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HTC U Ultra Smartphone

Zwei Displays sollen es richten: Das HTC U Ultra Smartphone will mit technischen Innovationen wie einem Zweitdisplay oder einem Innenohr-vermessenden In-Ear-Kopfhörer dabei helfen, das taiwanesische Unternehmen aus den roten Zahlen zu führen. Mit einem 5,7-Zoll-Display ist das Gerät im Vergleich zu den Vorgängern riesig. Da HTC zukünftig ganz auf Einsteiger-Smartphones verzichten möchte, ist auch die sonstige Ausstattung vom Feinsten, auch wenn die eine oder andere Eigenschaft des Smartphones gestandenen Nutzern sauer aufstoßen könnte, etwa der fehlende 3,5mm-Kopfhörer-Anschluss. Wir stellen das Phablet auf dieser Seite ausführlich vor.

Großes Display und Liquid-Design

Von der HTC One M Serie, die zuletzt im HTC 10 mündete, setzt sich das HTC U Ultra Smartphone optisch deutlich ab. Das ausgesprochene Größenwachstum des Phablets ist dabei nur das augenscheinlichste Merkmal: Mit einer Grundfläche von 16 x 8 Zentimetern ist das Gerät ein kleiner Riese. Auch Metall als Haupt-Ressource für das Gehäuse muss abgerundetem Glas weichen, lediglich der Rahmen besteht noch aus Metall. Die Rückseite lässt die gespiegelte Umgebung wie bei Wellenrauschen verschwimmen, eine optische Spielerei, aber ein Hingucker allemal. Eine spezielle Fertigungsweise soll das Gerät besonders bruchsicher machen. Wer es nicht auf sein Glück ankommen lassen möchte, kann das Smartphone auch mit einer Saphir-Glas-Schutzschicht erwerben. Es finden sich wie bei allen Highend-Modellen von HTC auch hier wieder zwei Lautsprecher, die zusammen einen guten Klang erzeugen sollen.

Die Verarbeitung jedenfalls ist über alle Zweifel erhaben und das Gewicht von 170 Gramm ist vergleichsweise niedrig für ein Smartphone dieser Größe. Auffälliges Feature ist zudem der Zweitbildschirm, der sich direkt über dem Haupt-Display befindet. In der zeilenartigen Anzeige werden Termine dargestellt, auch der Musikplayer lässt sich darüber steuern. Beide Bildschirme können unabhängig voneinander per Touchscreen bedient werden. Die Hauptanzeige löst mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten auf und nutzt HTC-typisch ein SLCD-Panel. Es bietet eine sehr gute Helligkeit, einen ordentlichen Kontrast und einen stabilen Betrachtungswinkel, kann in Punkto Schwarzwert aber nicht ganz mit der AMOLED-Konkurrenz von Samsung mithalten.

Tolle Performance, enttäuschender Akku

Das HTC U Ultra Smartphone ist mit einem Qualcomm Snapdragon 821 Chipsatz ausgestattet. Dieser verfügt über vier Prozessorkerne und sorgt zusammen mit dem vier Gigabyte großen Arbeitsspeicher für einen ruckel- und verzögerungsfreien Betrieb bei der Nutzung selbst ressourcenhungriger Apps. Der Adreno 530 Grafikchip gehört zu den derzeit leistungsfähigsten Modellen, weshalb Sie problemlos auch grafisch anspruchsvolle Spiele mit dem Smartphone nutzen können. Angesichts der zwei Displays, beide mit hoher Auflösung und Leuchtkraft, verwundert der Einsatz eines nicht austauschbaren 3.000-mAh-Akkus schon. Bei aktiviertem Bildschirm zieht das Gerät so viel Strom, dass die Laufzeit insgesamt ziemlich enttäuschend ist, besonders angesichts des Kaufpreises von etwa 700 Euro.

In Sachen Kamera ist das HTC U Ultra Smartphone auf dem neuesten Stand der Technik und bietet mit optischem Bildstabilisator, Dual-LED-Blitz und Laser-Autofokus die für Highend-Smartphones üblichen Features. Die Auflösung beträgt 12 Megapixel und tatsächlich überzeugt die Kamera mit einer hohen Bildschärfe und einer guten Lichtausbeute und kann dadurch besonders bei schlechtem Licht gegenüber der Konkurrenz hervorstechen. Die Front-Kamera löst mit 16 Megapixel sogar noch höher auf und soll offenbar besonders Fans von Selfies ansprechen. Aber auch bei Videoaufnahmen will der Hersteller punkten: Dank der vier eingebauten Mikrofone lässt sich mit dem Phablet 3D-Surround-Sound aufnehmen, das Ganze bei 4K-Auflösung und 30 Bildern pro Sekunde.

Mit 64 Gigabyte Speicher samt zugehörigen MicroSD-Slot bietet das Smartphone reichlich Platz für Apps und persönliche Medien. Natürlich unterstützt das Gerät LTE mit bis zu 600 Mbit/s. Der Ladevorgang erfolgt über den OTG-fähigen USB-3.0 Typ C Anschluss, der zudem eine hervorragende Übertragungsgeschwindigkeit bietet. HTC legt zudem Highend-InEar-Kopfhörer bei, die mittels Ultraschall das Innenohr ausmessen und darauf den Klang ausrichten. Anhänger traditioneller Headsets und Kopfhörer werden den fehlenden Kopfhörer-Anschluss schmerzlich vermissen.

Android Nougat und Sense Companion

Während das Google Android 7 Betriebssystem von HTC weitgehend unverändert belassen wird, um zeitnahe Software-Updates zu ermöglichen, stattet der Hersteller das HTC U Ultra Smartphone stattdessen mit sinnvollen Zusatzfunktionen und innovativen Features aus. Damit ist insbesondere der Sense Companion gemeint, der eine vollautomatische Personalisierung des Smartphones vornimmt. Die Software zeichnet die Aktivitäten des Nutzers intern auf, etwa, welche Strecken häufig gefahren werden, wann Termine bevorzugt gesetzt werden und welche Apps am häufigsten eingesetzt werden. Die App lernt dazu, und rät Ihnen dann beispielsweise dazu, früher los zu fahren, wenn bei der häufig gefahrenen Strecke dicker Verkehr herrscht. Oder daran, das Smartphone noch mal aufzuladen, wenn ein später Termin ansteht.

Datenschützern werden angesichts dessen allerdings die Ohren klingeln. Die Nutzeroberfläche jedenfalls wirkt nüchtern und aufgeräumt und ist auch Einsteigern intuitiv zugänglich. Angesichts des Highend-Status dürfen Sie getrost erwarten, auch zukünftig mit neuen Android-Versionen ausgestattet zu werden.