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AMD A9

Die AMD A9 Serie gehört zu AMDs Accelerated Processing Unit (APU) Produktreihe, die Multicore-CPUs und Radeon-Grafikkarten auf einem Chip vereint. Die Serie wurde am 31. Mai 2016 mit dem A9-9410 vorgestellt und ist am Übergang vom Einsteigersegment (Stoney-Ridge-Baureihe) zum Mainstreamsegment (Bristol-Ridge-Baureihe) positioniert. Der A9-9410 verfügt über 2 CPU-Kerne mit einer Basistaktfrequenz von 2,9 GHz, die auf bis zu 3,5 GHz Turbotaktfrequenz erhöht werden kann. Daneben ist eine Radeon R5 (Stoney Ridge) auf der APU verbaut, die über 3 Compute Units (CUs) verfügt und mit maximal 800 MHz taktet. Die CUs können für General-Purpose Computing benutzt werden. Die AMD A9 Serie APUs unterstützen Single-Channel DDR4-1866 Speicher.

Architektur
AMD verfolgt mit seinen APUs das Ziel, CPU und GPU soweit zu integrieren, dass alle Recheneinheiten für Berechnungen benutzt werden können. Die Heterogeneous-System-Architektur (HSA) erlaubt schon jetzt, dass die CUs der GPU Aufgaben von der CPU übernehmen können, um diese zu entlasten. Die AMD A9 Serie wurde erst 2016 eingeführt und reiht sich zwischen die A6 und die A10 Serie ein. Sie gehört zu der Stoney-Ridge-Generation für das Einsteigersegment und ist für Multimedia-Notebooks, Ultrabooks und Convertible-Notebooks konzipiert. Stoney Ridge stellt zusammen mit Bristol Ridge die 7. Generation der APU-Produktreihe dar und führt erstmals die Excavator-Mikroarchitektur, die vorher nur auf die Mainstream-APUs beschränkt war, auch für die Einsteiger-APUs ein. Während die 2015 eingeführte Carrizo-L-Reihe also noch auf der Puma+-Architektur basierte, ist sowohl in den Bristol-Ridge- als auch in den Stoney-Ridge-APUs die Excavator-Architektur zu finden. Im Gegensatz zur Carrizo-Reihe, die ebenfalls diese Architektur benutzt, sind jedoch noch einige Verbesserungen zu finden. Neue „Shadow P-States“ erlauben der Adaptive-Voltage-Frequency-Regelungseinheit (AVFS), die Spannung und Taktfrequenz für jede APU spezifisch zu steuern, wodurch längere Turbotaktfrequenzperioden möglich sind. Ein integrierter Beständigkeitssensor misst, wie die Transistoren durch Spannung und Hitze verschleißen und kann dadurch sichere Limits definieren, innerhalb derer die Turbotaktfrequenz maximiert werden kann. Durch das Skin-Temperature-Aware-Power-Management (STAPM) und bis zu 5 Sensoren, die von Notebookherstellern auf ihren Geräten platziert werden können, können die Taktfrequenzen auf hohem Niveau gehalten werden, solange die Temperaturlimits für die Haut des Benutzers nicht überschritten werden.
Die AMD A9 Serie APUs verfügen über eine integrierte Radeon R5 (Stoney Ridge) GPU. Diese verfügt über 3 CUs mit insgesamt 192 Shadereinheiten. Sie kann Taktfrequenzen von bis zu 800 MHz erreichen. Sie ist die einzige der Stoney-Ridge-GPUs, die AMDs Virtual Super Resolution und die FreeSync-Technologie unterstützt.

Leistung
Die AMD A9 Serie ist zwischen Einsteiger- und Mainstreamsegment platziert und verfügt einerseits über sehr hohe Taktfrequenzen, ist andererseits jedoch nur mit 2 CPU-Kernen ausgestattet. Da diese kein Multi-Threading unterstützen, können zu viele gleichzeitig laufende Programme die APUs schnell in ihre Knie zwingen. Im Alltag sollte die Leistung jedoch problemlos ausreichen. Die APUs der Serie haben eine TDP von 15 Watt, die zwischen 10-25 Watt cTDP konfiguriert werden kann und daher mit Intels ULV Core i3-Prozessoren konkurriert.
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