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AMD A6

Die AMD A6-Serie ist eine Reihe von mobilen Mittelklasse-APUs, die bereits seit mehreren Jahren eingesetzt und weiterentwickelt wird. APUs sind SoCs, die eine CPU und eine GPU auf einem Chip vereinen. Dafür kaufte AMD 2006 den Grafikkartenhersteller ATI auf. Ursprünglich nur für Notebooks vorgesehen, wurde die AMD A6-Serie auch auf ultra-mobile Modelle ausgeweitet, die in Tablets und 2-in-1-Geräten zum Einsatz kommen. Die AMD A6-Serie ist fortlaufend nummeriert (A6-3000>A6-4000>A6-5000), bei den mobilen Modellen wurde jedoch eine Reihe übersprungen und die Serie mit A6-7000 weitergeführt. Dafür begann die ultra-mobile Serie mit A6-6000 und wurde normal fortgesetzt. Nicht in dieses Schema einordnen lässt sich einzig der A6-1450.

Architektur
Die Architektur und Fertigungsweise der A6-Serie wurden stetig weiterentwickelt. Die ersten APUs der Reihe von 2011 basierten noch auf der 32 nm AMD 10h Architektur und trugen den Chip-Namen Llano (A6-3400M) Darauf folgte die 32 nm Piledriver-Architektur, 2012 mit Trinity (A6-4400M) und 2013 mit dem Elite-Performance-Chip Richland (A6-5350M). 2014 wurde die Reihe mit den Kaveri-Chips (A6-7000) fortgesetzt, die auf der 28 nm Steamroller Architektur basieren. Bei den A6-APUs (A6-8500P) aus dem Jahr 2015 handelt es sich um Carrizo-Chips, die auf der Excavator-Architektur basieren. Seit 2013 werden parallel zu den mobilen APUs auch ultra-mobile APUs für kleinere Notebooks, Tablets und 2-in-1-Geräte gefertigt. Die ersten dieser APUs trugen den Namen Temash (A6-1450) und Kabini (A6-5200) und bauten auf der 28 nm Jaguar-Architektur auf. Darauf folgte die 28 nm Puma-Architektur mit dem Beema-Chip (A6-6310). Die ultra-mobile A6-APU-Reihe gehört zu den Carrizo-L-Chips (A6-7310), die auf der 28 nm Puma+-Architektur basieren. Obwohl die A6-APUs in den Llano-Chips zuerst mit 4 Kernen ausgestattet wurden, wurde in allen nachfolgenden Architekturen diese Zahl auf 2 Kerne reduziert. Alle ultra-mobilen Modelle sind hingegen mit 4 Kernen versehen.

Die integrierten GPUs wurden parallel zu den CPUs weiterentwickelt. Die Llano-Chips haben eine HD 6000G-GPU, in Trinity und Richland kommen HD 7000G- und HD 8000G-GPUs zum Einsatz. Die Kaveri- und Carrizo-Chips haben AMDs aktuellen Rx-GPUs (z.B. R4). Parallel zu Richland haben auch Temash und Kabini HD 8000G-GPUs, Beema, Mullins und Carrizo-L haben ebenfalls Rx-GPUs. Die Llano-GPUs basierten noch auf der TeraScale2-Architektur, die Piledriver-GPUs auf der nachfolgenden TeraScale3-Architektur. Alle späteren A6-GPUs basieren ausnahmslos auf der GCN-Architektur.

Features
Befehlssätze, Erweiterungen und Featureliste wurden mit jeder neuen Architektur ergänzt und erneuert. Die alte AMD 10h-Architektur kam noch mit SSE4a, Enhanced 3DNow!, NX bit, AMD64, AMD-V und dem Stromsparfeature PowerNow!. Bereits mit Piledriver wurde die neueren Instruction Sets MMX, SSE4.1/4.2, AES, CLUML, AVX, AVX1.1, XOP, FMA3/4, CVT16, F16C und das Turbo Core Feature hinzugefügt. Seit Kaveri werden SIP-Blocks mit UVD, VCE und TrueAudio verbaut, außerdem ist ein Platform-Security-Prozessor für ARM TrustZone integriert. Die ausgelagerten ultra-mobilen Chips verfügen zudem über Stromsparfunktionen wie Turbo Dock und C6 und CC6 Low Power States in Jaguar. Puma fügt das Instruction Set BMI1 und einen intelligenten Turbo-Boost hinzu.

Leistung
APUs der AMD A6-Serie habe zwei verschiedene Anwendungsbereiche. Es gibt die Modelle für normale Notebooks und solche für Subnotebooks, Tablets und 2-in-1-Geräte. Die Leistung variiert daher stark zwischen diesen Einsatzgebieten. Generell handelt es sich jedoch um Mittelklasse-Geräte. Das aktuelle Modell der mobilen Sparte ist der A6-8500P. In der ultra-mobilen Sparte ist es der A6-7310.
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