Smartphone-Kauf leicht gemacht
Welches Smartphone ist das richtig für mich? In unserer Kaufberatung zeigen wir, welches Gerät am besten zu Ihnen passt. Dabei analysieren wir die drei konkurrierenden Camps Google Android, Microsoft Windows Phone 8 und Apple iOS. Zudem greifen wir Trends wie die Retina Displays auf und geben Tipps zum Sparen.
Übersicht
Ausfahrbare Antennen, mechanische Tastaturen und einfarbige Bildschirme. So begann die Ära der Smartphones. Spätestens seit der Vorstellung des Apple iPhones im Jahr 2007 sind die Geräte aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Während Hersteller früher an besonders kleinen und einfachen Geräten interessiert waren, geht der Trend heute hin zu Smartphones mit besonders großen Bildschirmen und geringer Bauhöhe. Der klassischen Telefonie haben Smartphones schon seit mehreren Jahren abgeschworen. Die Hauptkommunikation erfolgt über den Internet-Browser und über verschiedene Apps. Selbst die kostenpflichtige SMS musste Gratis-Applikationen wie Apple iMessage oder WhatsApp weichen. Vom Pizza bestellen, über das Berichten auf Facebook bis hin zum Organisieren eines Taxis, für jeden Dienst gibt es eine passende App.
Große und hochauflösende Bildschirme, Speicherkapazität und Prozessor-Geschwindigkeit sind derzeit ausschlaggebend für die Preisgestaltung. Bei den Betriebssystemen kämpfen – ähnlich wie bei Tablets – Apple (iOS), Microsoft Windows Phone 8 (WP8) und Google (Android) um die Gunst der Käufer. Alternative Betriebssysteme wie das Blackberry OS von RIM konnten sich bisher nicht durchsetzen und sind durch ihre speziellen Funktionen eher für Geschäftskunden interessant. Im Vergleich der einzelnen Hersteller hat Apple die Nase vorn. Das iPhone wird derzeit in der sechsten Revision verkauft, während Samsung seit Mai 2012 mit dem Galaxy S3 Boden gut macht.
In unserer Smartphone-Kaufberatung führen wir Sie durch verschiedene Bereiche, die für einen erfolgreichen Kauf entscheidend sind. In einfacher und verständlicher Form werden Sie am Ende mit einem fundierten Wissen über Smartphones zum richtigen Modell greifen können.
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Display
Eines der wichtigsten Kaufentscheidungen ist die Wahl des Bildschirms. So gut wie alle Smartphones werden aktuell mit einem kapazitiven Touchscreen angeboten, der Eingaben von einem oder mehreren Fingern entgegen nimmt. Eine leichte Berührung des Displays reicht bereits aus um Programme aufzurufen oder Telefonnummern einzugeben. Nur noch wenige Geräte werden mit einem Stift oder per Tastatur bedient. Eine Anschaffung lohnt sich ab einer Displaygröße von 3,0-Zoll. Die größten Smartphones messen maximal 5,5-Zoll. Im Vergleich: Das Apple iPhone setzt bereits seit Beginn auf einen 3,8-Zoll Bildschirm und mit dem Apple iPhone 5 sogar auf 4,0 Zoll. Die Größe des Displays geht mit dem Gewicht des Smartphones Hand in Hand. Es lässt sich also sagen: Je größer der Bildschirm, desto schwerer das Gerät.
Haben Sie sich für eine Größe entschieden, sollten Sie der Auflösung des Displays Beachtung schenken. Umso höher die Auflösung, umso mehr kann auf dem Bildschirm dargestellt werden. Außerdem ist die Auflösung ein Indikator für den Preis eines Smartphones. Einsteiger-Geräte mit einer Auflösung von 480 x 320 Pixel auf 3,2-Zoll sind meist deutlich günstiger als ein Smartphones mit 1280 x 720 Pixel auf 4,7-Zoll. Früher hat man gelernt, je mehr Pixel auf einem Bildschirm sind, umso kleiner ist die Schrift. Bei Smartphones mit Apple iOS, Microsoft Windows Phone 8 oder Google Android Betriebssystem müssen Sie sich jedoch keine Sorgen um die Lesbarkeit machen. Durch eine hohe Pixeldichte bei höheren Auflösungen wird die Qualität der Schrift sogar verbessert. Bei allen Modellen lässt sich zudem die Schriftgröße nach Belieben anpassen. Ein weiterer Vorteil von hohen Auflösungen ist die Darstellung von Internetseiten, die auf aktuellen Smartphones meist in voller Breite angezeigt werden können, ohne dass Sie hineinzoomen müssen. Zudem werden HD-Videos aus dem Internet oder vom PC in voller und somit besserer Qualität abgespielt. Aktuell arbeiten Hersteller bereits an Bildschirmen mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel (FullHD, 1080p) auf 4-Zoll.
Die Hintergrundbeleuchtung wird bei allen Geräten von so genannten LEDs übernommen. Lassen Sie sich nicht von Wörtern wie Retina-Display oder Super AMOLED HD verwirren. Was zählt ist die bereits erwähnte Auflösung und die Helligkeit des Bildschirms. Bei Notebooks und Tablet PCs liegt letztere bei durchschnittlich 300 bis 400 nit oder auch Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Bei hochwertigen und teuren Smartphones liegt der Wert mit 500 nit meist deutlich darüber. Oftmals geben die Hersteller erst nach einer spezifischen Anfrage die Helligkeit des Bildschirms bekannt. Wir empfehlen also vorher beim Hersteller nachzufragen oder aber Testberichte zu Rate zu ziehen. Generell gilt: Umso höher die Helligkeit eines Smartphone-Displays, umso besser die Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung. Durch Technik der kapazitiven Displays erhält man derzeit nur Smartphones mit glänzender Bildschirmbeschichtung. Eine Entspiegelung kann nur durch zusätzliche Displayfolien erzeugt werden, die zwischen zwei und fünf Euro kosten, je nach Größe des Bildschirms.
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Prozessor & Sensoren
Smartphone-Prozessoren werden aktuell mit einem, zwei oder vier Rechenkernen angeboten. Sie ähneln damit stark den CPUs von Notebooks und Tablet PCs. Die meisten CPUs basieren auf so genannter ARM-Technik und tragen die Bezeichnung „Cortex“ im Namen. Einige Hersteller - darunter auch Apple - benennen die Prozessoren allerdings anders. So kann es gut sein, dass die Begriffe Apple A6 oder Qualcomm Snapdragon in der Beschreibung der CPUs enthalten sind. Entscheidend ist die Taktfrequenz des Prozessors. Diese sollte mindestens bei 1,0 GHz liegen. Hochwertige Smartphones beherbergen meist Prozessoren mit einem Kern und 2,0 GHz, bei zwei und vier Kernen meist 1,5 GHz. Der Arbeitsspeicher (RAM) sollte mindestens 512 Megabyte (MB) betragen, besser sind 1.024 MB. Somit wird gewährleistet, dass Programmstarts schnell von statten gehen und auch aktuelle Apps (Applikationen) problemlos installiert und ausgeführt werden können. Wenn Sie sich ein Smartphone nur für die klassische Telefonie und Email-Verwaltung kaufen möchten, dann reicht dafür auch ein 800 MHz (0,8 GHz) Prozessor und 256 MB Arbeitsspeicher.
Ähnlich wie bei Tablets werden auch Smartphones mit verschiedenen Sensoren ausgestattet. Eines der wichtigsten Bestandteile ist der Lagesensor. Er erkennt ob das Gerät im Hoch- oder Querformat bedient wird und passt den Bildschirminhalt dahingehend an. Viele Webseiten oder Filme lassen sich im Querformat besser betrachten, da sie auf einem Breitbildformat basieren. Oft wird der Lagesensor auch zur Steuerung von Spielen genutzt. Ein Rennwagen kann beispielsweise durch das Neigen des Smartphones nach links beziehungsweise rechts über die Rennbahn gelenkt werden. Ein Gyrosensor erkennt zudem wie schnell sich das Smartphone fortbewegt, was zur Bestimmung der Geschwindigkeit in Navigationsprogrammen vom Vorteil ist. Die Beleuchtung des Bildschirms wird oft über einen Helligkeitssensor automatisch bestimmt. Je heller die Umgebung, umso heller das Display. Ein Näherungssensor erkennt in den meisten Geräten wenn sich der Kopf beim Telefonieren dem Smartphone nähert. Der Bildschirm wird in diesem Fall deaktiviert um die Akkulaufzeit zu verlängern. Entfernt sich der Kopf vom Smartphone, reaktiviert sich das Display automatisch.
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Gewicht & Akku
Die Akkulaufzeit bei Smartphones ist abhängig von der Kapazität der verbauten Batterie und den Anwendungsszenarien der Nutzer. Im Vergleich: Das Apple iPhone 5 besitzt einen 5,45 Wattstunden Akku, das Samsung Galaxy S3 einen mit 7,98 Wattstunden. Dabei sind erst einmal grundlegende Unterschiede beim Stromverbrauch des Betriebssystems festzustellen. In einigen Situationen kann das Google Android OS mehr Strom verbrauchen als Apples iOS oder Microsoft Windows Phone 8 und anders herum. Außerdem benötigen größere Bildschirme mehr Energie als kleine. Weitere Faktoren sind die Nutzung von kabellosen Verbindungsmöglichkeiten wie GPS, UMTS (3G), LTE (4G) WLAN und Bluetooth. Umso mehr dieser Schnittstellen aktiv sind, umso höher der Stromverbrauch und umso kürzer die Akkulaufzeit. Bei einer ausgiebigen und praxisnahen Nutzung sollte ein Smartphone einen Arbeitstag (8 Stunden) ohne Akkuladung aushalten. Telefonate verbrauchen dabei weniger Strom als das Surfen im Internet oder Abrufen von Emails. Daher werden von Herstellern wie Apple oder Samsung die möglichen, maximalen Gesprächszeiten als Werbemittel eingesetzt. Und während diese häufig zwischen 14 und 24 Stunden liegen, ist der Akku eines Smartphones bei der Nutzung des Browsers meist nach 6-7 Stunden verbraucht.
Beim Gewicht eines Smartphones steht fest, alle Geräte wiegen unter 200 Gramm. Selbst Tablet ähnliche Produkte wie das Samsung Galaxy Note 2 im 5,5-Zoll Format bringen nicht mehr als 185 Gramm auf die Waage. Eine Hauptrolle spielen dabei die verwendeten Materialien. Besonders leicht zeigen sich Smartphones aus Kunststoff. Schwerer wird es bei Modellen aus Metallen wie Aluminium oder Magnesium. Für hochwertige Geräte wird zudem der Bildschirm von einer Glasfläche geschützt, die wiederum für ein höheres Gewicht sorgt. Als aktuelles Optimalgewicht können wir 130 Gramm bei einer Smartphones-Größe von 4-Zoll ausmachen. Ein Apple iPhone 5 liegt mit 112 Gramm sogar darunter. Das Samsung Galaxy S3 kommt auf 133 Gramm bei einer Bildschirmdiagonale von 4,8-Zoll. Abschließend ist zu beachten, dass schwerere Geräte nicht hochwertiger sein müssen. Seit mehreren Jahren geht der Trend im Smartphone-Bereich hin zu Leichtbauweisen und alternativen Oberflächenstrukturen.
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Betriebssystem & Apps
Seit mehreren Jahren kämpfen Google und Apple im Bereich der Betriebssysteme um die Marktführerschaft. Der Suchmaschinen-Riese tritt dabei mit seinem Android OS an, während der iPod-Erfinder mit iOS an den Start geht und Microsoft mit Windows Phone 8 überzeugen will. Google und Microsoft haben den Vorteil ein offenes Betriebssystem anbieten zu können, auf welches jeder Hersteller zurückgreifen kann. Apple hingegen bietet das iOS nur für eigene Geräte wie das iPhone oder iPad an. Somit befinden sich auf dem Markt deutlich mehr Smartphones mit Google Android und Windows Phone 8 Betriebssystem als mit Apples iOS. Alle Systeme basieren auf einer intuitiven Touch-Arbeitsumgebung, die Software – ähnlich wie beim Windows PC-Betriebssystem – auf einem Desktop oder in verschiedenen Ordnern lagert. Microsoft bringt mit dem Metro-Design (Kacheln) eine optisch neue Variante ins Spiel uns setzt dabei auf sich selbst aktualisierende Bereiche.
Der Hauptbestandteil aller Betriebssysteme ist noch immer die Telefonie und Nachrichtenübertragung. Zu den bekannten Formaten SMS und MMS hat sich seit Jahren die E-Mail etabliert. Neben diesen Funktionen liegt der Fokus aktueller Smartphone-Betriebssysteme auf dem Surfen im Internet (Browser) und dem Navigieren. Letzteres wird auf allen Betriebssystemen am besten mit Google Maps gelöst. Auf der WWDC 2012 in San Francisco präsentierte Apple hingegen ein eigenes Kartensystem, welches allerdings mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hat. Microsoft hingegen setzt auf Bing Maps und Nokia im Smartphone-Bereich auf den Here-Kartendienst sowie Nokia Maps.
Trotz der vielen Gemeinsamkeiten greifen immer mehr Interessenten zu Apple-Produkten, was vor allem am guten Zusammenspiel der Geräte des Unternehmens liegt. Wer mehr als ein Apple-Gerät besitzt profitiert von Funktionen wie der iCloud – einem Internetbasierten Synchronisationsdienst – oder den verschiedenen Sharing-Techniken bei Apps, Musik und Einstellungen. So kann käuflich erworbene Software ohne Probleme vom iPhone auf ein iPad oder Macbook übertragen werden, im Optimalfall sogar kabellos über das Internet. Google bietet diesen Service seit geraumer Zeit ebenfalls an. Hier ist allerdings ein Eingreifen auf dem heimischen Computer erforderlich. Der Nutzer kann hier genau auswählen welche Apps, Dokumente oder Musikstücke auf welches Gerät synchronisiert werden sollen. Apple hingegen lässt dem Nutzer nur wenig Spielraum. Microsoft sorgt mit einem entsprechenden Live-Konto dafür, dass Apps systemübergreifend genutzt werden können. Hierfür ist allerdings das manuelle Herunterladen gekaufter oder installierter Apps auf neuen Geräten nötig.
Google Android, Windows Phone 8 sowie Apple iOS verfügen über so genannte App-Shops. Unter Android tritt dieser unter dem Namen Google Play (früher Android Market) auf, während bei iOS der Name App Store und unter Windows Phone 8 die Bezeichnung Microsoft Store gängig ist. Wer über einen Google-, Microsoft- beziehungsweise Apple-Account verfügt, kann hier kostenlose und kostenpflichtige Software für sein Smartphone herunterladen. Für Apple und Microsoft ist die Qualitätskontrolle im App Store ein wichtiger Punkt, während Google bei der Kontrolle und Zulassung von Apps auch mal ein Auge zudrückt. Somit kann es schnell passieren, dass man mit Android Smartphones an minderwertige oder gar schädliche Software (Viren) gelangt. Die Kosten einer einzelnen App liegen meist nicht über 2 Euro, oft sogar nur bei 99 Cent. Für einen erfolgreichen Kauf wird eine Kreditkarte benötigt, die bei der Anmeldung anzugeben ist. Google und Microsoft ermöglichen den Einkauf von kostenloser Software auch ohne die Angabe einer VISA oder MasterCard. Apple hingegen setzt diese direkt zum Start voraus. Alternativ können Nutzer mit Prepaid-Gutscheincodes arbeiten, die es in vielen Elektromärkten oder Drogerien zu kaufen gibt. Neben dem Download von Applikationen ist auch der von Musik, Filmen und Büchern möglich. Bei Apple und Microsoft wird alles im App- und iTunes Store vereint. Unter Google Android sind die Smartphone-Hersteller gefragt. Samsung bietet in seinen „Hubs“ unter anderem Musik und Videos an. Auch Sony ist seit über einem Jahr mit einem solchen Service vertreten. Während die Preise bei allen Apple-Geräten – egal ob Macbook, iPhone oder iPad – gleich bleiben, kann es bei Android-Modellen zu Preisschwankungen zwischen einzelnen Herstellern kommen. Seit geraumer Zeit versucht Google auch einen Dienst zum Kaufen von Musik und Filmen zu etablieren, was die Preisschwankungen eingrenzen könnte. Erste Smartphone sind für den Google Music Service bereits freigeschaltet.
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Funkverbindungen
Ein Großteil aller Smartphones setzt auf die Wireless LAN Technologie (WLAN), welche durch Router oder Hot Spots eine Verbindung ins Internet ermöglicht. Der aktuelle 802.11n Standard funkt dabei mit bis zu 300 MBit pro Sekunde, abhängig von der jeweiligen Internetleitung des gewählten WLAN-Netzes. Ähnlich schnell ist man mit dem HSDPA beziehungsweise UMTS (3G) Standard unterwegs. Diese Konnektivität wird klassisch von Netzbetreibern wie O2, T-Mobile, E-Plus oder Vodafone angeboten und beinhalten oftmals eine vertraglich geregelte Drosselung ab einer gewissen Nutzungsdauer. Aktuell liegt die höchste Kapazität bei fünf Gigabyte pro Monat. Smartphone-Besitzer mit besonders günstigen Tarifen wird die Internetverbindung oftmals schon bei einer Nutzung von 300 bis 500 Megabyte gekappt. Wenige Smartphones besitzen bereits den schnellen LTE-Standard, der Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde ermöglicht und so mit einer sehr schnellen DSL- oder Kabelleitung zu vergleichen ist. Die Kosten hierfür sind deutlich höher als für klassische UMTS-Tarife. Dafür liegt die Drosselungsgrenze meist über 15 GB. Bei deutschen Netzbetreibern zählt das Motto „Wer mehr zahlt, bekommt auch mehr“. Dabei muss gesagt werden, egal ob UMTS, HSDPA oder LTE, über alle Leitungen können Nutzer telefonieren. Die höhere Geschwindigkeit der Techniken wirkt sich nur auf die Nutzung des Internets oder den Download von Apps aus.
Neben diesen Techniken zur Verbindung ins Internet bietet der Großteil aller Hersteller Smartphones mit GPS-Modul beziehungsweise Assisted GPS an. Mit dieser Funktion kann das Smartphone die Position des Nutzers bestimmen und in verschiedenen Navigationsprogrammen nutzen. Meist wird hierfür auch eine aktive Internetverbindung benötigt, die das Kartenmaterial herunterlädt. Eine weitere Schnittstelle ist Bluetooth, die bereits vor mehr als 5 Jahren den Infrarot-Standard bei Smartphones abgelöst hat. Mit ihm lassen sich Verbindungen zu Headsets, Peripherie oder anderen Mobiltelefonen aufbauen. Die Technologie dient in erster Linie zur Daten- oder Tonübertragung. Auch in der Automobilbranche ist diese Technik weit verbreitet. So kann man in vielen Neuwagen das Smartphone via Bluetooth mit dem Radio koppeln und erhält so eine integrierte Freisprechanlage. Seit Mitte 2012 ist auch die Near Field Communication (NFC) präsent, die Daten über eine kurze Distanz bei Berührung überträgt. Zudem werden immer mehr Smartphones mit dem Qi-Standard ausgestattet, welcher das kabellose Aufladen des Akkus via Induktionsplatten (optional) ermöglicht.
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Anschlüsse & Speicher
Ultrabooks, Tablets und Smartphones. Alle diese Geräte haben eins gemeinsam, eine spartanische Anschlussvielfalt. Während bei Tablets oftmals noch vollwertige Schnittstellen zu finden sind, verzichten aktuelle Mobiltelefone darauf komplett. Das höchste aller Gefühle ist ein Micro- oder Mini-USB Anschluss und ein Micro-HDMI Port zur Übertragung von Bild- und Toninhalten auf einen externen Monitor, Fernseher oder Beamer. Als Standard bei allen Smartphones gelten das integrierte Mikrofon und ein 3,5 Millimeter Klinke-Anschluss für Headsets oder Kopfhörer. Immer weniger Hersteller verwenden einen proprietären Port, wie man es vom 8-poligen Lightning-Anschluss beim Apple iPhone 5 kennt. Zwar können über diesen spezielles Zubehör und Adapter-Kabel der Hersteller angeschlossen werden, doch die Akzeptanz der Käufer ist nicht gegeben. Micro-USB und Micro-HDMI haben sich in den letzten Jahren als Hauptanschlüsse für Smartphones durchgesetzt. Genauso wie die Micro-SIM, welche spätestens seit der Veröffentlichung des iPad und iPhone 4 bekannt sein sollte. Aktuelle Smartphones können im Innenraum deutlich mehr Module und Speicher unterbringen, seit dem Sie auf die Platzersparnis der Micro-SIM setzen. Normalgroße SIM-Karten werden von Netzbetreibern nur noch in Kombination mit einer Micro-SIM geliefert. Passende Smartphones mit einer Unterstützung für das veraltete Format gibt es kaum noch. Das neue Apple iPhone 5 besitzt mit einer Nano-SIM eine weiteren Standard, der von Apple eingeführt wurde. Ob sich dieser auch bei anderen Herstellern durchsetzen wird ist fraglich.
Eine der wichtigsten Entscheidungen vor dem Smartphone-Kauf ist die Einschätzung des benötigten Speicherplatzes. Bei hochwertigeren Google Android oder Windows Phone 8 Geräten ist diese Frage meist nebensächlich, da sie zusätzlich zum integrierten Speicher einen Anschluss für eine MicroSD besitzen und somit in der späteren Erweiterung des Speichers sehr flexibel sind. Dennoch befinden sich Smartphones auf dem Markt, die diesen Slot nicht anbieten und nur einen internen Flash-Speicher verwenden. Ein Beispiel hierfür ist das Apple iPhone 5 oder das HTC One X+. In den häufigsten Fällen müssen Käufer zwischen 8, 16 oder 32 GB Speicherkapazität entscheiden. Umso größer der Speicher, umso mehr Musik, Filme, Apps und Fotos können Sie auf dem Smartphone lagern. Eine Bestückung mit 8 GB kann hier schnell zu knapp werden. Bei 32 GB oder gar 64 GB können Sie einen Großteil Ihres Musik- oder Fotoarchivs direkt auf dem Smartphone abspeichern. Eine Alternative zu den internen Speichern oder der Sicherung auf Micro-SD-Karten ist die Auslagerung in die Cloud. Bei Apple kann hierfür die iCloud genutzt werden, bei Microsoft das SkyDrive. Android-Nutzer setzen auf Drittanbieter wie Dropbox. Kostenlos steht hier ein Internet-Speicher von 5 GB zur Verfügung, der gegen einen geringen Aufpreis auf bis zu 100 GB erweitert werden kann. Benötigte Inhalte werden dann über das Internet auf das Smartphones geladen oder gestreamt. Durch diese Möglichkeit können jedoch auch Kosten entstehen, da die Mobilfunkleitung genutzt wird, soweit kein WLAN-Netz in Reichweite ist. Außerdem sorgt die hohe Aktivität der Funkverbindungen für eine kürzere Akkulaufzeit, da diese in der Zeit der Übertragung zu 100 Prozent belastet werden und dementsprechend mehr Strom verbrauchen.
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Kamera & Zubehör
Das Teilen von Bildern und Videos in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter ist längst zum Alltag für Smartphones geworden. Umso wichtiger sind die Qualität der Kamera und deren Videofunktionalität geworden. Schließlich wollen aufgenommene Medien auf hochauflösenden Fernsehern oder Monitoren wiedergegeben werden. Günstige Smartphones im Preisbereich unter 250 Euro verfügen häufig über eine Rückseitenkamera mit 2-3 Megapixel und eine niedrigauflösende Frontkamera für Videotelefonate. Im hochpreisigen Bereich setzen die Hersteller meist 8-15 Megapixel Kameras ein und ermöglichen auch eine 720p Aufnahme über die Frontkamera. Bei solchen Premium-Smartphones werden zudem Techniken wie LED-Blitz, Kamera-Mikrofone und Auto-Fokus angeboten. Letztere Technologie kümmert sich um das automatische Scharfstellen von aufzunehmenden Objekten. Oftmals geschieht dies mit einem Finger-Tip auf dem Bildschirm und einem daraus resultierenden, selektiven Auto-Fokus. Seit dem großen Erfolg der Foto-App Instagram verwenden Hersteller wie Samsung und HTC verschiedene Effekt-Filter im Kameramenü, die aus einem normalen Farbfoto klassische Schwarz-Weiß-Aufnahmen oder Retro-Bilder erstellen. Diese Funktionen werden auch für Smartphone-Kameras in günstigeren Geräten angeboten. Die Qualität einer Kompakt- oder gar Spiegelreflexkamera wird mit einem Smartphone jedoch nicht erreicht. Vor allem in dunklen Umgebungen sinkt selbst mit Blitz die Bildqualität enorm.
Das Zubehörpaket fällt bei den meisten Herstellern ähnlich spartanisch aus wie das Anschlussportfolio. Neben einem Strom- und PC-Verbindungskabel wird meist nur ein Headset beziehungsweise Kopfhörer mitgeliefert. Kabel und Adapter zum Anschluss an einen Fernseher sowie Hüllen oder so genannte Bumper müssen nachgekauft werden. In diesem Bereich konnten sich in Deutschland bereits viele Drittanbieter ansiedeln, sodass nicht in jedem Fall auf die meist teuren Originalkomponenten der Hersteller zurückgegriffen werden muss. Vielen von diesen Shops arbeiten über die Auktionsplattform eBay und handeln hier mit Ersatzakkus, Schutzhüllen und Freisprecheinrichtungen sowie kabellosen Bluetooth-Headsets.
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