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AMD A8-7200P

Der AMD A8-7200P ist ein mobiler Mittelklasse-Vierkern-SoC der Kaveri-Serie, der am 4. Juni 2014 vorgestellt wurde. In der APU sind eine Radeon R5 Grafikeinheit und ein Dual-Channel DDR3-1866 Speichercontroller integriert. Auf zwei Chipmodulen sind insgesamt 4 Prozessorkerne verbaut, die einen Basistakt von 2,4 GHz haben, der auf bis 3,3 GHz Turbotakt erhöht werden kann. Die CPU integriert einen L1 Cache mit 256 KB und einen L2 Cache mit 4 MB und unterstützt 64-Bit. Mit einem 24-fach-CPU-Multiplikator und einer TDP von 35 W gehört die CPU zum oberen Ausbauende der mobilen Kaveri-APUs.

Architektur
Die Kaveri-Serie ist die Nachfolgerin der Richland-Serie aus dem Jahr 2013 und stellt die 3. Generation des modulbasierten Bulldozer-Designs dar. Im Gegensatz zum Vorgänger wurden zahlreiche Änderungen vor allem in der CPU- und GPU-Architektur vorgenommen. Die Prozessorkerne des AMD A8-7200P basieren nun auf der Steamroller-Architektur (Richland: Piledriver) und haben pro Kern einen 1 MB L2 Cache. Durch die Unterteilung in zwei Prozessormodule verfügt jedes der Module über einen 2 MB großen 16-wege-Shared-Cache, woraus sich ein 4 MB großer L2 Cache ergibt. Der L1 Instruction Cache wurde von 64 auf 96 KB erhöht, wodurch der L1 Cache insgesamt nun aus 2 96 KB großen Dreiwege-Instruction-Caches (je einen pro Modul) und 4 16 KB großen Vierwege-Data-Caches (je 2 pro Modul) besteht und sich damit auf 256 KB beläuft. Ein L3 Cache ist hingegen nicht vorhanden. Durch die Cache-Optimierungen und eine verbesserte Sprungvorhersage konnte die Leistung pro MHz mit Steamroller gegenüber Piledriver bei gleicher Taktfrequenz etwas erhöht werden. Die CPU unterstützt zahlreiche Features wie SSE bis zu 4.2, AES, AVX, BMI1, FMA3/4, AMD64, VT, MMX und XOP. Stromsparfunktionen wie PowerNow! und Enduro sind ebenfalls implementiert. AMDs UVD 4.2, VCE 2.0 und TrueAudio sind auf separaten SIP-Blocks integriert. Außerdem ist ein ARM Cortex-A5 Ko-Prozessor mit TrustZone-Sicherheitserweiterungen verbaut.

Auch die eingebaute Radeon-R5-GPU markiert die Umstellung auf eine neuere Architektur. Im Gegensatz zu der älteren HD 8000er-Reihe der Richland-APUs, die noch auf der TeraScale-3-Architektur (VLIW4) basierten, kommt für Kaveri AMDs Graphics Core Next 1.1 (GCN) zum Einsatz. Die R5 verfügt über 4 Compute Units (CUs) mit jeweils 64 Shadereinheiten, 4 TMUs und 1 ROP (insgesamt 256:16:4). Sie hat eine Basistaktfrequenz von 553 MHz, die per Boost auf bis zu 626 MHz erhöht werden kann. Unterstützt werden u.a. DirectX 11.2 Tier 2 (mit Support für Tiled Ressources), AMDS Mantle-API und OpenCL. Durch die DDR3-1886 Speicherunterstützung ist die R5 etwa auf dem Niveau der dedizierten GeForce GT 720M. Viele Spiele aus dem Jahr 2014 sollten mit niedrigen Einstellungen und einer Auflösung von 1024x768 Pixeln spielbar sein.

Leistung
Taktfrequenz und TDP des AMD A8-7200P sind mit denen eines älteren Core i3-2370M (Sandy Bridge) oder i3-3110M (Ivy Bridge) vergleichbar. Die Leistung sollte für alltäglich Workloads, wie Büroprogramme, Internet-Browsing und Multimedia, aber auch für etwas anspruchsvollere Programme ausreichen. Spiele aus dem Jahr 2014 sollten bei niedrigen Einstellungen spielbar sein. Die gesamte APU hat eine TDP von 35 W und ist für 14 Zoll oder größere mittelklassige Multimedia-Notebooksgeeignet.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum2. Quartal 2014
Basis-Taktfrequenz2.4 GHz
Boost-Taktfrequenz3.3 GHz
Anzahl der Kerne4
L2-Cache4 MB
Fertigungstechnologie28 nm
Interne GrafikRadeon R5
GPU Frequenz553 MHz
TDP35 Watt
SpeicherunterstützungDDR3-1866

2 Notebooks mit AMD A8-7200P

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