1. Startseite
  2. Prozessoren
  3. Multimedia Prozessoren
  4. AMD A10

AMD A10

AMD A10 ist eine Serie von Mittelklasse-Prozessoren für mobile Geräte, die seit 2012 bis heute kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die Serie erstreckt sich daher bereits über mehrere Modellgenerationen, die fortlaufend nummeriert sind (A10-3000>A10-4000>A10-5000). Es handelt sich dabei um sogenannte APUs, eine AMD-eigene Bezeichnung für Systems on a Chip (SoC) und bedeutet, dass neben der CPU auch eine GPU auf demselben Chip integriert ist. Anders als andere APU-Serien wie A4 oder A8 gibt es von der AMD A10-Serie keinen ultra-mobilen Ableger für Low-Power-Geräte (mit Ausnahme des A10 Micro-6700T).

Architektur
Die AMD A10-Serie wurde im Unterschied zu den anderen AMD A-Serien erst 2012 mit dem Trinity-Chip eingeführt, in dem die 32 nm Piledriver-Architektur zum Einsatz kommt (A10-4600). Im Jahr darauf folgte der als Elite Performance APU bezeichnete Richland-Chip, der auf derselben Architektur basierte (A10-5750M). 2014 wurde dann der Kaveri-Chip vorgestellt, der auf der neueren 28 nm Steamroller-Architektur aufbaute (A10-7300). In den Carrizo-Modellen A10-8700P und A10 PRO-8700B aus dem Jahr 2015 wird die 28 nm Excavator-Architektur verwendet. Es gibt außerdem einen ultra-mobilen Mullins-Chip von 2014 für Tablets und 2-in-1-Geräte, der zur 28 nm Puma-Architektur gehört (A10 Micro-6700T). Alle Modelle der AMD A10-Serie haben 4 Kerne und einen Turbomodus. Die Trinity-Chips haben eine Taktfrequenz von bis zu 3,2 GHz, einen 4 MB großen L2 Cache und unterstützen DDR3-1600. Die maximale Taktfrequenz wurde bei Richland auf 3,5 GHz erhöht und DDR3-1866 ermöglicht. Bei Kaveri hingegen ist der Takt auf 3,4 GHz und bei Carrizo weiter auf 3,2 GHz begrenzt worden. Auch haben die Carrizo-Chips nur 2 MB L2 Cache, dafür aber Speicherunterstützung bis DDR3-2133. Der Low-Power Mullins-Chips A10 Micro-6700T steht mit seinen maximal 2,2 GHz und DDR3L-1333 Support etwas abseits.

Als SoCs verfügen die AMD A10-APUs auch über eine integrierte Grafikkarte. Die Trinity-Chips haben eine HD 7660G und 7620G an Bord, bei Richland sind es die HD 8650G und 8610G. 2014 wurde auf die Radeon R-Reihe umgestellt, sodass in allen AMD A10-Modellen der Kaveri-, Mullins- und Carrizo-Bauart eine R6-GPU zum Einsatz kommt.

Features
Die Piledriver-Architektur verfügte über die Instruction Sets MMX, SSE4.2, AMD64, AMD-V, AES, CLMUL, AVX 1.1, XOP, FMA3/4, CVT16 und F16C sowie den AMD HD Media Accelerator mit Perfect Picture HD, Quick Stream Technology und Steady Video Technology. Mit Kaveri wurde Zero-Copy dank HSA möglich, und außerdem ein ARM Co-Prozessor für die TrustZone Security Extensions integriert.

Leistung
Die Modelle der AMD A10-Serie sind in der Mittelklasse zu verordnen. Abgesehen von den FX-Varianten handelt es sich somit um die schnellsten APUs der AMD A-Serien. Das 2015 vorgestellte Modell A10-8700P mit 3,2 GHz ist in etwa mit dem Intel Core i5 4200M von 2013 zu vergleichen. Die APUs dieser Serie sind damit für mittelgroße Notebooks ab 14 Zoll geeignet.
Weiterlesen

18 Notebooks mit AMD A10

18 Notebooks mit AMD A10