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AMD E2-Series

Bei der AMD E2-Series handelt es sich um eine Low Power Prozessorenreihe, die von AMD speziell für kleine Subnotebooks und sehr günstige Einsteiger-Notebooks konzipiert wurde. Sie gehört zu AMDs APU-Segment, d.h. es sind Systems on a Chip, die CPU und GPU auf einem Chip integrieren. Die AMD E2-Series wurde 2012 zusammen mit der E1-Series als Nachfolger der ersten E-Serie eingeführt und wird bis heute kontinuierlich weiterentwickelt. Anders als AMDs A-Series APUs gibt es die AMD E2-Series nur für das ultra-mobile Marktsegment, wo sie im Low-End-Bereich angesiedelt ist. Die E2-Modelle sind auf Energieeffizienz ausgelegt und daher nicht besonders leistungsstark. Die Nummerierung ist fortlaufend, allerdings gibt es eine breite Lücke zwischen den 2013-Modellen (E2-3000) und den 2014-Modellen (E2-6110).

Architektur
Mit der E1-Series zusammen löste die AMD E2-Series 2012 die erste E-Series von 2011 ab. Wie die Vorgängerin basierte auch sie auf der 40 nm Bobcat-Mikroarchitektur und die Chip trugen weiterhin den Codenamen Zacate (E2-1800). Anfang 2013 wurde noch ein weiterer Zacate-Chip vorgestellt (E2-2000), bevor im 2. Quartal die optimierte und wesentlich kleinere Jaguar-Architektur vorgestellt wurde. Der neue Kabini-Chip (E2-3000) dieser Architektur wurde im 28 nm Verfahren gefertigt. Auf Kabini folgte 2014 der Beema-Chip, der auf der 28 nm Puma-Architektur basierte. AMD übersprang bei der Bezeichnung mehrere Generationen und änderte das Nummerierungsschema leicht (E2-6110). 2015 wurde dann der aktuelle Carrizo-L-Chip
E2-7110 vorgestellt, der zur neuesten 28 nm Puma+-Architektur gehört. Die erste Generation an E2-Chips mit dem Codenamen Zacate hatte nur 2 Rechenkerne zur Verfügung. Der erste Kabini-Chip von 2013 (E2-3000) war ebenfalls ein Zweikern-Prozessor, der Nachzügler E2-3800 von 2014 wurde dann aber mit 4 Kernen ausgestattet. Alle anschließenden Modelle kommen seitdem mit 4 Kernen. Keiner der E2-Chips verfügt über einen Turbo-Modus. Die Zacate-Modelle hatten eine maximale Taktfrequenz von 1,75 GHz, 1 MB L2 Cache, einen DDR3-1333 Speichercontroller und eine 18 Watt TDP. Bei Kabini wurde die Taktfrequenz des Zweikerners auf 1,65 GHz und die des Vierkerners auf 1,3 GHz reduziert. Beide Modelle hatten einen DDR3L-1600 Speichercontroller und eine 15 Watt TDP, beim Vierkern-Modell E2-3800 wurde außerdem der L2 Cache auf 2 MB vergrößert. Die Taktfrequenz des nachfolgenden Beema-Chips wurde auf 1,5 GHz angehoben und der aktuelle Carrizo-L hat mit 1,8 GHz die bisher höchste Frequenz der E2-Modelle.

Die AMD E2-Series ist von Anfang an mit integrierten Radeon-GPUs ausgestattet worden. In den Zacate-Chips kam noch die TeraScale2-basierte HD 7340 zum Einsatz. Bei Kabini wurde hingegen die HD 8280 integriert, die auf der neueren GCN-Architektur aufbaut. Seit Beema haben alle E2-Modelle eine aktuelle R2-Grafikeinheit.

Features
Seit der Einführung der AMD E2-Series hat sich viel bei den Instruction Sets und Funktionen der APU-Modelle verändert. Die Zacate-Chips verfügten über die Instruction Sets SSE1/2/3/4a, NX Bit, AMD64 und AMD-V sowie das Stromsparfeature PowerNow!. Kabini fügte SSE4.1/4.2, AVX, AES, F16C und BMI1 und die Features Turbo Dock und C6/CC6 Low Power States hinzu. Seit Beema wird zusätzlich ein ARM Cortex-A15 Ko-Prozessor für die TrustZone-Erweiterung verbaut.

Leistung
Die Performance aller APUs der AMD E2-Series ist sehr gering, da sie vor allem auf hohe Energieeffizienz ausgelegt sind und eine niedrige TDP haben. Der E2-7110 von 2015 ist das momentan stärkste Modell der Serie und für simple Aufgaben wie Dokumentbearbeitung, Internet-Surfen und Videowiedergabe geeignet. Die APUs der AMD E2-Series sind vor allem in kleinen Subnotebooks und Low-End Einsteiger-Notebooks zu finden.
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31 Notebooks mit AMD E2-Series

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