umdrehungen pro Minute.
Das 15,6-Zoll-HD-Ready-Display besitzt eine maximale Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Für die Darstellung ist entweder eine in den Chipsatz integrierte ATI-Grafik Mobility Radeon HD4250 oder die zuschaltbare Grafikkarte ATI Mobility Radeon HD5650 mit einem Gigabyte eigenem Speicher verantwortlich. Das soll für ausreichend Spieleleistung, geringe Emissionen und lange Akkulaufzeiten sorgen.
Die Grafikkarten lassen sich über das Programm ATI-Control-Center oder mittels der Acer-Power-Smart-Taste ein- und ausschalten. Das erfolgt mit einer Verzögerung von ein bis zwei Sekunden. Dabei wird der Bildschirm kurz schwarz und einen kurzen Moment später ist dann jeweils die andere Grafikkarte aktiv. Um den Akku zu schonen, ist abseits der Steckdose die sparsame HD4250 vordefiniert.

Anschlüsse

Spärlich fallen die verbauten Anschlüsse aus. Schnittstellen wie eSATA oder USB-3.0 hat das Notebook nicht zu bieten. Auch ein Schacht für ExpressCard-Erweiterungskarten, beispielsweise für TV-Karten, fehlt.
Mit von der Partie sind dagegen vier USB-2.0-Ports, zwei Audio-Anschlüsse und ein Ethernet-Anschluss. Für externe Anzeigegeräte sind HDMI und VGA zuständig. Fotos oder Videos von Digitalkameras lassen sich mit dem Speicherkartenleser an der Front übertragen.
Ungünstig ist die Positionierung der Schnittstellen. Diese befinden sich alle an den Seiten und liegen dicht beieinander. Besonders bei der Nutzung von breiteren USB-Sticks ist das ein Nachteil.
Dafür überzeugen die kabellosen Verbindungsmöglichkeiten. Das Acer Aspire 5625G besitzt ein WLAN-Modul mit einer Datenrate von bis zu 300 Megabit pro Sekunde und ein Bluetooth-3.0-Modul.

Software und Zubehör

Das komplette Softwarepaket inklusive dem Betriebssystem Windows 7 Home Premium 64-Bit ist auf dem Acer Aspire 5625G vorinstalliert. Treiber- oder Recovery-DVDs liegen dem Notebook nicht bei. Anfertigen lassen sich die angesprochenen DVDs über das Acer-eRecovery-Management-Tool.
Des Weiteren befinden sich auf dem 5625G noch eine Reihe zusätzlicher Herstelleranwendungen. Die Treiber bleiben mit dem Acer Updater auf dem neuesten Stand und der Acer Backup Manager sichert bei Bedarf die Daten des Notebooks. Ähnlich der Windows Media Gallery ist die Anwendung Acer Arcade Deluxe aufgebaut. Dabei handelt es sich um ein Verwaltungsprogramm von Fotos, Videos und Musik.
Für Officeanwendungen besitzt das Notebook eine 60-tägige Testversion von Microsoft Office und eine Vollversion von Microsoft Works. Der NTI Media Maker 8 übernimmt das Brennen von CDs sowie DVDs. Für den Schutz vor Viren ist die Security Suite von McAfee installiert.

Display

Acer setzt beim 5625G auf ein verspiegeltes und 15,6 Zoll großes HD-Ready-Display. Das Panel besitzt eine maximale Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln und überzeugt mit einer guten Helligkeit von maximal 214 Candela pro Quadratmeter. Das ist die Einheit der Lichtstärke pro Fläche. Für Arbeiten in Räumen ist die Leuchtstärke vollkommen ausreichend. Die spiegelnde Oberfläche schränkt Arbeiten im Freien ein. Allerdings fallen die Reflexionen im Vergleich zu manch anderen Vertretern der Multimediakategorie nicht ganz so stark aus. An schattigen Plätzen und mit maximaler Helligkeit ist der Desktop noch gut zu erkennen.
Die Helligkeitsverteilung fällt mit einem Unterschied von maximal 15 Candela pro Quadratmeter gut aus. Gleiches gilt für die subjektive Farbwiedergabe. Auf die Blickwinkelstabilität im vertikalen Bereich trifft das nicht zu. Bereits bei geringen Abweichungen von etwa 15 Grad treten erste Bildverfälschungen auf. Horizontal sind die Blickwinkel stabiler. Ab einer Abweichung von etwa 40 Grad sind Helligkeitsabfälle sichtbar.

Eingabegeräte

Die Tastatur mit integriertem Ziffernblock eignet sich sehr gut für ausgiebige Schreibarbeiten. Das Layout und die Größe der Tasten sind mit Standardtastaturen zu vergleichen. Zusätzlich vermittelt die gute Federung ausreichend Rückmeldung und der Druckpunkt ist klar definiert.
Über der Tastatur befinden sich neben dem An/Aus-Schalter noch zwei weitere Tasten. Eine dient zum Auswurf des DVD-Laufwerks und die Power-Smart-Taste ist für das Umschalten zwischen den beiden Grafikkarten verantwortlich.
Das große Touchpad hebt sich mit einer kleinen Vertiefung und silberner Umrandung vom Rest der Handballenauflage ab. Die Grenzen lassen sich dadurch sehr gut wahrnehmen. Darüber hinaus setzt der Mausersatz Eingaben präzise um und reagiert auf Eingaben mit zwei Fingern, so genanntes Multitouch.

Temperatur

Während die Gehäusetemperaturen mit maximal 35 Grad auf der Oberseite und 37 Grad auf der Unterseite bei Büro- oder einfachen Foto- sowie Videoanwendungen stets im Rahmen bleiben, zeigt sich unter Last ein kleiner Nachteil der schmalen Bauweise. Mit ansteigender Belastung, beispielsweise beim Spielen, steigen die Temperaturen der Ober- und Unterseite schnell auf über 40 Grad. Das ist zwar nicht bedenklich, doch im Vergleich zu breiteren Multimedia-Notebooks eine überdurchschnittliche Erwärmung.

Betriebsgeräusche

Der Lüfter des Acer Aspire 5625G ist mit 35 Dezibel und einem leichten Rauschen stets wahrzunehmen. Unangenehm ist die Lautstärke des Notebooks aber nicht. Bei Aktivierung der ATI-Mobility-Radeon-HD5650 steigt der Pegel um etwa ein Dezibel auf 36,1 Dezibel. Maximal erreicht der Lüfter einen noch akzeptablen Wert von 39,7 Dezibel.
Mit 49 Dezibel ist das DVD-Laufwerk beim Einlesen von CDs oder DVDs am lautesten. Im Gegensatz dazu ist das Laufwerk bei Filmwiedergabe mit einem Wert von 37,8 Dezibel kaum lauter als der Lüfter.
Für ein Multimedia- und Gaming-Notebook für Einsteiger, fallen die Betriebsgeräusche anständig aus. Denn die Kühlung leistungsstarker Hardwarekomponenten ist im Vergleich zu günstigen und weniger performanceorientierten Notebooks aufwendiger.

Leistung

Mit dem Phenom-II-X4-P920-Prozessor versucht AMD wieder mehr Marktanteile im Mittelklassesegment zu erzielen. Bisherige AMD-Turion-Prozessoren konnten sich aufgrund der Leistung nur im Einstiegsbereich etablieren. Die Preisklasse 700 bis 1.000 Euro dominieren Notebooks mit Core-i3- und Core-i5-Prozessoren von Intel.

Mit der geringen Taktung von 1,6 Gigahertz ist AMDs Vierkernprozessor Phenom-P920 gegen die Konkurrenz von Intel allerdings chancenlos. Was sich bereits auf dem Papier erahnen lässt, bestätigt sich in den Benchmarks. Der Cinebench-R10-64 Bit-Single-Benchmark bewertet den Phenom-II-X4-P920-Prozessor mit 1.759 Punkten. Ein Intel-Core-i3-370M-Prozessor mit einer Taktung von 2,4 Gigahertz erreicht im gleichen Test über 3.200 Punkte. Bei Mehrkernanwendungen zeigt sich ein ähnliches Bild. Zwar ist der Abstand zu Intels Core-i3-Prozessoren nicht mehr ganz so groß. Doch mit 6.018 Punkten im Cinebench-R10-64-Bit-Multi-Benchmark erreicht AMDs Phenom-P920-Prozessor knapp 1.300 Punkte weniger als ein Core i3-370M von Intel.
Dementsprechend kommen für aufwendige Rechenaufgaben eher Notebooks mit Intel-Core-i3- oder Core-i5-CPUs infrage. Der Leistungsnachtteil des P920 fällt im Alltag allerdings kaum auf. Durch die vier Kerne laufen auch mehrere Anwendungen gleichzeitig ohne Verzögerungen und auf die Arbeitsgeschwindigkeit in Windows-7- oder Office-Anwendungen wirkt sich der geringe Takt nicht negativ aus.

Gleiches gilt für Spiele. Hier liefert das Notebook mit der Mittelklassegrafikkarte ATI Mobility Radeon HD5650 eine gute Vorstellung ab. Im 3D-Benchmark 3DMark06 erreicht die Kombination aus AMD-Phneom-II-X4-P920-CPU und ATI-HD5650-GPU spieletaugliche 6.953 Punkte.
Die meisten aktuellen Titel, wie zum Beispiel „Call of Duty: Black Ops“ lassen sich in der maximalen HD-Ready-Auflösung mit hohen Details flüssig spielen. Lediglich bei Spielen, welche die Hardware mehr fordern, beispielsweise Metro 2033 oder F1 2010, reicht die Leistung der HD5650 nicht für maximale Grafikeinstellung. Das ist allerdings bei nahezu allen Notebooks in der Preisklasse bis 1.000 Euro der Fall.
Für eine bessere 3D-Leistung sind größere Investitionen notwendig. Gaming-Notebooks mit einer ATI-Mobility-Radeon-HD5870 oder Nvidia-GeForce-GTX-460M haben deutlich mehr Kraft und sind ab etwa 1.200 Euro zu haben.

Akku und Energieverbrauch

Die ATI-PowerXPress-Funktion verhilft dem Acer Aspire 5625G zu einer überdurchschnittlichen Akkulaufzeit. Die Deaktivierungsmöglichkeit der ATI-Mobility-Radeon-HD5650-Grafikkarte ermöglicht lange Laufzeiten. 3D- und Videoaufgaben übernimmt eine sparsame ATI-Mobility-Radeon-HD4250-Grafikkarte. Abseits der Steckdose sind damit Laufzeiten von bis zu sechs Stunden möglich sind.
Beim Surfen im Internet mit aktiviertem WLAN und 40-prozentiger Helligkeit hält der Akku etwa vier Stunden. Ist dagegen die HD5650 eingeschaltet, reicht eine Akkuladung nur für anderthalb bis zwei Stunden.
Für ein Multimedia-Notebook dieser Leistungsklasse kann sich die Akkulaufzeit sehenlassen. Nur wenige Notebooks bieten eine vergleichbare Kombination aus Leistung und Mobilität.
Weiterhin spart die Umschaltmöglichkeit auf die sparsame Chipsatzgrafik bares Geld. Denn der Stromverbrauch lässt sich damit um einiges minimieren. Nur 31 Watt verbraucht das Notebook. Vergleichbare Geräte ohne diese Funktionen ziehen etwa 55 bis 70 Watt aus der Steckdose.

Praxis

Das Acer Aspire 5625G punktet mit seinen Allroundfähigkeiten. Ob Schreibarbeiten in der Uni oder der Einsatz auf LAN-Partys. Die gelungenen Eingabegeräte, spieletauglichen Hardwarekomponenten und die überdurchschnittliche Akkulaufzeit machen das Notebook zu einem Alleskönner.
Die sehr enge Anordnung der Anschlüsse stört jedoch bei der Benutzung von mehreren USB-Ports. Dafür passt das Notebook mit seinen schmalen Abmessungen problemlos in die Umhängetasche. Dabei verzeihen die Metalloberflächen auch gröberen Umgang.

Zusammenfassung

Acers Aspire 5625G hinterlässt einen positiven Gesamteindruck. Einzig die recht magere Schnittstellenausstattung, ohne eSATA, USB-3.0 und ExpressCard, enttäuscht. Dafür besitzt das Notebook andere Stärken. Da wäre die für ein Multimedia-Notebook dieser Preisklasse ordentliche Akkulaufzeit von bis zu sechs Stunden. Gleichermaßen positiv fallen Verarbeitung und Haptik aus.
Bei der Leistung kommt AMDs Phenom-II-X4-P920-Quadcore-Prozessor nicht an die Core-i-Konkurrenz von Intel heran. Dies fällt im Alltag jedoch kaum auf. Dank der ATI-Mobility-Radeon-HD5650-Grafikkarte ist das Spielen von aktuellen Titeln, wie „Call of Duty: Black Ops“ oder „Need For Speed: Hot Pursuit“, problemlos möglich.
Damit ist das 5625G sowohl ein Gaming-Notebook für Einsteiger als auch ein sparsames sowie schmales Business-Notebook, das abseits der Steckdose einen langen Atem hat und mit einem attraktiven Preis aufwartet.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,2 (Gut)
  2. Ausstattung2,2 (Gut)
  3. Display2,5 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,2 (Gut)
  5. Temperatur2,8 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,4 (Gut)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,2 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,7 (Befriedigend)
  10. Leistung2,5 (Gut)
  11. Praxis2,4 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066943 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage3784 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read6311 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write5545 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz75.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read56.9 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen11687 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1759 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)6018 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3520 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1397 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5051 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3463 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung480 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 40 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 15 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 20 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

31 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,031 kWh x 24,00 Cent = 16,29 EUR

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