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AMD A9-9400

Der AMD A9-9400 ist ein mobiler Dual-Core-Prozessor mit integrierter Radeon-Grafikkarte, der im 2. Quartal 2016 vorgestellt wurde. Mit einer Leistungsaufnahme von 10-15 Watt ist der Prozessor für sehr kleine Geräte wie Tablets und 2-in-1-Geräte aber auch für günstige Einsteiger-Notebooks geeignet. Der Chip ist eine Accelerated Processing Unit (APU) der 7. Generation, die 2 Excavator-CPU-Kerne und eine Graphics-Core-Next-Grafikkarte der 3. Generation integriert. Herzstück der APU ist das Excavator-Modul mit 2 CPU-Kernen, die einen Basistakt von 2,4 GHz haben. Die Kerne können eine maximale Taktfrequenz von 3,2 GHz erreichen. Neben der CPU sitzt eine Radeon R5 (Stoney Ridge) GPU, die über 3 Compute Units (CUs) verfügt und eine Taktfrequenz von 800 MHz hat. Da die CUs der GPU für generelle Berechnungen genutzt werden können, stehen der APU insgesamt also 5 Recheneinheiten zur Verfügung. Der Speichercontroller des Chips unterstützt Single-Channel DDR4-2133 Speicher.

Architektur
Derr AMD A9-9400 ist eine APU der Stoney Ridge-Baureihe, welche zusammen mit der Bristol Ridge-Baureihe die 7. Generation von AMDs APU-Produktsparte darstellt. Es ist die letzte Generation, die die Bulldozer-basierten Excavator-CPU-Module verwendet und die letzte, die auf dem 28 nm Fertigungsprozess basiert. Anstatt wie in der Vorgängergeneration Carrizo-L ein eigenes CPU-Design zu verwenden, kommt in den Stoney Ridge-APUs die gleiche Excavator-CPU zum Einsatz, die auch in den Bristol Ridge-APUs zu finden ist. Der einzige Unterschied ist nun, dass die Bristol Ridge-APUs über 2 Excavator-Module mit insgesamt 4 CPU-Kernen verfügen, während die Stoney Ridge-APUs nur 1 Excavator-Modul integrieren, also allesamt Dual-Core-Prozessoren sind. Die Excavator-CPU wurde für die neue APU-Generation nochmals kräftig überarbeitet. Bei der Fertigung werden durch Messungen der Spannung und Frequenz 2 sogenannte „Shadow P-States“ festgelegt, wodurch die integrierte Adaptive-Voltage-Frequency-Regelungseinheit (AVFS) Taktfrequenzen und Spannung für jede APU individuell steuern kann. Durch einen Beständigkeitssensor wird zudem der Verschleiß der Transistoren gemessen, um festzustellen, welche Temperaturen und Spannungen möglich sind, ohne die APU zu schädigen. Mit AMDs Skin-Temperature-Aware-Power-Management (STAPM) können bis zu 5 Sensoren auf den Notebooks oder Tablets platziert werden, die die Hauttemperatur des Benutzers messen können. Dadurch können die Taktfrequenzen nicht nur anhand der Temperatur innerhalb der APU sondern auch mit Rücksicht auf die Temperatur an der Oberfläche gesteuert werden.

Die integrierte Radeon R5 (Stoney Ridge) ist die stärkste GPU der Stoney Ridge-APUs. Sie verfügt über 3 Compute Units mit insgesamt 192 Shadereinheiten und vermutlich 12 TMUs. Damit bietet sie gerade einmal die Hälfte der Recheneinheiten der Radeon R5 (Bristol Ridge), die in den Bristol Ridge-APUs zu finden ist. Im Gegensatz zu den schwächeren Stoney Ridge-GPUs kommt sie mit den AMD-Technologien Virtual Super Resolution, womit Spiele in höherer Auflösung gerendert werden und dann runterskaliert werden, um ein schärferes Bild zu erzeugen, und die FreeSync-Technologie, die Ruckeln und Verzerrungen verhindern soll.

Leistung
Im Gegensatz zum A9-9410, der eine Leistungsaufnahme von 10-25 Watt haben kann, ist der AMD A9-9400 auf eine TDP von maximal 15 Watt beschränkt. Auch Basistakt und maximale Taktfrequenz liegen mit 2,4 GHz und 3,2 GHz deutlich unter den 2,9 GHz und 3,5 GHz des A9-9410. Dennoch sollte die APU genug Leistung für Office-Anwendungen und Multimedia liefern.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum2. Quartal 2016
Basis-Taktfrequenz2.4 GHz
Boost-Taktfrequenz3.2 GHz
Anzahl der Kerne2
L2-Cache1 MB
Fertigungstechnologie28 nm
Interne GrafikAMD Radeon R5 (Stoney Ridge)
GPU Frequenz800 MHz
TDP10 Watt
SpeicherunterstützungDDR4-2133

1 Notebook mit AMD A9-9400

1 Notebook mit AMD A9-9400