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AMD A4

Die AMD A4-Serie ist eine für das Einsteiger-Segment konzipierte Serie von APUs (Advanced Processing Units), die sich bereits über mehrere Chip-Generationen erstreckt. AMDs APUs vereinen CPU und GPU auf einem einzigen Chip. Den Grundstein dafür legte AMD 2006 mit dem Zukauf des Grafikkartenherstellers ATI. Bis 2013 war die A4-Serie Teil der Sparte für mobile Geräte, also Notebooks. Im selben Jahr wurde die A4-Serie in die Sparte für ultra-mobile Geräte wie Tablets, 2-in-1-Geräte und Subnotebooks integriert. Auf welcher Chip-Baureihe die einzelnen APUs basieren, lässt sich an der fortlaufenden Modellnummer (A4-5000>A4-6000>A4-7000) erkennen, wobei die Temash-Chips (A4-1200) eine Ausnahme darstellen.

Architektur
Die APUs der A4-Serie wurden ständig weiterentwickelt und basieren daher auf verschiedenen Architekturen und Fertigungsweisen. Die erste mobile A4-APU basiert auf AMDs 32 nm 10h-Architektur, auf welcher die ersten Llano-Chips aufbauen (A4-3300M). Die nachfolgende 32 nm Piledriver-Architektur erstreckt sich über die Trinity-, (A4-4300M) und Richland-Chips (A4-5150M). Im Gegensatz zu anderen APU-Serien wie z.B. A6 und A10 wird die A4-Serie nicht in die nächste Generation mobiler APUs übernommen und stattdessen komplett in das ultra-mobilen APU-Segment integriert. Hier erscheinen schon 2013 parallel zu Richland die ersten Kabini- (A4-5000) und Temash-Chips (A4-1200), die auf der ultra-mobilen 28 nm Jaguar-Architektur basieren. 2014 folgten Beema (A4-6210) und Mullins (A4 Micro-6400T), die auf der 28 nm Puma-Architektur aufbauen. Der 2015 vorgestellte Carrizo-L-Chip (A4-7210) integriert die 28 nm Puma+-Architektur. Alle mobilen A4-APUs sind ausschließlich Dual-Core-Prozessoren. Der erste Vierkern-A4 war der Temash-Chip A4-1350, nach dessen Vorbild seither alle ultra-mobilen APUs 4 Kerne besitzen.

Da alle APUs Systems on a Chip (SoC) sind, verfügen sie neben der CPU auch über eine integrierte GPU. In den ersten Llano-Chips kommen die mobilen HD 6000G-GPUs zum Einsatz. In Trinity und Richland folgen die HD 7000G- und HD 8000G-Serien. Kabini und Temash, aus demselben Jahr wie Richland, haben ebenfalls HD 8000G-GPUs. Die nachfolgenden Chips Beema, Mullins und Carrizo-L haben Rx-GPUs (z.B. R3, R4) an Bord.

Features
Die Liste der Befehlssätze samt Erweiterungen und Features wurde mit jeder neuen Architektur stetig erweitert. Die Llano-Chips kommen mit SSE4a, Enhanced 3DNow!, NX bit, AMD64, AMD-V und dem Stromsparfeature PowerNow!. Mit Piledriver wurde die Instruction Sets MMX, SSE4.1/4.2, AES, CLUML, AVX, AVX1.1, XOP, FMA3/4, CVT16, F16C und Turbo Core hinzugefügt. Die ultra-mobilen Chips kommen zudem mit zusätzlichen Stromsparfunktionen wie Turbo Dock und C6 und CC6 Low Power States in der Jaguar-Architektur. In der nachfolgenden Puma-Architektur wurde das Instruction Set BMI1 und ein intelligenter Turbo-Boost hinzugefügt, außerdem wird ein Platform-Security-Prozessor für ARM TrustZone verbaut.

Leistung
Die Leistung innerhalb der AMD A4-Series variiert aufgrund der weiten Zeitspanne von 2011 bis heute stark. Es handelt sich bei APUs dieser Serie jedoch immer um Einsteiger-Modelle mit relativ niedriger Performance. Das Carrizo-L-Modell A4-7210 ist besipielsweise in etwa mit dem Intel Pentium 3560Y vergleichbar. Insgesamt sind A4-APUs hauptsächlich für kleine Einsteiger-Notebooks geeignet, wobei einige der Chips wie Temash und Muslims jedoch speziell für Tablets und 2-in-1-Geräte entwickelt werden.
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