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AMD FX 9830P

Der AMD FX-9830P ist ein Quad-Core-Prozessor der Bristol-Ridge-Generation für Notebooks, der am 31. Mai 2016 vorgestellt wurde. Es handelt sich um eine Accelerated Processing Unit (APU) für den Mainstream-Markt. Die 4 Prozessorkerne sind auf 2 CPU-Modulen verbaut und können 4 Threads simultan ausführen. Sie haben eine Basistaktfrequenz von 3 GHz, die auf bis zu 3,7 GHz Turbotakt erhöht werden kann. Der Prozessor verfügt über eine integrierte Radeon R7 (Bristol Ridge) Grafikeinheit, die über 8 Compute Units (CUs) verfügt und eine Taktfrequenz von bis zu 900 MHz hat. Der integrierte Speichercontroller unterstützt Dual-Channel DDR4-2400 Speicher. Die Southbridge mit allen I/O-Ports ist ebenfalls auf dem Chip verbaut.

Architektur
Die APU gehört zur Bristol-Ridge-Generation, die die 7. und letzte APU-Generation darstellt, die noch auf dem Bulldozer-Design von 2011 basiert und gleichzeitig als das größte Upgrade gilt. Die 7. APU-Genration benutzt die sogenannte Excavator-Architektur der 2. Generation und ist größtenteils mit den ebenfalls Excavator-basierten Carrizo-APUs (6. Generation) identisch. Sie kommt allerdings auch mit ein paar Verbesserungen zur Erhöhung der Effizienz und Leistung. AMD benutzt nun nicht mehr 2 verschiedene APU-Designs für Einsteiger- und Mainstream-Produkte, sondern sowohl Bristol Ridge als auch Stone Ridge basieren auf der Excavator-Architektur und verwenden den gleichen Sockel (FP4). Sie unterscheiden sich nur in der Anzahl der Kerne und der TDP. Die Bristol-Ridge-APUs werden mit FX, A12 und A10 sowie einem P am Ende gekennzeichnet. Jede APU ist in 2 verschiedenen Varianten verfügbar, eine mit 15 Watt und eine mit 35 Watt. Zwar benutzen die neuen APUs immer noch die veraltete 28 nm CMOS-Prozesstechnologie, sind aber mit fortschrittlichen Technologien ausgestattet, die deren Effizienz maximieren. So benutzt AMD die aus GPUs bekannten High-Density Silicon-Libraries und neue Adaptive Voltage Frequency Scaling (AVFS) Algorithmen, die zusammen mit internen Sensoren höhere Taktfrequenzen bei gleicher TDP erlauben. Sogenannte „Shadow Pstates“ erlauben der AVFS, sich an die speziellen Eigenschaften desChips (Qualität, Alter, Verschleiß, Leistung) anzupassen. Dadurch sind längere Boostzeiten unter Last und geringerer Stromverbrauch bei niedrigen Taktfrequenzen möglich. Der AMD FX-9830P verfügt über je einen 1 MB großen L2 Cache pro Dual-Core-Modul. Ein Modul misst 250,4 mm² und hat 3,1 Milliarden Transistoren. Der integrierte Video-Decoder wurde verbessert und unterstützt nun H.265/HEVC und H.264 in 4K sowie VP9 in FullHD.

Die integrierte Radeon R7 (Bristol Ridge) verfügt über 512 Shadereinheiten und kann Taktfrequenzen von bis zu 900 MHz erreichen. Sie unterstützt die APIs DirectX 12, Vulkan und Mantle. Eine Kombination aus dedizierter AMD GPU und der Radeon R7 (Bristol Ridge) ist über die Dual-Graphics-Technologie möglich. Zahlreiche Gaming-Features wie Virtual Super Resolution, Eyefinity, Frame Rate Target Control und der Gaming-Evolved-Client werden unterstützt.

Leistung
Durch die neuen AVFS-Algorithmen und interne Sensoren verzeichnen die Bristol-Ridge-APUs eine Leistungssteigerung von bis zu 56% bei 15 Watt TDP gegenüber den Kaveri-APUs von 2014 und 10% gegenüber Carrizo von 2015. Der AMD FX-9830P hat eine TDP von 35 Watt, die auf 25 Watt oder 45 Watt cTDP verändert werden kann. Damit konkurriert die APU in etwa mit Intels 35 Watt Core i3- und Core i5-Modellen. Von den im 2. Quartal 2016 vorgestellten Bristol-Ridge-Modellen ist der AMD FX-9830P mit einer maximalen Taktfrequenz von 3,7 GHz das stärkste Modell.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum2. Quartal 2016
Basis-Taktfrequenz3 GHz
Boost-Taktfrequenz3.7 GHz
Anzahl der Kerne4
L2-Cache2 MB
Fertigungstechnologie28 nm
Interne GrafikAMD Radeon R7 (Bristol Ridge)
GPU Frequenz900 MHz
TDP35 Watt
SpeicherunterstützungDDR4-2400