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AMD A6-7310

Der AMD A6-7310 wurde am 7. Mai 2015 als Teil der neuen 7000er APU-Serie von AMD angekündigt. Diese Ultra-Low-Voltage SoCs wurden speziell für den Einsatz in Einstiegsgeräten und kleinen Laptops entwickelt. AMD hat auf den Chips dieser Serie eine energieeffiziente CPU, eine zeitgemäße GPU, eine Southbridge mit den Inputs und Outputs, einen Single-Channel DDR3L-1600 Speicher-Controller und einen AMD Secure Processor zu einem relativ stromsparenden Paket vereint. Der Secure Processor ist Teil von AMDs Sicherheitsstrategie zum Schutz der Privatsphäre und empfindlicher Daten. In Zusammenarbeit mit ARM TrustZone werden empfindliche Tasks von normalen Systemoperationen getrennt und von dem Secure Processor in einer sicheren Umgebung separat bearbeitet. Dies soll den Unzulänglichkeiten von softwareseitigen Antiviren-Lösungen entgegenkommen.
Bei dem AMD A6-7310 handelt es sich um einen Vierkern-Prozessor mit einem L1-Cache von 256 KB und einem L2-Cache von 2048 KB. Die TDP ist zwischen 12-25 Watt konfigurierbar, wobei ein höherer Wert auch eine bessere Performance bedeutet. Der Basistakt der CPU ist bislang nicht bekannt, der Prozessor verfügt jedoch über einen Turbo bis maximal 2.400 MHz.

Architektur
Der AMD A6-7310 ist ein Carizzo-L-Chip und basiert auf der Puma+ Architektur. Puma+ ist die Weiterentwicklung von Puma und der Nachfolger der Jaguar-Architektur. Damit ist der Carrizo-L keine grundlegende Neuentwicklung gegenüber seinen Vorgängern Beema (für Notebooks) und Mullins (für Tablets und kleine Subnotebooks). Daher unterscheidet sich die CPU auch nicht wesentlich von ihrem Vorgänger AMD A6-6310 (Beema). Die Feature-Liste ist gleichgeblieben: SSE4.2, AMD64, VT, BMI1, AES, AVC, MMX und F16C. Auch die Performance pro Kern (d.h. Leistung pro MHz) ist dieselbe. Im neuen Carrizo-L-Chip konnte AMD jedoch den Leckstrom reduzieren, wodurch das System deutlich reaktionsfreudiger und damit die Performance insgesamt besser sein sollte. Der Chip ist im 28-nm-Verfahren gefertigt und verfügt über einen Level 1 Cache mit 256, der sich aus 4 32 KB Instruction Caches und 4 32 KB Data Caches zusammensetzt, und über einen Level 2 Cache mit 2048 KB. Ein Level 3 Cache ist nicht vorhanden. Der Prozessor kommt mit dem neuen FP4-Package und ist damit mit Carrizo SoCs kompatibel.
Die auf dem Chip integrierte Grafikeinheit Radeon R4 ist praktisch identisch mit der Radeon R5 des höheren Modells AMD A8-7410 und vermutlich baugleich mit der Radeon R4 aus dem älteren A6-6310. Sie verfügt über 128 Shadereinheiten, 8 TMUs und 4 ROPs, hat eine Taktfrequenz von 800 MH und unterstützt DirectX 12. Für ältere und anspruchslose Spiele sollte die Leistung ausreichend sein.

Leistung
Bei der maximalen TDP von 25 W sollte der AMD A6-7310 etwas stärker als sein Vorgänger A6-6310 sein. Die Leistung ist in etwa vergleichbar mit der eines Haswell Intel Pentium 3556U oder eines ULV Core i3-4005U vergleichbar. Für den täglichen Gebrauch, z.B. im Büro, zum Surfen oder für Filme, bietet der Prozessor ausreichend Leistung. Nur ein paar Spiele aus dem Jahr 2014 sind mit niedrigen Einstellungen spielbar, aber ältere und anspruchslose Spiele laufen meist problemlos. Der Stromverbrauch der APU liegt bei 12 bis maximal 25 W. Sie ist daher zumeist in Einsteigernotebooks und Notebooks unter 14“ verbaut.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum2. Quartal 2015
Basis-Taktfrequenz2.1 GHz
Boost-Taktfrequenz2.4 GHz
Anzahl der Kerne4
L2-Cache2 MB
Fertigungstechnologie28 nm
Interne GrafikRadeon R4 (Carrizo-L)
GPU Frequenz800 MHz
TDP25 Watt
SpeicherunterstützungDDR3L-1866

9 Notebooks mit AMD A6-7310

9 Notebooks mit AMD A6-7310