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  3. Test Acer Aspire 5560G-8358G50Mnkk - Griffiger Leistungsträger mit Display-Schwäche

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Bilder zum Test: Acer Aspire 5560G-8358G50Mnkk - Griffiger Leistungsträger mit Display-Schwäche

Kleider machen bekanntlich Leute. Demnach wäre das 15,6 Zoll Multimedia-Notebook von Acer auch ein wirkliches Multitalent. Die matte und strukturierte Außenhaut des Acer Aspire 5560G-8358G50Mnkk sieht nicht nur hochwertig aus, sie funktioniert auch gut und lässt Fingerabdrücken keine Chance. Obendrein besitzt der in „Volcanic Black“ gehaltene Deckel eine tolle Haptik. Auf der Arbeitsfläche im Innern setzt sich der schlichte aber dennoch schicke Eindruck fort. Die vergleichsweise groß wirkenden Tasten des Floating-Style Keyboards reichen bis auf einen Zentimeter an den Gehäuserand. Auf der flächigen Handballenauflage kommt die dunkelgrau melierte und griffige Oberfläche erst richtig zur Geltung und das angemessen dimensionierte Touchpad hebt sich durch eine geringe Versenkung und ein glatteres Finish ab. In Richtung Displayrahmen trübt sich der hochwertige Eindruck ein wenig – die Oberflächen und das Display spiegeln sehr stark und man sieht jeden Fingerabdruck auf dem Displayrahmen.

Der untere Gehäusepart ist sehr flach, solide und lässt sich nirgends über die Maßen eindrücken. Die Spaltmaße sind gering, wodurch das Chassis wie aus einem Guss wirkt. Dieser Eindruck hilft dem dünnen Displaydeckel. Obwohl sich dieser bis zu drei Zentimeter verwinden lässt, vermittelt er nicht das Gefühl der Zerbrechlichkeit sondern eher der Flexibilität. Die Scharniere bieten einen durchgängig wohl dimensionierten Widerstand, das Notebook lässt sich mit einer Hand aufklappen ohne dass die Basis-Einheit angehoben wird. Das Display schwingt etwas lange nach, durch das Glare Finish könnte so manche holprige Autofahrt somit zur Belastung für die Augen werden.

Der mittellange Hub und klare Druckpunkt der Floating Tastatur gehören ebenso wie der separate Ziffernblock zu den positiven Seiten. Durch die einheitliche Höhe sieht das Keyboard gut aus und die Tasten wirken größer, nirgends gibt das Tastaturbett nach. Auf einem Höhenlevel grenzen die Tasten sich aber auch schwerer voneinander ab und sorgen so für Abstriche in der Office-Tauglichkeit. Wer längere Texte verfassen möchte, wird des Öfteren zwei Tasten auf einmal erwischen. Das Touchpad hingegen macht keine Probleme. Wir konnten die Maus präzise Steuern und auch Multitouch-Gesten wurden problemlos umgesetzt.

Die Ausstattung in Bezug auf die Anschlussmöglichkeiten des Acer Aspire 5560G-8358G50Mnkk ist etwas dürftig. Der Kartenleser, 3x USB 2.0, HDMI, VGA und ein LAN-Anschluss gehören zum Standardrepertoire. Kabellos kommuniziert wird via WLAN 802.11n und Bluetooth 3.0. Vergeblich suchten wir einen schnellen USB 3.0- oder eSATA-Anschluss. Dafür bietet die 500 GB Festplatte genug Platz. Optional lassen sich auch 750 GB konfigurieren und das Softwarepaket ist mit Microsoft Office 2010 Starter, einem Backup Manager, dem Home Cloud Programm Clear.fi und dem Video Conferece Manager unter anderem etwas umfangreicher gestaltet. Als Betriebssystem ist Windows 7 Home Premium (64 Bit) vorinstalliert.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768 ( WXGA )
Prozessor:AMD A-Series A8-3500M / 1.5 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6740G2
Festplatte500 GBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:4 Std.Gewicht:2.6 kg
B x H x T:38.2 cm x 2.5 - 3.3 cm x 25.3 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

AMDs Fusion APU (Accelerated Processing Unit) vereint den AMD A8-3500M mit 4x 1,5 GHz (2,4 GHz im Turbo) sowie integrierter Radeon HD 6620G Grafikeinheit und eine dedizierte AMD Radeon HD 6650M Grafikkarte. Das als Radeon HD 6740G2 etwas undurchsichtig benannte Grafikduo arbeitet hervorragend zusammen und bietet eine beeindruckende Leistung. In den 3DMark-Benchmarks ist die Gamingleistung zwischen einer Nvidia Geforce GT 540M und einer GT 555M anzusiedeln. Der Prozessor allein liegt allerdings auf dem Niveau der unteren Klasse des Konkurrenten Intel, in etwa bei einem Core i3-2310M.

Die Hardware bewältigt Full-HD Filmwiedergabe und anspruchsvolle Spiele wie Crysis 2 noch in mittleren Detailstufen. Das asymmetrische Crossfire, die Zusammenarbeit der beiden Grafikeinheiten, funktioniert allerdings nur bei neueren Spielen mit DirectX 10 Schnittstelle. Ansonsten wird die dedizierte Grafikkarte allein genutzt. Beansprucht man alle vier Prozessorkerne, so takten alle mit 1,5 GHz. Für gelegentliche Gaming Sessions ist die erforderliche Leistung also vorhanden, das Display allerdings ist nahezu untauglich.

Eine durchschnittliche Helligkeit von 178 Candela schafft es nicht die störenden Spiegelungen zu kompensieren. Das Glare Finish hilft den Farben etwas nach, sorgt aber für Frustration außerhalb einer Dunkelkammer. Man sollte sich mit dem Acer Aspire 5560G-8358G50Mnkk immer so positionieren, dass sich keinerlei Lichtquellen hinter dem Rücken befinden. Die geringe horizontale wie vertikale Blickwinkelstabilität und der niedrige Kontrast von 168:1 engen den Spielraum weiter ein.

Das Gehäuse bleibt mit 29,8 Grad Celsius im Leerlauf und 32,3 °C unter Last sehr kühl. Auch in punkto Lautstärke der Kühlung kann der 15,6-Zoller mit maximalen 38,8 Dezibel (A) annehmbare Werte liefern. Einzig die DVD Wiedergabe bringt die Schall-Emission auf 45 dB(A).

Die Dolby Advanced Audio V2 zertifizierten Lautsprecher sind höhenlastig und bieten wenig Bass. Die Lautstärke ist aber ausreichend. Für einen Filmeabend abseits von Steckdosen reicht der Akku. Maximal liefert die Batterie etwas mehr als 5 Stunden Energie. Unter Volllast erreichten wir 79 Minuten Laufzeit – der AMD A8-3500M Quad-Core taktet allerdings herunter auf 1,6 GHz. Insgesamt ist die Fusion APU nicht wirklich effizienter als ein leistungsmäßiges Äquivalent aus dem Hause Intel in Begleitung einer Nvidia Karte mit Optimus Technologie.

Zusammenfassung

Das Acer Aspire 5560G hinterlässt einen sehr gemischten Eindruck in unserer Redaktion. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angesichts der überraschend performanten Hardware kein Schlechtes. Das leuchtschwache und spiegelnde Display sowie die zarten Lautsprecher nagen hingegen gehörig am „Multimedia“ Prädikat. Ein Aufpreis von 40 Euro für ein Intel-Nvidia-Gespann im Acer Aspire 5755G lohnen sich nicht wirklich, ein mattes Display wie im Acer TravelMate 5760G-2414G50Mnsk dagegen schon. Indoor-Nutzern und AMD-Fans können wir die getestete Konfiguration dennoch empfehlen. Alle anderen Interessenten müssten trotz geringem Preis zu viele Abstriche machen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,5 (Befriedigend)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066926 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111634 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage4831 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71502 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage4794 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0991 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)65.9 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)66.2 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read7280 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7459 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz46.9 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read76.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen12208 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2043 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)6748 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3515 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1592 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5194 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3650 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung131 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 19 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 6 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 12 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

45 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,045 kWh x 24,00 Cent = 23,65 EUR

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