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Intel Core U (Kaby Lake)

Die Intel Core U (Kaby Lake) Serie ist eine Prozessorbaureihe für Ultrabooks, Multimedia-Notebooks und Convertible-Notebooks, die am 30. August 2016 mit den Modellen i3-7100U, i5-7200U und i7-7500U eingeführt wurde. Es handelt sich um Ultra-Low-Voltage Dual-Core-Prozessoren, die Hyper-Threading für bis zu 4 Threads unterstützen. Bis auf das i3-Modell, dessen Taktfrequenz auf 2,4 GHz beschränkt ist, können die Prozessoren dank der Turbo Boost 2.0-Technologie ihre Taktfrequenzen dynamisch auf bis zu 3,1 GHz (i5) und 3,5 GHz (i7) erhöhen. Der Speichercontroller und die integrierte GPU ist in allen Modellen identisch. Es werden bis zu 32 GB Dual-Channel DDR4-2133, LPDDR3-1866 und DDR3L-1600 Speicher unterstützt. Die integrierte Intel HD Graphics 620 hat standardmäßig eine Basistaktfrequenz von 300 MHz. Lediglich die maximale Turbotaktfrequenz reicht von 1000 MHz im i3-7200U und i5-7200U bis 1050 MHz im i7-7500U.

Architektur
Mit Kaby Lake führt Intel erstmals eine Architektur ein, die nicht mehr dem 2007 eingeführten Tick-Tock-Modell des Unternehmens entspricht. Während sich bislang Prozessverkleinerung (Tick) und neue Mikroarchitektur (Tock) abwechselten, kommt mit Kaby Lake die zusätzliche Optimisierungs-Phase hinzu, in der der Fertigungsprozess weiter ausgereizt wird. Damit will Intel den Lebenszyklus einer Prozessgeneration verlängern, weshalb auch die bereits angekündigte 10 Nanometer Cannonlake-Architektur zugunsten von Kaby Lake auf 2017 verschoben wurde. Die Kaby Lake-Architektur benutzt daher eine optimerte 14 nm Prozesstechnologie und ist ansonsten mit der Skylake-Mikroarchitektur identisch. Weder Instruktionen (MMX, AES, BMI1+2, F16C und FMA3), noch Befehlssatzerweiterungen (SSE bis zu 4.2, AVX und AVX 2.0 und TSX) sowie Technologien (EM64T, NX/XD, VT-x, EPT und VT-d) wurden verändert. Auch die mit Skylake eingeführten Intel-Memory-Protection-Erweiterungen (MPX) und die Intel-Software-Guard (SGX) Erweiterungen sind fester Bestandteil der Architektur. Mit Kaby Lake hat Intel erstmals eine Sperre für seine Prozessoren implementiert, die es verhindert, dass ältere Windows-Versionen als Windows 10 und zukünftige Distributionen verwendet werden können.

Auch die Grafikarchitektur wurde leicht verbessert, obwohl die HD Graphics 620 weiterhin auf der Gen9-Grafikengine basiert. Die neue GPU lässt die HD Graphics 520 in den 3DMark-Benchmarks problemlos hinter sich und liegt in einigen Fällen sogar nur knapp hinter der Iris Graphics 540. Die GPU unterstützt die APIs DirectX 12 und OpenGL 4.4. Sie kann H.265/HEVC 10-Bit, VP 10-Bit/8-Bit und H.264 Hardware-decodieren und H.265/HEVC 10-Bit, VP9 8-Bit und H.264 Hardware-encodieren.

Leistung
Mit Ausnahme des i3-7100U haben die Prozessoren der Intel Core U (Kaby Lake) Serie eine 8% höhere Basistaktfrequenz und eine durchschnittlich 12% höhere maximale Turbotaktfrequenz als ihre Vorgängermodelle. Im Cinebench R11.5 64-Bit Benchmark erreicht der i5-7200U einen 2% höheren Single-Core-Wert und einen 4% höheren Multi-Core-Wert als der i7-6500U. Der i7-7500U kann in der Single-Core-Leistung sogar den 45 Watt Prozessor i7-6700HQ hinter sich lassen und liefert einen 5% höheren Multi-Core-Wert als der i7-6600U. Trotz der hohen Leistungszuwächse bleibt die niedrige TDP von 15 Watt bei allen Modellen der Serie unangetastet.
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