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Intel Core i3 (Coffee Lake)

Die mobilen Intel Core i3 (Coffee Lake) Prozessoren für Ultrabooks und Allround-Notebooks wurden am 2. April 2018 eingeführt. Neben den Core i5 (Coffee Lake) und Core i7 (Coffee Lake) Prozessoren sind sie die einzigen mobilen Modelle, die auf der Coffee Lake-Mikroarchitektur basieren. Obwohl sie zur gleichen Architektur gehören, sind Intel Core i3 (Coffee Lake) Modelle sehr unterschiedlich. Es gibt die U-Modelle mit einer Leistungsaufnahme (TDP) von 28 Watt und die H-Modelle mit einer 45 Watt TDP). Auch bei der Anzahl der CPU-Kerne gibt es Unterschiede. Während der i3-8100H über 4 Kerne verfügt, hat der i3-8109U nur 2 Kerne. Dafür unterstützt der Letztere allerdings Intels Hyper-Threading-Technologie, die es ihm trotz der Beschränkung auf 2 physische Kerne erlaubt, 4 Threads parallel auszuführen. Außerdem kann der i3-8109U seinen Basistakt von 3 GHz per Turbo Boost 2.0-Technologie automatisch auf bis zu 3,6 GHz erhöhen. Der i3-8100H hingegen ist auf seinen 3 GHz Basistakt beschränkt. Auch bei der integrierten Grafik gibt es Unterschiede. Bei den H-Modellen kommt eine UHD Graphics 630 zum Einsatz, die einen 350 MHz Basistakt und einen Turbo bis 1 GHz hat. Die U-Modelle haben stattdessen eine Iris Plus 655, die zwar nur mit 300 MHz Basistakt kommt, dafür aber auf 1050 MHz Boost erhöhen kann. Außerdem verfügt sie über einen 128 MB großen dedizierten eDRAM, der ihr beträchtlich höhere Speicherzugriffsraten verschafft und damit in Spielen mehr Leistung liefert. Alle Prozessormodelle unterstützen DDR4 und LPDDR3 Speicher. Die H-Modelle können jedoch mit bis 2666 MHz DDR4 umgehen, während die U-Modelle auf DDR4-2400 beschränkt sind.

Architektur
Zwar unterscheiden sich die Intel Core i3 (Coffee Lake) Prozessoren in Punkten wie Kernanzahl, Speicherunterstützung und SmartCache-Größe, jedoch basieren alle Modelle auf der Coffee Lake-Architektur. Coffee Lake ist eine Optimierung der Kaby Lake-Architektur, die selbst bereits eine Optimierung der Skylake-Architektur ist. Es handelt sich also praktisch um die 2. Optimierung der Skylake-Architektur. Als solche führt sie die zweite Optimierung des 14 nm Prozessknoten ein, der als 14 nm++ bezeichnet wird. Zur Verbesserung der Energieeffizienz wurde der Abstand zwischen den Transistorgates um 20% auf 84 nm erhöht, wodurch die Transistoren mehr haben, ihre Wärme abzugeben. Damit wird der Antriebsstrom im Vergleich zu Intels erstem 14 nm Prozessknoten, der in der Broadwell-Architektur benutzt wurde, um ca. 23-24% erhöht. Laut Intel resultiert das in 26% höherer Leistung und 52% weniger Stromverbrauch. Im Gegensatz zu den Kaby Lake-Prozessoren haben die Coffee Lake-Chips deutlich mehr Level 3 Cache erhalten. Die Erhöhung ist jedoch nicht durchweg konsistent. So haben die H-Modelle eine Vergrößerung um 512 KB auf 1,5 MB L3 Cache erhalten, während bei den U-Modellen der L3 Cache auf 2 MB verdoppelt wurde.
Die Intel UHD Graphics 630, die in den H-Modellen verwendet wird, ist bei vielen Intel-Prozessoren Standard und gibt nicht viel her, was Spiele angeht. Anders sieht es mit der Intel Iris Plus 655 der U-Prozessoren aus, die dank schnellem eDRAM deutlich leistungsfähiger ist, und es mit dedizierten Einsteiger-Grafikkarten aufnehmen kann. Zwar ist keine High-End-Leistung für moderne Titel zu erwarten, aber mit niedrigen Einstellungen kann die Grafik die meisten Spiele flüssig darstellen.

Leistung
Anders als sonst ist bei den Intel Core i3 (Coffee Lake) Prozessoren eindeutig klar, für welches Nutzungsszenario sich die einzelnen Modelle am besten eignen. Die Zweikerner mit Intel Iris Plus 655 Grafik sind am besten in sehr kompakten Ultrabooks oder Convertible-Notebooks aufgehoben, da sie keine zusätzliche Grafikkarte benötigen und trotzdem genug Leistung für leichtes Gaming liefern können. Die Vierkerner hingegen bieten ordentliche Leistung für Produktivitätsaufgaben, benötigen aber eine zusätzliche Grafikkarte, um auch für Gaming verwendbar zu sein. Sie benötigen daher größere Gehäuse und aufgrund ihrer höheren Leistungsaufnahme auch eine bessere Kühlung.
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