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AMD FX 9800P

Der AMD FX-9800P ist ein mobiler Quad-Core-Prozessor für den Mainstream-Markt, der am 31. Mai 2016 als Teil der Bristol Ridge APU-Generation vorgestellt wurde. Die neuen Bristol-Ridge-APUs sind in erster Linie für Multimedia-Notebooks, Ultrabooks und Convertibles wie z.B. das HP Envy x360 konzipiert. Der AMD FX-9800P verfügt über 2 Prozessormodule mit jeweils 2 Rechenkernen, die zusammen 4 Threads simultan bearbeiten können. Die Kerne haben eine Basistaktfrequenz von 2,7 GHz, die auf bis zu 3,6 GHz Turbotakt erhöht werden kann. Neben den CPU-Kernen ist auch eine Radeon R7 (Bristol Ridge) GPU mit 8 Compute Units (CUs) verbaut, die Taktfrequenzen von bis zu 758 MHz erreichen kann. Ebenfalls auf dem Chip integriert sind ein Speichercontroller für Dual-Channel DDR4-2400 Speicher und die Southbridge mit den I/O-Ports.

Architektur
Die Bristol-Ridge-APUs sind die 7. und letzte Revision des Bulldozer-Designs von 2011. Wie die Carrizo-APUs (6. Generation) von 2015 basieren sie auf der Excavator-Architektur, wurden jedoch noch einmal kräftig überarbeitet. Excavator ist die letzte Mikroarchitektur, die noch mit der 28 nm CMOS-Prozesstechnologie gefertigt wird. Die Bristol-Ridge-APUs basieren auf dem überarbeiteten Excavator-Design (Excavator 2.0), mit dem AMD versucht hat, die Effizienz des 28 nm Prozesses zu maximieren. Durch Verwendung der aus GPUs bekannten High-Density Silizium-Libraries und überarbeitete Metallebenen konnte die Dichte der Chips nochmals erhöht werden. Neue Adaptive Voltage Frequency Scaling (AVFS) Algorithmen erlauben zusammen mit internen Sensoren höhere Taktfrequenzen bei gleicher TDP wie Carrizo-APUs. Sogenannte „Shadow Pstates“ erlauben der AVFS-Einheit, sich an die Qualität, das Alter, den Verschleiß und die Leistung des Prozessors anzupassen. Dadurch ist die AVFS an die speziellen Eigenschaften eines Chips angepasst, anstatt für alle Prozessoren gleich zu sein. Die Folge davon sind längere Boostzeiten unter Last und geringerer Stromverbrauch bei niedrigen Taktfrequenzen. AMDs Skin-Temperature-Aware-Power-Management (STAPM) erlaubt den Einbau von bis zu 5 Sensoren auf der APU, die AMDs internen Controller benutzen, um längere Boostzeiten zu ermöglichen, solange die „Skin-Temperature“ unter einem festgelegten Limit bleibt. Die Bristol-Ridge-APUs verfügen über einen verbesserten Video-Decoder, der H.264 und H.265 in 4K und VP9 in FullHD decodieren kann und bis zu 9% weniger Strom bei der Wiedergabe von 1080p-Videos verbraucht. Es ist die erste APU-Generation für den Consumer-Markt, die den schnellen DDR4-Speicher unterstützen.

Die integrierte Radeon R7 (Bristol Ridge) verfügt über 8 Compute Units mit insgesamt 512 Shadereinheiten und kann dank der Heterogeneous-System-Architecture (HSA) für Berechnungen benutzt werden und damit der CPU Last abnehmen. Sie hat eine Taktfrequenz von bis zu 758 MHz und unterstützt die APIs DirectX 12, Vulkan und Mantle. AMD hat die GPU mit vielen Gaming-Features wie Dual-Graphics für eine Kombination der integrierten mit einer dedizierten GPU, Virtual Super Resolution für eine bessere Bildqualität und Frame Rate Target Control implementiert.

Leistung
Der AMD FX-9800P hat eine TDP von 15 Watt, die auf 12 Watt cTDP reduziert werden kann. Durch die Verbesserungen der Excavator-Architektur der 2. Generation können Bristol-Ridge-APUs eine bis zu 56% höhere Leistung als Kaveri-APUs und bis zu 10% mehr Leistung als Carrizo-APUs erreichen, bei einer TDP von 15 Watt. Der AMD FX-9800P konkurriert mit Intels Core i3 ULV-Modellen.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum2. Quartal 2016
Basis-Taktfrequenz2.7 GHz
Boost-Taktfrequenz3.6 GHz
Anzahl der Kerne4
L2-Cache2 MB
Fertigungstechnologie28 nm
Interne GrafikAMD Radeon R7 (Bristol Ridge)
GPU Frequenz758 MHz
TDP12-15 Watt
SpeicherunterstützungDDR4-2400