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MediaTek MT8135

Der MediaTek MT8135 ist ein mobiles Mittelklasse-SoC, das speziell für die Verwendung in Android-Tablets, wie z.B. dem Amazon Kindle Fire HD 6, konzipiert wurde. Der Chip erschien im 3. Quartal 2013 und wurde vom Fabless-Hersteller MediaTek entwickelt, der seine Halbleiterchips zwar selbst designt, die Produktion aber an sogenannte „Semiconductor Foundries“ outsourct. Es handelt sich um einen Vierkernprozessor, der sich aus zwei leistungsstarken ARM Cortex-A15- und zwei ARM Cortex-A7-Kernen mit einer Taktfrequenz von jeweils 1,7 GHz zusammensetzt. Auf dem Chip sind zusätzlich eine PowerVR Series6 G6200 GPU und ein LPDDR3 Speichercontroller integriert. Da er vor allem an Android-Tablets gerichtet ist, wurde kein 2G/3G/4G-Funkmodem verbaut.

Architektur
Die Cortex-A15- und Cortex-A7-Kerne basieren alle auf der ARMv7-A Architektur. Die Cortex-A7-Kerne verfügen über 5 Execution Ports (EP) und eine Pipeline-Ausnutzung von 8 Zyklen pro Execution, während die Cortex-A15-Kerne 8 EPs und eine Pipeline-Ausnutzung zwischen 15-25 Zyklen pro Execution haben. Beide Chip-Varianten werden im 28-nm-Verfahren hergestellt und arbeiten dank der big.LITTLE-MP-Architektur nahtlos zusammen, da sie alle auf dieselbe Speicherregion zugreifen können. ARMs verbessertes big.LITTLE MPermöglich die Zusammenarbeit zwischen Cortex-A7 (LITTLE) und stärkerem Cortex-A15 (big) je nach Leistungsbedarf, was ein Stromsparpotential von bis zu 70% bei normalen Workloads verspricht. MediaTeks 4-in-1 Konnektivitätskombination beinhaltet Wi-Fi (mit Miracast-Support), Bluetooth, GPS und FM. Außerdem wird mit dem integrierten Video-Decoder 1080p60-Wiedergabe ermöglicht. Kameras bis zu 13 Megapixeln werden unterstützt.

Neben LGs H13 und Renesas APE6 und R-Car H2 ist der MediaTek MT8135 das erste SoC mit der neuen Imagination Technologies PowerVR Series6 G6200 (Rogue) GPU. Diese soll eine vierfache ALU-Leistungssteigerung gegenüber der älteren Series5XT GPU bieten. Die GPU hat 2 Shadercluster mit jeweils 2 TMUs und insgesamt 64 Pipelines. Zu den unterstützten APIs zählen OpenGL 3.x/4.x und ES 3.0, OpenCL 1.x, Renderscript, Filescript und DirectX 10/11.2. Mit einer maximalen Taktfrequenz von 600 MHz entspricht das Leistungsniveau in etwa dem der Qualcomm Adreno 320. Anspruchsvolle Spiele aus dem Jahr 2014 stellen selbst bei einer hohen Auflösung von 2560x1600 Pixeln kein Problem dar.

Leistung
Mit der Mischung aus energieeffizienten Cortex-A7- und hoch performanten Cortex-A15-Kernen bietet der MediaTek MT8135 ausgezeichnete Leistungen bei einem geringen Stromverbrauch. Die integrierte PowerVR Series6 G6200 ermöglicht es zudem, dass das SoC auch für moderne und anspruchsvolle Android-Spiele gerüstet ist. In Benchmarks liegt der Chip somit weit vor anderen SoCs, wie z.B. dem Samsung Exynos 5250 Dual im Google Nexus 10, der allerdings nur über 2 Cortex-A15-Kerne verfügt. Die Leistung reicht aber nicht an High-End-Chips wie den Qualcomm Snapdragon 600 oder Nvidias Tegra 4 heran. Für die alltäglich Nutzung im Büro, beim Browsen und für Multimedia, aber auch für komplexere 3D-Programme ist die Leistung dennoch ausreichend. Durch das fehlende Funkmodem für mobile Netze ist der Chip vor allem für Mittelklasse-Tablets geeignet.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum3. Quartal 2013
Basis-Taktfrequenz1.7 GHz
Anzahl der Kerne4
Fertigungstechnologie28 nm
Interne GrafikPowerVR Series6 G6200
GPU Frequenz600 MHz
SpeicherunterstützungLPDDR3

2 Tablets mit MediaTek MT8135

2 Tablets mit MediaTek MT8135